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Diskutiere im Thema Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methylphe im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 303

    Pfeil AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    "...we came in?"
    Ich bin grad irgendwie total... ne keine Ahnung...
    Liegt das an meiner extrem gestörten Wahrnehmung oder schwingt im letzten Beitrag von Brrrzz ein wenig Alufolien umwinkeltes Denken mit?

    Wird MPH dazu benutzt um aus lebhaften Indigo-Kindern seelenlose gleichgeschaltete Konsumenten zu machen?
    Nur Releaser (aka ) können das wahre Potential von uns zum Vorschein bringen...
    Deshalb wurden diese auch von denen verboten.
    Das hört sich doch schon wieder nach.. öhm...

    Und wenn was gänzlich anderes damit gemeint gewesen sein sollte, bin ich mal wieder von meiner eigenen Beklopptheit mehr als begeistert.
    Naja ist halt schon spät und meine persönlichen Hemmungen sind weg
    Wat soll's in der Nacht tanzen wir doch alle auf der dunklen Seite des Mondes...

    Ich bin froh das meine Persönlichkeit tagsüber in mir gehemmt und nicht aus mir ausgeschüttet wird.

    LG
    Chokmah

    P.S.: Frage an die Profis:
    Ist das schon gestört oder ist das noch im Rahmen der Normalität? Bin mir da manchmal nicht so sicher bei mir


    *und aus dem Off ertönt leise der Chor*

    ...after all it's not easy

    Banging your heart

    against some mad bugger's wall...
    "Isn't this where...."

  2. #32
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Missversteht mich bitte nicht. Wir sind hier im Forum verdammt viele User, die jeweils ihre eigenen Erfahrungen haben, die auch gegen Lehrmeinungen stehen.
    Jedes Forum ist schwer auf relevante Informationen zu filtern, man muss es kennen und man muss dabei aber auch die "allgemeine Forenmeinung" ausblenden,
    die häufig durch eine Netiquette vorgegeben wird. Das Medium Internet ist toll und dieses Forum hat ein sehr hohes Qualitätsniveau. Wiederholt auftretende lang-
    jährige Erfahrungen von Menschen, die ein Medikament nehmen sind für uns als Patienten nicht leicht abrufbar, ausser man unterhält sich darüber mit der/dem
    behandelnden Ärztin/Arzt. Ich vermisse grundsätzlich eine Patientenaufklärung bzgl Langzeitentwicklungen bei Einnahme von Medikamenten. Beipackzettel erfüllen
    diesen Zweck nicht im Ansatz. Das einzig interessante was ich bei meinen Recherchen zu ADHS-Medikamenten gefunden habe, waren zahlreiche Video-Blogs
    von MPH/AMP-Patient(inn)en auf Youtube aus dem englischsprachigen Raum der grösser als der deutschsprachige Raum ist. Sicherlich nicht repräsentativ, aber
    besser als nix und sehr aufschlussreich, wenn man den Bloggern über einen mehrjährigen Zeitraum folgen kann.

    @Maxmax:

    Ich bin auch eher eine hypoaktive und habe 2 Jahre MPH genommen. Mir fiel auf, dass bereits in diesem relativ kurzen Zeitraum meine räumliches Denken, sowie
    meine Phantasie und Kreativität eingeschränkt wurden und meine Gedanken und Ideen nicht mehr so flüssig sprudeln, wie ich es mein Leben lang gewohnt bin.
    MPH wandelt freies divergentes Querdenken in spurtreues konvergentes Denken. Ich stellte auch eine Verminderung bei der Fähigkeit Namen und Begriffe abzurufen
    fest. Genau genommen verkrampfte ich mich unter MPH gradlienig fast verbohrt auf den Abruf der Informationen, anstelle einfach um die gespeicherte Information
    herumzukreisen und sie herauszukitzeln. Ich könnte versuchen, das alles als einen "durch MPH beschränkteren Horizont" zu beschreiben oder als einen Blick durch
    ein Loch anstelle des gesamten Blickfeldes meines Auges, was wiederum dem Verhältnis von Divergenz und Konvergenz entspricht. Rein von der subjektiven
    Medikamentenwirkung her betrachtete empfinde ich MPH als für meine Art zu denken fast streckenweise als einschränkendes Medikament und fühle mich seit AMP
    deutlich befreiter, weil ich es als "lustbetonter" empfinde. Ich treffe Entscheidungen spontaner, ich fühle mich nicht mehr künstlich, sondern echt. Für mich ist AMP
    nach nur 2 Monaten Einnahme im Vergleich zu MPH ganz klar erste Wahl. Vielleicht solltest Du das auch mal ausprobieren.

