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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    ADS, Medikation und Probleme

    Nun werde ich bald 61 und seit knapp drei Monaten bin ich geprüftes ADS-Mitglied. Medikinet nehme ich schon ca. einem Jahr weil mein Arzt meinte, es wäre das richtige für mich. Das dachte ich auch, aber dann wurde ich sehr depressiv, dagegen bekomme ich nun Amineurin, Olanzapin und Valproat, dazu noch nach Bedarf Tavor 2,5, und ich habe eigentlich täglich diesen Bedarf weil ich ziemlich fertig bin, auch mit der Welt.
    Das Medikinet nehme ich heute noch, morgens 40 und mittags 20. Bei einem Therapeuten habe ich mich noch nicht vorgestellt, werde es aber bald tun weil mir dazu geraten wurde. Der Arzt der mir diese Medis verschreibt sieht mich so alle vier Wochen für fünf Minuten, dann unterschreibt er die Rezepte und das war es dann gewesen. Er kennt mich also kaum.
    Mit meiner Frau lebe ich inzwischen wieder zusammen, sie ist aber ziemlich krank und ich bin ihr keine große Hilfe weil ich selbst hilfsbedürftig bin, die meiste Zeit jedenfalls bin ich depressiv oder habe Verspannungen und ich zittere wie das Gräslein im Wind, verziehe das Gesicht zur Fratze und lache dämlich wie ein Bekloppter. Manches Mal habe ich auch unbestimmte Ängste, das Tavor hilft dagegen aber. Abends geht es mir viel besser und schlafen kann ich auch gut.
    Ich lebe von meiner Rente und es reicht gerade so. Arbeit zuhause hätte ich wirklich genug, aber ich schaffe meistens nicht einmal einen Anfang zu machen.
    Drogen nehme ich keine, natürlich keinen Alkohol mehr. Auch interessieren mich meine früheren Hobbies kaum noch, wenn es mir einmal etwas besser geht spiele ich Gitarre oder schraube an technischen Geräten herum, da kommt manchmal auch etwas Kohle dabei heraus.
    Ich habe so eine Ahnung als ob dies so weiterginge bis zum Sarg, aber aufgegeben habe ich nicht, sonst würde ich hier auch nichts schreiben.
    Eine Wirkung dieses Medikinets ist wohl die, dass ich mich an immer mehr Dinge erinnere die ich in meinem Leben verhauen habe, und dann falle ich in ein Loch das immer tiefer wird, an schöne Dinge denke ich nur selten, und wenn, dann sage ich zu mir, dass ich sie nicht verdient habe, da laufe ich im Kreis und immer mit dem Gesicht an der Wand.
    Meine Frau möchte ich damit nicht auch noch belasten, sie bekommt aber dennoch einiges mit, und das macht es auch nicht besser.
    Hat vielleicht jemand einen guten Rat für mich? Was mache ich falsch weil es nicht besser wird?

    Grüße Euch, Georg A.

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: ADS, Medikation und Probleme

    Das mit den Arzt - alle paar Wochen (Monate) für ein paar Minuten - das kenne ich. Ich frage mich mittlerweile wo da der Sinn sein soll (?)

    Was Tavor betriff: Ein gutes "Zeug", das man aber sehr vorsichtig einnehmen sollte. Ich habe mal etwas "mehr" genommen

    Soll auch sehr schnell süchtig machen. Als Bedarf-Medi, wenn man es vorsichtig anwendet, finde ich es gut. Man sollte aber vorsichtig damit sein.

  3. #3
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: ADS, Medikation und Probleme

    Hallo Georg, ist die Dosis Medikinet nicht ein bisschen hoch? Kannst du überhaupt schlafen?
    Ich selbst nehme Ritalin adult 10mg. Wenn ich was Anstrengendes machen muss, nehme ich noch eine Viertel Unretardierte Tablette, also 2,5 mg dazu.
    Die anderen von dir genannten Medikamente kenne ich nicht. Bei mir hat den großen Durchschlag Dekristol 20000 gemacht.

