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Diskutiere im Thema Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 28

    Rotes Gesicht Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen

    Hallo! Das ist mein erster Beitrag hier, deshalb bitte ich um Nachsicht, falsch ich hier falsch bin !

    Ich (22, männlich, Österreicher) leide seit einigen Jahren an Depressionen und einer generalisierten Angststörung (plus soziale Angst) und wurde lange unzureichend therapiert. Generell habe ich auch immer diese innere Unruhe und muss ständig meine Gliedmaßen bewegen. Gegen die Depressionen und die Panikattacken bekomm ich Venlafaxin und Alprazolam (letzteres in der geringsten Dosierung) sowie Psychotherapie (KIP) und ich bin auf der Warteliste für eine Kochgruppe (macht mir Spaß ^^), alles mit dem Psychiater abgesprochen, da bin ich glücklicherweise bei jemandem, der sich super auskennt und sehr einfühlend ist. Nun wurde noch auf meinen Wunsch hin (und den dringenden Verdacht der Psychologin und des Psychiaters), weil die innere Unruhe und das "Zappeln" nicht wegging, und ich Probleme hab mir Zeugs zu merken und mich zu konzentrieren, auch ein ADHS-Test gemacht (3 Stunden Beobachtung, Fragebogen, etc.), mit dem Befund leichtes ADHS. Da der Leidensdruck hoch genug sei, meinte mein Psychiater, wir würden es jetzt mit Strattera probieren (Stimulanzien, meinte er, seien auf lange Sicht wegen der potenziellen Blutdruck/kardialen Risiken nicht erste Wahl), da ich jedoch schnell Probleme mit Nebenwirkungen bekomme, habe ich jeweils 7er Packungen mit 10, 18, 25 und 40 mg zum langsamen Aufdosieren bekommen, bin jetzt bei der 2ten Kapsel von den 18ern.

    Nun zu meinen Fragen:

    Ab wann und wieviel mg wird sich ca. die Wirkung bemerkbar machen? Ich fühle mich momentan etwas müde, aber nicht schlimm. Nach der ersten Einnahme von den 10ern ging das nach 2-3 Tagen weg. Nun die Dosissteigerung auf 18 mg. In einem Monat habe ich dann den nächsten Termin und ein gutes Gefühl, ich bin ja eigentlich überglücklich, dass die Diagnose ADHS gestellt wurde (bin oft ratlos und verzweifelt) und die klinische Psychologin meinte, die anderen Beschwerden könnten durch die Kompensation vom ADHS entstanden sein.

    Mein Psychiater meinte, ich würde mindestens 60 mg brauchen, da vertrau ich auch drauf, da es ja nur "leichtes ADHS" ist. Aber mal sehen.

    Was sind so eure Erfahrungen dazu? Habt ihr Tipps?

    So, genug getextet! Danke fürs durchlesen und ich hoffe auf viele konstruktive Beiträge!

    Liebe Grüße


    P.S.: Hat wer eine Ahnung wie ich meinen Benutzernamen ändern kann? Falls der Admin das liest, bitte auf "Truman_Chipotle" ändern, hab bei der Registrierung geschlampt ^^

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen

    Hi,

    ob du 60 mg brauchst kann der Psychiater eig. nicht wissen, d.h. was für dich die optimale Dosis ist, da das individuell sehr verschieden ist. Du solltest in Absprache mit ihm langsam und vorsichtig kleinschrittig steigern, was du ja auch tust.

    Bei mir hat 10mg schon gewirkt, allerdings auch mit Nebenwirkungen; und als ich irgendwann auf 60 mg war hatte ich heftigste NW und die Wirkung auf die ADHS Symptome war ähnlich wie auf 10 mg. Und ich habe ausgeprägtes ADHS.

    Hör auf die Rückmeldung deines Körpers bei jeder Dosisveränderung, ist meine Empfehlung. Die Dosierung hat übrigens auch nichts mit dem Gewicht zu tun, ist eher ein Thema der Verstoffwechselung.

    Was Blutdruck, kardiale Risiken etc. angeht weiß ich nicht ob zwischen Stimulantien und Strattera so ein Unterschied besteht. Ich hatte bei Strattera mit Pulsrasen zu tun, bei MPH nicht-aber auch das ist total unterschiedlich bei jedem.

