Seite 3 von 5 Erste 12345 Letzte
Zeige Ergebnis 21 bis 30 von 50

Diskutiere im Thema Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere

    @Hirngewitter

    Ich halte es bei mir die Borderline-Behandlung nicht für verlorenen Zeit, ich habe verdammt viel über mich und meine Gefühle gelernt, sehr nette Leute getroffen und meinen jetziger Freund kennengelernt.

    Tja, die Impulskontrolle allein macht mich nicht glücklich, wenn ich stattdessen meine Spontanität einbüsse. Ich habe durch mein spontaner Art so viel in meinem Leben erlebt, dass es Bücher füllen könnte.

    Feiern, Tanzen, Leute kennenlernen, Spass haben, Sketche schreiben, verrückt sein - ich weiss nicht, ob ich es alles gegen innere Ruhe eintasuschen will

    Auch ja, SVV bei Stress udn Überlastung habe ich auch, aber außerdem mag ich Narben.

    Essstörung habe ich auch, schon in die Schule haben wir, ein paar Mädels gewettet, wer schlanker wird. Ich war gerade dabei, aus gemobbten Opfer mich zu angesagter Mädel zu mausern und wollte gewinnen. Ich gewann. Ich wurde dafür bewundert.Das war die Anfang.
    Aber eigentlich komme ich aus essegestörter Familie, mein Vater ist fresssüchtig, ich wurde immer mit Leckereien verwönt.
    Dagegen zu steuern war mein Art von Protest.
    Die Essstörunegn wechseln sich bei mir: mal fresse ich und werde fett, dann hungere ich oder erbreche. Von adiposität bis Untergewicht und zurück. Das ich jetzt normal diäte, ist schon ein Fortschritt

  2. #22
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere

    Tja, die Impulskontrolle allein macht mich nicht glücklich, wenn ich stattdessen meine Spontanität einbüsse. Ich habe durch mein spontaner Art so viel in meinem Leben erlebt, dass es Bücher füllen könnte.

    Feiern, Tanzen, Leute kennenlernen, Spass haben, Sketche schreiben, verrückt sein - ich weiss nicht, ob ich es alles gegen innere Ruhe eintasuschen will
    ganz so ist das mit MPH ja auch nicht. Außerdem wirkt es nur kurz, 4 -8 evtl 12. Stunden. Du kannst bewusst an einzelnen Tagen keine nehmen und bekommst den alten Zustand wieder.

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.728

    AW: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere

    Felis schreibt:
    Sich mit ADHS und mit Möglichen Behandlung anzufreunden ist verdammt schwer für mich, es ist so, als ob die ganze Jahre, die ich gekämpft habe, umsonst sind.

    Und ja, ein bißchen narzisstisch bin ich auch:
    - ich bin verdammt stolz auf mich, dass ich zu 1% gehöre, die tatsächlich mit Heroin aufgehört haben und nicht auf Ersatzstoffe angewisen sind
    - ich finde es auch cool, dass ich eine der stabilsten in meiner DBT-Gruppe bin und nie in Klinik gehen musste und trotz Borderline arbeitete.

    wenn ich ADHS und MPH-Behandlung akzeptiere, dann kann ich es in die Tonne treten, all die Sachen, bei denen ich mir auf den Schulter klopfe.

    Ich muss dann eine neue Selbstverständnis für mich entwickeln, fühle mich total orientierungslos
    Hallo Felis,

    ich habe die weitere Entwicklung erst gerade gelesen und bitte um Entschuldigung dafür, sie mit meinem Beitrag in dem anderen Thread in Gang gesetzt zu haben.

    Wobei- entschuldigen müsste ich mich bei der dortigen Threaderöffnerin, ob bei dir bin ich gar nicht sicher. Denn das Nachdenken und Überprüfen deiner Wertvorstellungen kann ich dir ja nicht ersparen.

    Deine Geschichten über Substituierte sind sehr traurig. Ist schon klar, dass dir das Angst macht.

    Nur- was hat MPH mit Methadon usw. zu tun? Eigentlich nichts, außer dass es auf gelbem Rezept verordnet wird.

    Ich meine, es gibt eine ganze Menge (potenziell) süchtig machender Medikamente, die auch von Suchtkranken genommen werden, die dann nur ihre Sucht verlagern- die aber nicht vom BTM-Gesetz erfasst werden. MPH wiederum macht nicht süchtig.

    Ich komme ohne klar, ich brauche keine Suchtstoffe mehr
    , das gehört zu deinem Selbstverständnis und ich will dir das auch nicht ausreden. Andererseits siehst du, dass deine Vergangenheit und Gegenwart auch mit Hirnchemie zu tun haben und bist auch bereit, diese mit Antidepressiva oder Neuroleptika zu beeinflussen.

    Antidepressiva werden auch gelegentlich als Hirndoping eingesetzt, habe ich mal gelesen. Wenn jetzt mal Politiker auf den Gedanken kämen, Antidepressiva wegen eventueller Missbrauchsgefahr als BTM zu definieren und Methylphenidat wegen begrenzter Missbrauchsgefahr aus dem BTM herauszunehmen, blieben es doch dieselben Substanzen, die nicht über Nacht gefährlicher oder ungefährlicher geworden sind.

