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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 67

    Behandlung durch Ayurveda, ein Bericht

    Hallo ihr Lieben,

    vor ca. 2 Monaten bin ich hier zu euch gestoßen, nachdem im Juni (glaub ich) ADHS diagnostiziert wurde. Zunächst habe ich mich gegen eine medikamentöse Behandlung entschieden, weil ich dachte, wenn ich 43 Jahre ohne zurecht gekommen bin, dann kann ich das auch weiter. Nach einiger Literatur, vor allem aber durch einen Austausch mit euch und der Tatsache, dass es vor zwei Monaten besonders schlimm war, habe ich mich doch zur Medikation entschieden. Die letzten 2-3 Wochen war mein Kopf jetzt zwar etwas ruhiger, aber ich möchte das trotzdem durchziehen.
    Da ich, wie ich zumindest selber glaube, eine relativ leichte Form von ADHS habe, habe ich auch nach einigen Alternativen zu MPH gesucht. Im Internet bin ich dann auf die Seite eines approbierten Arztes gestoßen, der auch eine ärztliche Ayurveda Ausbildung absolviert hat. Da ich, ohne mich als wirklich versiert bezeichnen zu wollen, schon einiges von Ayurveda halte, kam das für mich zumindest mal in Betracht.
    Auf der Webseite dieses Arztes wurde auch von ADHS im Zusammenhang mit Ayurveda Medizin berichtet. Also schon mal ein Arzt, der ADHS nicht grundsätzlich als Diagnose ablehnt.
    Ich habe mir dann einen Termin gemacht, der heute war. Im Vorfeld habe ich einen dreiseitigen Fragebogen erhalten, den ich ausgefüllt zu dem Termin mitgebracht habe. Darin ging es vorwiegend um die eigenen Einschätzung für die Ayurveda Typisierung.
    Da ich nicht gerade im Geld schwimme und die Ayurveda Beratung von der Krankenkasse nicht übernommen wird, habe ich eine halbe Stunde 'gebucht'. Eine Stunde ist in der Regel beim ersten Mal wohl angebracht. So war die halbe Stunde nun tatsächlich auch etwas gehetzt, aber der Arzt hat sich bemüht, auf meine Fragen einzugehen.
    Nachdem er sich meinen Fragebogen angeschaut hat, Zungen- und Pulsdiagnostik nach Ayurveda gemacht hat und ich ihm mein Anliegen schildert hatte, er noch einige körperlich Untersuchungen gemacht hatte fragte er mich rund heraus, ob es nicht sein könnte, dass ich mal schwerere Probleme mit der Wirbelsäule / HWS gehabt haben könnte. Das hat ich einigermaßen verblüfft, da ich eigentlich keinerlei Probleme mehr damit habe, aber tatsächlich vor ca. 10 Jahren kaum gehen, stehen oder sitzen konnte, weil mir vom zweiten bis zum 7. Wirbel alles rausgerutscht war. Die konventionellen Methoden mit Quaddeln, Wärme, Krankengymnastik usw. konnten mir 1,5 J. nicht helfen. Also ich konnte wieder gehen usw. aber meinen Kopf konnte ich nur sehr eingeschränkt bewegen. Nach 1,5 Jahren ging ich dann zur Ostheopatin und die hat mir in 3-5 Sitzungen soweit geholfen, dass ich jetzt keinerlei Einschränkungen deswegen mehr habe. Auch als Kind bin ich mehrfach in Behandlung gewesen, weil ich Stürze hatte, die zwar in dem Moment nicht die HWS betrafen, da sie aber den Kopf betrafen, betrafen sie in letzter Konsequenz sicher auch die HWS.
    Soweit so gut.
    Der Arzt berichtete mir dann von Dr. Kuklinski, der sowohl zu dem Thema ADHS, als auch zu dem Thema HWS Trauma einige Studien veröffentlicht hat. Wenn ich meinen Arzt richtig verstanden habe, dann kommt es, lt. dem o.g. Doc, bei Traumata der HWS zu sogenanntem Nitrosativem Stress. Dieser führt dazu, dass bestimmte 'Leitungen' zum Gehirn nicht mehr richtig funktionieren / das Hirn nicht mehr richtig versorgen. Was wiederum zu bekannten Symptomen führt, bei dem die Dopamin / Noradrenalin Versorgung nicht richtig funktioniert. Aber nicht nur. Es hat wohl auch noch andere Auswirkungen auf das Gehirn.
    Ich werde mich bemühen, mir in nächster Zeit ein wenig zu dem Thema anzulesen und versuchen, euch dann genaueres zu berichten. Vielleicht ist das ja auch nur Kokolores. :-) Was ich aber natürlich nicht abschließend beurteilen könnte, weil mir der Überblick über die einzelnen Prozesse, die ja auch ineinander greifen und das Fachwissen schlicht fehlt!
    Letztlich sind wir übereingekommen, dass ich zum einen bestimmte Mangelerscheinungen meinerseits ausgleichen soll, Brahmi und zwei andere Ayurvedische Medi's nehmen werde und aber auch, und da hat der Arzt ausdrücklich drauf hingewiesen, es eben auch mit MPH probieren sollte. Da ich einen kompletten Rechtsschenkelblock habe ist allerdings noch gar nicht klar, ob ich MPH-Produkte überhaupt nehmen darf. Das klärt sich dann hoffentlich in 3 Wochen an der Uniklinik.
    So, vielleicht ist dieser Thread für den ein oder anderen interessant, ich versuche, zwischenzeitlich mal ein UpDate zu posten.
    Euch noch einen schönen Abend!

