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Diskutiere im Thema Problemlose Erfahrungen mit Medis im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Problemlose Erfahrungen mit Medis

    Haha, Du bist ja noch viel schlimmer als ich. Du entschuldigst Dich nicht nur erklärend,
    Du setzt auch noch eins oben drauf, indem Du die Nebenwirkungen einer Chemotherapie
    mit denen von ADHS-Medikamenten gleich setzt. Solange die wirkenden Substanzen in
    den Medikamenten nicht nach Atomkrieg und die Namen der Medikamente nicht wie die
    Namen von Diktatoren, sondern nach Mädchennamen, Blütenduft und Meeresrauschen
    klingen, solange braucht man darüber nicht nachzudenken und kann sich einer möglichen
    und äusserst komplex klingenden Nebenwirkung von Milch widmen, der Laktoseintoleranz.
    Freut mich aber trotzdem, dass Du die allermeisten Medikamente problemlos verträgst.

    Hypoaktivität ist zum Glück nicht die Aktivität des Hypochonder!

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Problemlose Erfahrungen mit Medis

    Rita_L schreibt:
    Das sind dann die Momente (ich kenne das nur von anderen) wo ich dann an Menschen denke, die wegen einer Krebserkrankung eine Chemotherapie
    haben durchmachen müssen.... und da geht es einem tw. richtig dreckig.
    Nicht nur vom Kopf her, was Angst, Todesangst.... und so anbetrifft, sondern auch köperlich, da ja nicht nur kranke und böse Zellen abgetötet werden....
    Da nimmt man dann sicher weit mehr in Kauf, ist u.U. froh sich an jeden Strohhalm klammern zu können, der sich bietet. Meist hat man da keine große Wahl
    Eine grosse Unterschied: wenn ich Krebs habe, muss ich Chemo in Kauf nehmen, wenn ich überleben will.

    ADHS-Medikamengte tragen zu meinem Überleben nicht bei, ich sterbe ja nicht, wenn ich sie nicht nehme.
    Ich kann, aber ich muss sie nicht nehmen, und da möchte ich schon mein Leben nicht schlechter machen als sie ist.

    Und natürlich hat unbehandelte ADHS auch Risikos: Depressionen, Selbstzweifel, Arbeitsplatzverlust, Ängste, aber es ist mit Folge von unbehandelten Krebs - also Tod - nicht zu vergleichen, es ist ein Pipifax.
    Ängste habe ich eh mit Hilfe von Therapeuten auch so bewältigt, Arbeitsplatzverlust ist auch keine Drama, mit Selbstzweifel kann ich leben und bei Depression helfen ADs.


    Und dann noch was:
    Ich habe Esstörung, zuerst "verrebte" Binge Eating, da man sich bei uns zu Hause oft mit Essen tröstete (mein Vater ist adipös) und dann noch als Komorbidität davon Bulimie.
    Habe meine ES mittlereweile unter Kontrolle, möchte deswegen nicht ständig esseen, so wie es bei MPH der Fall ist bei jeder Medi-Einnahme.
    Bin eh an die Obergrenze von Normalgewicht und das mit Mühe und Not (schlechte Gene, eben)

    Wie ist das: nimmt man eigentlich bei Strattera mehr ab als bei MPH?
    Geändert von Felis ( 2.02.2016 um 22:18 Uhr)

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Problemlose Erfahrungen mit Medis

    Weil mich akut und aktuell die Behandlung von ADHS in Israel interessierte habe ich mal nach "ADHD Israel" rumgegoogelt
    und bin dabei zufälligerweise auf einen Psychiater namens Joshua Israel aus San Francisco gestossen. Weil es hier um
    problemlose Erfahrungen mit Medikamenten geht und weil ich in den letzten Tage auf viel Unverständnis bezüglich der von
    mir immerwieder geforderten Aufklärung des Menschen/Patienten/Konsumenten im Bezug auf "Substanzen" gestossen bin
    und man dabei auch meine Einstellung kritisierte, dass nicht der Psychiater das Medikament bestimmen sollte, sondern dass
    der Patient es gemeinsam mit dem Psychiater bestimmen muss, möchte ich Euch an dieser Stelle mal zwei sehr gute Sätze
    von der Website von Joshua Israel zititeren, die mich in meiner Denkweise zu Substanzen bestätigen:

