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Diskutiere im Thema Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methylphe im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #61
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    look schreibt:
    Ich denke, dass ADHS eine Verhaltensstörung aufgrund von fehlgeleiteter Erziehung ist. Ein Teil der Krankheit beruht darauf, dass die Eltern es nicht hinbekommen haben, dem Kind soviel Liebe und Weisheit mit auf den Weg zu geben, womit es sich hätte seine Persönlichkeit aufbauen können.
    Dette denkst zum Glück ooch nur Du ....

    Das ist nämlich grundfalsch und inzwischen zigfach widerlegt, ...

    Darüber gibt es inzwischen nun wirklich tonnenweise Studien, die diese Ansicht in das Reich der (schlechten) Legenden verweist ....

    Ich könnte jetzt auch noch auf weitere Untersuchungen verweisen, in denen anhand von FMRT-Scans z.B. nachgewiesen werden konnte, wie der hintere Teil des Gehirns (Wissen) nicht oder deutlich schlechter mit dem vorderen Teil des Gehinrs (Anwendung/ handlung (vereinfacht ausgedrückt natürlich) ) kommunizieren, als bei neurotypischen Menschen.
    Und auch wenn die DAT-These tatsächlich zutrifft, und somit zumindest eine Teilerklärung bietet, dann würde auch das auf eine pathologische Ursache hinweisen ....

    Du wirst kaum noch in der aktuelle Fachwelt jemanden finden, der diese These weiter vertritt, sie gilt als vollkommen widerlegt.

    Das bedeutet jedoch ausdrücklich NICHT, dass psychosoziale Faktoren einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben können, aber sie sind nicht ursächlich.

    Ich zitiere hier mal beispielhaft die Web4health-Seiten:

    web4health.info schreibt:
    Die überwiegende Mehrzahl der Experten im Bereich ADHS geht heute davon aus, dass ein Zusammenwirken neurobiologischer, angeborener Faktoren und psycho-soziale Folgen bzw. Lernerfahrungen und Reaktionen der Umwelt auf die ADHS-Symptomatik vorliegt.
    Man beachte dabei, dass mit psycho-sozialen Folgen, Lernerfahrungen und Reaktionen der Umwelt auf die ADHS-Symptomatik angegeben werden.
    Das bedeutet, dass die ADHS inkl. ihrer Symptome bereits besteht und in Folge davon die Reaktionen des Umfelds (und da gibt es reichlich davon, nict nur seitens der Eltern, das bezieht sich auf das gesamte umfeld der betroffenen Personen) zu weiteren Problemen führen.

    Du wirst in der Fachwelt wohl kaum noch einen ernstzunehmenden Fachmann finden, der Dir in Deiner Aussage zustimmt.
    Das glaubt inzwischen genausowenig noch jemand, wie Asperger und die "Kühlschrankmütter" ....

    Würde das stimmen, müssten sich auch unterschiedliche Prävalenzen in verschiedenen Bevölkerungsschichten finden, was aber nicht der Fall ist.
    (Nachtrag: es gibt aber, wenn ich mich recht erinnere, demographische Unterchiede bei den Komorbiditäten, aber da müsste ich suchen, ist hier aber nicht Thema)
    NochnNachtrag: irgendwie widerspricht Du Dir aber gerade selbst , da Du doch selber geschrieben hast, dass AHDS doch so leicht zu behandeln sei, weil nur ein einfacher Mechanismus im Gehirn geheilt werden muss ... also doch pathologisch .... https://adhs-chaoten.net/images/smilies/066.gifhttps://adhs-chaoten.net/images/smilies/066.gifhttps://adhs-chaoten.net/images/smilies/066.gif
    Geändert von Fliegerlein (19.01.2016 um 19:52 Uhr) Grund: Nachtrag zugefügt

  2. #62
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Das ist das Gegenteil von Offtopic. Ich denke das passt bestens zum Thema.

    Lange und ausschweifende Beiträge mit reflektierender Tiefe und komplexer divergenter Struktur sehe ich im Sinne von ADHS als passender und gehaltvoller als als die kurze und präzise Konvergenz.

