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Diskutiere im Thema KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS

    Jógvan schreibt:
    Gerade deswegen sollte in diesem Forum die Moralkeule vorsichtig bis gar nicht geschwungen werden.
    Das ist weitaus weniger die Moralkeule, als die Sorge um die Gesundheit. Siehe auch hier:
    Alex schreibt:
    Wir hatten auch hier im Forum schon wiederholt Vorfälle, die das gesamte Forum, im speziellen das Forum-Team und teilweise auch die Polizei und den Rettungsdienst auf Trab gehalten haben und die aus einer gemischten Einnahme von Methylphenidat mit dem Konsum von Drogen resultiert haben.

    Solch eine Situation und ggf. vor allem auch deren Folgen sind sicher nicht ein bestmöglicher Effekt für die Gesundheit eines Patienten und die zurückhaltende Vorgehensweise der Ärzte daher - auch aus konkreter Erfahrung gesprochen - eine sehr gerechtfertigte Sache.
    Und wenn man bedenkt, dass die Menschen hier, das freiwillig, unentgeltlich und in ihrer Freizeit machen, um zu helfen, dann kann ich durchaus verstehen, dass sie solche Erlebnisse nicht unbedingt wiederholt sehen möchten. Dass sie sich dennoch ihrer Verantwortung bewusst sind, sieht man daran, was sie alles leisten - auch im Stillen. Aber eigentlich sollten nicht sie diese Folgen der Gesundheitssorge tragen, sondern vorher einmal mehr nachdenken, könnte helfen zu verhindern, das so etwas dabei rauskommt.

    Persephone schreibt:
    Oder dass im Patientenzimmer als Fachzeitschriften getarnte Werbeheftchen von Lily (stellen Atomoxetin her) rumliegen.
    Sie haben aber dummerweise tatsächlich Lektüre, die über AD(H)S recht gut und einfach erklärt aufklärt. Viele Ärzte nutzen das u.a. als Erstaufklärung, ohne dabei auf die Medikamente einzugehen, weil es eben auch für die Patienten kostenlos ist. Zumeist steht auch gar nicht drin, wie toll das einzelne Medikament helfen kann - was ja auch ein Trugschluss wäre. Es könnte - muss aber nicht, da bekanntlich jeder Jeck anders ist. Deshalb muss ein Arzt aber noch lange nicht schlecht sein. Bislang gibt es leider nichts Vergleichbares, was man Patienten kostenlos zur Verfügung stellen kann. So einfach ist das.

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS

    ChaosQueeny schreibt:
    Sie haben aber dummerweise tatsächlich Lektüre, die über AD(H)S recht gut und einfach erklärt aufklärt. Viele Ärzte nutzen das u.a. als Erstaufklärung, ohne dabei auf die Medikamente einzugehen, weil es eben auch für die Patienten kostenlos ist. Zumeist steht auch gar nicht drin, wie toll das einzelne Medikament helfen kann - was ja auch ein Trugschluss wäre. Es könnte - muss aber nicht, da bekanntlich jeder Jeck anders ist. Deshalb muss ein Arzt aber noch lange nicht schlecht sein. Bislang gibt es leider nichts Vergleichbares, was man Patienten kostenlos zur Verfügung stellen kann. So einfach ist das.
    Wenn Lilly tatsächlich nur aufklären wollte (was bei einem Konzern selten der Fall ist), dann könnte man auf den Heften transparent machen, von wem sie stammen. Ich hab ein solches im Wartezimmer in die Hand genommen und dachte: "Oh, toll, eine unabhängige Fachzeitschrift" weil nichts (!) auf dem Titel auf den Herausgeber hinwies. Irgendwann hab ich mich dann gewundert, warum jeder Artikel darauf hinauslief "...und deswegen eignet sich Atomoxetin besonders gut zur Behandlung von ADHS" während MPH, Elontril und Amphetamin gar nicht erwähnt wurden und hab mal genauer im Kleingedruckten nachgesehen - da stand dann, dass das Heft von Llily herausgegeben wird und die meisten darin zu Wort gekommenen Ärzte irgendwie beim Konzern engagiert sind.

    Dass erinnert mich an die Praxis von als "Artikel" in Zeitschriften getarnten Werbeanzeigen.

    Wenn ich als Arzt tatsächlich keine bessere Lektüre zur Verfügung hab (und alle guten Ärzte, bei denen ich bisher war, hatten das) würde ich da einen fetten Aufkleber drauf machen, von wem das Heft ist.