    There is a great deal of clinical lore regarding which of the stimulants is the most effective and which side effects each is
    more likely to cause. There currently is
    not a reliable way to predict specific benefits or side effects of any particular
    medication for any particular person. Each of the stimulant medications has the same potential for beneficial effects and
    the same list of potential side effects, but for every patient who experiences good benefits and/or minimal side effects
    from one of these medications, another patient will have no benefit and/or unpleasant side effects from the same medication.
    The best that a physician is able to do with the available scientific data is to provide patients with information on the range
    and likelihood of potential benefits and side effects, and try to guide what is essentially a trial-and-error process of finding
    the most effective and best-tolerated medication.


    Der Link ist eine Einladung zum weiterlesen, abseits von Sonderwegs-Studien, ein Blick über den deutschen Suppen-Tellerrand:
    Treating Adult ADHD - Joshua Israel, M.D.Joshua Israel, M.D.



    Felis,

    nun mal speziell an Dich gerichtet, was ich Dir eigentlich per PN schreiben wollte, was aber ruhig alle wissen sollen.

    Es wird empfohlen zu MPH etwas zu essen, damit die Wirkzeit nicht verkürzt wird. Bei mir war das so, dass mir
    morgens ein paar Löffel Joghurt ausgereicht haben, damit das sich sofort auflösende MPH nicht den Magen wild
    macht. Trinken ist wichtiger als Essen, weil man unter Stimulanzien schwitzen kann. Die ersten Monate habe ich
    mit MPH recht wenig gegessen, weil das Essen auch auf das Belohnungssystem wirkt. Essen kann Belohnung
    sein. Besonders Schokolade. Ich habe in diesen ersten Monaten ein durch MPH sehr ausgeglichenes Belohnungs-
    system gehabt, war auch sonst sehr ausgeglichen, hatte eine reduzierte Affektlabilität. Dinge, die mich vorher fast
    verletzt hätten prallten einfach an mir ab. Ich wunderte mich schon was mit mir los ist. Ich steige nicht oft auf die
    Waage. Ich hatte innerhalb von 6 Woche ganze 6 Kilogramm verloren. Morgens Joghurt oder Magerquark, mittags
    eine Breze und abends etwas Gemüse. Ich habe das nicht als Diät gemacht. Ich hatte mit MPH einfach kein anderes
    Verlangen und habe nicht wegen Hunger, sondern aus purer Vernunft gegessen. Nach diesen ersten Monaten bekam
    ich aber abends öfters Kopfschmerzen und schnappte irgendwo auf, dass man bei MPH dann Zucker essen sollte.
    Das ging anfangs noch ganz gut, endete dann aber schnell darin, dass ich jeden Abend eine Tüte Haribos und/oder
    eine Tafel Schokolade gegessen habe. Zack, waren die 6 Kilogramm wieder drauf und ich war kurz nach Beginn des
    quasi zuckersüchtig. Damit war dann auch die schöne Zeit vorbei, wo MPH auf mein Belohnungssystem wirkte.

    Jetzt aber der Clou: Es gibt ein Medikament, das in Deutschland gegen ADHS eingesetzt wird, dessen amerikanisches
    Pendant aber auch explizit gegen BingeEating verschrieben wird. Ein Medikament, das man nur einmal am Tag nehmen
    muss, zu dem ein eiweissreiches Frühstück empfohlen wird, das ich aber auch ohne Frühstück nehmen kann, was mich
    aber nur bisschen schlapper macht. Dieses Medikament nahm mir in den ersten Tagen komplett jeglichen Hunger und
    ich esse bis heute nur aus reiner Vernunft. Warum ich noch rauche? Keine Ahnung. Zigaretten schmecken mir ebenso
    wenig wie mit Elontril, das in Deutschland auch zur Rauchentwöhnung eingesetzt wird. Dieses Medikament hat neben
    dem klassischen ADHS-Symptom reduzierenden Anteil auch einen leichten stimmungsaufhellenden Anteil. Ich meine
    es wirkt leicht auf Serotonin. Es gab auch eine Studie in der ein Nutzen gegen Depressionen belegt werden sollte.
    Da fiel es aber durch, weil es vorrangig anders wirkt. Nebenwirkungen habe ich davon eigentlich gar keine, eventuell
    spüre ich zwischendurch mal meinen Herzschlag, aber nicht ungewöhnlich, nicht zu schnell und ich habe einen sehr
    ausgeglichenen Blutdruck. Der grosse Nachteil an diesem Medikament ist, dass man es selber bezahlen muss.
    Die gesetzliche Krankenkasse zahlt nichts und eine Packung mit 30 Stück für 30 Tage kostet leider 110€.
    Was Dich aber jetzt wirklich aus dem Konzept werfen wird: Es ist kein Methylphenidat, man bekommt dafür auch ein
    BTM-Rezept und sogar der Wirkstoff wird als Droge klassifiziert. Dieses Medikament enthält ein Amphetamin, das erst
    im Darm von einem Protein abgelöst wird, womit man eine längere Wirkdauer von bis zu 13h erzielt und womit man
    einen Missbrauch als Droge ausschliesst. Das Medikament heisst Elvanse, der Wirkstoff ist Lisdexamfetamindimesilat.
    Das erwähnte US-Pendant heisst Vyvanse, es ist identisch mit Elvanse und BingeEating wird im US-Beipackzettel ganz
    vorne erwähnt. In den USA sind Amphetamin-Medikamente erste Wahl, dann Ritalin und dann erst Strattera.