    Strattera hat bei mir sehr gut auf innere Ruhe gewirkt. Man braucht etwas Geduld bis sich die Wirkung entfaltet. Soviel zu meinen Erfahrungen.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen

    hypie1 schreibt:
    Hi,

    ob du 60 mg brauchst kann der Psychiater eig. nicht wissen, d.h. was für dich die optimale Dosis ist, da das individuell sehr verschieden ist. Du solltest in Absprache mit ihm langsam und vorsichtig kleinschrittig steigern, was du ja auch tust.

    Bei mir hat 10mg schon gewirkt, allerdings auch mit Nebenwirkungen; und als ich irgendwann auf 60 mg war hatte ich heftigste NW und die Wirkung auf die ADHS Symptome war ähnlich wie auf 10 mg. Und ich habe ausgeprägtes ADHS.

    Hör auf die Rückmeldung deines Körpers bei jeder Dosisveränderung, ist meine Empfehlung. Die Dosierung hat übrigens auch nichts mit dem Gewicht zu tun, ist eher ein Thema der Verstoffwechselung.

    Was Blutdruck, kardiale Risiken etc. angeht weiß ich nicht ob zwischen Stimulantien und Strattera so ein Unterschied besteht. Ich hatte bei Strattera mit Pulsrasen zu tun, bei MPH nicht-aber auch das ist total unterschiedlich bei jedem.

    Strattera hat bei mir sehr gut auf innere Ruhe gewirkt. Man braucht etwas Geduld bis sich die Wirkung entfaltet. Soviel zu meinen Erfahrungen.

    Hi erstmal! Er meinte, es gäbe so eine ungefähre mg/kg Formel, die er in Absprache mit dem Leiter einer ADHS Studie bei Erwachsenen (ist schon länger her), verwendet, und gute Erfolge zeigt, darum die angepeilten 60 Milligramm. Die einzige Nebenwirkung, die ich bis jetzt spüre, ist die anfängliche Müdigkeit, nehme jetzt 18 mg den zweiten Tag, und es geht schonwieder vorbei . Hast du sofort was gespürt? Oder wie die meistens erst nach einigen Wochen? Ich bin relativ nebenwirkungsempfindlich, deshalb werd ich mich da vorsichtig rantasten. Mir kommt nämlich schon vor, dass die innere Unruhe zu gewissen Zeiten nachlässt. Vielen Dank für dein Feedback!

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen

    Ich habe wenn ich mich richtig erinnere,nach ein paar Tagen schon eine Wirkung in Richtung innere Ruhe und auch Stimmungsaufhellung gemerkt. Für mich haetten 18 oder 25mg voellig gereicht. aber wenn du ausser Müdigkeit keine NW hast passt es ja. Dann kann man nach dem Plan des Arztes langsam hochgegen.

    Bei manchen wirken erst hoehere Dosen nach mehreren Wochen.

    Ich wollte nur sagen,es macht nicht immer Sinn immer weiter mit der Dosis hochzugehen nur weil Studienergebnisse sowas angeben.
    Hauptsache ist, du hast keine besonderen NW,bzgl.des Wirkungseintritts wuerde ich mit Geduld rangehen.

  5. #5
    cocolores

    Gast

    AW: Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen

    hypie1 schreibt:

    Bei manchen wirken erst hoehere Dosen nach mehreren Wochen.
    Ich war so ein Fall. Ich habe es 2 Monate lang aushalten müssen ohne nennenswerte Wirkung, aber dann war sie da. Wenn du meinst, du kommst mit geringerer Dosis nicht aus, bist dir aber nicht sicher, dann bleib' vielleicht auch mal so einem Monat auf dem Niveau. Da kann sich immer noch was tun.


    Ich war auch zufrieden mit Strattera- aber mein Hausarzt hat es mir wegen zu hohen Blutdrucks und einem miesen EKG wieder weggenommen. Lass das also gut überwachen, wenn du eh hier vorbelastet bist, truman.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen

    Hey ihr! Danke für eure Beiträge, bin momentan eigentlich relativ "frei" von Nebenwirkungen, nur ganz leicht müde. Mein Blutdruck passt auch noch super, hab glücklicherweise ein Messgerät daheim. Ich warte jetzt erstmal auf die Wirkungsentfaltung und berichte euch dann wieder !