    Es hat mich dann auch nicht verwundert, dass der betreffende Arzt mich nach 10 minütigem Gespräch mit 6 "unverkäufliches Muster" Packungen Strattera nachhause geschickt hat.
    Geändert von Persephone (11.11.2015 um 11:18 Uhr)

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS

    Dann hast du offenbar wirklich eine Werbebroschüre in den Händen gehabt. Möglich das es so etwas gibt, denn etwas Vergleichbares hatte ich bisher noch nicht in den Händen, was dann offenbar für meine Ärzte spricht. (Vielmehr meinte ich das Folgende.)

    Darüberhinaus haben aber Lilly, Medice, UCB und Janssen-Cilag Broschüren entwickelt, die zur Aufklärung dienen und für mehr Verständnis gerade für AD(H)S-Kinder werben und weit über "nehmt unser Medikament und alles ist gut" hinaus gehen, denn oft wird das eigene Medikament nur im Rahmen der multimodalen Therapie erwähnt und das auch nur als mögliche Option und dazu ohne Namen - also ziemlich gleichberechtigt mit den anderen Medis. Allerdings bezieht sich nicht jede Broschüre ausschliesslich auf die Therapie - oft geben sie darüberhinaus noch weitere Tipps und Ratschläge u.a. für Betroffene, Angehörige und auch Lehrer.

  4. #24
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS

    Lieber /dev/random, liebe Chaosqueeny, ich fürchte, ihr habt mich ein wenig missverstanden.
    Ich habe mir Alex´ Beitrag sehr genau durchgelesen und die für mich zitierte Schlüsselaussage nochmals zitiert. Und ich meine tatsächlich nur das, was ich schreibe, da ist kein Subtext dabei,keine Aufforderung. Ich will nichts verharmlosen. Und das von Alex geschilderte Szenario habe ich tatsächlich nicht überlesen.

    Ich habe lediglich eine allgemeine, gegen niemanden gerichtete Aussage getroffen. Ich finde lediglich die Ansprache hier gegenüber Menschen, die Substanzen erwähnen, teilweise zu hart. Darüber müsst ihr mit mir nicht einer Meinung sein (wäre ja auch langweilig), aber bitte lest nicht mehr da rein, als da steht.
    Geändert von Jógvan (11.11.2015 um 15:10 Uhr)

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS

    Persephone schreibt:
    Das ist auch noch ein Punkt, bei dem ich etwas skeptisch bin - Das Vertrauen hier im Forum gegenüber Ärzten. "Gute Fachärzte" haben das mit Sicherheit auf dem Schirm, aber die sind enorm selten - zumindest meiner Erfahrung nach.
    Ich weiß, worauf du hinaus willst.

    Allerdings ist das ja auch rechtlich eine Gratwanderung soweit ich informiert bin.

    Wenn sich jetzt hier im Forum ein Neuling mit einer sehr hohen Eindosierung und üblen Beschwerden meldet, würden sich die Forenbetreiber vermutlich (bitte korrigieren, falls ich mich irre) rechtlich mindestens stark in Grauzonen bewegen, wenn sie zuließen, dass jemand schreibt: "Das ist absoluter Blödsinn, bis zum nächsten Arzttermin sofort absetzen!". Vielmehr müsste man schreiben: "Ich finde das eine sehr ungewöhnliche Anfangsdosis, du solltest das unbedingt nochmal mit dem Arzt besprechen."

    Und diesen Konflikt hat man irgendwie in fast jedem zweiten Thread wo es um Medikamente geht...

    Das ist dann - denke ich - weniger "blindes Arztvertrauen", sondern einfach nur rechtliche Absicherung.


    Persephone schreibt:
    Das war jetzt eigentlich nicht direkt an dich gerichtet sondern mehr son allgemeines Statement zum Thema.
    Hatte ich jetzt auch so verstanden .


    ChaosQueeny schreibt:
    Sie haben aber dummerweise tatsächlich Lektüre, die über AD(H)S recht gut und einfach erklärt aufklärt. Viele Ärzte nutzen das u.a. als Erstaufklärung, ohne dabei auf die Medikamente einzugehen, weil es eben auch für die Patienten kostenlos ist. Zumeist steht auch gar nicht drin, wie toll das einzelne Medikament helfen kann - was ja auch ein Trugschluss wäre. Es könnte - muss aber nicht, da bekanntlich jeder Jeck anders ist. Deshalb muss ein Arzt aber noch lange nicht schlecht sein. Bislang gibt es leider nichts Vergleichbares, was man Patienten kostenlos zur Verfügung stellen kann. So einfach ist das.
    Da stimme ich ChaosQueeny absolut zu!