    Gemein, gell?

    Das gemeinste ist aber, dass man von keinem Medikament abnimmt. Medikamente können einem das Abnehmen aber
    erleichtern, wenn sie auf das Belohnungssystem wirken, wenn man innerlich ausgeglichener ist, weil man nicht mehr aus
    Trost und Frust, sondern bewusst isst. Abnehmen wird man aber erst, wenn man sich viel bewegt oder Sport macht.
    Täglich eine Stunde spazieren gehen ist in vielen Fällen genauso effektiv wie eine Stunde Joggen, schont aber die Gelenke.


    PS: Der Inhalt des Textes bezieht sich auf mich und meine persönlichen Erfahrungen. Das kann sich bei jedem anderen
    Menschen anders verhalten. Bewegung und Sport können viel Spass machen, wirken bei jedem Menschen auf das
    Belohnungssystem und machen innerlich ruhiger. Fortschritte spornen an. Der einzige Feind ist der innere Schweinehund!
    Geändert von Brrrzz ( 2.02.2016 um 22:55 Uhr)

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Problemlose Erfahrungen mit Medis

    @Brrrzz

    Irgendwie beantwortet das meine Frage so gar nicht

  5. #15
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Problemlose Erfahrungen mit Medis

    Das ist doch nicht essentiell etwas anderes als das,was hier und anderswo immer wieder geschrieben wird/wurde.

    Und im übrigen steht da nichts von "den Patienten entscheiden lassen,welche "Substanz" er/sie gern haben möchte. Es ist,im Gegenteil,davon die Rede,dass der Arzt die Führung im Findungsprozess übernimmt,während er selbstverständlich über signifikante Risiken aufklärt.

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.727

    AW: Problemlose Erfahrungen mit Medis

    Bei MPH musst du nicht bei jeder Einnahme essen, wer hat dir das gesagt? Das gilt nur für Medikinet Adult.

    Eine der (möglichen) Nebenwirkungen bei MPH ist Appetitlosigkeit. Das bedeutet aber nicht, dass man automatisch abnimmt.

    Ich nehme seit Jahren ohne Unterbrechung MPH (früher unretardiert, heute überwiegend retardiert) und habe keine schlimmen Nebenwirkungen gehabt. Weniger Appetit tagsüber, und in den ersten Wochen öfters abends Kopfschmerzen.

    Von daher kann ich die Frage absolut bejahen, dass ich zu den Menschen, die einen problemlosen Medikamenten-Einstieg hatten und auch weiterhin gute Erfahrungen mit Medis haben, gehöre. Und nach meinen Beobachtungen trifft das auch auf die meisten Anderen zu.

