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Diskutiere im Thema Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn) im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 31

    Frage Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn)

    Hallo,
    ja, ich bin ja bekannt für meine Hypochondrie-Posts, also bitte verzeiht mir diesen Post, ich komme nicht umhin, diesen wohl nervigen Thread zu verfassen.
    Ich habe in der Schule für ein bis zwei Jahre Ritalin genommen, habe es aber größtenteils abgelehnt, weil ich dadurch noch schreckhafter wurde, und mir der Rebound-Effekt jedes Mal in der Form zu schaffen macht, dass ich für ein paar Stunden bei/ nach Abklang des Ritalins ein Stimmungstief besitze, auch wenn es am nächsten Tag wieder in Ordnung ist.
    Erst ab meinem Studienbeginn wurde das Ritalin wieder interessant, weil ich mich dadurch erheblich besser konzentrieren kann. Ich habe es aber in dem letzten Jahr geschafft, auch ohne Ritalin relativ gut konzentriert zu arbeiten, vor allem, weil mich das Studium jetzt mehr interessiert.
    Nun leider ich aber auch immer wieder an "hypochondrischen Anfällen", die vielleicht auch nur (so begründet es öfters meine Mutter), um andere, wirklichere Probleme zu überlagern; ich studiere auf Lehramt, möchte aber kein Lehrer werden und leider unter starkem Leistungsdruck, später genug qualifiziert zu sein, um an die Uni zu kommen. Jedenfalls ist mir mein Gehirn sehr wichtig, mein Kapital.
    Nur bei äußerst anspruchsvollen Arbeiten (Hausarbeit) oder Referaten zu Themen, die mich nichtinteressieren, nehme ich dann sporadisch Ritalin. So habe ich letzten Sonntag um 14 h und dann nochmal um 17 h eine genommen, und das Problem war, ich lag von 1-5 h wach, fand erst dann 3 h Schlaf, und heute, in der Nacht von Montag auf Dienstag, konnte ich dann nicht ausschlafen, weil ich früh Uni hatte.
    Nun ist mein großes Problem, dass ich mir Gedanken mache, dass dieser sporadische Ritalinkonsum zusätzlich zu dem Umstand, dass ich nicht ausschlafen konnte (Schlaf soll die Gehirnzellen regenerieren, Ritalin andererseits nicht so gesund sein), meinem Gehirn in irgendeiner Form geschadet hat.
    Es ist einfach elend, ständig irgendwelche gelernten Definitionen oder Fakten aufzusagen, um sein Gehirn zu testen oder beim Lernen niedergedrückt zu sein..
    So toll das mit dem Ritalin auch ist, die noch größere Niedergeschlagenheit und Schreckhaftigkeit und die Schlaflosigkeit sind nicht zu unterschätzende Nebenwirkungen..
    Wie gesagt, bitte seit nicht sauer, aber vielleicht kann man ja sagen, dass durch reduzierten Schlaf, verursacht durch Ritalin, das wahrscheinlich sowieso schon schädlich ist, mein Gehirn kein Schaden nehmen kann (Konzentration, Lang-/ Kurzzeitsgedächtnis usw...)
    Für so was Krankes gibt es ja kein Ritalin-FAQ ^^
    Danke für eure Hilfe..

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 120

    AW: Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn)

    Ich fasse mich mal kurz. Es gibt hier genug Leute die teilweise Jahrzente MPH durchweg nehmen bzw. genommen haben. Mal ganz davon abgesehen haben wohl ziemlich viele Leute schlaflose Nächte auch ohne Ritalin, das ist doch schon was Normales. Dadurch stirbt man weder noch verändert sich dein Gehirn langfristig. Wenn du jetzt natürlich jeden Abend Ritalin vor dem Einschlafen nimmst, ist es wahrscheinlich, dass du nicht pennen kannst aber warum solltest du es auch vor dem Einschlafen nehmen. Nimm es so, dass die Wirkung zum Einschlafen ausgeklungen ist. Mach dir keinen Kopf, für langfristige Gehirnschäden musst du speziell bei Medikamenten schon wirklich lange und hochdosiert (über die Verschreibungsgrenze hinaus über Monate/Jahre) einnehmen.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.728

    AW: Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn)

    Ich bin nicht sauer, aber warum soll ich darauf antworten?