    Ich habe hier die Ratgeber von Medice zu ADHS bei Erwachsenen. Meines Erachtens haben die gute Ratschläge, heben die Medikation nicht übermäßig in den Vordergrund und erwähnen auch nicht ihre eigenen Präparate-Namen.

    Ebenso hatte ich mal einen guten Ratgeber zu Depressionen in der Hand, der auch von einem Pharmakonzern stammte. Beim Thema Medikation wurde zwar, allerdings ohne ein Präparat oder auch nur Wirkstoff zu nennen, die Vorteile von seinerzeit entweder Trevilor (Venlafaxin) oder Cymbalta (Duloxetin) - welches, weiß ich nicht mehr - subtil betont ("dualer Wirkmechanismus" usw.). Insgesamt empfand ich die Broschüre aber sehr ausgewogen und hilfreich!

    Bevor solche Ratgeber gar nicht mehr zur Verfügung stünden, weil sie anderswo teuer eingekauft werden müssten (was viele Arztpraxen nicht machen würden), habe ich absolut nichts dagegen, dass sowas ausliegt. Konkrete Werbung für ein bestimmtes verschreibungspflichtiges Präparat ist in D sowieso untersagt. Und über die Medikation entscheidet immer noch der Arzt.


    Jógvan schreibt:
    Lieber /dev/random, liebe Chaosqueeny, ich fürchte, ihr habt mich ein wenig missverstanden.
    Ich habe mir Alex´ Beitrag sehr genau durchgelesen und die für mich zitierte Schlüsselaussage nochmals zitiert. Und ich meine tatsächlich nur das, was ich schreibe, da ist kein Subtext dabei,keine Aufforderung. Ich will nichts verharmlosen. Und das von Alex geschilderte Szenario habe ich tatsächlich nicht überlesen.

    Ich habe lediglich eine allgemeine, gegen niemanden gerichtete Aussage getroffen. Ich finde lediglich die Ansprache hier gegenüber Menschen, die Substanzen erwähnen, teilweise zu hart. Darüber müsst ihr mit mir nicht einer Meinung sein (wäre ja auch langweilig), aber bitte lest nicht mehr da rein, als da steht.
    Lieber Jógvan,

    es tut mir leid, dass du dich falsch verstanden gefühlt hast.

    Und über den Punkt, ob hier Menschen mit "Hintergrund" im Drogen-Bereich zu hart angesprochen werden, werde ich auch nochmal in mich gehen. Ich bin - wie gesagt - absolut dafür, dass jeder eine zweite Chance bekommen sollte und gegen pauschale Verurteilungen ohne Betrachtung des Einzelfalls.

    Es ist mir auch lieber, wenn offen - im Rahmen des Möglichen - über diese Themen gesprochen werden kann, als dass sie verschwiegen werden müssten, womit meines Erachtens auch niemandem geholfen wäre.

    Dann gibt es aber Fälle (damit ist nicht dieser hier gemeint!) wo oft doch stark Medikamentenmißbrauch und - zumindest scheinbar - kein ernsthaftes Therapieanliegen "herausriecht". Oder Fälle, wo man das Gefühl hat, Medikation und "Beikonsum" werden irgendwie nicht mit der nötigen Vorsicht gesehen. Da finde ich es teils sehr schwierig, den Grat zwischen nicht zu harter / keinesfalls respektloser Ansprache einerseits aber andererseits klaren Aussagen und in gewisser Weise auch "Schutz des Forums" hinzubekommen.

    Nochmals: Damit ist jetzt ausdrücklich nicht der Fall hier gemeint.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS

    /dev/random schreibt:
    Das ist dann - denke ich - weniger "blindes Arztvertrauen", sondern einfach nur rechtliche Absicherung.
    Achso ne, das meinte ich nicht mit Vertrauen sondern, dass tendentiell eher am Patienten gezweifelt wird als anzunehmen, dass der Arzt einfach keine Ahnung hat. Ich hab den Eindruck, dass die Standarts bzgl . Sicherheit hier im Forum 3 Mal so hoch sind wie in der "echten" Welt (was gut ist). Wenn ich hier lese, wie ein Arzt eine Eindosierung eigentlich betreuen sollte, frage ich mich, wo es diese Einhorn-Ärzte gibt. Es deckt sich absolut nicht mit meiner empirischen Erfahrung.