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 303

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Aufgrund meiner nicht allzu vergangenen Vergangenheit assoziere ich das was du als lustbetont, freier, spontaner beschreibst, spontan mit einem Rauschzustand. Dieser ist mir Aufgrund meiner Neu-Konditionierung nicht gestattet. Ich persönlich mag mittlerweile meine Roboterhaftigkeit und spurtreues Denken. Es mag mitunter bei mir auch daran liegen, dass, wie vielleicht aus meinem vorherigen Beitrag evtl zu erkennen ist, ich sehr eigen in der Interpretation der mir zur Verfügung stehenden Informationen bin. Naja es ist müde und klare Gedanken fassen fällt mir schwer....
    Wollte eigentlich noch was tiefsinniges über Antidepressiva schreiben und wie toll es ist, dass ich durch diese so schön abgestumpft, in meinem erleben der Welt geworden bin.

    Aber wat soll man da noch groß sagen?

    Wer kann der will muss aber nicht

    Schlaft schön alle da draußen!

  4. #34
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Chokmah schreibt:
    "...we came in?"
    Wird MPH dazu benutzt um aus lebhaften Indigo-Kindern seelenlose gleichgeschaltete Konsumenten zu machen?"
    Lustbetont, frei und spontan beschreiben doch keinen Rauschzustand, sondern normfreies Denken von Kindern.
    Sicherlich suchen viele diese Attribute im Rausch, aber dann sind wir doch bei der Selbstmedikation mit Substanzen.
    Von meinem AMP habe ich mit Sicherheit keinerlei Rauschzustand. Ich glaube, Du bist da warum auch immer etwas
    vorurteilsbehaftet.

    Sicherlich sollen Kinder nicht zu "seelenlosen Konsumenten" gemacht werden, sondern in erster Linie ruhig gestellt werden.
    Wäre ich Mutter, dann würde ich meinem Kind weder MPH noch AMP oder Antidepressiva geben, sondern eher versuchen
    viel Zeit aufzubringen und unter anderem viel in Förderung von Stärken investieren und nach meinem jetztigen Verständnis
    von ADHS alles mögliche dafür tun, dass mein Kind es lernt egal durch welche Aktivitäten im Sinne einer Selbstmedikation*
    zum Selbstausschütter zu werden. Alles Dinge die uns als Erwachsenen nicht mehr zustehen.

    Mir ist meine ADHS erst durch Änderung meiner Lebensumstände aufgefallen und ich habe mich davor wohl mehr oder weniger
    erfolgreich selbstmediziert*. Ich wünsche mir aber meine Eltern hätten mehr meine Stärken gefördert als zu versuchen mich
    nach ihren Vorstellungen zu formen.

    *Selbstmedikation ist in meiner Betrachtungsweise keineswegs mit Missbrauch von Substanzen gleichzusetzen, sondern in
    erster Linie aktivitäts- und erlebnisorientiert, weshalb ich die Ausschüttung im Vergleich zur Hemmung als den natürlicheren
    Ansatz sehe. Ganz simpel ....
    Geändert von Brrrzz (16.01.2016 um 03:18 Uhr)

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Brrrzz schreibt:
    Mir fiel auf, dass bereits in diesem relativ kurzen Zeitraum meine räumliches Denken, sowie
    meine Phantasie und Kreativität eingeschränkt wurden und meine Gedanken und Ideen nicht mehr so flüssig sprudeln, wie ich es mein Leben lang gewohnt bin.
    MPH wandelt freies divergentes Querdenken in spurtreues konvergentes Denken. I.
    Sorry, aber das ist Quatsch ... bestenfalls...
    Was Du beschreibst, deutet eher auf eine Überdosierung hin, sehr sogar, ist aber mit Sicherheit keine typische Folge von MPH.

