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Diskutiere im Thema Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 21

    Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat

    Hallo ihr Lieben,

    Mir wurde vor drei Wochen bei einem Facharzt in München ADS diagnostiziert...

    Ich war vor dem Termin schon total aufgeregt und neben der Spur, ich hatte mal wieder eine "Tief-Phase". Ich war noch unkonzentrierter und unstrukturierter auf der Arbeit als sonst und jede Kleinigkeit hat mich runtergezogen...

    Eine Freundin, die ebenfalls ADS hat (Diagnose schon von 3 Jahren bekommen), empfahl mir mich auch mal diesbezüglich untersuchen zu lassen, da wir uns sehr ähnlich sind...
    Sie nimmt seit Anfang des Jahres Concerta und ihr ganzes Leben hat sich verändert. Sie ist selbstbewusster, konzentrierter bei der Arbeit (ihr Chef wollte sie schon kündigen, weil sie so chaotisch war), hat abgenommen und ist das erste mal in einer Beziehung.

    Ich hatte so große Hoffnung, dass das bei mir auch so sein könnte...

    Als die Diagnose laut Arzt sehr eindeutig war, mustte ich das positive Ergebniss dann doch erstmal verdauen und hatte schon wieder Zweifel...

    Ich bin 25 und habe rezidivierende depressive Phasen seit ich 13 bin...ich war zweimal stationär und hatte verschiedene Therapeuten und Diagnosen. Mein Lebenslauf gleicht einer Achterbahn...

    Ich nehme jetzt Medikinet adult 2x20mg.
    Bin seit 2 Wochen von meinem Psychiaters (der hat die ADS Diagnose nicht gestellt) krank geschrieben...

    Ich konnte mich nicht mehr auf meine Arbeit konzentrieren und bin ein paar mal in Tränen ausgebrochen..(üblich in meinen depressiven Phasen)

    Zudem hab ich Angst zurück zur Arbeit zu gehen, da ich Probleme mit dem Team habe und mich nicht wohl fühle...(muss dort noch bis Ende Januar sein, werde benotet und komme danach woanders hin)

    Meine Frage nun....wer von euch nimmt auch Medikinet adult? Was macht das Medikament mit euch?

    Ich fühle mich dadurch irgendwie anders. Ich fühle mich etwas kontrollierter und ich glaube auch konzentrierter. Ist allerdings schwer zu sagen, da ich ja momentan nicht arbeite..Außerdem rauche ich seit einer Woche nicht mehr...weil mir einfach nicht danach ist...

    Allerdings bin ich die ganze Zeit müde und fühle mich unwohl, wenn ich unter Menschen gehe.

    Kann das vom Medikinet kommen? Oder hab ich einfach eine depressive Episode ( bestärkt durch das Chaos der neuen Diagnose und meinet Arbeit)

    Medikinet hilft ja nicht bei Depressionen...nehme zusätzlich noch Sertralin 100mg.

    Ich weiß gerade irgendwie nicht weiter. Bin einer Krise und meine Gedanken kreisen darum, wie furchtbar diese Welt ist und was für einen Sinn ich hier eigentlich habe...

    Ich hoffe ihr könnt mein wirren Text einigermaßen verstehen und habt ein paar Anregungen für mich und Tipps, wie das Alles besser werden könnte.

    Fühlt euch gedrückt
    Eure Nina

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat

    Liebe Nina,

    ich bin selbst noch ganz neu auf dem Gebiet und kann dir noch gar nicht so viel aus Erfahrung sagen. Ich habe auch starken Verdacht auf ADS (durch erste, oberflächliche Tests bestätigt) und vor allem auch in Kombination mit Depressionen.
    Ich habe vorerst Elontril bekommen, heute damit gestartet - und kann Deine Hoffnung auf Veränderungen im Leben sehr, sehr verstehen.

    Das mit den schlechten Gedanken wird auf jeden Fall auch wieder besser - ob mit oder ohne Medikamenten. Ich würde erstmal davon ausgehen, dass Medikinet dir hilft. Und im Zweifel gibt es noch einige andere Optionen.