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen

    So nach einem vor 12 Wochen gestellten Indikationsdiagnose mit eindeutigem ADHS Verdacht habe ich
    nun die eindeutige ADHS Diagnose mit 50 bekommen. Bin seit 4 Jahren in einer heftigen Midlifekrise.

    Vorübergehend habe ich auf Privatrezept Vigil / Modafinil bekommen. Nehem davon gerade ca. 100 mg/d
    und komme damit gut zurecht.

    Auch mein Neurologe möchte mich auf Strattera umstellen, weil er darauf schwört. Deshalb habe ich diese
    erweiterten Fragen mal bei Dir angehängt.
    Mein Psychotherapeut hält das für ein aussterbendes Medikament und sieht MPH für das Mittel erster Wahl.
    Von der Wirkweise schiene mir auch ein Medikament wichtig, dass auch im Dopaminbereich arbeitet, da
    meine Stimmung auch einen Pusch brauchen kann. Für mich ist alles noch neu, grundsätzlich wäre es aber
    wichtig eine Medikament zu haben was die Kasse auch zahlt.

    Folgende Fragen:
    1) Wie wirkt sich Stratera auf die Stimmung aus?
    2) Wie wirkt sich Elontril auf die Stimmung aus?
    3) Welche Medikamente zahlt die Kasse?
    4) Gibts sowas wie einen Prioritätenplan, wie man durch die Austestung der Medikamente geht?

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen

    Hi, also zuerst muss ich mal dazu sagen, dass der Psychologe aus gutem Grund Psychologe ist und kein Psychiater (oder...?), mag heißen er hat dem Psychiater bei der Medikation nicht reinzupfuschen, sondern zu akzeptieren und gegebenenfalls Veränderungen mitzuteilen - er ist ja nicht dein Vormund und schon gar kein Mediziner (nehme ich zurück, falls er doch auch Psychiater ist, wobei er selbst dann die Funktion als Psychologe einnehmen muss, weil du einen anderen Psychiater hast). Da bei mir die Stimmung auch nicht passt, bekomme ich zusätzlich zu Strattera noch Venlafaxin, aber was man mir gesagt hat, hilft Strattera bei ADHS-induzierten Depressionen/Angstzuständen manchmal sehr gut. Ich muss sagen, nach der ersten Einnahme von Strattera war ich euphorisch, und dann wieder eher ausgeglichener. Jedes Medikament wirkt natürlich auf jeden anders, d.h. am besten mit dem Psychiater besprechen.

    Bei uns in Österreich werden mit Facharztrezept und Bewilligung Strattera und die anderen ADs alle gezahlt. Ich glaube, für die restlichen Fragen solltest du wirklich mit deinem Psychiater sprechen, der hat viele viele Erfahrungen damit (mehr als wir jemals aufzählen könnten).

    Lg

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen

    Danke Truman,
    ich weiß sehr wohl die unterschiedlichen Funktionen abzugrenzen und jedem sein Gewicht zu geben. Wenn ich grenzenloses Vertrauen bei so wichtigen Mediaktionen in den Arzt hätte würde ich mir nicht selbst ein Bild verschaffen wollen. Ich habe nur die letzten Jahre viele Fachleute erlebt, die meine ADS / ADHS Seite ob meines wohl auch hohen IQ nicht sahen und die Strateraempfehlung ist bisher ohne große Anamnese ausgesprochen worden.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Strattera nach frischer Diagnose - Grundfragen

    @wapi,Prioritätenplan gibt es m.W.nicht das entscheidet der Psychiater womit man anfaengt.

    Stratteta wirkt eher auf Noradrenalin,ist ein Spiegelmedikament,kein Missbrauchspotential.
    Ich habe damit angefangen,ging auf Kassenrezept.
    Hatte jedoch nicht zu tolerierende NW,daher nun seit ca 5 Jahren Ritalin (adult),uebernimmt die Kasse.

    Letztendlich musst du austesten was dir hilft,bei MPH merkt man die Wirkung recht schnell wenn die Dosis stimmt,bei Strattera kann es etwas dauern.Für die Stimmung fand ich Strattera besser,MPH kann auch depressive Stimmung verursachen (bei manchen).

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