    Ich könnte Dir jetzt auch eimen Link zu einem Thread suchen, der sich mit ADHS und Kreativität beschäftigt, in dem ich mir mal die Mühe gemacht habe, die Studienlage zu diesem Thema darzulegen.
    Darunter auch eine Studie zu ebendieser Frage, ob MPH die Kreativität beeinträchtigt und die Antwort lautet: Nein, tut es nicht.

    Aber das dürfte wohl wenig nützen, wenn jemand ohnehin schon mit dem üblichen Totschlagargument kommt, "trau keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast""....
    (dabei heißt es eigentlich, "traue keiner Statistik..., aber was soll's....).

    Wenn jemand sich an seiner Ansicht festgebissen hat, ist er halt faktenresistent, ist auch OK, aber dennoch:
    Was Du beschreibst, ist eine falsche Dosierung,...
    Leider kein sehr seltenes Phänomen, denn genau das ist es, was MPH den Ruf eingebracht hat, aus Kindern ruhiggestellte, seelenlose Zombies zu machen.
    Auch dazu könnte ich jetzt Fachartikel raussuchen, aber das wäre wohl eher Energieverschwendung.


    Wenn man solche Wirkungen hat, sollte man eher seinen verschreibenden Arzt hinterfragen, statt das Medikament .
    Geändert von Fliegerlein (16.01.2016 um 09:32 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  6. #36
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Ich glaube es kommt auch drauf an wie sehr man unter seiner Krankheit leidet. Natürlich ist es für jeden ein Segen Medikamente zu bekommen, die die schmerzhaften, isolierenden, aufreibenden, treibenden etc. Symptome lindern.

    Und ja, MPH soll natürlich auch ruhig stellen, GENAU DAS ist ja das schöne! Man kann alles, auch die Kreativität endlich nutzen und wird nicht ständig rausgerissen.


    Ich glaube bei Brrrrz ist MPH einfach wirklich das falsche Medikament. Es scheint nicht an das anzugreifen, was "ihr ADHS" ist. Und das scheint bei einigen ja nicht mit Leiden (von sich aus) verbunden zu sein.

    Wir sollten nicht vergessen, das auch bei unserem Krankheitsbild noch keiner weiss was es ist, das daher mit Sicherheit vieles zusammengewürfelt wird, was nicht zusammen gehört, und das es auch bei uns Fehldiagnosen gibt. Wen das betrifft ist ja egal, aber es würde das völlig konträre Erleben sowohl mit der Krankheit als auch mit den Medis erklären.
    Geändert von creatrice (16.01.2016 um 09:32 Uhr)

  7. #37
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Nachtrag, vorhin vergessen, sorry, war unterwegs und hab vom Handy aus gepostet ...

    Brrrzz schreibt:
    Das einzig interessante was ich bei meinen Recherchen zu ADHS-Medikamenten gefunden habe, waren zahlreiche Video-Blogs
    von MPH/AMP-Patient(inn)en auf Youtube aus dem englischsprachigen Raum der grösser als der deutschsprachige Raum ist. Sicherlich nicht repräsentativ, aber
    besser als nix und sehr aufschlussreich, wenn man den Bloggern über einen mehrjährigen Zeitraum folgen kann.
    Der Haken an diesen Blogs ist, genau wie Du schreibst, dass die allenfalls interessant sind ... mehr nicht.

    Denn sie sind nicht nur, wie Du ja ebenfalls geschrieben hast, nicht repräsentativ, sie sind auch nicht objektiv.

