Liebe amamuscaria (schwerer Name! ich hoffe ich habe ihn richitg geschrieben!)

Ich würde der Sache auch auf jeden Fall auf den Grund gehen, auch wenn das heißt, dass Du zumindest temporär auf das Ritalin verzichten müsstest um sicher zu gehen das die Probleme nicht vom Ritalin herrühren.

Du sagst Du hattest schon früher mal Probleme mit Depressionen und Angst, das wäre allerdings bearbeitet und nicht mehr aktuell.

Da stellt sich mir die Frage ob das wirklich so ist.

Ich habe mittlerweile gelernt, dass die "Verbindung" von Depressionen und Angst mit AD(H)S aufgrund von Unwissenheit oftmals gar nicht erkannt wird.Die Folge sind Fehldiagnosen und falsche Behandlungen die kurzfristig vielleicht Bessserung suggerieren, langsfristig aber sogar kontraproduktiv sind.

Ich selbst habe auch Depressionen und eine generalsierte Angststörung. Mein Leben hat weiß Gott genügend Situationen mit Depressions- und/oder Angstpotenial. Trotzdem bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher, dass es sich bei mir um Folgeerscheinungen der bis letztes Jahr unbehandelten ADHS handelt. Ich nehme übrigens zusätzlich zum Medikinet noch 150 mg Sertralin morgens und 75 mg Trimipramin abends und fahre damit zZT sehr gut.

Ich lese gerade das Buch von Walter Beerwerth "Das kreative Chaos". Das kann ich Dir nur empfehlen. Er sagt zum Beispiel folgendes: "Die AD(H)S ist wie ein Chamäleon, doch die Angst ist seine häufigste Farbe". Er erklärt m.E. auch sehr gut, wie die Angst als Kompensation der AD(H)S "missbraucht" wird. Und er sagt auch, dass es Wochen eher Monate dauern kann, bis man die jeweils passende Dosierung der Medikamente für sich gefunden hat. Und das es nur mit ausprobieren geht, denn was dem Einen hilft muss beim nächsten noch lange nicht helfen. Und das es einen erfahrenen Arzt braucht, der einen eng dabei begleitet und offen für "Experimente" ist.

LG Lady