    Bzgl. Lilly: Ich lass das jetzt einfachmal so stehen, da hab ich mit dem Heft, das mir in die Hände gefallen ist wohl eine schlechte Erfahrung gemacht, die andere hier nicht teilen.

    Zum Thema Missbrauch/Drogenvergangenheit fällt mir noch ein:

    Ich find es nicht 100% überzeugend, dass bei Drogenvorgeschichte eher Spiegelmedikamente verschrieben werden.

    Einerseits macht es Sinn, da diese, wie ich bereits schrieb, weniger Missbrauchspotential haben. Andererseits ist die Gefahr von Wechselwirkungen größer, falls der Patient einen Rückfall hat und sich denkt, „ok jetzt hab ich 24 Stunden kein Atomoxetin mehr genommen und kann mich wegschießen.“ Da wäre MPH wegen seiner kurzen Halbwertszeit eigentlich „sicherer“.

    Insgesamt finde ich, sollten Patienten mehr über Wechselwirkungen, auch mit illegalen Substanzen, informiert werden, anstelle das ganze zu tabuisieren. Selbst eine Person, die nie etwas angerührt hat und quasi keine Vorgeschichte hat, kann mal einen Aussetzer haben. Und gerade bei denjenigen, die keine Erfahrungen mit Drogen haben, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie sich der Gefahren nicht bewusst sind. Wechselwirkungen mit illegalen Substanzen werden meines Wissens nicht im Rezept erwähnt.

    Ich kenne viel zu viele Menschen, die sich während einer SSRI Behandlung MDMA (ich hoffe, es ist ok, dass ich die Droge benenne, sonst sorry an die Mods und bitte löschen) reingeknallt haben, weil sie ja keinen Alkohol trinken dürfen. Über die Wechselwirkung mit Alkohol wir aufgeklärt, weil legal- Aber dass eine Kombination mit MDMA tödlich enden kann (Serotoninsyndrom) wird niemandem gesagt.

    Ähnliches gilt für die Kombination MPH/Amphetamin + Tramadol. Das ist zwar legal, aber irgendwie denkt niemand dran, dass Tramadol die Krampfschwelle senkt und MPH/Amphetamin die Wahrscheinlichkeit eines Krampfes erhöhen. Mir wurde im Krankenhaus gedankenlos Tramadol gegeben, obwohl ich bei der Aufnahme angegeben habe, dass ich Medikinet Adult nehme. Ich musste dann die Schwestern darüber aufklären, dass das nicht geht.

    Ok, das war jetzt wieder son allgemeiner Exkurs, ich sollte vielleicht mal mit dem OT aufhören...
    Geändert von Persephone (11.11.2015 um 22:06 Uhr)

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS

    Diese "Einhornärzte" sind leider meist überlaufen, eben weil sie ja so sind wie sie sind. Die guten Erfahrungen wie es einem ganz gut mit Aufdosierung etc geht, haben die Leute ja gemacht, weil sie eben von ihren Ärzten so instruiert wurden.

    Wenn ich im Wedding in mehrere Discounter gehe, habe ich andere empirische Werte als wenn ich in Charlottenburg die Feinkostläden abtrudel.

  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS

    Persephone schreibt:
    Achso ne, das meinte ich nicht mit Vertrauen sondern, dass tendentiell eher am Patienten gezweifelt wird als anzunehmen, dass der Arzt einfach keine Ahnung hat. Ich hab den Eindruck, dass die Standarts bzgl . Sicherheit hier im Forum 3 Mal so hoch sind wie in der "echten" Welt (was gut ist).


    So habe ich das noch nie gesehen. Da hast du ziemlich recht, und das ist eigentlich traurig !


    Persephone schreibt:
    Bzgl. Lilly: Ich lass das jetzt einfachmal so stehen, da hab ich mit dem Heft, das mir in die Hände gefallen ist wohl eine schlechte Erfahrung gemacht, die andere hier nicht teilen.
    Da nur gegenüber Fachkreisen (Ärzte) für konkrete Medikamente geworben werden darf, ist dir vielleicht wirklich ein Heft in die Hand geraten, was nicht für Patienten gedacht war?

    Zumal z.B. auf den erwähnten ADHS-Patientenratgebern auch hinten dick "Medice" draufsteht. Also da wird kein Hehl draus gemacht, woher das kommt.


    Persephone schreibt:
    Insgesamt finde ich, sollten Patienten mehr über Wechselwirkungen, auch mit illegalen Substanzen, informiert werden, anstelle das ganze zu tabuisieren. Selbst eine Person, die nie etwas angerührt hat und quasi keine Vorgeschichte hat, kann mal einen Aussetzer haben.
    Ja, da sehe ich auch eine gewisse Ungleichbehandlung.