    Fliegerlein schreibt:
    Und bei vielen (so z.B. auch bei mir) fehlt die positive Gelassenheit und Entspannung nach der Leistung, sondern es folgt die Angst vor dem, was als nächstes kommt.
    Die Klaviatur des Farbspektrums – oder die bewusste Wahrnehmungserweiterung

    Diese von Dir erwähnte Angst ( so sah ich das noch nie und so will ich das auch nicht sehen, weil es negativ belastet ist ) sehe ich als
    "ein getrieben sein", nicht zu verwechseln mit der viel diskutierten Antriebslosigkeit, sondern eher einen fesselnden Antrieb, der mich
    ohne das Wissen von ADHS schon immer einen Schritt weiter denken lässt. Ich versuche in die Zukunft zu denken. Ich sehe darin eine
    sehr grosse Stärke, Rückschlüsse zu machen und Fragmente der allgemeinen Erfahrung zu verknüpfen, um Möglichkeiten abzuwägen
    und Konsequenzen abschätzen zu können. Voraussetzung hierfür ist unkonventionelles positives fast kindliches Denken, der Spass an
    der Sache, der das Belohnungssystem triggert und aus dem wiederum ein neuer Trigger resultiert. Als Selbstschutz kann das von nicht
    verstehenden Aussenstehenden als paranoid oder ängstlich betrachtet werden, im Inneren ist es dagegen ein anregendes Mind-Game,
    wenn man sich bewusst auf Gefahren oder Herausforderungen beispielsweise "auch als Frau" auf Männerdomänen oder Sportarten ein-
    lässt, für die andere einem einen Vogel zeigen. Durch diese möglicherweise ADHS-bedingte Art zu denken und die bewusste Kontrolle
    von Ängsten lassen sich Ängste in Stärken umwandeln, die sich bei erfolgreicher Bewältigung der Herausforderung zu einer enormen
    Belohnung umwandeln, die als Folge positive Gelassenheit und echte Entspannung mit sich bringt. Angst kann ungeheure Kräfte aus-
    lösen, wenn wenn man sie kontrolliert anstatt sich ihr hinzugeben und sie nicht die Überhand gewinnen lässt.

    Im Grunde genommen sollte man sich nicht zu viel Gedanken über Diagnosen und Komorbiditäten machen und das schon gar nicht als
    Krankheiten, Beeinträchtigungen oder anderes negatives betrachten. Der eigentliche Fehler liegt nicht im ADHS, sondern darin sich mit
    Situationen und Krankheitsbildern abzufinden, was einem zwangsläufig die Tür in die negative Gedankenwelt oder gar Depression öffnet.
    Wenn man sich selbstwertschätzend mit ADHS und seinen äusserst divergenten Satelliten auseinandersetzt, von denen wir eigentlich
    alle mehr oder weniger stark in uns ausgeprägt haben, weil es dem geistigen menschlichen Kosmos aus Empfindung und Gedanken und
    in ihren jeweiligen Zusammensetzungen unserer Persönlichkeit entspricht, dann kann man – man sollte sogar – lernen aus all diesen,
    positiv betrachtet, "Besonderheiten" des ADHS auch zahlreiche Möglichkeiten der Selbstmedikation ablesen, weshalb ich durch meine
    persönliche Art der Auseinandersetzung mit ADHS zu der Schlussfolgerungen komme, dass der Schlüssel in der Behandlung des ADHS
    in der weit gestreuten Selbstmedikation und nicht unbedingt in strukturierten psychiatrischen Therapien liegt. Ich bin sehr dankbar zum
    ersten mal in meinem Leben die offiziell von medizinischer Seite genehmigte Möglichkeit zu haben Substanzen verwenden zu dürfen, die
    mich unter anderem darin unterstützen mich selbst zu begreifen und mir erleichtern mich im Sinne eine Selbsttherapie rational zu sortieren
    ohne auf die letztendlich sehr schwammige äussere Betrachtungsweise der Psychiatrie zurückzugreifen, die das Facettenreichtum unser
    Persönlichkeiten gewissermassen zu einfach strukturiert im Multiple-Choice-Verfahren in Schubladen steckt. Fast wie Schwarz und Weiss!
    Ist Divergenz überhaupt konvergent begreiflich? Als Gegensätze wohl kaum, aber diese Gegensätze sollten sich schätzen und das Grau
    nicht nur als eine Mischung aus Schwarz und Weiss betrachten, sondern sich stets bewusst sein, dass das Grau der vielfältigste und bunteste
    Farbton mit Nuancen der gesamten Klaviatur des Farbspektrums ist, in dem jeder von als Mensch, Wesen und Persönlichkeit seinen Platz hat.
    Ich kann an dieser Stelle einfach nicht anders als die Antworten in dem von Dir verlinkten Artikel auf die Fragen zu "Langzeitwirkungen von
    Ritalin" als widersprüchlich wirres konservativ liberales Unwissen zu betiteln, weil darin der Versuch unternommen wird, die freie Divergenz
    des komplexen Spektrums der Persönlichkeit anhand von konservativen Merkmalen konvergent zu erfassen und man sich damit eingesteht
    am Anfang zu stehen, bereits einen ersten aber doch unsicheren Schritt gewagt zu haben, aber eigentlich noch fast gar nichts zu wissen.