    Ich bin vom gleichen Jahrgang wie du und lebe mit meinem Mann von Minijob und seiner Rente.

    Hat dir dein Arzt schon mal Elontril angeboten?

  4. #4
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: ADS, Medikation und Probleme

    Hallo Georg,nur kurz:
    Das klingt für mich,wenn nicht nach Überdosierung,dann doch nach kaum noch hinnehmbaren Nebenwirkungen und dann ist es ratsam,das Medikament zu wechseln.

    Zudem musst Du kein Medikament nehmen,"weil der Arzt meint",es sei das richtige,selbst wenn es solche Konsequenzen hat. Das eher ein Benzodiazepin verordnet wird,anstatt sich der naheliegenden Lösung zuzuwenden,finde ich äußerst bedenklich-zumal Du ja selbst schon feststellst,dass Du eigentlich täglich Bedarf hast...

    Ich muss leider Schluss machen,möchte Dir aber ans Herz legen,das Vorgehen des Arztes ruhig mal kritisch zu hinterfragen.


    LG v. Luftkopf

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 291

    AW: ADS, Medikation und Probleme

    Hallo, Georg A.

    Ich kann mich den anderen nur anschließen. Ob Überdosis oder nicht, das kann ich nicht beurteilen, allerdings ist eins klar: diese Effekte sind nicht das Ziel von solchen Medikamente. So wie du sagst "Mein Arzt meinte, das ist das richtige für mich", hört es sich so an, als ob er nicht weiß, wie es dir geht. Mein Psychiater ist auch sehr sehr knapp in meiner Behandlung. Er fragt mich nur, wie es mir geht und es liegt dann aber total an mir, diese 5 Minuten zu "melken", was ich auch tue. Erklär bitte deinem Arzt, dass es dir mit den Medikamenten nicht besser geht - sogar schlechter. Wenn du schwierigkeiten hast, kannst du zB aus deinem Beitrag hier auf ein Zettel die Sätze schreiben, die deinen Zustand am Besten schildern und ihm das vorlesen, wenn du meinst, so kommst du mit Reden im Schwung.

    Wenn er trotzdem nicht hören will, würde ich an deiner Stelle nicht die Medis sofort lassen - das Absetzen muss immer vorsichtig sein, das muss ein Arzt verordnen - aber sofort einen anderen Arzt suchen. Kann ja kaum schlechter werden, oder?

    Kopf hoch und Mut!

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: ADS, Medikation und Probleme

    Hallo allesamt,
    entschuldigt bitte weil ich mich erst so spät melden kann, mein Zustand lässt leider eine vernünftige Kommunikation im Forum nur selten zu.

    Vielen Dank für Euere Beiträge. @spacetime, wie ich schon sagte, eigentlich habe ich täglich Bedarf nach diesem "Zeugs", im Moment nehme ich eine halbe Tavor morgens und ab und zu auch noch nachmittags, und das jetzt seit ca. sechs Wochen. Am Anfang habe ich jeweils eine ganze genommen, weil ich Bedenken wegen Abhängigkeit habe nehme ich nun weniger, eine am Tag sollte aber auch zur Sucht genügen..
    @Gretchen, ja, gut schlafen kann ich, und Vitamintabletten nehme ich auch. Einmal die Woche reicht bei denen. Elontril kenne ich noch nicht, danach werde ich den Arzt noch fragen.
    @Luftkopf33, das Vorgehen meines Arztes halte ich auch seit kurzem für leicht bedenklich, ich war deswegen auch bei meinem Hausarzt und der meinte, dass ich sehr vorsichtig sein sollte, gerade was das Tavor betrifft. Es ist nun mal so, dass ich mit diesem Benzodiazepin gut über den Tag komme und auch etwas arbeiten kann. Freitag habe ich einen Termin beim HA, der kennt mich ganz gut und ich werde mich von ihm etwas beraten lassen, vielleicht kann er mir auch einen anderen Arzt nennen zu dem ich gehen könnte. Ich habe keine Führerschein mehr und es ist meistens ein halber Tag notwendig um meine Rezepte beim Dr. Psych. zu bekommen.
    @Rosaleen. Du hast alles schön zusammengefasst, was Du schiebst das stimmt, und ich werde mich auch an Deinen Rat halten, Kopf hoch und Mut!

