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Diskutiere im Thema Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    uni


    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen?

    Hallo,

    seit rund eineinhalb Jahren probiere ich diverse Medis bezüglich meines ADHS aus, aber bei allen das mehr oder weniger ausgeprägte Problem des Rebounds.

    Egal ob MPH in Form von Ritalin, Ritalin Adult, Concerta...; wenn der Wirkspiegel ansteigt, geht es mir gut. Ich bin ruhig, konzentriert und meine depressiven Gedanken sind deutlich geringer. Sobald aber der Wirkspiegel beginnt abzusinken ist alles noch viel schlimmer (alle meine Grundprobleme mit meinem AHDS sowie die depressiven Gedanken und meine extreme Reizbarkeit).

    Ansatz meines Arztes war es dann, es mit Amphetamintropfen zu versuchen, auch mit Elvanse und Attentin haben wir/ich es versucht, jedoch immer das gleiche Ergebnis:

    Steigt der Wirkspiegel, werde ich ruhig und es geht mir deutlich besser, der Drang nach ständiger Bewegung, Gedankenrasen und die unfassbaren Fressattacken mit Süßigkeiten (wohl Belohnungssystem Dopamin zu bekommen) sind weg. Aber wehe, der Wirkspiegel sinkt, dann auch hier bei diesen Medis eine Verschlimmerung meiner Grundproblematik.

    Da ja nun Strattera und Elontril ja erst wie AD einen Wirkspiegel aufbauen müssen (wenn ich alles richtig recherchiert habe) und somit kein Wirkspiegelabsinken (nach meinem Verständnis) auftritt, erhoffe ich mir dort diesen für mich nicht auszuhaltenden negativen Effekt nicht zu bekommen. Was ich hier nich nicht erwähnte - auch bei allem gewollten und bis ins Letzte zu versuchen mich zusammenzureissen, leiden meine Ehefrau und unser Sohn unter den Zeiträumen meines Rebfunds. (Hier brauche ich keine Antwort in Richtung Therapie - die habe ich seit 7 Jahren).

    Nun meine Fragen in die Runde:

    Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen mit Rebunds bei den ersten beiden Gruppen der ADHS Medis und ist dann auf Strattera oder Elontril umgestiegen?

    Laut Internet und meinem Arzt wirken die Amphetaminmedis ja (hauptsächlich) auf den Dopaminhaushalt; das Strattera ja wohl nur auf den von Noradrenalin. Fühlt sich die Wirkung dann gänzlich anders an?

    Elontril soll wohl auf beides wirken, also Dopamin und Noradrenalin - darum die Frage, welches der beiden Medis am sollte ich am besten bei deinen starken Reboundprobemen ausprobieren?

    Das war eine sehr strake Zusammenfassung meiner Probleme und Versuche in den letzten Jahren, lange werde ich so nicht mehr durchhalten.

    Vielen Dank für Eure Antworten

  2. #2
    durch und durch

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 412

    AW: Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen?

    Evtl. ist eine Kombination aus einem SSRI + MPH/Amphetamin angebracht. Ich bin Laie, kein Arzt ;-)

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen?

    Ich leide nicht so sehr unter den Rebounds bei MPH, sie sind da. Ich nehme sie für die Vorteile von MPH in kauf. Ich kann ausserdem mit unretardiertem MPH gegensteuern und die Wirkung zur Not auch bis zum Einschlafen hinauszögern oder kann auch nach der Einnahme von MPH gut einschlafen und durchschlafen. Elvanse wirkt bei mir subtiler als MPH und flutet langsamer an und ab. Der Rebound tritt langsamer ein, dauert länger, macht mich eher müde und ist ebenso wie die Wirkung subtiler. Ich bevorzuge AMP dem MPH, da ich vom leichten Ausschütten mehr halte als von der starken Wiederaufnahmehemmung. Das fühlt sich für mich natürlicher an. Elontril und Strattera machen mich nur fix und fertig, ich habe beides aber auch nicht länger als 10 Tage genommen, weil es schlicht und ergreifend nicht auszuhalten war. Das war der totale Rebound als Wirkung. Nein danke, sowas will ich nicht. SSRI wirkten bei mir stimmungsaufhellend, auf Dauer war ich aber nicht mehr ich selbst. Daneben fand ich das Absetzen der SSRI sehr schwierig und hatte quasi einen enormen Rebound mit einer Dauer von 2-3 Monaten. Das ist doch totale Abhängigkeit. Ekelhaft! Ich weigere mich wohl auch wegen dieser Erfahrung Spiegelmedikamente zu nehmen, weshalb ich Elontril und Strattera keine Chance im monatelangen Test gab, weil ich nicht nochmal in so eine Abhängigkeit rutschen will. Leider wirken sich alle Psychopharmaka irgendwie auf die Persönlichkeit aus, jedoch fühle ich mich mit AMP am ehesten wie "ich selbst". "Ich selbst" bin ich ohne Medikation in guten Zeiten/Phasen oder zu guten Tageszeiten, wenn alles einfach mal stimmt, ich ausgeglichen bin. Ich bedauere es sehr, dass die Pharmakologie entgegengesetzt dem natürlichen menschlichen Verhalten bzgl Selbstmedikation sich nicht stärker auf die Neurotransmitterausschüttung als auf die Wiederaufnahmehemmung konzentriert und dass man uns lieber mit Spiegelmedikamenten zu Dauerabnehmern ihrer teuren Produkte macht als endlich mal was auf den Markt zu schmeissen, was bei einmaliger Einnahme eine langanhaltende lindernde Nachwirkung hat. Was ich zur einmaligen hochdosierten Anwendung von Ketamin zur Behandlung von Depressionen gelesen habe klingt auf den ersten Blick nach einem sehr interessanten Ansatz, widerspricht aber auch jedem wirtschaftlichen Denken der Industrie und die Lobbyisten werden dagegen schiessen, wenn sowas funktionieren würde. Aber ich schweife zu sehr ab.

    Hast Du es schon mal zeitlich deutlich versetzter Einnahme ausprobiert? Hast Du schon mal eine Dauerdosierung oder eine abnehmende Dosierung gegen den Rebound ausprobiert, also nur mal als Zahlenwerte geschrieben 20, 15, 10, 5, 5, 2, 1 oder nimmst Du streng nach Vorschrift morgens und mittags ein? Hast Du die Medikation auch schon mal tagesweise oder wochenweise zur Selbstreflektion ausgesetzt? Oder hast Du schon mal ganz anders anstelle der täglichen Präventivdosierung die Nulldosierung in Kombination mit akuter Bedarfsmedikation ausprobiert?

    Ich hoffe, dass es nun nicht wieder heisst, dass meine Worte für andere gefährlich sein könnten. Es handelt sich dabei um subjektives Empfinden und freies Denken ausserhalb von Normen.


    Ich wünsche einen wunderschönen guten Sonntagmorgen!
    Geändert von Brrrzz (27.12.2015 um 09:08 Uhr)

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 183

    AW: Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen?

    ich bekomme seit 1,5 jahren elontril und es ist super eklig. ich wollte etwas anderes haben aber keiner hat mir was aufgeschrieben, alle meinten elontril sei das beste und ich solle es halt nehmen.

    morgen oder übermorgen werd ich auf Medikinet eingestellt und kann das elontril endlich absetzen. ich habe nur schlechte erfahrungen damit gemacht. mit Strattera überigens auch. Da fühlt man sich wie von watte eingepackt, unangenehm.

  5. #5
    uni


    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen?

    Hallo,

    danke für Eure Antworten.

    Brrrzz: Meinst Du mit AMP (welches Du bevorzugst) Amphetamin-/Lösung/Tropfen?

    Ich habe mit meinem Arzt, der leider jetzt 300km weit entfernt ist (wir mussten umziehen), alles probiert. Er sah das ganze recht locker (ist wohl ein Ausnahmearzt), weil er sagt, seiner Erfahrung nach, kann das nur jeder Patient selber merken, was ihm am besten tut und welches Medikament er am besten verträgt und welche Dosierung.

    Ich habe probiert, Ritalin unretadiert und retardiert zu nehmen in verschiedensten Dosierungen; Concerta, Amphetamintropfen, Elvanse, Attentin.

    Bei ALLEN Medikamenten prinzipiell das gleiche Problem: Flutet es an, tut die Wirkung mir gut. Der ständige Bewegungsdrang, die innere Unruhe, das meiner Frau ins Wort fallen, die Hektik,die Fresssucht nach Süßem, immer beschäftigt sein zu müssen, nie sitzen und mich ausruhen zu können etc. etc.. etc, ist alles weg, ich bin ruhig wie die See.