    Es gibt auch Leute die im Suchtbereich arbeiten und MPH als Behandlungsoption ablehnen, selbst wenn die Klienten lange clean sind, weil sie es als Verlagerung ansehen und es ihrer reinen Lehre widerspricht. Die machen aber denselben Fehler wie du, sie lassen sich vom BTM-Etikett beeindrucken.

    ich habe eher Angst, dass mich das Zeug langweilig und humorlos macht, ich habe echt die Eindrück, dass einige hier das Leben zu ernst nehmen.
    Habe auch einen Bekannten, der sich behandeln liess, ist viel ernster und auch langweiliger geworden "schaffe, schaffe, Häusle baue"
    Da sprichst du etwas an. Ich habe zwar nicht den Eindruck, ich sei langweiliger geworden seit ich MPH nehme. Vielleicht bin ich es aber doch, wer weiß.

    Aber: Es ist mitunter ganz gut, langweilig und ernst sein zu können. Und übrigens auch emotional ausgeglichener.

    Denn die Verrücktheit, die Assoziationen, das "von Hölzkes auf Stöckskes kommen", ist schön und originell. Die emotionale Unausgeglichenheit ist purer Stress!

    Ich kann mir aber aussuchen, spießig zu sein oder nicht. Die verrückten Gedanken, das Kopfkino, kommen jeden Abend wieder wenn das Medikament nachlässt. Das kann ich dann auch genießen, dann muss ich aber nicht mehr Auto fahren, meine Kinder versorgen (manchmal sind sie aber noch wach, dann haben sie eben Pech gehabt), an ernsthaften Diskussionen teilnehmen oder Sonstiges.

    MPH hat eben keine Depotwirkung (oder wie heißt das bei den Antidepressiva nochmal), es wirkt ein paar Stunden und dann ist wieder alles so wie ohne. Von daher müsste dir Strattera eigentlich mehr Angst machen (allerdings will ich das jetzt nicht verursachen, sorry), falls du merkst dass du dadurch zur Spießerin wirst bist du es nonstop.

  4. #24
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere

    @4.Kl.konzert

    Du hast Kinder?
    Haben sie diese Krankheit auch?

  5. #25
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.728

    AW: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere

    Ich glaube, die Forenregeln sagen, man dürfe die ADHS seiner Kinder nicht thematisieren oder so ähnlich?

    Und abgesehen davon frage ich mich gerade ob dieser Thread öffentlich ist? Von daher nur kurz: ja.

    Aber Krankheit?? Man spricht ja von einer Störung. Das ist Haarspalterei, natürlich. Aber es ist so dass eines meiner Kinder eine schlimme, chronische Krankheit hat, wogegen ADHS Peanuts (wirklich!) sind.

    Hier kommt wieder die positive Seite der ADHS zum Tragen: Genau wie man sich intuitiv ADHS-Partner aussucht, weiß ich nicht ob ich einem Nicht-ADHS-Kind genau so gefühlsmäßig nah sein könnte wie meinen Kindern. Sie sind mir eben sehr ähnlich.

    Und auch im Nachhinein ist mir der Gedanke, keine Kinder haben zu wollen wegen der ADHS-Gene, ziemlich absurd. Aber: Viel Mühe kostet es auf jeden Fall, man muss wissen worauf man sich einlässt. Und die Partnerschaft sollte stabil sein- was bei ADHS-Paaren leider sehr oft nicht der Fall ist, und voraussehen kann man natürlich auch nicht alles. Denn die Angriffe, die naturgemäß von anderen Verwandten, Lehrern, Ärzten usw. ständig kommen, steht man ganz gut durch wenn man mit dem anderen Elternteil einig ist.

  6. #26
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere

    Danke für deine Offenheit

  7. #27
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere

    t, ich habe echt die Eindrück, dass einige hier das Leben zu ernst nehmen


    Entschuldige wenn ich das so sage, doch die nimmt manches doch auch ernst ?
    Aufmerksamkeiten von deinem Partner sind dir wichtig...

  8. #28
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere

    So, jetzt muss ich mich dazu zwingen, der Forum bis 01.03. fern zu bleiben.

    Die ganze Überlegungen "was soll ich tun?" und blabla erinnert mich irgendwie an Schwimmübbungen in einem Schwimmbad ohne Wasser, ich mache mir nur sinnlos Gedanken, spiele alle Varianten duch und versinke in Schwarzmalerei.
    Dann fange ich an, überall Symptome zu sehen, werde tolpatschig und zunehmend lebensunfähig wie der Tausendfüssler, der gefragt wurde, wie er es schafft, mit so viel Beinen zu laufen. Das arme Tierchen hat angefangen, nachzugrübbeln, und ist umgefallen.

    Also muss ich jetzt einfach nur den Termin mit dem Doc abwarten und sonst genauso leben, wie ich vor der Diagnose es getan habe oder zu den Zeit, als ich die Diagnose nicht glaubte.

    Ich habe DBT, ich habe Skills und damit soll ich versuchen die Zeit sinnvoll zu überbrücken.

  9. #29
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere

    Alles Gute!

  10. #30
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.984

    AW: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere

    Ja,man kann eine Sache auch "zerdenken"!
    Dann ist es sinnvoll,einen Schritt zurück zu treten.
    Manche Dinge müssen erfahren werden...

    (Ich muss durch Dein Beispiel mit dem Schwimmbad inspiriert jetzt gerade ulkigerweise an Sheldon Cooper denken,der versucht per Internet schwimmen zu lernen)

    Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute!


Seite 3 von 5 Erste 12345 Letzte

Ähnliche Themen

  1. warum habe ich keine Zeit
    Von Damon 1987 im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 5.07.2013, 03:40
  2. Warum brauchen Antidepressiva Wochen bis sie wirken?
    Von Andicool im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 1.07.2013, 10:56
  3. Ich habe wieder Angst, habe ich kein ADS?
    Von sony im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 28.11.2010, 02:27
Thema: Warum ich Angst von MPH habe und Antidepressiva akzeptiere im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum