Hey

Habe (vom 10 Lebensjahr an) bis zu meinem 18. Lebensjahr regelmäßig Medikinet Retard verschrieben bekommen, während meinen Therapien etc.
Habe nach einigen Monaten Einpegelungen mit Dosis (bla) Einheitlich jeden tag 40mg Medikinet Retard verschrieben bekommen.

Ganz normal zum Frühstück eingenommen. Ausnahme waren Ferien und Wochenende. Meine Ärztin meinte, dass ich das dann nicht nehmen brauch.
Wenn dann nur 10 mg um nicht ganz aufzuhören. Und selbst das nur z.B. in den Ferien jeden 2 oder 3 Tag, damit der Körper nicht die Gewohntheit verliert.

Mit meinem 18 Lebensjahr wurde die Behandlung beendet. Meine Ärztin war ja nur für AD(H)S bei Kinder und Jugendlichen zuständig.
(trotzdem noch Kontakt mit ihr)

Den Rest der retardierten Kapseln die ich noch hatte, habe ich nur genommen, wenn schwere Arbeiten anstanden (Klausur z.B.)
Als ich keine mehr hatte, habe ich ca. ein 3/4 Jahr ohne Medikinet meine Ausbildung fortgesetzt. Mit der Zeit merkte ich aber, dass ich es doch bräuchte.
Meine Symptome kehrten mit der Zeit wieder zurück, sprich unkonzentriert, hibbelig, innere Unruhe, wurde wieder verschlossener...

Habe vor ca. 2 Wochen mich mit einer neuen Ärztin in Verbindung gesetzt, und bin nun bei ihr in Behandlung.
Habe 40 mg Medikinet Adult und 10 mg Medikinet Adult bekommen.
Sie meinte ich könne ganz normal wieder die 40 mg beginnen, da ich in der 3/4 jährigen Pause, ab und zu noch Methylpheni TAD 10 mg ab und zu genommen habe
( 1 - 2 mal im Monat).

Da ich kurzfristig Krank wurde, war ich heute erst wieder in der Schule (Fachabi) und habe morgens meine 40 mg Medikinet Adult genommen.

Jetzt zum eigentlich Punkt meines Themas:
Ich schildere kurz meinen Tagesverlauf im Bezug auf das Medikament, und würde gerne wissen, was ihr davon haltet. Vllt mit einer geringern Dosis
wieder anfangen, oder normal einnehmen bis sich mein Körper wieder dran gewöhnt hat wie früher ?
Ich werde auch noch mal mit meiner Ärztin darüber reden, aber die ist jetzt erstmal für 2 Wochen im Urlaub.


Tagesablauf:

Um 7 Uhr habe ich das Medikament ganz normal zum Frühstück eingenommen.
Ich war sehr müde, da die letzte Nacht sehr unruhig war.

Um ca. 8 Uhr in der Schule war ich plötzlich hellwach und voller Elan.
Ich wollte förmlich arbeiten und lernen. Nichts hätte mich in diesem Moment glücklicher gemacht.
Ich war Apetitlos, aber innerlich die Ruhe selbst. Meine Gedankengänge waren klar und nachvollzeihbar.
Völliger seelischer Einklang und Körperbeherrschung.

Ich schrieb eine Physkarbeit. Ich wusste ALLES.

Um 11 Uhr dann begann es seltsam zu werden. (Ich trank in der Pause 2 Schlücke Kaffee (vllt wichtig?))
Schwitzige Hände, innere Unruhe, Bewegungsdrang. Es war schon eher eine starkeAgitation.
Mein Herzschlag war normal, aber ich hörte mein Herz pochen.

um 11:15 in der Pause ging ich mit einer Klassenkameraden an die frische Luft ein bisschen vor der Schule Kreise drehen, und eine Zigarette rauchen.
Um ca. 11:40 war dann alles wieder normal wie am Morgen. Die Unruhe etc. war wieder wie weggeblasen.
Ich war wieder Leistungsfähig.

Als ich um 14 Uhr dann zuhause ankam, bemerkte ich, dass ich sehr große Pupillen hatte.
Das störte mich aber nicht, da das früher, als ich regelmäßig Medikinet Retard nahm, ebenfalls auftrat. (Immer zwischen 11 - 17/18 Uhr geweitete Pupillen)

Ich spühre immernoch einen starken Drang, etwas zu machen. Lernen, mit Leuten unterhalten, Sport machen.
Also viel überschüssige Energie. Aber sonst gehts mir sehr gut. Keine beschwerden außer manchmal für ein paar Minuten schwitzige Hände.
Fühl mich innerlich auch sehr ausgeglichen und ruhig.


Das irretiert mich, da ich früher ab 16 - 17 Uhr immer müde und unkonzentriert wurde.

Habe ich eine Überdosis gehabt ? Bedenken, Folgen oder muss ich mich auf einen harten Rebound gefasst machen ?

Bei Fragen oder Unklarheiten, einfach schreiben

Danke im Vorraus
LG Lil´Medicus