    Viele Grüße und alles Gute,
    Georg A.
    Geändert von Georg A. (22.02.2016 um 16:12 Uhr)

  7. #7
    Karisa

    Gast

    AW: ADS, Medikation und Probleme

    Hallo Georg,
    Du nimmst ja 5 verschiedene Medikamente und Dir geht es nicht gut... Deshalb meine Frage:
    Wurde mal oder hast Du mal darüber nachgedacht, zur Medikamenteneinstellung in eine Klinik (mit ADHS Schwerpunkt!!!) zu gehen?

    LG Karisa

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...e-deutschland/

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: ADS, Medikation und Probleme

    Hallo Karisa,
    danke für Deine Antwort. Ja, daran habe ich auch schon gedacht, vielleicht gehe ich noch in eine Klinik, die nächste ist ca. 40 km weit weg. Es ist nun mal ein Problem der Angehörigen wenn sie so weit fahren müssen damit ich den Überblick über mein Haus und meine Geschäfte nicht ganz verliere, momentan wohne ich im eigenen Haus aber meine Frau wohnt anderswo, weil ich in meiner letzten manischen Phase ziemlichen Mist gebaut habe, wir sind aber wieder zusammen. Sie selbst ist auch sehr krank und ich möchte ihr keine weiteren Probleme machen wegen dieser Sache.
    Momentan gehts ja spätestens am Nachmittag, und das ist schon viel gegenüber vorigem Jahr, da habe ich kaum etwas auf die Reihe gebracht. Ich sage ja auch "es wird besser",
    doch darüber nachdenken darf ich nicht....

    Auch LG,
    Georg A.

  9. #9
    ellipirelli

    Gast

    AW: ADS, Medikation und Probleme

    Hallo, Georg
    mir kommt deine Medikamentenmenge und -zusammensetzung auch etwas gewagt und willkürlich vor.
    Nicht nur, das es sich in Bezug auf das Medikinet auch für mich nach Überdosierung anhört, ich könnte mir auch Wechselwirkungen vorstellen.
    Oder, das Medikinet eben nix für dich ist--- war es für mich auch nicht, so gar nicht.

    Auf jeden Fall scheint der Psychiater, bei dem du jetzt bist, nicht wirklich "weiter" zu bringen.
    Ich weiß, es ist in manchen Gegenden schier unmöglich, kompetente Hilfe zu finden---- aber es lohnt sich, alle Möglichkeiten auszuloten. Denn so, wie du dich jetzt offenbar fühlst, kann/sollte es nicht sein unter einer Medikation. Es bringt einfach nichts, einen Arzt nur deswegen aufzusuchen, weil er eben der einzig "Vorhandene" ist..
    Und WENN man erstmal ein bischen zur Ruhe gekommen ist, muss man auch nicht mehr alle vier Wochen zum Arzt- da reicht es oft, einmal im Quartal einen weite(re)n Weg auf sich zu nehmen... Das ist dann aber einer, der sinnvoll ist und hilft
    Und wenn es nur mit Bus und Bahn geht- dann ist das so. Die Kraft dazu kommt dann auch wieder-- WENN die Medikation stimmt


    Vielleicht magst du dich mal vorstellen ( erst danach kannst du im nicht-öffentlichen Bereich schreiben, wo oft "lieber" geantwortet/geschrieben wird).
    Und dann auch genauer angeben, in welcher Ecke Deutschlands(grob) du Hilfe brauchst, dann kann dir -nur wenn du vorgestellt und freigeschaltet bist- evtl auch jemand per privater Nachricht Hinweise geben..
    Öffentlich dürfen keine Ärztenamen genannt werden.

    Alles Gute und Kraft für dich!!

    Elli
    fast so alt wie du

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