40 mg finde ich für eine Einstiegsdosis ziemlich hoch, aber das ist meine persönliche Meinung dazu und hat nur sekundär etwas zu bedeuten. Ich sag mal nur vorsichtshalber, dass es auch Dosen unterhalb gibt und du notfalls zusammen mit deinem Arzt natürlich (!) auch erst einmal runter dosieren könntest jetzt zum Einstieg. Dies nur als Info vorab und gerne können wir bei späterem Bedarf darüber weiter schreiben.


Interessant finde ich, dass dir dein Arzt offenbar nichts zu der Einnahme gesagt hat? Oder hast du es nur nicht mitbekommen oder vergessen?


Musst du arbeiten? Wenn ja, dann würde ich persönlich jetzt am Wochenende anfangen ruhig am Morgen zum Frühstück. Ich glaube, das wäre besser - rein vorsichtshalber. - Schau wie sie wirkt und von dort aus weiter ... Das wäre zumindest das, was ich tun würde und wie ich es angegangen bin. Auf den Abend umstellen kannst du notfalls immer noch, das sollte das kleinste Problem sein.

Müde war ich eigentlich nicht. Ich hatte nur ein Konzentrationsloch. Das war aber auch nur für eine Zeit und deshalb hatte ich das "weggeschlafen".


Nun ja, die Wahrnehmung wird ja besser, wenn es wirkt. Da beisst die Maus kein Faden ab. Ich hatte damit doch ein nicht unerhebliches Problem, weil ich plötzlich Sachen (besser) wahrnahm, die nicht so oder nicht so funktionierten, wie sie sollten. Da ich aber einen gewissen Anspruch an mich habe, war das wirklich schwierig, das so vor Augen geführt zu bekommen. Ich merkte z. B. plötzlich ziemlich genau, wie unzureichend meine Terminplanung an dieser Stelle war und das gerade mal einiges den Bach runter ging. Dazu kamen noch ein paar Sachen über den Umgang mit mir, die mir auch nicht so ganz gefielen.

Es dauerte etwas, bis ich mich selbst wieder "zurechtrücken" konnte, aber es ging doch insgesamt relativ fix. Nur wenn man gerade drin steckt, dann ist es schlimm. Aber nicht jeder hat solche (extrem) hohen Ansprüche an sich selbst und vielleicht sind andere gefestigter, wenn sie sehen, das etwas vermeintlich im Griff Gehabtes doch nicht so gut klappt. Für mich persönlich waren diese Dinge halt eine volle Breitseite.

Wichtig ist es - glaube ich - sich dabei vor Augen zu halten, dass die Wahrnehmung der Wahrnehmung, die man sich über die Lebensjahre aufgebaut hat, eben sich nicht über Nacht und mit der Pille ändert. Das Ganze muss man wirklich für sich realisieren, sortieren und verarbeiten und das braucht seine Zeit. Aber die Zeit ist definitiv endlich.


Das was du unter Venlafaxin beschreibst, würde ich jetzt nicht der Wahrnehmung zuschreiben. Das wäre für mich eher das oben beschriebene Konzentrationsloch. Da konnte ich mich auch ganz schlecht auf irgendwas konzentrieren - nicht mal darauf, wirklich meine Gedanken zusammen zu halten ... Das empfand ich auch als sehr unangenehm. Bei mir dauerte es zwar nicht lange an, wenn ich die Kapsel nahm, aber in dieser Zeit war ich praktisch handlungsunfähig. Daher ja auch der Entschluss, das "wegzuschlafen". Nach ca. ein bis zwei Wochen war das übrigens wieder vorbei schätze ich. Genau kann ich das nicht sagen, weil ich etwas gewartet habe, bis ich wieder auf den Morgen umstellte, denn über den Tag muss ich doch schon einigermassen fit sein.