    Betrachtet doch mal psychatrische Diagnosen nicht als Festlegung von Störungen oder Krankheitsbilder, sondern als den ansatzweisen
    Versuch der tendenziellen und nicht gesicherten Beschreibungen von Persönlichkeiten einer sich streitenden Zunft der Psychiater anhand
    einer nur kleinen zur Verfügung stehenden Farbpalette. Was ist schon normal?
    Geändert von Brrrzz (19.01.2016 um 22:03 Uhr)

  3. #63
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Fiepsige Stimme aus dem Off:
    Ein wunderbar ausschweifender Thread, der mich noch viel mehr Potential vermuten lässt!

  4. #64
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Brrrzz schreibt:
    Diese von Dir erwähnte Angst ( so sah ich das noch nie und so will ich das auch nicht sehen, weil es negativ belastet ist ) sehe ich als
    "ein getrieben sein", nicht zu verwechseln mit der viel diskutierten Antriebslosigkeit, ...
    Ja, so kann man es beschreiben.
    Ich würde das auch eher so sehen, dennd er Begriff Angst beschreibt ja ein gewisses, uns bekanntes Gefühl, das in diesem Falle so nicht zutrifft.

    Der Haken an diesem getrieben sein ist bei vielen, dass sie ungebremst im Burnout enden und das nicht, wie andere Menschen, als positiv umsetzen können.

    Bei mir war das der Fall, ebenso bei fast allen Mitpatienten in Bad Bramstedt, die ebenfalls mit Burnout/ Depression und der darunterliegenden ADHS in der Klinik gelandet sind.

    das bedeutet ausdrücklich nicht, dass das so bei jedem und allen passieren muss, dennoch ist das einer dieser doch recht typischen Verläufe einer unetdeckten ADHS.


    Brrrzz schreibt:
    sondern eher einen fesselnden Antrieb, der mich
    ohne das Wissen von ADHS schon immer einen Schritt weiter denken lässt. Ich versuche in die Zukunft zu denken. Ich sehe darin eine
    sehr grosse Stärke, Rückschlüsse zu machen und Fragmente der allgemeinen Erfahrung zu verknüpfen, um Möglichkeiten abzuwägen
    und Konsequenzen abschätzen zu können.
    Ich kann das nur bewundern, aber ich fürchte, dass ist nicht der Regelfall.
    Es ist sicherlich auch immer eine Frage des Schweregrades der Betroffenen.
    Wir dürfen ja nicht vergessen, dass ADHS eine Spektrumsstörung ist, sie geht von-bis.
    Und auch die einzelnen Beeinträchtigungen können unterschiedlich ausgeprägt sein.


    Brrrzz schreibt:
    Im Grunde genommen sollte man sich nicht zu viel Gedanken über Diagnosen und Komorbiditäten machen und das schon gar nicht als
    Krankheiten, Beeinträchtigungen oder anderes negatives betrachten. Der eigentliche Fehler liegt nicht im ADHS, sondern darin sich mit
    Situationen und Krankheitsbildern abzufinden, was einem zwangsläufig die Tür in die negative Gedankenwelt oder gar Depression öffnet.
    Naja ... der Haken ist, dass die meisten ADHS'ler, die ich getroffen und kennengelernt habe, genau das versucht haben aber irgendwann in der Klinik gelandet sind.
    Aber da muss man auch sagen, dass die wenigsten bis dahin überhaupt von der ADHS wussten, die unter allem lag.


    Im Grunde genommen hast Du recht, keine Frage.

