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Diskutiere im Thema Medikinet Adult als Antidepressivum? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    Medikinet Adult als Antidepressivum?

    Die Frage steht schon in der Überschrift, kann man Medikinet Adult auch als Antidepressivum einsetzen oder nicht?
    Ich nehme Med. Adult 30 2x am Tag, dann noch Amineurin 100, eine Abends, 2x Valproat 300, abends noch Olanzapin.
    So nehme ich das jetzt schon gut ein Vierteljahr, anfangs war es Medikinet Adult 40, und irgendwie klappt das alles nicht so recht.

    Ich schiebe fast täglich eine ziemlich blöde Depression mit mir herum, und lege mich auf öfter mal hin weils sonst nicht geht.
    Nur Abends wirds besser. Morgens frühstücke ich, dann zwei Pillen und gehe wieder für ca. eine Std. ins Bett bis es besser wird.

    Zu meinem Arzt habe ich auch kein richtiges Vertrauen mehr, er ist aber der einzige in der Nähe der BTM-Rezepte verschreiben kann.
    Ich habe von allem so ziemlich die Schnauze voll. Bin sehr unzuverlässig und lache meistens blöd durch den Tag.
    Gerade habe ich die zweite 30er genommen und lege mich wieder hin bis es besser wird...

  2. #2
    Pepperpence

    Gast

    AW: Medikinet Adult als Antidepressivum?

    Bei mir wirkt Medikinet schon stimmungsaufhellend, aber während einer akuten depressiven Episode würde das bei Weitem nicht ausreichen. Ist für mein Empfinden nicht mit einem Anti-Depressivum gleichzusetzen. Aber jeder Körper und jede Seele reagiert anders.

  3. #3
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Medikinet Adult als Antidepressivum?

    Ob ein Medikament als Antidepressivum klassifiziert werden kann, entscheidet das DIMDI. In §73 ( 8 ) SGB V steht, dass diese Klassifikation wegen der besseren Vergleichbarkeit von Medikamenten erfolgen muss. Die Krankenkassen bezahlen die Medikamente aufgrund einer Diagnose seitens eines Arztes; wenn der Arzt also sagt, dass ein bestimmtes Medikament zur Therapie geeignet ist und ein anderes Medikament nicht, obwohl es billiger ist, so bezahlt die Kasse das teurere Medikament. Das bedeutet nicht, dass ein Antidepressivum ausschließlich bei Depressionen und (theoretisch) Methylphenidat ausschließlich bei ADHS angewandt werden muss (speziell bei MPH muss aber eine ADHS-Diagnose vorliegen, was aber andere Gründe hat). Damit will ich sagen, dass Methylphenidat durchaus als Antidepressivum verwendet werden kann, obwohl es nicht als solches klassifiziert ist. Elontril ist ein solches Beispiel im umgekehrten Sinn: dieses Medikament ist als Antidepressivum klassifiziert, wird aber oft bei ADHS verschrieben (falls für diese Aussage Belege erwünscht sind, hole ich sie gern bei).

    Speziell, und da gebe ich Pepperpence, gestützt auf eigenen Erfahrungen, Recht, kann MPH depressive Verstimmungen lindern, weil die Ursachen dessen durch das Medikament beruhigt werden; im Falle einer so genannten Komorbidität, deren Basis ADHS sein kann, wird mit dem ADHS auch die Folgeerkrankung behandelt.
    Geändert von Steintor ( 8.04.2016 um 17:49 Uhr)

  4. #4
    ellipirelli

    Gast

    AW: Medikinet Adult als Antidepressivum?

    bei mir hat retardiertes MPH (MedAdult) die Depression massiv gesteigert.
    Mit unretardiertem kann ich mich tatsächlich manchmal aus ner depressiven Phase rausholen, bei mir wirkt es stimmungsaufhellend

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Medikinet Adult als Antidepressivum?

    Lieber Georg,
    also grundsätzliche Vorschläge zu Medikation verstoßen gegen die Forenregeln. D.h. die mußt Du im Kern mit Deinem Neurologen oder Psychiater ausmachen zu dem Du Vertrauen hast. Grundsätzlich wird Methylphenidat nicht zu den Antidepressiva gerechnet. Allerdings erhalten viele, lange Zeit als depressiv diagnostizierte ADHS'ler Antidepressiva die meistens eher das fehlerhafte Neurotransmittergleichgewicht eines ADHS'lers eher noch mehr durcheinanderbringen als verbessern. Wenn einer spät eine ADHS- Diagnose bekommt würde ich daher grundsätzlich empfehlen mit dem Arzt zu besprechen ob man nicht erst mal zu einer Richtlinien Monotherapie mit einem Präparat übergehen sollte um dann die Wirkung von Methylphenidat solo beurteilen zu können um dann ggf. zusätzliche Symptome mit anderen Psychopharmaka zu behandeln, falls noch Bedarf besteht. So kannst Du die Wirksamkeit keines Medikaments mehr beurteilen, da die Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sich überlagern.

    Deiner Vorstellung konnte ich nicht entnehmen, seit wann Du ADHS diagnostiziert bist, seit wann Du Medikinet adult nimmst und wie es sich in der Eindosierung bei Dir auswirkte. Welche Mediaktion du vorher nahmst und wie diese angepasst wurde.

    Was mich wundert ist in der Tat die Kombi mit Olanzapin, das ja eher ein Präparat ist um schiophrenen Zuständen entgegen zu wirken und daher die Dopaminrezeptoren blockiert. Mit einer Halbwertszeit von über 30-50 Std. bedeutet das, dass die gleichzeitige Gabe von Olanzapin als "Abschwächer" des dopaminergen Kreislaufs und Medikinet als "Förderer" des dopaminergen Kreislaufs sich logisch eigentlich nicht erklärt. Du berichtest aus der Vergangenheit jedoch von teils halluzinatorischen und auch durchaus aggressiven Impulsen. In diesen Fällen kann Olanzapin indiziert sein. Doch da muß sich dein Arzt mit Dir eigentlich entscheiden, wo er den Schwerpunkt sieht.

    Im Prinzip solltest Du ein Gefühl dafür entwickeln, welches Neuroleptikum bei Dir was verbessert. Das gilt im Prinzip für alle drei Medikamente die Du nimmst. Manchmal merkt man es nicht selbst, dann braucht man das Feedback der Umwelt, doch eigentlich solltest Du für Dich spüren was in welcher Weise Dir positiv hilft oder nicht.

    Ich würde Dir in Deinem Fall nicht raten, Deine Medikation aufgrund von Forenaussagen oder eigener Literaturrecherche selbst zu ändern, allerdings würde ich Dir empfehlen aufgrund der Zusammensetzung Deiner Medikation diese mit einer ärztlichen Zweitmeinung zu überprüfen. Vielleicht findest Du dann ja auch einen neuen Neurologen / Psychiater Deines Vertrauens.

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