    Wir können bei solchen Blogs nie erkennen, welche Störgrößen gerade das, was die Person beschreibt, beeinflusst hat.
    Da reicht schon schlechter Schlaf, Stress und und und ... da gibt es Tausende von solchen Störgrößen, die aber mit der Wirkung des Medikamentes nichts zu tun haben, aber vom Betroffenen so wahrgenommen/ assoziiert wurden.
    Und wir wissen nicht, welche Wahrnehmungsfilter den Berichtenden beeinflussen, sprich:
    Hat die- oder derjenige schon mal was bestimmtes gehört und/oder gelesen und sucht instinktiv, also unbewusst, (das ist ja das Dumme an diesen sog. Kognizionsfiltern, sie laufen unbewusst ab) danach, dies zu bestätigen oder zu negieren

    All sowas muss aber ausgeschlossen sein und daher wird, worüber sich gewiss viele Menschen gar nicht klar sind, ein Mordsaufwand betrieben, wenn man eine Studie aufstellen und durchführen will, um genau das außen vor zu halten.
    Eine Studie, die eine Evidenz (Beweiskraft) aufweisen soll, muss mindestens doppelblind sein, ansonsten kann man schon erwarten, dass durch unbewusste Voreingenommenheiten das Ergebnis nicht mehr objektiv ausfallen wird.

    Es muss sichergestellt werden, dass nur dieser bestimmte Punkt, den man erforschen will, gemessen wird und andere Störgrößen ausgeschlossen werden können.

    Und es muss bei jedem Versuch, bei jeder Person reproduzierbar sein, also gleichermaßen wiederholt werden können.

    Das alles können Blogger schlicht nicht bieten, ... daher sind das nicht mehr als sicherlich sehr interessante Erfahrungsberichte, aber fern jeglicher Evidenz und sie sollten immer mit einem, ... wie soll ich sagen? ... "wissenschaftlich kritischen Auge" betrachtet werden...



    creatrice schreibt:
    Und ja, MPH soll natürlich auch ruhig stellen, GENAU DAS ist ja das schöne! Man kann alles, auch die Kreativität endlich nutzen und wird nicht ständig rausgerissen.
    Sehe ich genauso, wobei ich etwas mit dem Begriff "ruhig stellen" ein wenig auf Kriegsfuß stehe, ebenw egen des in der Allgemeinheit recht negativen Kontextes.
    Die Meisten benutzen diesen Begriff, um die überdosierten "zombiehaften" Betroffenen zu beschreiben.

    Was mich betrifft, so umschreibe ich es so, dass es mir diese "innere Ruhe" gibt, mit der ich endlich, eben wie Du schreibst, nicht ständig rausgerissen werde und einem Gedanken auch mal in Ruhe folgen und bis zu Ende denken kann .

  8. #38
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.789

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Brrrzz schreibt:
    Schön, dass Ihr alle diskutiert und "Wissen" breit tretet.
    Dies kam im Kontext (nicht nur) bei mir als Sarkasmus an. Ob's dann doch eher Zynismus war...

    Ich bin noch nicht im linientreuen Denkmodus und da es leider noch keine Antwort vom TE gibt,die der Diskussion eine Richtung geben könnte, bin ich hier erstmal raus und hoffe,dass "wir" ihn jetzt nicht verscheucht haben...


  9. #39
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Fliegerlein schreibt:
    Sorry, aber das ist Quatsch ... bestenfalls...
    Was Du beschreibst, deutet eher auf eine Überdosierung hin, sehr sogar, ist aber mit Sicherheit keine typische Folge von MPH.

    Ich könnte Dir jetzt auch eimen Link zu einem Thread suchen, der sich mit ADHS und Kreativität beschäftigt, in dem ich mir mal die Mühe gemacht habe, die Studienlage zu diesem Thema darzulegen.
    Darunter auch eine Studie zu ebendieser Frage, ob MPH die Kreativität beeinträchtigt und die Antwort lautet: Nein, tut es nicht.

    Aber das dürfte wohl wenig nützen, wenn jemand ohnehin schon mit dem üblichen Totschlagargument kommt, "trau keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast""....
    (dabei heißt es eigentlich, "traue keiner Statistik..., aber was soll's....).

    Wenn jemand sich an seiner Ansicht festgebissen hat, ist er halt faktenresistent, ist auch OK, aber dennoch:
    Was Du beschreibst, ist eine falsche Dosierung,...
    Leider kein sehr seltenes Phänomen, denn genau das ist es, was MPH den Ruf eingebracht hat, aus Kindern ruhiggestellte, seelenlose Zombies zu machen.
    Auch dazu könnte ich jetzt Fachartikel raussuchen, aber das wäre wohl eher Energieverschwendung.


