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Diskutiere im Thema Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 125

    Frage Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel?

    Hallo Leute,

    ich lese hier in manchen (älteren) Beiträgen immer mal wieder, dass bei unzureichender Nahrungszufuhr unter MPH ein leichtes Hirnödem entstehen könnte, was dann in manchen Fällen unter der Medikation auftretende Kopfschmerzen erklären soll.

    Nun ist ein Hirnödem ja nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte und ich frage mich auch: Was ist denn da überhaupt dran?

    Als einzige in solchen Beiträgen erwähnte Quelle seh ich immer wieder ich einen Artikel bei ADS Mainz (ADS und Medikamente) und die Texte gehen wohl auf Fr. Dr. med H. Simchen zurück, die ja nicht ganz unbekannt im Bereich ADHS ist. Trotzdem: Gibt es denn noch andere Quellen die das bestätigen?

    1. Kann ein Glukosemangel im Gehirn als Nicht-Diabetiker überhaupt so spontan auftreten? Immerhin gibt es ja die Glykogenspeicher, die ja von den Regelungsmechanismen im Körper genau zum Ausgleich doch eher kurzfristiger Schwankungen bei der Nahrungszufuhr angelegt werden, oder?

    2. Entsteht ein Hirnödem durch Glukosemangel überhaupt so spontan? Einzig ein (plötzliches) starkes Abfallen des Glukosespiegel wird bei dem was ich so gefunden hab als Ursache für bestimmte Ödemformen genannt, aber da komm ich wieder auf Punkt 1 zurück - passiert das bei Nicht-Diabetikern überhaupt?

    Ja, das würd mich als Nicht-Mediziner auf jeden Fall interessieren. Kann da irgendwer was zu sagen?

    -Patrick

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel?

    Ich bin auch Nichtmediziner, bin nur Naturwissenschaftler - was ich übrigens gern Medizinern gegenüber raushängen lasse, da ärgern die sich dann so richtig.

    Frau Simchen ist Ärztin und Fachfrau auf dem Gebiet ADHS - eigentlich gehört sie ja zu den Pionieren in Deutschland!

    Persönlich halte ich sehr viel von ihr und habe auch einiges von ihr gelesen - sie bedient sich allerdings oft einer Sprache, die heute nicht mehr Standard ist und leider von so manchem Konkretisten auch nicht kapiert werden kann.

    Die Sache mit dem Glucose- und damit Energiemangel in bestimmten Hirnregionen wird immer wieder in der Literatur thematisiert und als ein mögliches Grundproblem der Störung dargestellt. Unter MPH - habe ich bei den möglichen Nebenwirkungen gefunden - kann es auch mal zu Heißhungerattacken (meist Zeichen einer Unterzuckerung) kommen. Ich selbst habe es bei hoher Dosierung mehrfach festgestellt, dass ich nach ca. 2,5 Stunden unbedingt und zügig was essen musste, obwohl ich, allerdings nur wenig, gefrühstückt hatte.

    Ich vermute bei Deinem Post ein kleines Missverständnis - Hirnödem heißt ja erstmal nur, dass es zu einer Schwellung aufgrund von Flüssigkeitsansammlung kommt - Hirnödem heißt nicht, dass man sofort in einen lebensbedrohlichen Zustand rutscht! Auch hier gilt die Geschichte mit dem Maß!

    Simchen stellt dar, dass dies eine mögliche Erklärung für Kopfschmerzen unter der Behandlung mit MPH ist. Es wird auch immer darauf hingewiesen, wie wichtig die geregelte Nahrungsaufnahme in Verbindung mit der Gabe von retardiertem MPH ist!

    Das ist aber auch ein sehr häufiges Problem bei der Störung, viele von uns sind ja echte Frühstücksmuffel - kriegen einfach nichts runter! Da kommen dann die diversen Tricks in Spiel z.B. eine Banane oder ein Joghurt zur ersten Medikamentengabe essen, damit die Wirkung überhaupt erstmal in Gang kommt.

    Ich kann dann später ganz anständig frühstücken, aber morgens um sieben oder noch früher kriege ich nichts runter! Mit dem MPH bin ich aber erheblich konzentrierter und brauche natürlich dementsprechend reichlich Energie, die muss ja irgendwo herkommen!

    Natürlich werden beim gesunden Menschen die entsprechenden Speicher angegriffen, aber dieser Vorgang dauert u.U. länger an, so dass es durchaus zu einer temporären und lokal begrenzten Hypoglykämie kommen kann.

    Nicht jede Unterzuckerung ist gleich ein Hinweis auf einen Diabetes - sonst bräuchten die Sportler niemals einen Kick in Form von Traubenzucker!

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 125

    AW: Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel?

    Danke für deine Antwort.

    Ich weiß nicht, ob das vermutete Missverständnis wirklich vorliegt. Dass ein Hirnödem nicht automatisch zu einem lebensbedrohlichen Zustand führt, glaube ich schon. Allerdings frage ich mich halt auch, ab wann dieses Maß erreicht wird, wenn eine eher geringfügige Unterversorgung bei der Medikation ja eher regelmäßig auftritt.

    Übrigens sollte ich, weil du Sportler erwähnst, meinen Gedankengang mit dem spontanen Entstehen einer Hypoglykämie näher ausführen:
    Der Unterschied zum Sportler ist ja, dass der tatsächlich so viel (und so lange) Leistung von seinem Körper abverlangt, dass ein rapides Absinken des Blutzuckerspiegels und schließlich Angreifen der entsprechenden Speicher wahrscheinlich ist. Nur ist das ja ein zusätzlicher Energieverbrauch, der so bei einem ADHSler nach dieser Erklärung gar nicht vorliegen muss. Und dann müssten doch erstmal Symptome wie Zittern, Übelkeit und dergleichen auftreten, bevor es zu einem Ödem und damit Kopfschmerzen kommt, oder?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel?

