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Diskutiere im Thema Methylphenidat / Ritalin in der Schwangerschaft? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    Frage Methylphenidat / Ritalin in der Schwangerschaft?

    Hallihallo,

    Erstmal hallo, ich bin neu in diesem Forum:

    ich habe eine sehr wichtige Frage auf dem herzen, da ich ADHS Patientin bin wird mir das Medikament methylphenidat verschrieben wurde, was mir auch wahnsinnig gut hilft.
    Ich schreibe in einem Monat meine Diplom - klausuren und könnte mich ohne das med nicht beim Lernen konzentrieren.
    das problem ist nun, dass ich erfahren habe, nun schwanger zu sein, bereits in der 12. woche, und mich auch für das Kind entschieden habe...laut nackenmessung, etc. scheint es dem Baby gut zu gehen. Was soll ich nun tun, muss ich das medikament absetzen? ich habe nur Angst davor...da ich sonst nicht mehr Konzentrationsfähig, also lernfähig bin und evtl meine Prüfungen so versaue. Bitte geben sie mir einen Rat. Vielen herzlichen Dank....gerne würde ich auch erfahren, was im Gehirn des Kindes passieren kann...da ich mich medizinisch sehr gut auskenne. Danke,Chris

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    Lächeln AW: Methylphenidat in Schwangerschaft

    Hallo, Chris und erst mal Willkommen hier im Forum.

    Mit "Sie " muss man hier niemanden anreden, schliesslich sitzen wir ja alle im selben Boot und helfen und unterstützen uns gegenseitig.

    MPH und Schwangerschaft gleichzeitig ist eine ziemlich unpraktische Sache, zumal es dazu meines Wissens nach noch gar keine verlässlichen und repräsentativen Studien gibt.

    Bis vor einigen Jahren war ja AD(H)S bei Erwachsenen noch gar nicht bekannt geschweige denn anerkannt und es gibt ja noch nicht mal die erforderlichen Studien, um MPH-Präparaten überhaupt bei erwachsenen Betroffenen eine reguläre Zulassung zu ermöglichen. Alles, was da bis jetzt verschrieben wird, geht auf Privatrezept oder Off-Label (also ausserhalb des eigentlich zugelassenen Anwendungsgebietes).

    Alle MPH-Medikamente sind also nach wie vor ausschliesslich für Kinder und Jugendliche zugelassen und dementsprechend fehlen "offizielle" Erfahrungen auch besonders bei Schwangerschaften, weil nunmal der zahlenmäßige Anteil von Patientinnen, die während der MPH-Behandlung trotz der eindringlichen Warnhinweise der Medikamentenhersteller schwanger geworden sind, sehr gering ist.

    Die Hersteller der Medikamente reagieren darauf, wie in allen solchen Fällen, mit einem strikten Verbot des Medis in der Schwangerschaft und schreiben speziell bei MPH sogar der Patientin eine lückenlose Empfängnisverhütung vor.

    Hier werden sich sicher noch mehr Leute dazu äussern, aber meine persönliche Entscheidung wäre auf jeden Fall das sofortige Absetzen des MPH, denn keine Prüfung der Welt ist das Risiko wert, ein geistig oder körperlich behindertes Kind in die Welt zu setzen und mir persönlich wäre da eine 0,01%-Chance, dass das passiert, schon deutlichst zu viel. Das wäre mir auch keine Prüfung der Welt wert.

    Man weiss es eben schlicht und einfach nicht, was passieren kann (auch wenn es dazu die beim Thema AD(H)S typischen Wichtigtuer-Meinungen gibt) aber es gibt eben Meldungen über behinderte Kinder, wo zumindest ein Zusammenhang mit dem MPH möglich ist. Es kann also nach dem derzeitigen Erkenntnisstand nicht ausgeschlossen werden

    Wiederum bin ich aber auch keine Frau und war demzufolge auch noch nie Schwanger deswegen bin ich mal gespannt, was da noch an Meinungen kommt.

    Aber auf jeden Fall schön, dass du hier ins Forum gefunden hast, denn das kann dir noch bei vielen anderen Problemen eine echte Hilfe sein.



