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Diskutiere im Thema Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH

    ich verstehe nicht, warum man dir keine zusätzliche Antidepressiva gegeben hat, statt Medis abzusetzen

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH

    Ich hatte im Dezember ein erstes Gespräch bei einem Psychologen und fühlte mich dort sehr wohl. Zum Abschluss sagte er mir, dass er sich nach seinem Urlaub in den ersten 3 Januar-Wochen bei mir melden würde, um 2-3 weitere Vorgespräche zwecks Kennenlernen zu vereinbaren. Der Mann ist seit dem 18. Januar aus dem Urlaub zurück, hat sich aber noch nicht wieder bei mir gemeldet. Ich habe ihm 2x auf die Mailbox gesprochen, bisher keine Reaktion. Für den Fall dass ich nichts mehr von ihm höre, habe ich diese Woche meine Krankenkasse kontaktiert und um Rat gefragt. Sie gaben mir eine Telefonnummer von einer ihrer Abteilungen, die sich darum kümmert, dass Patienten schneller Therapieplätze bekommen. Das war vorgestern. Die Dame am Telefon meinte, ich würde in 2-3 Tagen (also spätestens Montag) wieder von ihr hören. Jetzt warte ich bis Anfang nächster Woche, was passiert.

    Antidepressiva möchte ich nicht nehmen. Ich habe bei anderen Leuten gesehen, was solche Medis anrichten können.

    Ich bin sehr verzweifelt. Ich meine es echt nicht böse, wenn ich mal etwas lauter werde (und merke meistens gar nicht oder erst zu spät, wenn das passiert). Es tut mir weh, dass manche Leute mir das ewig lange nachtragen und nicht so leicht verzeihen können.

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH

    WeißeRose schreibt:
    Ich bin in zwischenmenschlichen Kontakten sehr verbindlich und "funktioniere", d. h. auf mich können sich alle jederzeit verlassen und keiner muss bei mir mit einer unangenehmen Überraschung rechnen.
    So ein "verbindliches" Verhalten klingt doch etwas zu angepasst, weil du deine Gefühle dabei ignorierst. Hat etwas mit Scham zu tun ("Sowas tut man nicht!"). Wer ständig angepasst ist, unterdrückt oft seine Gefühle. Das staut sich an und irgendwann bricht der Damm.

    WeißeRose schreibt:
    Wenn aber jemand ca. 10 Jahre lang immer verbindlich und zuverlässig ist und dann auf einmal nicht mehr, muss er sich auf einen Tobsuchtsanfall meinerseits einstellen.
    Dann versagt deine Impulskontrolle, du handelst im Affekt. Statt deine Gefühle zu erleben, lebst du sie aus, ein Tobsuchtsanfall ist nichts anderes als eine Affekthandlung, die man aber lernen muss zu unterdrücken.

    Trotzdem muss der angestaute Druck raus, dazu müssen die Gefühle erlebt werden, nicht ausgelebt. Du musst dazu den Unterschied zwischen Gefühle erleben und Gefühle ausleben lernen. Und du musst lernen, in bestimmten Situationen die Kontrolle über dich zu behalten und den Druck später rauszulassen.

    WeißeRose schreibt:
    Weil ich im Alltag keinen Tropfen trinke und außerhalb von Konzerten/Festivals nur sehr selten Alkohol konsumiere, sehe ich es nicht ein, auf solchen Anlässen komplett darauf zu verzichten. Metal und Alk gehören nun mal irgendwie zusammen. Wer jemand keine Lust hat was zu trinken, werde ich ihm sicher keine Vorwürfe machen. Soll doch jeder machen, was er will. Aber für mich kommt ein vollständiger Verzicht absolut nicht in Frage.
    Ich sehe in dem seltenen Alkoholkonsum kein Problem.

  4. #14
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH

    WeißeRose schreibt:
    Antidepressiva möchte ich nicht nehmen. Ich habe bei anderen Leuten gesehen, was solche Medis anrichten können.
    Ja, zum Beispiel dass es ihnen besser geht.

    Was die Kombination Depressionen/ADHS betrift sollte man immer das mit der Brille und der Helligkeit beachten: https://adhs-chaoten.net/adhs-erwach...tml#post667218

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH

    Ich sollte erwähnen, dass ich eine depressive Verstimmung, aber keine schwere Depression hatte. Es fiel mir schwer, meinen Beruf und Haushalt unter einen Hut zu bekommen, und ich habe meine Hobbys teilweise vernachlässigt. Aber für die Menschen, die mir am Herzen liegen, war ich jederzeit da.

    Ich bin übrigens gerne verbindlich und muss mich keineswegs dazu zwingen . Es kostet mich auch keine Kraft, außer wenn es sich um eine Verpflichtung handelt, die mit Anstrengung verbunden ist. Treffen mit guten Freunden laufen bei mir unter Spaß und Freude, nicht unter belastender Verpflichtung. Und wenn ich wirklich mal keine Zeit oder keine Lust habe, dann sage ich das meinen Mitmenschen auch ganz ehrlich und zwinge mich auf keinen Fall zu einer Teilnahme, wenn ich eigentlich gar nicht will.

    Wie kann ich denn meine Gefühle erleben, anstatt sie auszuleben? Kannst du mir vielleicht ein Beispiel nennen?