    Klar ist natürlich, dass in Foren überrepräsentativ die schreiben, die ein Problem haben. Das ist bei Produkten auch so, dass sich die wortreich beschweren, bei denen ein Produkt kaputt geht, und die bei denen es funktioniert, keinen Grund sehen in Foren zu schreiben. Oder wenn im Bekanntenkreis von Zugfahrten die Rede ist, dann von denen die stark verspätet waren oder wobei sonst etwas nicht klappte. Sind ja auch die interessanteren Geschichten.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Problemlose Erfahrungen mit Medis

    Du bist auf bestimmte Teile deiner Äusserungen auf Unverständnis gestossen. Und du sprachst erst nicht von einem gemeinsamen Entscheiden mit dem Psychiater, sondern von einer alleinigen ENtscheidung des Patienten, sogar in Bezug auf die Diagnostik und Behandlung von eventuellen Nebenwirkungen.

    Bitte dreh dir nicht zu Lasten anderer deine Wahrheit zurecht.

    Und zur Wahrheit gehört übrigens auch, das es auch in den deutschen Empfehlungen für Psychopharmaka steht, das mit dem Patienten gemeinsam entschieden wird. Das ist auch seit einigen Jahren vermehrt Praxis. Es ist aber ein Unterschied, ob ein Arzt Medikamente vorgibt und zwischen diesen entschieden wird, oder ob, wie du es immer wieder in einen Topf wirfst, ein Patient frei zwischen Drogen und Medikaemnten und abhängig machenden Medikamenten wählen kann.


    Felis ich hatte auch früher Bulimie, und ich bin völlig weg davon, muss allerdings zugeben, das jegliches Abnehmen einen leichten "Erinnerungsflash" hat, und ich aufpassen muss.

    Von STrattera allein habe ich nicht abgenommen. Von MPH allein habe ich ca 8-9kg abgenommen, von STrattera und MPH nochmal ca 5 kg und dann kam eine Zwangspause, in der Zeit, und danach mit MPH und ohne Strattera habe ich wieder "stolzes" Ursprungsgewicht. Ich glaube, da ich neue Medis dazu bekommen habe, und alte weg, hebt sich der Hungerhemmende Effekt von MPH bei mir auf.


    Kann aber bei dir ganz anders sein.
    Geändert von creatrice ( 2.02.2016 um 22:26 Uhr)

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Problemlose Erfahrungen mit Medis

    Und welche Medikamente werden für Erwachsene von der Kasse übernohmen?

    @creatice

    Ich glaube, von ES ist man nie richtig Weg.
    Der Gefühl, wenn die Waage immer kontinuierlich nach unten geht, ist für mich einfach der beste Kick.
    Und der Gefühl von leerem Magen.
    Sowas vergisst man nicht

    @brrrzz

    Heisst es, wenn ich bei MPH keine Süssigkeiten zu mir nehme, (gegen Kopfschmerzen hilft auch Aspirin), dann kann es gut klappen? Bzw. plus Fluoxetin. Oder eben Strattera, habe gehört, einige ekelt dann schon der Einblick von Essen
    110 Euro wäre mir zu viel
    Geändert von Felis ( 2.02.2016 um 22:59 Uhr)

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Problemlose Erfahrungen mit Medis

    Brrrzz schreibt:
    Du entschuldigst Dich nicht nur erklärend,
    Du setzt auch noch eins oben drauf, indem Du die Nebenwirkungen einer Chemotherapie
    mit denen von ADHS-Medikamenten gleich setzt.
    Das tue ich nicht und lässt sich nachlesen. Du behauptest nur ich täte dies und provozierst. Ich weis nicht welche Absicht dahintersteckt, möchte es aber
    nicht wissen, weil es mich nicht trifft. Der Rest ich als beleidigende Polemik.
    Wenn dich das glücklich macht. Ich finde es schade-.

    Felis schreibt:
    Eine grosse Unterschied: wenn ich Krebs habe, muss ich Chemo in Kauf nehmen, wenn ich überleben will.

    ADHS-Medikamengte tragen zu meinem Überleben nicht bei, ich sterbe ja nicht, wenn ich sie nicht nehme.
    Ich kann, aber ich muss sie nicht nehmen, und da möchte ich schon mein Leben nicht schlechter machen als sie ist
    Ich bin mir sicher. dass du ich auch nicht richtig verstanden hast, auch, so ist es auch, wenn man nur Teile einer Aussage sieht, ohne eine gesamte Erörterung zu sehen.
    So werden oftmals auch nur Textstellen und -teile zitiert, oder diese werden als alleinstehende Kernaussage verstanden - wenn diese aus dem Zusammenhang gerissen werden, oder nur
    einzeln betrachtet werden.