    LG,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Methylphenidat in Schwangerschaft

    Danke Alex, für die schnelle Antwort.....ich bin etas hin und her gerissen, will natürlich auch ein absolut gesundes Kind.......und natürlich hast Du Recht, doch, ob man den Wirkstoff dann auch so schnell absetzen könnte....vielleicht kann ich es ja noch bis zur ersten Prüfung in 20 Tagen nehmen, dann eben minimiert: nur 10-statt 20 mg, und dann absetzen. Langsam eben bis auf 5, 2,5, 1,25..dann hat das ungeborene keinen Entzug..oder ist das dann schon zu spät ???Was meinst du dazu, oder kannst du mir ne gute Adresse eines Spezialisten nennen.
    Danke, Chris


    Evtl. kommen ja noch weitere Antworten auf meine Fragen, ich würde mich sehr freuen.................Chris

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9.522

    AW: Methylphenidat in Schwangerschaft

    Hallo Chris,

    leider findet sich nichts zu dem Thema, nicht mal ein einer Datenbank mit den gesammelten Abstracts aller möglichen Medizinischen Veröffentlichungen. Der einzige (Fach-)Artikel den es zu MPH und Schwangerschaft gab, war von einem amerikanischen Psychiater. Der hat allerdings "nur" untersucht, ob sich der MPH-Bedarf während der Schwangerschaft ändert. Sein Ergebnis war meistens ändert er sich, er hat dann noch vermutet, dass die hormonellen Veränderungen der Grund sind. Allerdings waren es nur fünf Patientinnen, bei denen er es beobachtet hat.

    Kurz gesagt, anscheinend gibt es einfach keine Information dazu. Darum ist es wirklich schwer dir einen Tipp zu geben. Vom Gefühl her würde ich es auch eher lassen, aber ich bin kein Arzt. Die zweite Frage ist noch, wie es in deinem Studiengang mit den Diplomprüfungen ist, sind sie zu einem festen Termin oder musst du für jedes Prüfungsfach zwei Profs finden, die die Prüfung abnehmen? Im zweiten Fall könntest du versuchen nochmal wegen den Terminen zu verhandeln.

    Da du nach einem Spezialisten fragst, solltest du zumindest ungefähr sagen, wo du wohnst bzw. studierst. Ein Experte in Freiburg nützt jemand in Nordhorn recht wenig. Eventuell findest du ja auch auf der AD(H)S-Karte eine Anlaufstelle.

    Liebe Grüße

    Clown

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Methylphenidat in Schwangerschaft

    Vielen Dank, Clown!

    Ich habe auch garnichts gefunden...im Beipackzettel heisst es: nur mit Absprache des Arztes. Ich werde morgen meine Ärztin nochmals damit löchern.

    Berichte dann von den Ergebnissen....

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Methylphenidat in Schwangerschaft


  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 72

    Lächeln AW: Methylphenidat in Schwangerschaft

    Hallo, du könnest dich mal bei embryotox on Berlin erkundigen ( hp einfach das übliche davor und dahinter), die geben echt extrem nett und kompetent Auskunft darüber wie welche Medikamente auf das ungeborene Kind wirken ( können). leider kommt man telefonisch oft gar nicht durch weil das Institut Ansprechpartner für ganz Deutschland ist aber Du könntest ne mail schicken, mich haben sie dann immer zurück gerufen! bei mir ging es allerdings um ein anderes Medikament...

    Alles Gute!
    Danni

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 257

    AW: Methylphenidat in Schwangerschaft

    Chris schreibt:
    Danke Alex, für die schnelle Antwort.....ich bin etas hin und her gerissen, will natürlich auch ein absolut gesundes Kind.......und natürlich hast Du Recht, doch, ob man den Wirkstoff dann auch so schnell absetzen könnte....vielleicht kann ich es ja noch bis zur ersten Prüfung in 20 Tagen nehmen, dann eben minimiert: nur 10-statt 20 mg, und dann absetzen. Langsam eben bis auf 5, 2,5, 1,25..dann hat das ungeborene keinen Entzug..oder ist das dann schon zu spät ???Was meinst du dazu, oder kannst du mir ne gute Adresse eines Spezialisten nennen.
    Danke, Chris


    Evtl. kommen ja noch weitere Antworten auf meine Fragen, ich würde mich sehr freuen.................Chris
    hallo chris

    ich bin mutter von 3 kinder und JEDE mutter will ein ABSOLUT GESUNDES KIND.
    Nur leider functioniert die welt nicht so. Jeden schwangerschaft verbirgt risikos. Und wenn du selber ads hast dann veleicht auch das kind.

    Wenn du dich fur das kind entschieden hast dann muss du ALLES in DEINE macht tun um es gesund auf die welt zu bringen, Alles andere liegt in gottes hand (wenns ihn gibt)

    Da gib ich alex recht.....Kein prufung der welt ist es wert....dafur sind kinder zu kostbar.



    lg hobo

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Methylphenidat in Schwangerschaft

    Hallo liebe Chris!

    Wie geht es dir mittlerweile? Was hat deine Ärztin gesagt?

    Bin in diesem Zusammenhang noch auf einen Bericht gestossen, http://adhs-chaoten.net/treffpunkt-f...gerschaft.html

    Kannst du diese Erfahrungen bestätigen? Würde mich sehr interessieren.

    Aber fühle dich nicht gedrängt, wollte nur mal nachfragen

    LG
    Erika

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Methylphenidat in Schwangerschaft

    Der Link funktioniert leider nicht :-(

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