    Seit 4 Wochen nehme ich Medikinet adult in der Konentration 30 vormittags / 30 nachmittags. Schläfrigkeit, Kopfschmerzen oder Übelkeit oder auch Gewichtsabnahme durch ausbleibenden Hunger habe ich bisher noch nicht erlebt.

    Ich denke es ist nie auszuschließen, daß Psychopharmaka Nebenwirkungen haben. Ich habe jedoch Zweifel, dass diese bei regelgerechter Einnahme zu bedrohlichen Komplikationen werden. Wir müssen immer sehen und ggf. auch ausschließen, daß hier keine Mehrfachmedikation mit unkalkulierbaren Wechselwirkungen oder Abusus von Alkohol oder ggf. persönliche Aussnahmesituationen wie z.B. auch Essstörungen vorliegen.

    Ggf. kann dies aber auch an einem Bewußtseinswandel zu Beginn der Medikation liegen. Denn häufig findet man am Anfang in in der "Bildungsphase" über die Störung auch Artikel, die zu recht die Reduktion von schnell verfügbaren Kohlehydraten empfehlen, da diese aus Sicht der Anhänger (die ich durchaus nachvollziehen kann) den Hirnstoffwechsel in ungeeigneter Weise befeuern. Das ist dann in der Tat für den Körper eine Umstellung auf die er sich erst mit Anpassungsprozessen einrichten muß. Es wird häufig berichtet, daß Umsteiger bei radikalem Umstieg auf ketogene oder Low carb Ernährung zunächst Unterzuckerungsphänomene erfahren, bis der Körper sich auf die neue Ernährung und deren Anforderungen gewöhnt hat.

    Die Low Carb Grippe - Urgeschmack

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 125

    AW: Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel?

    Wapi schreibt:
    Seit 4 Wochen nehme ich Medikinet adult in der Konentration 30 vormittags / 30 nachmittags. Schläfrigkeit, Kopfschmerzen oder Übelkeit oder auch Gewichtsabnahme durch ausbleibenden Hunger habe ich bisher noch nicht erlebt.
    Ich nehme zur Zeit 40mg Ritalin adult morgens. Ich habe keines der genannten Symptome - bis auf Kopfschmerzen, die wahrscheinlich nicht ursächlich am Medikament liegen (Auftreten auch bei mehrtägiger Medikamentenpause), allerdings unter Medikation durchaus stärker sind und gehäuft in der Mittagszeit vor dem Mittagessen auftreten, und Übelkeit - letztere aber nur, wenn ich auf das Frühstück gänzlich verzichte oder sehr sehr wenig frühstücke.

    Mein verstärktes Interesse an der These ist also zu Teilen darin begründet, ich finde es aber auch so relativ interessant. Ich fahre keine Low Carb Diät, versuche eher im Gegenteil alles in ausreichendem Maße zuzuführen (weil ich sowieso schon sehr schlank bin). Was aber gar nicht so einfach ist, obwohl ich bisher so gut wie keine appetitzügelnde Wirkung wahrnehme (bzw. eher subtil - ich gehe ganz normal essen, bin aber nach kleineren Portionen satt).

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel?

    patricks schreibt:
    und Übelkeit - letztere aber nur, wenn ich auf das Frühstück gänzlich verzichte oder sehr sehr wenig frühstücke.
    Einmal hatte ich Medikinet Adult ohne ausreichende große Mahlzeit eingenommen. Da war mir nicht übel, aber ich kam mir vor wie im Hamsterrad.
    Ich versuche schon auf Zucker und vor allem Weizen weithgehend zu verzichten

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 125

    AW: Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel?

    Wapi schreibt:
    Einmal hatte ich Medikinet Adult ohne ausreichende große Mahlzeit eingenommen. Da war mir nicht übel, aber ich kam mir vor wie im Hamsterrad.
    Das klingt nach einer ziemlich treffenden Beschreibung für eine Überdosierung, die bei Medikinet ohne ausreichende Nahrungszufuhr ja relativ schnell eintritt (wegen der Art wie bei Medikinet die Retardierung umgesetzt ist). Das ist sicherlich von möglicher Übelkeit abzugrenzen.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel?

    Blöde Frage jetzt vermutlich, aber bevor Kopfschmerzen & Co auftreten, kann da die Konzentration (z. T. auch stark) absinken, wenn man einfach zu wenig isst? Jetzt unerheblich von welches MPH in Retadierung das ist?

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 125

    AW: Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel?

    ChaosQueeny schreibt:
    Blöde Frage jetzt vermutlich, aber bevor Kopfschmerzen & Co auftreten, kann da die Konzentration (z. T. auch stark) absinken?
    Wieso sollte das eine blöde Frage sein? Wenn diese Glukosemangeltheorie richtig ist, müsste das möglich und vermutlich sogar wahrscheinlich sein, weil das Hirn nunmal Glukose zum Arbeiten braucht.

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Hirnödem durch MPH-verursachten Glukosemangel?

    Waldsteinie schreibt:
    Ich bin auch Nichtmediziner, bin nur Naturwissenschaftler - was ich übrigens gern Medizinern gegenüber raushängen lasse, da ärgern die sich dann so richtig.
    Hast du schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht oder weshalb tust du das?

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