Ich nehme an einer Maßnahme zur Unterstützung meiner Bewerbungsbemühungen teil und habe vor wenigen Tagen einen anderen Ansprechpartner/"Coach" zugewiesen bekommen.
Die Dame geht dann doch ein bisschen weiter als AD(H)S nur runterzuspielen, weil es Medikamente dagegen gibt.

Es wären nur Zappelphillipe und Träumerles und sie hätte auch gelegentlich Konzentrationsschwierigkeiten. In dem Moment habe ich mich angegriffen gefühlt, aber natürlich versucht das soweit es geht zu unterdrücken bzw es damit zu lindern, dass da eine offenbar unbetroffene Person vor mir sitzt, die nicht aus Erfahrungen schöpfen kann. Das ist mir offen gesagt immernoch lieber als wenn Menschen glauben, dass AD(H)Sler unbedingt im Mittelpunkt stehen wollen/Aufmerksamkeit erhaschen wollen. (Quasi als wortwörtliche Übersetzung von Aufmerksamkeit und Defizit...)

Ich finde es schon fast beruhigend, dass ich nicht damit allein bin, dass ich nicht ernst genommen werde.

Mein Gatte empfindet es als einen Tick von mir, aber ich habe mich auch nie mit ihm darüber unterhalten. Er nimmt mich so wie ich bin, wenngleich ohne AD(H)S ernst zu nehmen. (Naja ok, mich nimmt er auch oft genug nicht ernst, aber das ist ein anderes Thema...)