    Wenn man solche Wirkungen hat, sollte man eher seinen verschreibenden Arzt hinterfragen, statt das Medikament .
    @Fliegerlein
    Mit Verlaub, die Beobachtungen, die ich an mir selbst seit der Medikation mit MPH machte, sind kein Quatsch, sondern Fakt.
    Darauf angesprochen ist mir ebenfalls von ärztlicher Seite gesagt worden, dass MPH bei Dauermedikation die hochkreativen
    Menschen die Kreativität nimmt. Jetzt können wir uns natürlich darum zanken, was Kreativität ist. Kreativität ist sicher nicht,
    wenn jemand beim Telefonieren kritzelt oder Spass daran hat seine Wohnung umzugestalten, sondern wenn man eine Kreativ-
    beruf ausübt und in die Künstlersozialkasse einzahlt. Es geht hier auch nicht um eine "typische Folge" von MPH, weil jeder
    von uns ein anderes Süppchen in seinem Hirn kocht. Ich fühle mich regelrecht persönlich angegriffen und diffamiert, wenn Du
    mir eine Überdosierung unterstellst. Das ist totaler Quatsch und Du verbreitest damit totalen Unfug. Mir schadet MPH in meiner
    Kreativität, auch wenn es anderseits Vorteile mit sich bringt. Punkt, aus, basta! Nimm es hin! Lass mich die Gegenfrage stellen:
    Wieviel Prozent der MPH-Nutzer müssen ihr Geld im Kreativberuf verdienen? Dann klammern wir mal alle anderen aus und
    schon haben wir einen kleinen Prozentsatz Menschen über den wir uns unterhalten. Hier kann man einfach nicht eine Gesamt-
    statistik dagegenhalten.
    Es ist direkt unverschämt zu behaupten, dass ich mit MPH überdosiert war ohne meinen Umgang mit MPH und ohne meine
    Pausen zu kennen. Ich weiss MPH sicherlich zu schätzen, weil es durchaus positive Wirkungen und Effekte hat. Für mich als
    Kreativarbeiterin wirkt MPH aber geistig beschränkend, trotz der Vorteile die es mit sich bringt. In anderen Lebenssituationen
    und bei anderen ebruflichen Anforderungen mag sich das anders verhalten. Es gibt nicht den ADHS-typischen Standardberuf
    oder die ADHS-typische Standardlebenssituation. Die Abwägung über Vorteile und Nachteile musst Du schon mir und meiner
    behandelnden Ärztin überlassen. Da steht keine "Forenmeinung", kein Pharmainteresse und schon gar nicht das Interesse
    MPH der Öffentlichkeit als irgendetwas zu verkaufen darüber. Ich gehe mit MPH nicht hausieren, es ist meine Privatsache und
    mir ist der Ruf von MPH nicht wichtiger als der Ruf vom Kuckuck.
    Auch ich habe in meinem näheren und weiteren Umfeld etliche Kinder, deren Schulen und Lehrer sie am liebsten mit MPH
    behandelt sehen würden, was die Eltern aber ablehnen. Nicht strikt, aber doch im Sinne ihrer Kinder. Alle diese Kinder haben
    sich kurzfristig sowie langfristig auch ohne MPH mit enormem Energieaufwand der Eltern, insbesondere der Mütter positiv
    entwickelt, die die Einstellung haben, dass die Kinder ab einem Alter, in dem sie selbst entscheiden können, sich selbst für
    MPH oder anderes entscheiden sollen. Ob diese Kinder mit MPH zu Pharmazombies mutiert wären, das kann niemand sagen.
    Ja, ich finde es unverantwortlich ein Kind bei Auffälligkeit gleich mal "ruhigzustellen". Es gibt auch andere Wege als Medikation.