    Aber, wehe der Höhepunkt des Wirkspiegels ist überschritten (bei ALLEN Medis gleich) und der Wirkspiegel nimmt langsam oder schneller ab, je nach Medikament, dann kommt der Rebound und macht alles zig Mal schlimmer, macht mir mein Leben unerträglich und leider für meine Frau und unseren Sohn auch.

    Genauer heißt das für mich: Extreme innere Unruhe und Aggressionen in der Form, dass mich alles aufregt, ALLES. Ich werde so unruhig, dass ich sofort rumschreie, auch wenn mein Kopf weiß, dass ich im Unrecht bin, bin ich gleichzeitig emotional so daneben, dass ich nur wild und unzufrieden sowie agro bin.

    Der Rebound lässt mich mich so wahnsinnig schlecht fühlen, dass kann ich garnicht beschreiben. So gut, wie das Anfluten, der oben genannten Medis mir tun, so schlecht in 10facher Multiplikation, geht es mir, wenn der Wirkspiegel zu sinken beginnt.

    Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll.

    Deswegen dachte ich an Strattera und Elontril, aber wie ich auch an derer Stelle im Forum las, gibt es viele negative Meldungen.

    Ein Problem bei NICHT-Spiegelmedikamenten bei mir ist mein schneller Stoffwechsel. Beispiel:

    Bei dem Medikament ATTENTIN, muß (musste ich) immer 2 Tabletten a 5mg auf einmal nehmen, damit ich überhaupt etwas merkte und dann wirken sie bei mir nur maximal 2,5 Stunden! Daraus ergab sich dass ich dann 5 mal oder eher 6-7 mal täglich 2 Tabletten nehmen musste, aber so richtig wollte mein Arzt da nicht mitspielen. Auch Ritalin oder Amphetamintropfen wirken nur max. 2,5 Stunden bei mir, dann kommt der böse Rebound.

    Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll.

    So viele Klinikaufenthalte ohne die Medis wegen der verkackten Depressionen und mein Leben schaffe ich so nicht mehr.
    Ohne ADHS Medis bin ich wie ein 12 Jähriger Junge, der nur rumkaspert, nicht ernst nimmt und immer rumrennt. Ich bin tatsächlich 38 Jahre alt und mache jetzt ohne Medis nur Blödsinn. Immer am rumkaspern, immer MUSS ich in Bewegung sein. Das ist für mich zu anstrengend und für meine Frau auch. Wenn das mit dem bei mir extrem schlimmen Rebound nicht wäre, wäre ich ja halbwegs zufrieden, aber es geht nicht. Im Rebound habe ich mich mit meiner Unzufriedenheit, mit meiner inneren Unruhe und Aggression nicht oder kaum unter Kontrolle.

    Beispiel:
    Beim Autofahren nimmt mir einer die Vorfahrt und zeigt mir nen Vogel.
    Reaktion meinerseits: Mit Attentin oder Concetta - entweder ist es mir egal oder ich lächle einfach zurück und fahre entspannt weiter.
    Im Rebound mache ich in der selben Situation ´ne Vollbremsung egal auf welcher Hauptstrasse das ist, steige aus, renne auf denjenigen zu und wenn er nicht wegfährt tut mir meine recht Faust den nächsten Tag sehr weh...

    Darauf bin ich wahrlich nicht stolz, aber es ist einfach leider wahr
    Im Rebound geht es einfach nicht; geht garnichts bei mir, so schlecht geht es mir dann. Ohne Medis geht es auch dauerhaft nicht so weiter und ich weiß einfach nicht mehr weiter.
    Ich habe nun die Krankenkasse angeschrieben. Es gibt in Bad Münder eine Rehaklinik, die sich auf Depressionen inkl. ADHS spezialisiert haben, sowie dann entsprechende Medikation. Ich hoffe sehr, dass ich dort einen Platz bekomme, und dass man mir dort helfen kann. Sonst wird das nichts mehr. In einem Klinikaufenthalt sperrte der Chefarzt mich schon auf der geschlossenen Station weg, weil er davon ausging, dass ich eben Ende mache. Traurig alles Ich halte es so nicht mehr aus.

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen?