    Ach so: ich habe vor ca. 2 Stunden die erste Kapsel genommen und kann noch nicht wirklich sagen, ob und was sie gebracht hat. Lt. der Literatur, die ich bisher zu dem Thema gelesen habe, soll dass aber auch 12 Wochen dauern, bis man wirklich eine Veränderung spürt. Das ist mit hochdosiertem Johanniskraut aber auch so und zumindest da kann ich bestätigen, dass das einige Wochen dauert und dann auch hilft.

    LG
    Espresso

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Behandlung durch Ayurveda, ein Bericht

    Danke für deine Bericht, ich schau mir das demnächst mal genauer an! LG Gretchen

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Behandlung durch Ayurveda, ein Bericht

    Nach knapp 24h und 2 Kapseln Brahmi ein erstes Update:

    Mir ist leider aufgefallen, dass ich vergessen habe den Doc zwei wesentliche Dinge zu fragen:
    -was für Nebenwirkungen kann Brahmi haben? (Habe ich natürlich im Internet drüber gelesen, aber eine 1:1 Info wäre mir irgendwie schon wichtig gewesen... aber die Vergesslichkeit...)
    -wenn Brahmi das Gehirn zu Höchstleistungen bringen soll, inwiefern hilft es mir dann, Ruhe in meinen Kopf zu kriegen? Das habe ich auch mit Internet tatsächlich noch nicht raus bekommen...

    Ich war in den letzten Wochen extrem Müde. Nachdem ich gestern Nachmittag die Kapsel genommen habe, hatte ich bis ca. 23h kein Müdigkeitsgefühl. (Normalerweise bin ich gegen 22h im Bett, weil ich so mega platt bin)
    Heute habe ich die Kapsel dann schon gegen 10h genommen, damit ich abends anständig müde bin. Da ich gegen 9h schon wieder müde wurde (bin gegen 7h aufgestanden) kam mir die Kapsel gerade recht. Bisher ist alles ok. Ich bin wach und munter und würde sogar gerne etwas unternehmen. Leider hat keiner Lust mitzukommen und um alleine weg zu gehen reicht die Energie dann doch noch nicht.

    LG und ein schönes Wochenende!
    Espresso

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Behandlung durch Ayurveda, ein Bericht

    Na Du berichtest ja Sachen

    Klingt aber spannend und deckt sich auch mit einigen Informationen z.B. über den nitrosativen Stress, zu dem ich auch schon einiges gelesen habe!

    Was Brahmi angeht, das ist schon ziemlich logisch. Wenn es das Gehirn zu Höchstleistungen bringen soll, dann ist natürlich auch eine Menge Ruhe im Kopf nötig!

    Wenn im Gehirn zehntausend Affen rumhopsen geht mit Höchstleistung gar nichts - wie auch. Höchstleistung ist nur dort möglich, wo auch volle Konzentration auf eine Sache da ist!

    Verstehe grad gar nicht, wo Du ein Verständnisproblem hast.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 67

    AW: Behandlung durch Ayurveda, ein Bericht

    Hallo Waldseteinie,

    naja, ich dachte halt, mein Hirn läuft doch schon auf Hochtouren und ist immerzu am Gedankenwälzen ohne Punkt und Komma. Jetzt soll durch das Brahmi halt eine bessere Erinnerungsfähigkeit hinzu kommen (was auch dringend nötig ist) und es soll angeblich das Hirn zu Höchstleistungen bringen. Was es, gefühlt, ja schon bringt. Wenn jetzt also noch mal eine Schippe drauf gepackt wird, komme ich, geistig, ja gar nicht mehr zur Ruhe. So war mein Gedankengang. Ist der nachvollziehbar?