    Ich bedauere es, dass meine Eltern das nicht erkannten und damit richtig umgehen konnten und sich nicht ausschliesslich auf
    die Förderung meiner Stärken konzentriert haben. Wir User hier im Forum haben unsere ADHS-Diagnosen mehrheitlich im
    Erwachsenenalter gestellt bekommen. Darum lass Dir bzgl Medikation von Kindern einfach mal die Frage stellen, ob Du es als
    Kind gewollt hättest MPH nehmen zu müssen? Wäre es für Dich, für Euch sinnvoll gewesen ab dem Moment der Einschulung
    bis zum heutigen Tage MPH zu nehmen? Diese Frage richtet sich auch an die unter uns, die bereits über 50 Jahre alt sind.
    Heute sind wir alt genug selbst zwischen Pest (Symptome) und Cholera (Medikation) zu entscheiden. Es ist sicherlich keine
    Faktenresistenz meinerseits und ich betreibe auch keine MPH-Lobbyarbeit. Mein Standpunkt ist kein anderer als den Menschen
    selbst entscheiden zu lassen, was er zu sich nimmt, was ihm gut tut, wenn es keinem anderen schaden zufügt.
    Mir geht es mit AMP nicht nur deutlich besser als mit MPH. Ich funktioniere auch besser. Ich bin ich selbst. Es hilft mir unglaublich
    und ich bin direkt froh, dass meine überaus erfahrene Ärztin so liberal entwickelt und den Mut gefasst hat mir AMP zu verschreiben.
    Ich pausiere ebenfalls und will es nicht ewig nehmen!
    Um weitere Unterstellungen gleich mal im Vorfeld zu entkräften: Ich habe Speed ein einzigstes Mal in meinem Leben ausprobiert
    und fand es widerlich. Ich habe es nie mit auf die Allgemeinheit aufputschenden Substanzen zu tun gehabt.
    Ich habe Selbstmedikation mit Aktivitäten, Erlebnissen und Cannabis betrieben und bin felsenfest davon überzeugt, dass einzelne
    Bestandteile im Cannabis, möglicherweise das CBD und nicht das THC das beste Medikament für mein ADHS ist. Es wirkt auf mich
    nicht wie auf andere. Es wirkt paradox. Es fördert meine Konzentration, reduziert meine Impulsivität auf null, macht mich aufmerk-
    samer und nimmt einen Gang raus, so dass ich nicht mehr so getrieben bin. Leider sind unsere Politik und Gesellschaft noch nicht
    so weit, erste Ärzte denken um und ich blicke positiv in die Zukunft, dass eine Selbstmedikation mit Cannabis nicht mehr politisch
    kriminalisiert und gesellschaftlich stigmatisiert wird und dass eine ärtzliche Medikation mit Cannabis endlich erleichtert wird. Nein,
    das hier ist sicherlich kein Pro-Cannabis-PopCorn-Beitrag. Es geht mir um ein allgemeines Umdenken. Ich weiss, dass Cannabis
    weniger und vor allem weniger beeinträchtigende Nebenwirkungen hat und ich würde mich wesentlich wohler fühlen, wenn ich
    weniger schwere Medikamente als MPH oder AMP nehmen müsste, weil mir das andere schlicht untersagt ist. Es geht sicherlich
    nicht um den Ruf von MPH, es geht nur um die Akzeptanz von ADHS und dass man dem Patienten das gibt, was hilft.
    Zur Medikation von ADHS bei Erwachsenen mittels MPH und AMP hat vor Jahren auch ein Umdenken stattgefunden und wir haben
    glücklicherweise wenigstens den StatusQuo!