    Hallo Uni,

    ich meinte Elvanse. Das wirkt bei mir 10-14h. Wie lange genau kann ich nicht sagen, da ich die Wirkung kaum bis gar nicht spüre, weil es nicht diesen an/aus-Effekt wie unretardiertes MPH hat, ich weiss aber, dass sie da ist und meine ich habe auch am nächsten morgen noch eine leichte Nachwirkung. Es macht mich entspannter als MPH, es motiviert mehr und ich habe einen empathischeren Gesichtsausdruck als mit MPH. Ich bin auch nicht so aufgekratzt, dafür aber auch nicht so konzentriert wie unter MPH. Der Rebound macht mich weniger zur Zappelliese, eher müde und unkonzentriert. Ich vom Typ her zwischen hypo und hyper schwankend, aber überwiegend hypo. Du scheinst ja eher voll hypo zu sein.

    uni schreibt:
    Ich habe mit meinem Arzt, der leider jetzt 300km weit entfernt ist (wir mussten umziehen), alles probiert. Er sah das ganze recht locker (ist wohl ein Ausnahmearzt), weil er sagt, seiner Erfahrung nach, kann das nur jeder Patient selber merken, was ihm am besten tut und welches Medikament er am besten verträgt und welche Dosierung.
    Das klingt nach einem tollen Arzt. Den würde ich nicht aufgeben, aber trotzdem Zeit investieren einen näher gelegenen Ersatz zu finden, auch wenn die Suche sicherlich nicht leicht wird.

    uni schreibt:

    Deswegen dachte ich an Strattera und Elontril, aber wie ich auch an derer Stelle im Forum las, gibt es viele negative Meldungen.
    Letztendlich kannst Du nur selbst ausprobieren, ob es hilft. Vielleicht wirkt es bei Dir anders als bei mir. Glücklicherweise kann man bei Elontril und Strattera auch MPH dazu nehmen, wie es mit AMP aussieht, keine Ahnung. Hast Du wegen Deiner Depressionen schon mal an Venlafaxin gedacht? Ich kenne es nicht, es soll aber auf Serotonin und Noadrenalin wirken, obs mit MPH oder AMP kombinierbar ist, kann ich auch nichts dazu sagen.

    Machst Du einen Sport? Hat das einen positiven Einfluss auf Dein Dopamin? Ich meine da im speziellen mal Langstreckenläufe oder Rennradfahren gegen den Bewegungsdrang. Oder etwas risikoreicher sowas wie Downhill-Biken, was auch zu mehr Dopamin führen sollte. Solche Dinge wie Fallschirmspringen sollten die Königsdisziplin unter den Dopamin-Sportarten sein. Ich bin mal an einem Fallschirmcamp vorbeigekommen, habe dort 20 Springer auf einem Haufen gesehen. Was ich in deren Gesichtern sehen durfte, begeisterte mich. Sowas muss man aber auch regelmässig machen, um immer einen gewissen Level selbst auszuschütten. Ich denke, dass die Springer ohne den Sprung in tiefe Löcher fallen. Ich kenne auch einen ADHS-ler, der nur in der Kindheit Medikamente nahm und seinen Ausgleich im Segelflieger findet.

    Hast Du vor der medikamentösen Behandlung etwas im Leben gehabt, womit Du Dich selbst therapiert hast, in dem Sinne, dass man sich das holt, was einem gut tut, was Du wegen Deiner Familiensituation aufgegeben hast, was Dir aber wieder gut tun würde?

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen?

    Du hast halt eine schlechtere pharmakogenetische Eignung für ADHS-Medikamente als andere.
    Soll heißen, dass du sehr wohl die richtigen Wirktoffe nimmst, also die Stimulanzien vollkommen richtig sind, aber die zugelassenen Medikamente für dich nicht optimal sind.

    z.B. nimmst du schneller den Wirkstoff im Magen auf als andere, dann wirkt es schon kürzer bei dir.
    oder verstoffwechselst du schneller, dann kann sich die Wirkdauer erheblich reduzieren.
    ebeno vermute ich, dass die Wirkdauer unso länger ist je besser das Dopaminsystem eines Menschen ist, was auch immer das heißt.
    Bei Parkinson immerhin wirkt L-Dopa umso kürzer je mehr dopaminerge Neuronen abgestorben sind.

    Und für solche bedeutet Stimulanzientherapie bei den zugelassenen Präparaten eine Wirkungs Berg- und Talfahrt. Hat man mehrere Rebounds täglich zieht das psychisch sehhhhhr runter.

    Eine Möglichkeit wäre Retardpräperate zeitlich leicht versetzt zu nehmen.
    zum Beispiel jemand braucht 2x40mg Ritalin La, hat aber Probleme durch die Wirkungs Berg- und Talfahrt. Dann kann er auch morgends Zwei 20 mg einehmen, aber 1h versetzt, statt 40 mg. Oder 30 mg, 1h später 10 mg, 6h später 30 mg, dann 1h später 10 mg.
    Wogen glätten.