    Es kann ja letztlich auch nicht Sinn der Sache sein, dass der Patient, der seine "Kifferei" einfach verschweigt, bessere Chancen auf adäquate Behandlung hat. Und ebenso wenig, dass man bei "unauffälligen" Patienten automatisch davon ausgeht, dass Konsum auch illegaler Suchtmittel nie Thema sein wird. Da verschließt man schon etwas die Augen vor gesellschaftlichen Realitäten!


    creatrice schreibt:
    Diese "Einhornärzte" sind leider meist überlaufen, eben weil sie ja so sind wie sie sind. Die guten Erfahrungen wie es einem ganz gut mit Aufdosierung etc geht, haben die Leute ja gemacht, weil sie eben von ihren Ärzten so instruiert wurden.
    Die "Pfuscher" sind aber oft genauso überlaufen, weil die dann in irgendwelchen Kreisen als Insider-Tipp gehandelt werden, nach dem Motto "der verschreibt dir alles".

    Wer mal einen Benzodiazepin-Abhängigen kennenlernen durfte ... da hört man Stories, das ist unglaublich. Bei manchen Fachärzten sind Rezepte für delikate Substanzen offenbar eine Frage des "Trinkgelds" (oder "inhaltsreiches Händeschütteln"* oder "rechteckige Überzeugungshilfe" oder wie man es nennen mag). Das werden dann wohl Ärzte sein, die auch bei einer MPH-Aufdosierung eher nicht "zimperlich" sind, da die ja offenbar sowieso schon eine gewisse Gleichgültigkeit ihrer Profession gegenüber entwickelt haben müssen.



    * zitiert nach Peter Wilhelm in "Inhaltsreiches Händeschütteln leicht gemacht": "Es ist im Übrigen unhöflich, wenn der Schüttler feuchte, verschwitzte Hände hat! Ein kleines Stückchen Papier als Trennlage zwischen den rechten Händen wirkt da wahre Wunder und ist als Zeichen besonderer Höflichkeit zu verstehen. Es ist durchaus nichts Ungewöhnliches, wenn dieses Papier dann an den ebenfalls feuchten Händen des zu Beschüttelnden hängenbleibt. Aus Höflichkeit und weil er der Letztbenetzer des Papieres war, wird der zu Beschüttelnde die Entsorgung der trennenden Papierlage vornehmen."
    Geändert von /dev/random (11.11.2015 um 22:43 Uhr)

  9. #29
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 132

    AW: KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS

    Also ich kann nur sagen die klinik wo ich meine Diagnose habe stellen lassen waren echt ziemlich schlecht was den Umgang mit den Patienten betrifft, aber um an die Tabletten zu kommen musste ich mich von mehreden Psychiatern untersuchen lassen, Zeugnisse einreichen, meine Mutter musste ihre halbe schwangerschaftsgeschichte darlegen und ich brauchte ausgefüllte bewertungsbögen eines umfeldes. Hinzu kamen mehrere Gespräche bluttests etc.
    Wenn ich das so höre kann ich mir immer gar nicht vorstellen, dass ich einfach so zum arzt spazieren und mit btm Rezepten wieder raus gehe.

    Das einzige mal wo ich leichtsinnig etwas bekommen hab war venlaflaxin gegen meine Prüfungsangst. Darauf hab ich so nen Trip geschoben das ich dachte ich seh gleich grüne Männchen aus den näherkommenden Wänden steigen. Daraufhin hab ich ne Packung tavor bekommen.
    Aber mit der Info nich länger als eine woche... aber sie machen das scjon, sind ja bald Ärztin.

    Aber Grade was btm angeht musste ich nen halben Spießrutenlauf machen um auch nur ansatzweise so ein Rezept zu bekommen

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Bitte Rechtschreibung missachtet. Die auto korrektur meines Handys läuft regelmäßig amok

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: KEIN MPH wegen Drogenkonsum obwohl Drogenkonsum wegen unbeh. ADHS

    Laurapalmer schreibt:
    Wenn ich das so höre kann ich mir immer gar nicht vorstellen, dass ich einfach so zum arzt spazieren und mit btm Rezepten wieder raus gehe.n
    Uff, da könnt ich dir Geschichten von mir, Freunden und Bekannten erzählen. Aber die zu erzählen käme "Tipps geben" gleich, deswegen lass ich das mal...

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