    LG

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Behandlung durch Ayurveda, ein Bericht

    Und um den Bericht auch gleich noch mal zu ergänzen: kaum hatte ich den letzten geschrieben, wurde ich binnen einer Stunde so müde, dass ich direkt in meinem Bettchen verschwinden musste.
    Außerdem muss ich leider feststellen, dass ich heute die ganze Zeit füttern könnte. Nicht etwa, dass ich einfach Appetit hätte, sondern ich habe richtigen Hunger. Das ist auch eine Rarität bei mir.

  7. #7
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Behandlung durch Ayurveda, ein Bericht

    espresso schreibt:
    Hallo Waldseteinie,

    naja, ich dachte halt, mein Hirn läuft doch schon auf Hochtouren und ist immerzu am Gedankenwälzen ohne Punkt und Komma. Jetzt soll durch das Brahmi halt eine bessere Erinnerungsfähigkeit hinzu kommen (was auch dringend nötig ist) und es soll angeblich das Hirn zu Höchstleistungen bringen. Was es, gefühlt, ja schon bringt. Wenn jetzt also noch mal eine Schippe drauf gepackt wird, komme ich, geistig, ja gar nicht mehr zur Ruhe. So war mein Gedankengang. Ist der nachvollziehbar?

    LG
    Hochtouren bei ständigem Gedankenwälzen sind aber was anderes, als Höchstleistungen. Vor lauter Gedankenkreisen kommt Dein Gehirn doch gar nicht dazu, mal einen Gedankenstrang einfach zu verfolgen - ist ja ständig mit dem Kreisen beschäftigt!

    Dein Gedankengang ist nachvollziehbar, aber meines Erachtens nicht plausibel. Ich meine, Du verwechselst da Quantität mit Qualität - das Gehirn denk, wie Dein Herz schlägt. Mit dem Medikament soll die Qualität gesteigert werden.

    Mit anderen Worten, die Gedanken sollen das ermüdende Hamsterrad verlassen und nen anständigen Langstreckenlauf hinlegen, an dessen Ende dann das Arbeitsergebnis steht und die Entspannung praktisch von selbst möglich wird.

    Du erlebst es ja gerade, wie ausgepowert Du schon warst - ein Schläfchen tut da schon recht gut. Na ja und wer ordentlich was schafft, der hat eben auch Hunger - die kleinen grauen Zellen brauchen ja auch ein bisschen Energie!

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 67

    AW: Behandlung durch Ayurveda, ein Bericht

    Hallo ihr Lieben,
    mal wieder ein Update. Jetzt nehme ich Brahmi seit 10 Tagen. Anfänglich hatte ich wirklich das Gefühl etwas klarer zu sein. Das hat sich mittlerweile relativiert, obwohl man Brahmi ja 12 Wochen lang nehmen soll, bis sich seine volle Wirkung entfaltet. Wir werden sehen. Ich merke wohl, dass ich nicht mehr so viel Schlaf brauche (10 Std. waren nix), was ja für den Anfang schon mal ganz nett ist. Lt. dem Arzt sollte ich außerdem Gelbwurz (Koriander) als Tee mehrfach täglich trinken. Ich mag Tee wirklich und als Gewürz auch Koriander, aber Koriander als Tee geht gar nicht. DAS nenne ich echt Gebräu.

    Auf in die nächsten 74 Tage!
    LG

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 67

    AW: Behandlung durch Ayurveda, ein Bericht

    Eine kleine Ergänzung noch:
    insgesamt habe ich Brahmi pur 4,5 Wochen genommen. Anfänglich hatte ich schon das Gefühl, da tut sich was. Vor allem bei der Merkfähigkeit. Das hat sich mittlerweile relativiert. Der Arzt hatte aber auch gesagt, er würde Brahmi eher unterstützend zu MPH einnehmen. Das mache ich jetzt seit 6 Tagen. Nicht das ich vom MPH was merken würde, aber die pure Brahmi Zeit ist vorbei. Deswegen endet jetzt der Bericht.
    Sollte jemand Infos wünschen versuche ich gerne zu helfen. :-)

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