  4. #4
    Gesperrt (Mehrfachaccount)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn)

    <Ironie>
    Jedes mal wenn man sich rammelt, werden ein paar Gehirnzellen zerstört, daher immer Helm tragen. Die Handystrahlung und was uns sonst noch so umgibt, könnte auch schlecht fürs Gehrin sein, daher zur Vorsorge noch einen Aluhut unter den Helm...
    </Ironie>

    Ich will dich nicht Verarschen oder so, nicht dass das so rüber kommt, hab mir früher auch über ähnlich banalen Scheiß nen Kopf gemacht. Aber sowas zehrt nur Gehirnkapazität, die besser genutzt werden könnte... ;-) Außerdem macht es einen Depressiv, wenn man sich um derartiges Gedanken macht und vlt. noch Ängste dazu entwickelt. Dann produziert der Körper das Stresshormon Cortisol und das greift sogar nachgewiesenermaßen das Gehirn an! Also setzt dich lieber mit einem Bier (oder vlt. lieber nem Radler um die Uhrzeit) in die Sonne und genieße den Tag und sammele positive Gedanken.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn)

    Hallo euch drei,

    danke für eure Antworten!

    CaptainChaos, ich habe ja auch erkannt, dass es großer Mist ist, sich über so etwas den Kopf zu zerbrechen. Ich kann das ja bestätigen. Diese Sorgen machen einem so schwer zu schaffen, dass man dann tatsächlich weniger leistungsfähig ist.
    Nur man kann diese Gedanken ja nicht einfach ausblenden, es gibt keinen Schalter am Gehirn..Wie bist du davon losgekommen?

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn)

    Hallo Subversor,

    bist du in Verhaltenstherapie?
    Ich hatte vor einigen Jahren eine ziemliche Krise und war zeitweise ein einziges Angstbündel, dabei spielte auch Hypochondrie eine Rolle.
    Ich hatte auch dauernd Angst, dass ich irgendetwas Schreckliches bekommen könnte oder Dinge, die auftauchten, einfach nie mehr verschwinden würden etc.

    Ich bin jetzt seit fast 3 Jahren in Verhaltenstherapie und mein Therapeut hat mir richtig gut geholfen.
    Im Laufe der Zeit hat sich meine Angst langsam aber sicher verkrümelt und auch Symptome oder Sachen, die mich vorher total aus der Bahn geworfen haben, waren für mich gar nicht mehr so schlimm.

    Als ich jetzt mit Ritalin angefangen habe meinte mein Therapeut, ich solle besser nicht die Nebenwirkungen lesen, weil ich jemand sei, der dann alle bekommt
    Ich gebe zu, ich hatte sie schon vorher überflogen.
    Aber etwas machte es mir leicht zu sagen "Ich lasse es einfach auf mich zukommen" und "das wird schon gutgehen", auch weil ich idr. Medikamente gut vertrage.
    Ich habe schon die meisten Nebenwirkungen vergessen.

    Dafür, dass ich mit einer relativ hohen Dosis anfange, geht es mir gut. (20mg.)
    Ich habe eigentlich null Nebenwirkungen, auch wenn ich ziemlich Schiss vor meiner 1. Tablette hatte.

    Mein Therapeut hat mir diese Tipps gegeben:
    Ich soll mich bei einem Facharzt informieren und bloß nicht im Internet!
    Das Internet war mein größtes Problem in Sachen Hypochondrie.
    Teils habe ich damals vor dem Bildschirm gesessen und Panikattacken geschoben.
    Egal wie seriös eine Seite wirken mag, oft findet man dort nur medizinisches Halbwissen oder Leute, die ihre schlimmsten Erfahrungen teilen.

    Regel: Wenn ich ein medizinisches Problem feststelle: Beim Arzt absichern!
    NICHT GOOGELN.
    (Nun ist meine Hypochondrie nicht mehr so stark ausgeprägt, fast weg. Damals habe ich sicherlich 2,3 Arztgänge gemacht, die total überflüssig waren )

    Klingt vielleicht etwas komisch, aber wenn du nach längerer Rita-Einnahme einen Arzt findest, der ein EEG bei dir macht und dir bescheinigen kann, dass alles tiptop ist, würde dir das helfen?
    Ich z.b. habe öfters mal Schwierigkeiten mit dem Herzrhytmus, aber ich weiß, dass das psychisch ist und mein Herz ist gesund, aus 3 EKGs, die in meinem Leben durch "Zufall" schon gemacht wurden, und ich habe deshalb auch gar keine Angst.

    Übrigens ist die Vermutung deiner Mutter höchstwahrscheinlich richtig, mein Therapeut hat das bei mir auch so gesehen.
    Also auch eine Änderung der inneren Einstellung muss her, um Hypochondrie zu bekämpfen.
    Wie gesagt, eine therapeutische Begleitung wäre für dich sicherlich eine gute und wichtige Sache bei solchen Ängsten, wie du sie beschreibst.

  7. #7
    like a Hobo...

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 639

    AW: Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn)

    17.00 Uhr noch Ritalin zu nehmen ist aber auch arg spät.
    Da könnte ich dann auch nicht schlafen.
    Ich nehme meine um 7.00 und um 13.00 Uhr, jeweils 20 mg Ritalin adult.
    Mit schlafen habe ich, normalerweise, dann kein Problem.