    Ich drücke dir die Daumen!

    Y.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat

    Liebe Nina, du bist noch jung und das ist gut. Vielleicht schaust Du einmal in Walter Beerwerths Buch, das kreative Chaos rein. Die Betrachtung von ADS / ADHS ist bei vielen Therapeuten und Ärzten noch nicht wirklich auf dem Plan, doch das hast Du ja selbst jetzt 11 Jahre spüren können. Erst Du musßtest über den Imnput Deiner Freundin den Blick einmal in die richtige Richtung lenken. Als Folge wurden dann auch bei Dir die ungehaltenen Zustände wo wir uns sehr einsam fühlen, weil wir nicht mit anderen in Kontakt kommen, dann als Depression ausgelegt und es wirkt ja auch depressiv. Die eigentliche Ursache ist aber eine andere.
    Eigentlich fehlt bei ADS/ ADHS Dopamin und teils auch Noradrenalin. Wird man nun so wie Du mit Sertralin, einem Serotoninwiederaufnahemhemmer behandelt, dann wird das mangelhafte Neurotransmittergleichgewicht noch mehr verschoben. Grundsätzlich ist es Sache des Arztes zu entscheiden oder mit dir die Vor- und Nachteile der Medikation nach der neuen ADS Diagnose zu erörtern, wie er nun die Depression weiter behandeln möchte. Im Falle des behandlungsbedürftigen Vorliegens depressiver Erscheinungen sind die Listenpräparate bei ADS, wie Elontril oder ähnliche jedoch auch im Bereich von Dopamin und Noradrenalin wirksam. Ich persönlich hätte das Gefühl, erst einmal Sertralin auszuschleichen und es alleine mit Methylphenidat zu versuchen und wenn dann ein Antidepressivum doch noch notwendig ist, eines aus dem ADS Bereich zu nehmen. Mir will es nicht in den Kopf, da erst einmal auf Serotoninbasis weiter zu machen, was Dir ja anscheinend nicht geholfen hat. Besprich das einmal mit Deinem Psychater.

  4. #4
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat

    Vielen Dank für den Buchtip, das werde ich mir mal anschauen.

    Zum Elontril
    Das kannte ich noch gar nicht...
    Ich habe in meiner langen Karriere schon folgendes genommen:
    Paroxetin
    Citalopram
    Fluoxetin
    Risperdal
    Opipramol
    Venlafaxin
    Tavor

    Letztlich nehme ich nun Sertralin, da es kaum Nebenwirkungen bei mir hat...ob es wirklich hilft, keine Ahnung...

    Mein Problem sind nun die zwei Ärzte...mein Psychiater hiet ist total starrköpfig und will sich erst ein ausführliches Bild darüber machen, ob er ads wirklich bestätigen kann, bevor er mir MTH verschreibt. Zum einen verständlich, zum anderen hat er schon mit einigen Medis bei mir rumexperimentiert ziert sich jetzt, dass jmd anders die Diagnose gestellt hat...

    Ich habe Ende Januar einen Kontrolltermin in München...
    Da werde ich erstmal wegen Concerta fragen, da ich es nur einmal täglich nehmen müsste und meine Freundin damit auch besser zurecht kommt als mit Medikinet...

    Und wen ich jetzt wegen dem Sertralin bzw. Elontril zum ausprobieren, fragen soll, weiß ich nicht...

    Mein Psychiater vor Ort kann sich nicht festlegen und München ist zu weit um mal eben für ein Gespräch zur Zusatzmedikstion zu führen.

    Ich kann dort zwar anrufen und er spricht auch mit mir aber am Telefon finde ich das ziemlich schwierig...