    Man sollte es aber vielleicht auch nicht ... wie soll ich das sagen ... "auf die leichte Schulter nehmen".
    Das trifft es nicht ganz, aber ich denke, man versteht, was ich meine.
    Es ist gut zu wissen, mit was man es zu tun hat, damit man sich drauf einstellen kann und nicht in die Fallen tappt, die letztlich in die schweren Erkrankungen führen.

    WIe viele andere, bin auch ich ungebremst in den Burnout gerannt und habe das dennoch ignoriert, selbst als ich schon die Diagnose ADHS hatte, eben weil ich mir genau das gesagt habe, "nicht zu viele Gedanken machen, jetzt weißte, was Du hast und nun kannst Du's auch damit aufnehmen" .....
    Kannste aber nicht ... zumindest ich konnte das nicht, und ich bin leider kein Einzelfall ... dafür inzwischen seit Mitte 40 erwerbsunfähig und das ist wirklich keine schöne Situation, nicht nur finanziell, auch was das eigene Selbstwetrgefühl etc. betrifft.
    Ich bewundere jene, die das hinbekommen und das meine ich sehr aufrichtig.
    Aber es gibt zu viele Lebensläufe bei ADHS, die eine andere Sprache sprechen ... leider.


    Brrrzz schreibt:
    Ich kann an dieser Stelle einfach nicht anders als die Antworten in dem von Dir verlinkten Artikel auf die Fragen zu "Langzeitwirkungen von
    Ritalin" als widersprüchlich wirres konservativ liberales Unwissen zu betiteln, weil darin der Versuch unternommen wird, die freie Divergenz
    des komplexen Spektrums der Persönlichkeit anhand von konservativen Merkmalen konvergent zu erfassen und sich damit eingesteht am
    Anfang zu stehen, bereits einen ersten aber doch unsicheren Schritt gewagt zu haben, aber eigentlich noch fast gar nichts zu wissen.
    (Ist Divergenz eigentlich sowas wie ein Lieblingswort von Dir? )
    Es ist ok, wenn Du das so siehst.
    Ob ich nun schreiben würde, dass eine Professorin für klinische Neuropsycholgie "widersprüchliches, konsertiv liberales Unwissen" verbreitet ... weiß nicht.

    Aber wie gesagt:
    Mir geht es mitnichten darum, bei Dir Überzeugungsarbeit zu leisten, sondern nur auch die anderen Seiten der Betrachtung in die waagschale zu werfen, damit jeder von beidem etwas im Werkzeugkasten hat und wählen und abwägen kann.

    Ach so, ich bin dann auch wieder raus aus dem Thread, einfach weil mir im Moment die Zeit und auch ein wenig die Energie fehlt.
    Geändert von Fliegerlein (19.01.2016 um 23:07 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  5. #65
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Die Angst ist unser Freund, den ich schon immer ohne jeglichen "fachlich therapeutischen Ansatz" aus dem persönlichen Begreifen des "Andersseins" auf der Suche nach Ruhe in seinen positiven Eigenschaften schätzte und regelrecht suchte. Mir ist egal, ob mir jemand anderes einen Vogel zeigt, dass ich zB bewusst und bevorzugt nachts allein in einem abgelegenen städtischen Park menschenseelenallein auf Pfaden unter Bäumen joggen gehe und die je nach Jahreszeit unterschiedliche Geräuschkulisse wie durch das wilde Treiben der Tiere in den Wipfeln der Bäume hoch über mir geniesse. Im Grunde genommen hat das was von "BlairWitchProject", besonders wenn das Licht der Stirnlampe auch noch dazukommt. Erst kürzlich bin ich nachmittags in einen Wald gefahren, den ich seit meiner Kindheit kenne und in dem ich selten bei Tageslicht laufen gehe, um die Wildschweine zu besuchen, um mich unter sie zu schleichen. Zu meiner grossen Freude stand ich auf einmal in 15 Metern Entfernung einem wunderbar kräftigen Keiler unter grossen Bäumen gegenüber. "Normale Menschen" hätten Angst, mich erregt das im positiven Sinne, ich grinste, nutzte die Gelegenheit, schaltete die Handykamera an, hielt drauf und machte ein komisches Geräusch, um das Tier in Bewegung zu versetzen. Durch diesen Trigger wahrlich beflügelt bin ich dann in der aufkommenden Dämmerung auf Pfaden zwischen Jungbäumen und kleinen begrasten Lichtungen durchs Unterholz in der Hoffnung, dass es neben mir raschelt. Tat es aber nicht und ich habe mich das erlebte reflektierend und bildlich innerlich vor kindlicher Freude hüpfend letztendlich auch noch verlaufen.
    Otto Normalo würde mich wegen dieser Schilderung bevorzugt bügelnd oder zappend als Adrenalinjunkie bezeichnen. Möglicherweise würde man fachlich korrekt aber mit negativem Beigeschmack von einer Komorbidität "HighSensationSeeking" sprechen, ich sage aber "PillePalle", das ist, medizinisch richtig, pure Selbstmedikation nach meinem Verständnis durch Ausschüttung von etwas Adrenalin (Vigilanz und Konzentration auf der Suche), von viel Dopamin (Belohnung nach der Herausforderung) und ein wenig Endorphin (zufriedene Ruhe und Gelassenheit auf dem Heimweg). Würde ich davon meiner Ärztin erzählen, welche Pillen würde sie mir aufschreiben, damit ich mich in Zukunft in einem Fitnesstudio aufs Laufband stelle? Ich liebe mein ADHS und will es lieber ausleben, weil es meine besondere Persönlichkeit beschreibt, weil es mein "Ich" ist, anstatt es zu bekämpfen.