    Wie es mir erscheint, machst du dies nicht absichtlich, bei obigem Zitierenden sehe ich das anders.

    Es gibt durchaus auch Krebspatienten, die eine Chemo nicht in Kauf nehmen. Niemand muss das. So etwas kann auch eine schwer zu ertragende unnötige Quälerei sein, deswegen
    lehnen manche Betroffene auch Operationen ab.... weil diese eh nichts mehr ändern würden.

    Letztendlich ist es völlig egal welche Krankheit man hat, solange einem die Medikamente helfen, diese Erleichterung schaffen.
    Wie du sagst... du wünscht dir, dass sie dein Leben besser und nicht schlechter machen.

    Das wünscht sich ein Krebspatient sicher auch.

    ADHS und Krebs 2 völlig verschiedene Krankheiten, die eine als krasses Beispiel, aber die Thematik bez. Probleme bei der Medikamenteneinnahme, sowie der eigenen Toleranz Medikamenten gegenüber ist die gleiche. Nicht die Krankheit... und ich hoffe das das nun jeder verstanden hat.

    Du musst nicht die gleiche Toleranz und Leidensfähigkeit aufbringen und kannst jederzeit abbrechen, wenn du der Meinung bist, dass die Medikamente dein Leben verschlechtern.
    Vll. tun sie das auch "nur" im Moment, vll. ist es nicht das richtige Medikament, vll. sind auch andere Umstände nicht glücklich... die dazu führen.

    Vll. hast man aber auch nur zu wenig Geduld und vll. eine zu hohe Erwartungshaltung an ein Medikament?

    Und das war dann der Moment, wo ich darüber nachdenke und vll. auch an andere Menschen denke, die (so wie manch schwer Kranke) vll. eine andere Toleranzschwelle zu Medikamenten haben, mehr Geduld haben, weil ihnen einfach keine andere Wahl bleibt und sie eben nicht gleich den Löffel hinschmeissen, weil sie den dann auch gleich abgeben können.

    Sehs doch einfach mal als Beispiel dafür, vll. ein wenig geduldiger zu sein und nicht gleich alles hinzuschmeissen. Manchmal braucht es auch ein wenig Durchhaltevermögen.
    Ob das bei dir das richtige ist, weis ich nicht und kann dies auch nicht beurteilen - das musst du selbst tun.

    Wenn du den Eindruck hast, dass deine Medikamente dein Leben verschlechtern - dann steht es dir frei es zu lassen.
    Ob mit oder ohne Arzt. Dass man mit dem Arzt reden kann, um ggf. andere Medikamente zu versuchen... sagte ich.

    Es bringt dir scheinbar wenig, wenn ich dir meine Gedanken zum Thema mitteile. Es bringt dir auch nichts, wenn ich dir sage, welche Medikamente ich problemlos nehme - du musst sie ja nehmen.
    Und die, die dir Probleme bereiten, bereiten mir keine.

    Ich sage das in guter Absicht. Liebe Grüße, machs auch du gut. Ich klinke mich aus
    Geändert von Rita_L ( 2.02.2016 um 22:58 Uhr)

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Problemlose Erfahrungen mit Medis

    Rita_L schreibt:

    Wie es mir erscheint, machst du dies nicht absichtlich, bei obigem Zitierenden sehe ich das anders.


    Warum? Weil ich als Ausländerin blöde bin: "ich putfrau nix deutsch versteh?"

    Rita_L schreibt:
    Es gibt durchaus auch Krebspatienten, die eine Chemo nicht in Kauf nehmen. Niemand muss das.
    Sie krepieren. Elendig. Und schnell.
    (Sorry, ich habe im Hospiz jemanden gesehen, der seine HIV-Infektion nicht behandeln liess)

    Und deine Antwort zeigt, dass ich es richtig verstanden habe.

    Es gibt Krankheiten, wo man sich behandeln muss, weil man sonst stirbt: Krebs, HIV, Diabetis Typ I u.s.w.
    Und es gibt Krankheiten, die eben auch unbehandelt nicht tödlich sind. Und ADHS gehört zum Glück dazu, ich kann mich mein Leben lang psychoteherapeutisch behandeln und auf Medis verzichten.
    Ich werde eventuell schlechtere Lebenqualität haben und nicht arbeitsfähig sein, aber ich werde leben

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