    Insofern hinterfrage ich zu recht die richtige Wahl der Medikamente. Meiner Ärztin sind die vorgegebene Behandlungsverfahren
    die Hände gebunden.

    Noch!

    Natürlich sind die von mir beschriebenen Videoblogs nur "interessant" und nicht "repräsentativ". Sie zeigen mir aber nicht nur das
    nach Netiquette geschrieben Wort und ich kann mir über die einzelnen Menschen eine Meinung bilden. Ich kann sehen, wie sich
    diese Menschen teilweise nach aussen hin verändern, wie sie gestikulieren, wie ihre Mimik ist, wie sie sich unter der Wirkung von
    ADHS-Medikationen geben und auch manchmal , aber leider selten, ohne Medikation. Videoblogs von Kindern unter MPH oder AMP
    wirken auf mich manchmal verstören. Vergleiche ich ADHS-Videoblogs von Nutzern von AMP-Derivaten, wozu auch MPH gehört,
    mit ADHS-Videoblogs von Nutzern von medizinischem Cannabis, dann offenbart sich mir leider der schwerwiegende Verdacht von
    offfensichtlicher Fehlbehandlung durch Pharmainteressen. Sicherlich hat auch Cannabis wie alle anderen in unseren Neurotrans-
    mitterhaushalt eingreifende Substanzen seine Schattenseiten und nicht jeder sollte oder kann damit umgehen, genauso wie nicht
    jeder Elontril, Venlafaxin, Strattera, Ritalin, Amphetamin zu sich nehmen sollte. Ich bin aber so frei, mich nicht ausschliesslich auf
    die Pharma, die Politik und die Ärzte und deren Normen zu verlassen, weil ich weiss, dass ich über Selbstmedikationen jeglicher
    Art ebenfalls einen Ausgleich und eine Reduktion meiner Sympthomatik erreicht habe, wobei Cannabis ebenso wie MPH und jetzt
    AMP nur eine Nebenrolle spielte. Das 100% ideale Medikament müsste die Neurotransmitterausschüttung und Wiederaufnahme
    und was sonst noch alles in unserem Kopf passiert nach den jeweiligen Persönlichkeiten und Denkmustern regulieren. Dabei nur
    auf einige wenige Medikamente zurückzugreifen und sich vorallem ausschliesslich nur auf diese Medikamente zu verlassen ist
    mit Verlaub eine äusserst engstirnige medizinische Betrachtungsweise, die ausschliesslich eine Lehrmeinung aus der Vergangen-
    heit rezitiert.

    Falls es jemanden interessiert, es tut sich was am Horiziont: http://www.cannabis-med.org/data/pdf/de_2008_01_1.pdf

    Nicht umsonst spricht man bei von der "Entfaltung der Persönlichkeit". Umso freier, desto besser. Hierarchie, Disziplin, Intoleranz
    gegenüber anders Denkendem und militärischer Drill sind von vorgestern. Hallo Zukunft!

    Um die ausschweifende Klammer zur Frage des Threaderstellers wieder zu schliessen, denke ich, dass er auf dem richtigen Weg ist
    seine Medikation mit MPH trotz ihrer offensichtlichen Vorteile in Frage zu stellen, nach 15 Jahren vielleicht mal zu pausieren oder neu
    zugelassene Medikamente wie Attentin oder Elvanse auszuprobieren oder sich die Freiheit zu nehmen über eine mit dem Arbeitgeber
    abgestimmte berufliche Auszeit nachzudenken. Abschalten, Selbstfindungstrips, Entspannung und Reflektion sollten meiner Meinung
    nach nicht nur für AD(H)S-ler/innen ein fester Bestandteil der therapeutischen Behandlung sein. Meine Ärztin hat recht, wenn sie sagt:
    Wenn sie das machen, was ihnen Spass macht, dann brauchen sie kein Medikament und können darauf verzichten. Insofern gruselt es
    mich, mich lebenslänglich täglich an eine Substanz zu binden von der ich nicht 100% überzeugt bin und von der ich irgendwann das
    Gefühl der Einschränkung bekomme.

    Die Gedanken sind frei! Mögen sie positiv sprudeln!

  10. #40
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methy

    Fliegerlein schreibt:
    Sehe ich genauso, wobei ich etwas mit dem Begriff "ruhig stellen" ein wenig auf Kriegsfuß stehe, ebenw egen des in der Allgemeinheit recht negativen Kontextes.
    Die Meisten benutzen diesen Begriff, um die überdosierten "zombiehaften" Betroffenen zu beschreiben.

    Was mich betrifft, so umschreibe ich es so, dass es mir diese "innere Ruhe" gibt, mit der ich endlich, eben wie Du schreibst, nicht ständig rausgerissen werde und einem Gedanken auch mal in Ruhe folgen und bis zu Ende denken kann .
    Ist es nicht schon ein Zeichen von impulsiven ADHS, dass Du Dich darüber aufregst? Es ist doch schnurz-piep-egal, was
    "die Allgemeinheit" denkt. Wichtig ist doch nur, dass es einem als Individuum gut geht, dass man einigermassen glücklich
    ist, seinen Weg findet und seine Persönlichkeit entfalten kann ohne dauernd anzuecken oder Stabilität erlangt und auf
    seinen Weg zurückkehren kann. Wer das nicht begreift und sich über die Allgemeinheit oder die Akzeptanz in der Gesell-
    schaft beschwert, der muss an sich selbst und seinem Selbstvertrauen arbeiten. Die Gesellschaft wird sich nie und nimmer
    nach einem richten. So viel Mitleid hat man einfach nicht verdient. Mögen uns unter anderem die Substanzen aus unseren
    Medikationen dabei helfen anstelle von "Ruhigstellung" und "medikamentöser Zombieapokalypse" einfach nur Ausgelassen-
    heit, innere Ruhe und inneren Frieden zu finden und ein wenig selbstzufriedener zu werden.

    Jetzt darf man mir gerne zynischen Sarkasmus unterstellen. Ich bin ja direkt dazu aufgefordert worden und es zeigt sich
    ein Teil meiner Symptomatik. Hmmm, würde mir mein Medikament 100% helfen, dann würde ich "so what" schulternzuckend
    einfach darüber hinwegblicken und mich auf keine Diskussion einlassen. Klingelt es?

    luftkopf33 schreibt:
    Ich bin noch nicht im linientreuen Denkmodus und da es leider noch keine Antwort vom TE gibt,die der Diskussion eine Richtung geben könnte, bin ich hier erstmal raus und hoffe,dass "wir" ihn jetzt nicht verscheucht haben...

    Du selbst kommentierst Du doch nur gesagtes, springst im Sinne eines Kesseltreibens auf den Zug des Mobs auf ohne selbst etwas beizutragen.
    Hauptsache reinplappern, seinen Senf dazu abgeben, die Diskussion stören und Komplimente (likes) fischen. Jaja, ADHS-ler unter sich, haha!
    Ich habe mir an dieser Stelle Mühe gegeben explizit auf die Fragestellung des Threaderstellers einzugehen und ihn in seiner Betrachtungsweise
    bestätigt, was mir aber leider von der Medikations-Lobby in diesem Forum nur um die Ohren gehauen wird.

    Brrrzz schreibt:
    @Maxmax:
    Ich bin auch eher eine hypoaktive und habe 2 Jahre MPH genommen. Mir fiel auf, dass bereits in diesem relativ kurzen Zeitraum meine räumliches Denken, sowie
    meine Phantasie und Kreativität eingeschränkt wurden und meine Gedanken und Ideen nicht mehr so flüssig sprudeln, wie ich es mein Leben lang gewohnt bin.
    MPH wandelt freies divergentes Querdenken in spurtreues konvergentes Denken. Ich stellte auch eine Verminderung bei der Fähigkeit Namen und Begriffe abzurufen
    fest. Genau genommen verkrampfte ich mich unter MPH gradlienig fast verbohrt auf den Abruf der Informationen, anstelle einfach um die gespeicherte Information
    herumzukreisen und sie herauszukitzeln. Ich könnte versuchen, das alles als einen "durch MPH beschränkteren Horizont" zu beschreiben oder als einen Blick durch
    ein Loch anstelle des gesamten Blickfeldes meines Auges, was wiederum dem Verhältnis von Divergenz und Konvergenz entspricht. Rein von der subjektiven
    Medikamentenwirkung her betrachtete empfinde ich MPH als für meine Art zu denken fast streckenweise als einschränkendes Medikament und fühle mich seit AMP
    deutlich befreiter, weil ich es als "lustbetonter" empfinde. Ich treffe Entscheidungen spontaner, ich fühle mich nicht mehr künstlich, sondern echt. Für mich ist AMP
    nach nur 2 Monaten Einnahme im Vergleich zu MPH ganz klar erste Wahl. Vielleicht solltest Du das auch mal ausprobieren.
    Geändert von Brrrzz (16.01.2016 um 17:23 Uhr)

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Thema: Abnehmende Merkfähigkeit und Vorstellungsvermögen als Nebenwirkung von Methylphe im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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