    Divergenz beschreibt das Anderssein, die Abweichung von der Norm, die Streuung mathematischer Vektoren und des Lichtes und findet sich in der Natur in der Verästelung des Baumes. Divergenz braucht aber auch Konvergenz, den gemeinsamen Nenner, die Norm, die Bündelung des Lichtes und findet sich in der Natur in im Zusammenflüss von Bächen zu Flüssen zu Strömen und mündet im Meer. Gemeinsam sind sie aber nur ein Spektrum der Betrachtungsweise unserer Denkmuster.

    Die Professorin für klinische Neurologie verbreitet sicher kein Unwissen. Die Art der Fragestellung im Gespräch zu diesem komplexen Thema bedingt eine subjektiv schwammige divergente Antwort und gaukelt dem Leser hierbei eine Konvergenz vor. Verbreitet wird diese Momentaufnahme vom Betreiber der Website. Mir fehlt der nicht zu unterschätzende, weil vielfältige, paradoxe Anteil!

    Ich denke, wir alle können durch den Austausch von Erfahrungen und Sichtweisen, sowie aus Fehlern anderer lernen und davon profitieren. Anleitungen hierfür gibt es leider nicht. Das Filtern von Daten im Internet zu Informationen ist mindestens ein Fulltime-Job.
    Geändert von Brrrzz (20.01.2016 um 03:42 Uhr)

  6. #66
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 95

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Kann es sein, das man, im, wie heißt das, Rebound, also zustand "dannach", verzeiht einer Unerfahrenen, reizbarer ist als "normal" ? Der Filter noch schlechter ist, Geräuschempfindlichkeit schon fast schmerzhaft ....? aggressivität, paranoia vielleicht ? also ich mein jetzt so ziemlich subtil ?

    Hab da einen kumpel, bei dem ich das beobachte... glaube ich ...

    der ist seit 10 jahren medikamentiert sozusagen.



    ne, da kann ich aus eigener erfahrung nicht mitreden, aber demnächst ?

    Bei mir persönlich ist glaub ich ein massiver Zusammenhang zwischen wirklich wohlfühlen menschlich und richtig gut im kopf funktionieren-
    auch von der gedächtnisleistung her ....

  7. #67
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 183

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    creatrice schreibt:
    Na da scheinst du ja mehr zu wissen als die aktuelle weltweite Forschung