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat

    Na, da hast Du ja eine ordentliche Behandlungsgeschichte hinter dir. Kein Wunder, dass dein Psychiater sich ziert, wenn er nach so vielen Jahren dein wahres Wesen noch nicht erkannt hat und anscheinend nie wirklich helfen konnte. Was sagte den der Müncher Arzt zu deiner biografischen Anamnese? Also ich wundere mich heute häufig, wie bei unseren Bios das Thema ADS von ausgebildeten Fachleuten so lange nicht erkannt wird. Neulich traf ich auf einem Workshop einen etwa gleichaltrigen der mir auch von seinen Problemen in Ehe und Job berichtete. Wir unterhielten uns gerade mal 30 min. Ich stellte ein paar Fragen und empfahl ihm die Lektüre von Walter Beerwerths Buch. 4 Wochen später rief er mich an und sagte er würde sich darin komplett wiedererkennen, was ihm bisher noch bei keinem Buch oder Störungsbild so ging. Er machte eine ADHS Diagnose und hat seit 3 Wochen die Bestätigung. Aber wahrscheinlich spüren wir selbt die Wellenlängen unserer "Kollegen" schneller.

    Ich würde Dir empfehlen zu überlegen den Psychiater ggf. zu wechseln. Zwar sind ADS / ADHS ler eher für häufige und schnelle Therapeutenwechsel bekannt, was meist kontrapruduktiv ist. Allerdings Dein Psychiater scheint noch aus der Ausbildungszeit zu sein die das Störungsbild eher ignoriert oder negiert und sich folglich auch nicht wirklich damit auskennt. Das hast Du nach über 10 Jahren Leiden nicht verdient. Spür da mal in dich rein, ob Du da nicht auf lieb Kind schaltest.

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat

    Meine Freundin hat auch zu mir gesagt, dass ADS'ler "sich finden".

    Wir sind uns sehr ähnlich...emotional,impulsiv, chaotisch, zerstreut, nichts zuende bringen, den Weg nicht finden, geringes Selbstwertgefühl,beide eine Angststörung gehabt und eine Essstörung (Binge Eating).

    Allerdings bin ich selbstständiger als sie, aber ich bin auch schon früher von zuhause ausgezogen..
    Ich habe längere depressive Phasen und auch heftiger...
    Ich bin ruhiger und sage lieber gar nichts, als dass ich mit meinem "anders sein" auffalle...

    Ich hab nach über 10 Jahren hin und her einfach Angst und weiß nicht, was und wem ich nich glauben kann...

    Zu meinem Psychiater:
    Er kennt mich erst seit Mai diesen Jahres, insoweit muss ich ihn da in Schutz nehmen. Allerdings komm ich mir trotzdem wie ein Versuchskaninchen vor...er hat mir schon sehr geholfen, indem er mir Therapien empfohlen hat und häufig erreichbar ist, aber er stellt keine Diagnose...
    Auf meiner Kranschreibung stand dann (habe die ICD-10 gegoogelt)
    -rezidivierende Depressive Episode
    -Essstörung
    -Persönlichkeitsstörung

    Aha?!

    Zu dem Arzt in München:
    Er sagt, mein Lebenslauf wäre ein ADS typischer Lebenslauf, da sich die Symptome wie ein roter Faden durch mein Leben ziehen..

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat

    ADS/ADHS Diagnosen stellen kann auch nicht jeder. Eigentlich gilt es als sog. klinische Diagnose, die meine ich nur besonders zugelassene durchführen dürfen. OK da sollte er auf jeden Fall noch ne Chance bekommen, doch, wenn für deinen Psychiater ADS/ ADHS Neuland ist, dann überleg Dirs, falls Du die Wahl hast.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 198

    AW: Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat

    Wer ist der Arzt, wenn ich fragen darf? Ich nehme seit vielen Jahren Concerta und komme damit gut zurecht.

  9. #9
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

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    Forum-Beiträge: 21

    AW: Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat

    In Bremen gibt es kaum jemanden, der sich auskennt, soweit ich mich informiert habe...wäre erst wieder jmd in Hamburg..

    Ich bin bei Dr. E******dt in der Remb....str. in Bremen.

    Und bei Dr. R. in der Ka..str. in München.

    Man darf hier ja keine Namen nennen.. :/

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Neu diagnostiziert - Medikinet bei ADS - Depression - suche Rat

    Na, dann werdet ihr jetzt ja mehr in Bremen.

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