  8. #8
    uni


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    Forum-Beiträge: 15

    AW: Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen?

    Hallo P.Milli und Brrrzz,

    vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe mich nach nun einigen Wochen Abstimmen dazu entschloßen, dass ich auf jeden Fall rasch wieder Medis nehmen werde. Ohne gehts garnicht mehr. Gestern konnte ich ein relativ leichtes Gesellschaftsspiel mit unserem Sohn und meiner Frau nicht zu Ende spielen, weil ich mich null mehr konzentrieren konnte. Ich muss immer in Bewegung sein und knapp 10 Kilo zugenommen, da ich nur am fressen bin - entschuldigt diese Ausdrucksweise, aber es ist Süssigkeiten fressen....Belohnungsystem...A lkoholkonsum abends steigt auch viel zu stark an.

    Wenn ich euch also richtig verstehe. lieber bei Ritalin bleiben und versuchen den Rebfund möglichst klein einzustellen?!?

    In einem Buch, das ich habe; "Zwanghaft Zerstreut", wird unter anderem erwähnt, dass auch oder grade bei MPH Einnahme zusätzlich Lithium die Reboundeffekte mildern kann, sowie auch eben dort entstehende Aggressionen; die Quälen mich (und leider meine Frau) am meisten.

    Wie seht ihr das mit dem Lithium?

    @ Brrrzz:
    Sport habe ich (damals ja unbewusst) immer viel (gegen meine ADHS Beschwerden) gemacht. Jahrelang jeden Tag. Das hat mir sehr geholfen, da ich es bis zur totalen Erschöpfung getrieben habe. Dann kam vor rund eineinhalb Jahren von der Arbeit nach Hause mein schlimmer Verkehrsunfall.
    Eine halbblinde 82 Jährige meinte, sie könne noch Autofahren.
    "Oh Herr Wachtmeister, die rote Ampel und den jungen Mann auf seiner Vespa habe ich garnicht gesehen..."
    Seitdem ist mein rechter Arm/Schulter im Eimer und mein linker Fuß. Joggen geht wegen des Fußes nicht mehr und Mukibude wegen der rechten Schulter nicht mehr.
    Deswegen, meint der Psychologe genau wie ich selber, sind meine Depressionen seitdem noch schlimmer...

    Venlalfaxin habe ich schon verordnet bekommen. Habe das seltsamer Weise garnicht vertragen. Soll ja bei ADHS eher gut funktionieren hab ich irgendwo gelesen.
    Ich habe das überhaupt nicht vertragen. Ich bekam in der Klinik eine einzige Tablette. Rund 2-3 Stunden später war ich super drauf, habe lachen müssen aber ich war wie betrunken. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen und konnte mich nicht oder garnicht mehr konzentrieren und mir aber auch rein garnichts mehr merken. Und das nach ur EINER Tablette. Das ganze hat auch dann leider EINE WOCHE gebraucht, bis mein Hirn wieder wie vorher vor der Tablette funktionierte. Schrecklich war diese Erfahrung für mich.

    Ich denke, ich werde es mal mit Ritalin rund um den Rebfund versuchen un meinen Arzt zu Milderung des Rebfunds auf Lithium ansprechen.

    Wenn das fehlschlägt, versuche ich als nächstes Strattera und danach Elontril.

  9. #9
    uni


    Bin hier neu, seid lieb zu mir

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    Forum-Beiträge: 15

    AW: Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen?

    Hallo Brrrzz, wollte dir eine private Nachricht schreiben, bekomme das nicht hin. Hatte mich hier damals mal vorgestellt, glaube ich. Was ich falsch mache, weiß ich nicht. vielleicht kannst du mir mal versuchen eine zu senden, und ich versuche zu antworten? LG

  10. #10
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 301

    AW: Strattera oder eher Elontril bei meinen Problemen versuchen?

    War da nicht mal was mit 10 Beiträgen, die man braucht, um PMs schreiben zu können?

    Ja. Ich könnte mir das auch so vorstellen wie P.Milli das schreibt und würde erstmal versuchen mit dem gleichen Präparat nur als unretardiertes in 1/4 oder 1/8 oder sonst welcher Minidosis am Rebound zu schrauben, wobei unretardiertes den Wirkstoff in halber Zeit freigibt und man für die gleiche Wirkung die Hälfte nimmt.

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