    Die geht nämlich von einer pathologischen (Mit)Ursache aus, sonst würden sie Kindern und ihren Eltern NUR Verhaltenstherapie/training empfehlen, und keine multimodale Therapie.
    Hahaha, und du denkst nicht, dass diese "Forschung" nicht mit Milliarden aus der Portokasse der Pharmaindustrie gesponsort wird? Creatrice du bist doch schlau genug zu wissen, dass gesunde Menschen für die Pharmaindustrie kein Vorteil sind, oder? Es lässt sich nur mit Kranken Kasse machen. Und da fährt man nunmal auch gerne die volle Breitseite auf! Ergotherapie, medikamentöse Therapie, Verhaltenstherapie et cetera pp! Die Industrie tickt nach dem Schema Externalisierung der Kosten, Internalisierung des Profits.
    Das ist in der Psychiatrie gang und gebe. Wer schreibt denn das DSM IV bzw. DSM V ? Zum großen Teil Docs der Industrie! Und dazu gehören nunmal auch "abnormale" fMRI Aufnahmen, Gendefekte und weitere Irrwege die sie streuen um ihre kruden Diagnosen zu untermauern.
    Die Schwachen werden zu Kunden, das Volk bezahlt. In anderen Ländern gehen sie noch einen Schritt weiter: Die Schwachen werden zu Kunden, die Schwachen bezahlen! Mein Vater hat 30 Jahre bei einem der größten Pharmakonzerne der Welt als Chemiker gearbeitet: Novartis (ehem. Ciba-Geigy, die Schöpfer von Ritalin), er hat mit Geschichten erzählt, bei denen ich Gänsehaut bekommen habe.

    @Fliegerlein
    Ich könnte jetzt auch noch auf weitere Untersuchungen verweisen, in denen anhand von FMRT-Scans z.B. nachgewiesen werden konnte, wie der hintere Teil des Gehirns (Wissen) nicht oder deutlich schlechter mit dem vorderen Teil des Gehinrs (Anwendung/ handlung (vereinfacht ausgedrückt natürlich) ) kommunizieren, als bei neurotypischen Menschen.
    Wenn das so wäre, würdest du nicht in der Lage sein 3000 Wort Posts hier anzufertigen. Es ist richtig, dass bei ADHS Patienten das ZNS anders und weniger arbeitet als bei "Gesunden". Das hat aber keine pathologische Ursache, vielmehr ist es auf den Punkt zurückzuführen, dass ADHS Patienten nicht in der Lage sind, mit menschlichen Fähigkeiten den Norepinephrin/Dopaminspiegel auf einem konstant hohen Niveau zu halten. Und das hat durchaus mit psychosozialen Faktoren als auch mit dem Umgang und dem Interpretieren von zwischenmenschlichen Signalen zu tun, da hast du recht! Jeder ADHS Patient könnte ein hohes Niveau an ZNS Aktivität halten. Wenn er/sie wüsste welche menschlichen Mechanismen dafür notwendig sind! Das hat mit Erziehung zu tun. Nicht mit Gendefekten und anderen Märchen.
    Geändert von look (20.01.2016 um 15:18 Uhr)

  8. #68
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Mein Vater hat 30 Jahre bei einem der größten Pharmakonzerne der Welt als Chemiker gearbeitet: Novartis (ehem. Ciba-Geigy, die Schöpfer von Ritalin), er hat mit Geschichten erzählt, bei denen ich Gänsehaut bekommen habe.
    Jeder ADHS Patient könnte ein hohes Niveau an ZNS Aktivität halten. Wenn er/sie wüsste welche menschlichen Mechanismen dafür notwendig sind! Das hat mit Erziehung zu tun. Nicht mit Gendefekten und anderen Märchen.
    @look - du forderst mich heraus, aber ich verschließe meinen Mund ......

  9. #69
    Zissy Stardust

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.576

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Hey Durchlooker,

    do me the favor und liste doch mal kurz diese "menschlichen Mechanismen" auf.

    Wusste ja gar nicht, wie einfach diese ganze Sache wieder zu kitten ist


    Vielen Dank im Voraus!

  10. #70
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 183

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    @Gretchen
    Warum? Ich dachte, dass hier ist eine Diskussion? Da muss man etwas sagen! Ich mag Kritik und ich liege auch oft daneben aber wenn jeder etwas Wahrheit beiträgt kommen wir am Ende vielleicht auf des Rätsels Lösung!

    Es ist nunmal so, dass ADHSler inkonstant sind. Warum ist das so frage ich mich? Was sind die Gemeinsamkeiten die jeder ADHSler teilt? Was sind die Gemeinsamkeiten die das Elternhaus jedes ADHSlers teilt? Man kommt oft weiter, wenn man provokative Fragen stellt und polarisierende Aussagen trifft. Dadurch bewegt sich etwas!

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