    Seit kurzem wohne ich in der Nähe eines Hallenbades und mache wieder mehr Sport, um meine Wut rauszulassen. Wenn es wieder wärmer ist, werde ich auch andere Sportarten in Erwägung ziehen.
    Geändert von WeißeRose (13.02.2016 um 07:37 Uhr)

  6. #16
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 198

    AW: Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH

    Na mit den AD's ist das so eine Sache, ich habe Erfahrung mit 6 Monaten Cymbalta und bin froh da wieder weg von zu sein. Das wirkt schon wie ein Schleier und machte mich gefühlskalt. OK in der ersten Zeit wars dafür Gold wert hat echt geholfen. Aber nix für lange zu nehmen und das Absetzen klappte erst im dritten Anlauf und war nicht ohne :-(.
    Gruss Rob

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

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    Forum-Beiträge: 615

    AW: Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH

    Habe Fluoxetin über Jahre genommen und war hellauf begeistert.
    Aus eine Heulsüse wurde eine starke Frau, die sich Respekt verschaffen könnte.
    Machte zwar ein bißchen gefühlskalt, aber da ich sonst überschwemmt mit Gefühlen war, nahm ich es gerne in Kauf.
    Habe in diese Zeit auch erste mal in meiner Leben geschafft, mich nicht in einen falschen (also destruktiven) Kerl zu verknallen.
    Leider liess die Wikung von Zeug mit dem Zeit nach

  8. #18
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.727

    AW: Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH

    Felis, ich verstehe ja wenn jemand Widerwillen gegen Medikamente allgemein hat. Aber du hattest keine Probleme mit Fluoxetin, aber Methylphenidat macht dir
    - wegen BTM-Gesetz?
    - weil es uns angeblich zu Anpassern macht?
    völlig irrationale Angst?

  9. #19
    DaveR

    Gast

    AW: Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH

    4.Kl.konzert schreibt:
    Felis, ich verstehe ja wenn jemand Widerwillen gegen Medikamente allgemein hat. Aber du hattest keine Probleme mit Fluoxetin, aber Methylphenidat macht dir
    - wegen BTM-Gesetz?
    - weil es uns angeblich zu Anpassern macht?
    völlig irrationale Angst?
    ...ich finde den Bezug dazu hier nirgends im Thread.....?

  10. #20
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Sehr aggressiv nach der Absetzung von MPH

    Ich dachte eine ganze Weile, dass meine depressive Verstimmung die Folge einer unglücklichen Liebesgeschichte war. Manche von euch wissen es vielleicht noch, ich habe die Story hier im Forum erzählt. Ich war in einem Mann verliebt, der sich niemals so richtig zu mir bekannte und mich jahrelang hingehalten hat. Gebunden war er damals nicht und ist er auch bis heute nicht, er ist jetzt Mitte 30 und hatte noch nie eine Partnerin. Nach außen spielt er den armen schüchternen Kerl, der wegen seiner optischen Mängel und seines gehemmten Auftretens keine Chancen bei Frauen hat. In Wirklichkeit ist er ganz schön gerissen bzw. hat er aus meiner Sicht eine gewaltige Störung. Die Story ging noch ein paar Monate weiter, als ich für längere Zeit eine Pause im Forum gemacht habe. Erst nach fast 4 Jahren hatte ich die Kraft, um ihn endgültig abzuhaken. Selbst heute versucht er noch manchmal, mich erneut um den Finger zu wickeln (wir sehen uns manchmal zufällig), aber ich unterbinde das und bin konsequent.

    Leider hat es wegen der räumlichen Entfernung und der unregelmäßigen Treffen zu lange gedauert, bis ich ihn durchschaut habe. Das ist ein Mensch mit zwei Gesichtern, so wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Außerdem ist er hochgradiv manipulativ. Früher dachte ich, dass es keine boshaften Menschen gibt und manche ihre Gefühle einfach nur nicht so offen zeigen können. Und das jeder Mensch ein Gewissen hat. Aus dieser Geschichte habe ich gelernt, dass skrupellose Menschen nicht nur in Filmen und Serien existieren, auch wenn es mir lange schwer fiel, das zu akzeptieren.

    Auf jeden Fall bin ich schwer traumatisiert aus der Story herausgekommen. Auch einige Monate später, als der Typ schon ad acta gelegt war, wurde meine depressive Verstimmung nicht besser. Mein Zustand verschlechterte sich immer mehr, auch als ich über ihn wirklich hinweg war. Ich war träge und gefühlskalt geworden, konnte mich an fast nichts mehr erfreuen und vegetierte vor mich hin. Also beschloss ich, die Medis endgültig abzusetzen. Dann ging es mir endgültig besser, aber mit dem Verschwinden der depressiven Verstimmung kamen meine Aggressionen immer stärker zum Vorschein.

    Als ich diese Geschichte hinter mir gelassen hatte, wollte ich mein altes Leben mit Familie und Freunden in aller Ruhe weiterführen. Dummerweise lief das überhaupt nicht nach meinen Vorstellungen, denn meine Freunde fingen auf einmal an, mich immer mehr auf Abstand zu halten. So ähnlich war es auch nach dem Ende meiner letzten offiziellen Beziehung, die ebenfalls destruktiv war. Als ich kein Interesse mehr am Ex hatte, trafen sich meine damaligen Freunde lieber ohne mich und grenzten mich aus. Ich habe weder in der Beziehung mit meinem Ex noch während der Geschichte mit diesem Jekyll-Hyde-Mann meine Freunde vernachlässigt. Wenn irgendwelche Leute plötzlich auf Abstand zu mir gehen, versuche ich erst, das Ganze mit offenen Gesprächen wieder ins Lot zu bringen. Und wenn das nicht klappt, kommen die Ausraster. Ich war nach der Story mit dem Typen emotional völlig ausgehungert, vielleicht habe ich meine Freunde zu sehr mit dem Wunsch nach Aufmerksamkeit überfordert. Jetzt haben sie wegen der Ausraster einen schlechten Eindruck von mir und sehen mich nicht mehr in einem so positiven Licht wie früher .

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