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Diskutiere im Thema Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    Frage Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen

    Hey,

    Der Einsatz von Amphetamin oder Methylphenidat gegen Depression ist etwas was eher passiert (leider). Ich habe Glück dass ich einen Psychiater habe welcher nicht nur Amphetamin für ADHS einsetzt sondern auch zu Wirkungsverstärkung der Antidepressiva.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit D,L-Amphetamin gegen ADHS UND Depression gemacht. Das Amphetamin hat eine deutliche Verbesserung in allen Bereichen verursacht. ADHS Symptome, Antrieb, Ängste.

    Leider ist es in Deutschland verpönt Stimulanzien gegen Depression einzusetzen

    Wer von euch hat Erfahrungen mit Stimulanzien gegen Depressionen und wie steht ihr dazu ??

    Ich finde das Amphetamin und Methylphenidat viel häufiger auch gegen Depressionen andere Krankheitbilder eingesetzt werden sollte.
    Geändert von Schneestein (28.03.2016 um 08:18 Uhr)

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen

    Ich habe Methylphenidat genommen ohne Antidepressiva und bin sehr akut und sehr schlimm in eine agitierte Depression gerutscht. Wie ich dazu stehe? Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das der Hinweis im Beipackzettel, das MPH bei Depressionen mit absoluter Vorsicht einzunehmen ist, nicht umsonst da ist.

    Mit Antidepressiva zusammen kann ich es übrigens nehmen, trotzdem brauche ich die Höchstdosis der Antidepressiva und auch weiterhin mehrere um keine Depressionen zu haben. Bei mir wirkt es nur auf die ADHS-Symptome, weder einzeln noch in Kombination auf die Depression. Bei meinem Freund übrigens auch nicht.

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen

    creatrice schreibt:
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das der Hinweis im Beipackzettel, das MPH bei Depressionen mit absoluter Vorsicht einzunehmen ist, nicht umsonst da ist.
    Huhu, nunja ich denke das ist bei den Menschen unterschiedlich. Eine dopaminerge Augmentation ist zusammen mit Antidepressiva oft hilfreich. Gerade Amphetamin zusammen mit Antidepressiva kann einen ordentlich Boost für den Antrieb geben. Der Effekt auf das Dopamin fehlt ja bei 95% aller Antidepressiva. Ich bin echt froh das mir mein Arzt das Amphetamin nicht nur gegen ADHS gibt sondern ebenso offlabel gegen die Antriebslosigkeit. In den USA ists ja gang und gebe Amphetamine auch bei nicht-ADHS-lern zu verschreiben.

    Ich habe jemanden kennengelernt der täglich 60 mg D,L-Amphetamin zu einem Antidepressivum einnimmt ohne ADHS zu haben und damit aus der Depression rausgekommen ist. In Deutschland wäre sowas echt undenkbar, aber hier ist was Psychopharmakologie betrifft bei den angeblichen Fachärzten tote Hose.


    Mir wollte mal eine Ärztin Strattera andrehen da es gegen Depressionen wirken soll

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen

    Hallo Schneestein,

    ich kann nicht bestätigen, dass in Deutschland bezüglich der Psychopharmakologie "tote Hose" herrscht.

    Es es gibt hier viele ADHS-Betroffene (mit o. ohne Depressionen) die durchaus sehr gut versorgt sind.

    Und Elontril z.B. hat ebenfalls einen Effekt bezüglich Dopamin. Es muss also nicht unbedingt ein Amphetamin sein. Ich finde es gut, dass die Ärzte hier sich weitestgehend an den bestimmungsgemäßen Gebrauch der jeweiligen Medikamente halten. Einige Off-Label Verschreibungen in Einzelfällen gibt es ja durchaus.

    Gruß Emely

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen

    Mir hatte Strattera sehr gut geholfen, ging bei mir leider in der Kombination aufs Herz.

    Eben weil es bei den Menschen unterschiedlich ist, solltest du vielleicht nicht alles, und die Ärzte gleich mit, abwerten.
    Die Ärzte entscheiden ja nicht nur anhand deiner Erfahrungen und Meinung, sondern anhand des individuellen Patienten.
    In den USA bekommt man auch ohne Rezept Schmerzmittel in 2000er Dosen, auch das ist sicherlich nicht unbedingt für jeden empfehlenswert. Die haben da halt eine andere Sicht auf Medikamente, die hat aber sicherlich genauso ihre Nachteile wie unsere. Das heisst nicht das unseres schlechter oder deren fortschrittlicher ist.
    Es heisst im Gesamten, das bei denen die Gefahr für Nebenwirkungen und Wechselwirkungen und unnötige Medikation höher ist, und bei uns ist dafür die Gefahr höher zu wenig oder kein passendes Medikament/ Dosis zu bekommen. In beiden Fällen gibt es Gewinner und Verlierer.

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen

    Ich finde es sehr gut, dass es in Deutschland Ärzte gibt, die Off-Label verschreiben, da wir Menschen sehr
    unterschiedlich sind, ADS nicht gleich ADHS ist und ein einzelnes Medikament keine Wunderpille ist.

    Retrospektiv wirkte Ritalin bei mir sehr kühl und machte mich leicht depressiv. Amphetamin ist zwar kein
    Antidepressivum, jedoch hat es trotzdem hat es bei mir eine nicht zu unterschätzende vorhandene antidepressive
    Wirkung, die sich durch eine bekömmliche Korrektur am Selbstvertrauen, der Ausstrahlung, der Empathie, sowie
    emotionale Stabilisierung ausdrückt.

    Ich bin dankbar Amphetamine nehmen zu dürfen, auch wenn es mir lieber wäre sie nicht zu nehmen.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 136

    AW: Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen

    Stimulanzien gegen Depression, das kann auch nach hinten losgehen, da einige Menschen durch den plötzlichen Antrieb stark suizidgefährdet sein können...

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen

    Mein Facharzt hat mir Medikinet Adult 40 und 20 verschrieben, die 20er soll ich gegen Nachmittag nehmen,
    dazu Amineurin 100, morgens eine halbe und abends eine ganze,
    dann noch Valproat 500mg, morgens und abends jeweils eine,
    und am Abend nehme ich noch eine Olanzapin 15,
    und wenns dicke kommt nehme ich eine Tavor 2,5.

    Morgens gegen 7 Uhr frühstücke ich mit Depressionen und nehme dann meine drei Pillen, dann wirds nach einer 3/4 Std. besser bis gut,
    das hält dann an bis etwa 11:00 Uhr, und wenn es mir nicht gut geht nehme ich noch eine Amineurin und lege mich ins Bett.
    Hilft das nicht, dann nehme ich die 20er Medikinet, wirds damit nicht besser, dann nehme ich eine halbe Tavor.
    Hilft das auch nicht dann nehme ich den Rest davon, eine halbe Stunde noch Schnaufen und Stöhnen und dann ist gut, meist so gegen 15:30 Uhr.

    Morgens kann ich ein wenig arbeiten, mittags auch ab und zu.
    Ich vermute, dass mein Arzt nicht so genau weiß was er macht.
    Deswegen habe ich mich in der Fachklinik angemeldet und werde hingehen wenn Platz ist,
    momentan ist alles belegt und mein Name steht auf der Warteliste.

    Tolle Sache, gelle?

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen

    Hi du !

    Das mit dem Medikinet 40mg / 20mg ist doch absolut in Ordnung. Auch mit dem Olanzapin, Amineurin und Valproat genauso. Amineurin bei Bedarf ist aber komisch :S.

    Tavor sollte es halt nicht zu oft sein

    Wenn du trotz dem Amineurin Depressionen hast wechsel halt das Antidepressivum. Gibt wesentlich stärkere und bessere !!

    Und das dein Arzt sich nicht so richtig auskennt... Das ist bei den meisten sogenannten ''Fachärzten'' so. Mir hat so ein Stümper auch mal Medikinet zum Bedarf verordnet, ich solle es aber nicht zu oft in einer Woche nehmen

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Amphetamin und Methylphenidat für Depressionen

    In Deutschland werden halt meist SSRI, SNRI und atypische Neuroleptika gegen Ängste, Erregung oder Depressionen verordnet. Vermutlich da es sicherer ist. Haftung geht halt vor Patientenwohl.
    MAO-Hemmer oder Trizyklische Antidepressiva werden seltenst benutzt, in den USA wesentlich häufiger.

    Was mit Amphetamin funktionieren kann muss es nicht mit Methylphenidat, denn bei den meisten verschlechtert Methylphenidat Depressionen und Ängste. Bis Amphetamin-Arzneimittel für Erwachsene zugelassen werden vergehen wieder einige Jahre und dann werden sie auch nur in lächerlicher Dosierung zugelassenen.

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