  8. #8
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn)

    Bei unretardiertem ist das eigentlich nicht spät. Meine Wenigkeit kann um die Uhrzeit nötigenfalls auch Ritalin Adult nehmen. Ich schlafe,wie ein Baby.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn)

    Danke nochmals für eure Antworten, insb. corps obscur.

    Ja, da hast du wahrscheinlich recht, das Internet hat meine Hypochondrie eher verschlimmert, die meisten Seiten über Ritalin lassen den Eindruck gewinnen, es handle sich um eine sehr schädliche Droge mit keinerlei Nachhaltigkeitseffekt, die von der Pharmamafia als Symptombekämfung vermarktet wird, die aber heilbare Krankheit höchstens verschlimmert. Der Pro-Ritalin-Ansatz ist ja eher der, dass ADS eine genetisch bedingte neurologische Störung ist, die unheilbar ist.

    Ich würde auch gern öfters Ritalin nehmen, weil ich im universitären Alltag gezielter meine Aufgaben lösen könnte, aber es sprechen auch andere Faktoren dagegen. Ich bin ein schlanker Typ (65 Kg, 1,85 cm groß), und sozusagen ein Opfer meiner Generation, die dem Schönheitsideal des muskulösen Mannes entsprechen wollen. ich esse viel, würde liebend gerne zunehmen, kann es aber trotz immer großen Appetits nicht. Ritalin mit seiner ultra-appetithemmenden Wirkung würde mein Körperproblem nur vergrößern. Ich bin 25, hatte nur für sehr kurz eine Freundin, die ich aber verlassen hatte, weil sie bei weitem größere Probleme hatte als ich, und ich es nicht mehr ausgehalten hatte; aber irgendwann möchte ich auch mal eine Frau haben, und mit meinem jetzigen dünnen Gewicht habe ich schon genug Selbstbewusstseinsprobleme. Muskeltraining kann ich leider nicht mehr machen, weil ich es 2011 übertrieben hatte, und chronische Handgelenksprobleme bekommen hatte (war bei 4 Ärzten..). Jetzt gehe ich schwimmen und versuche manchmal auf Fäusten Liegestützen zu machen, es hilft etwas, aber zu dünn fühle ich mich trotzdem.

    Ich sollte wahrscheinlich wirklich eine Verhaltenstherapie machen, nehme es derzeit aber wegen universitären Stress' nicht in Angriff.

    In wenigen Tagen geht es mit der Uni auf Exkursion in die Türkei. Ich würde gerne mal wieder etwas dort entspannen und genießen, auch mal wieder ein Schlückchen Alkohol trinken, aber meine kranke Angst, Alkohol schade meinem Gehirn, weil ich mal Ritalin genommen habe, hindert es mich daran. (diese Angst habe ich seit Anfang 2015, was bedeutet, dass ich seit über 1 Jahr kein Tropfen Alkohol mehr getrunken habe; meine letzte Ritalin habe ich am 8. Mai genommen). ich bin wahrscheinlich von dem Verbot durch den Beipackzettel inspiriert, Alkohol dürfe während der Behandlungszeit mit Ritalin nicht eingenommen werden. Diese Angst hat auch sicher seine Vorteile, so habe ich früher schon gern gefeiert und Alkohol getrunken, aber so nur noch auf sein Studium bedacht sein, dem ständigen Druck, genügend qualifiziert zu sein, um für die universitäre Laufbahn genügend qualifiziert zu sein, da ist man doch auch jeglicher Lebensqualität beraubt... Arzt hat gesagt, ich könne am nächsten Tag nach Ritalineinnahme Alkohol trinken..
    Bin halt ein Mann der Extreme, in jeglicher Hinsicht..

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Angst vor Nebenwirkungen durch Ritalin (Gehirn)

    Hi,

    die Nebenwirkungen können sehr schlimm sein. Ich habe durch die Einnahme von Ritalin Adult die schlimmsten Schlafprobleme bekommen. Für diese Nebenwirkungen bekam ich Mirtazapin, welches mich eher einschlafen lässt.

    Ich habe in letzter Zeit aber deutlich abgenommen. Dadurch brauche ich weniger Mirtazapin zum Einschlafen. Außerdem nehme ich jetzt eine niedrigere Dosierung Ritalin Adult, auch bedingt durch die Gewichtsabnahme.

    An die Tabletten gewöhnt man sich nach einer Zeit. Aber größere Gefahren fürs Gehirn gibt es meiner Meinung nach nicht.


    Eine Verhaltenstherapie solltest du definitiv machen. Ich habe es auch gemacht. Und es hat mir sehr geholfen.

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