Seite 3 von 11 Erste 12345678 ... Letzte
Zeige Ergebnis 21 bis 30 von 101

Diskutiere im Thema Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben?

    hi alice.

    ich hatte den thread schon entdeckt, aber ich habe gezögert mich zu äußern. zum einen weil es knappe 10 jahre her ist und die erinnerung nicht mehr die beste ist, zum anderen weil ich damals in sehr besonderen umständen den amphetaminsaft genommen habe. ich versuche es übersichtlich zu halten:

    - ich habe es nicht ernst genommen, da die diagnose von einem allgemeinmediziner kam
    - damals habe ich dem speed und dem koks gefrönt, da kam mir ein klinisch reines, günstiges amphetamin sehr gelegen. ich habe es auch zum feiern missbraucht (hoch genug dosiertn in kombination mit alkohol ein bemerkenswerter speedball) und - vielleicht am wichtigsten - nicht an die diagnose geglaubt.

    man schrieb das jahr 2000, adhs bei erwachsenen war damals bei weitem nicht so populär wie heute und meine selbsterkenntnis (und mein selbstbekenntnis) waren noch jahre entfernt.

    wie es gewirkt hat? durchschlagend. schwitzen. bösartiger rebound. normale speed-reaktionen (alles toll und großartig finden, jeder gedanke ist nobelpreisverdächtig, man schwätzt seine umwelt vollkommen zu, man klatscht runter).

    da ich es wie gesagt nicht therapeutisch ernst genommen habe, demnach auch keine feineinstellung stattgefunden hat, hat es mir nichts gebracht. ABER: es lag an mir. ich habe, bei allen erfahrungen mit drogen und medikamenten die ich bis heute gemacht habe, großen respekt vor dem zeug. ähnliches ist mir nur noch in abgeschwächter form mit methylpheni TAD (googelt das) passiert.

    das sind erfahrungen aus einer unvernünftigen phase von vor 10 jahren, lasst euch nicht abschrecken - aber habt respekt vor dem zeug.

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben?

    Ich frage mich nur, was jetzt die Wirkung bei einem ADSler von der bei einem Normalen unterscheidet...?!

    Bessere Konzentrationsfähigkeit, mehr Ausdauer inkl. einer verstärkten Neigung angefangene Dinge zu beenden und ein besseres Selbstbewusstsein sind ganz allgemeine Wirkungen...

    Dass Nebenwirkungen wie extreme Antriebssteigerung und Herzrasen in einer sehr geringen Dosierung nicht auftreten, finde ich jetzt auch allgemein nicht sooo überraschend.
    Den "Rebound" erklären die Web-Sites, die sich nicht auf ADS beziehen damit, dass natürliche Empfindungen wie Müdigkeit nicht entsprechend wahrnimmt und deswegen leicht über seine Grenzen geht- was sich bei nachlassender Wirkung nunmal bemerkbar macht....

    Ich bin auch nicht hyperaktiv- deswegen stelle ich an mir auch keine beruhigende Wirkung fest- höchstens eine entspannende...Aber wenn mein Hirn eimerweise Glückshormone ausschüttet- dann ist doch auch das völlig (physio-) logisch, oder?

    Jemand der Morphium in einer sehr geringen Dosis nimmt, hat vielleicht auch mehr Vor- als Nachteile davon- ohne dass man daraus schließen könnte dass seinem Gehirn Morphium fehlt...?!

    Andererseits sehe ich schon dass ich Aufmerksamkeit und Konzentration nur über Anregungen meines Nervensystems herstellen kann- sei es durch Interesse, emotionale Beteiligung, oder durch Bewegung (ich renne hin und her und räume auf wenn ich telefoniere...)
    Diesen Schub versetzt mir nun die Chemie...das muss ich zugeben...während ich mich entspannt hinsetzen kann...

    Ich habe je gerade wieder mit einer "homöopathischen" Dosis begonnen- aber ich tu mir so verdammt schwer damit, weil es sich für mich anfühlt als würde ich mich dopen um es mir leicht zu machen...als hätte ich irgendwie versagt.

    Und irgendwie triggert es mich auch- gerade in Bezug auf meine "unvernünftige Zeit". Es kommen Gedanken und Gefühle hoch, die ich tief vergraben hatte...ich weiß nicht, ob es nicht doch eine Grenze gibt, die schnell überschritten ist- in Bezug auf die Freiheit sich für oder gegen das Medikament zu entscheiden...?

    Ich habe auch Respekt vor dem Zeug...gerade das macht es für mich so schwer das als "Medikament" zu sehen...
    Das ist genau das wogegen ich gekämpft habe, das furchtbare etwas, dass man besiegen musste...und nun bekomme ich es flaschenweise inkl. einer Bescheinung dass ich das dringend nehmen muss wg. Autofahren....?!

    Das ist gerade ein bisschen too much für mich...ich kann zwar anlagebedingt schnell in meinen Anschauungen switchen- aber das überfordert sogar mich gerade...

    LG Alice

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben?

    Ein paar Punkte zum Amphetaminsulfat:

    Zuerst Persönliches: Genommen habe ich es über einen Zeitraum von etwa 10 Wochen, zuerst mono, dann in Kombination mit einem SSRI (ZOLOFT). Dosis ab 1 ml langsam steigernd, Enddosis lag bei 3 x 12 ml.

    Musste jedoch abbrechen, da Amphetamin meine Panikstörung mittelfristig verstärkt hat, d.h. im Rebound, wenn es nicht mehr wirkte. Aufgrund der entspannenden Wirkung vom Amphetaminsulfat, wäre es auch nicht möglich gewesen, während der Wirkung eine Panikattacke zu bekommen.

    Generell gelten für Mph und Amphetamin dieselben Abwegungen: Was schliesslich verschrieben wird, und als das Mittel der ersten Wahl gelten kann, ist abhängig von den entsprechenden Komorbiditäten des Betroffenen.

    Beide Stimualnzien können Komorbiditäten in fuzzilogischer Weise, d.h. in nicht vorhersehbarer, kalkulierbarer Weise beeinflussen, während beispielsweise Ampetamin bei mir die Depression beseitigt, erhöht es die Angststörung, währenddessen es bei Mph genau umgekehrt ist. Denkbar wäre auch beispielsweise, dass bei einer Bulemikerin, Mph dazu führt, dass sich die Problematik der Essstörung verschlimmert, währenddessen sie sich unter Amphetamin bessert (oder umgekehrt) u.s.w.

    Das Problem bei der Dosierung von Stimulanzien ist also nicht die AD(H)S - die positive Wirkungsweise von Stimulanzien auf AD(H)S ist vielfach belegt - sondern die entsprechenden Komorbiditäten und deren Reaktion auf Stimulanzien.

    Dass Amphetamin in Deutschland nicht so häufig eingesetzt wird wie Mph, hat mehrere Gründe.

    In den USA beispielsweise stehen verschiedene Amphetamine zur Verfügung und auch in verschiedenen retardierten Versionen (Präparate, die den Wirkstoff, nicht auf einmal, sondern zeitversetzt freigeben), und auch in verschiedenen Dosierungen. So lange diese Medikamente den wenigen deutschen Ärzten NICHT in ihrer vollen Bandbreite zur Verfügung stehen, kann man streng genommen, von einem wirklich vorhandenen Spezialistentum in der Behandlung der AD(H)S hierzulande nicht ausgehen, nicht weil es nicht ein paar Leute gäbe, die genügend Erfahrung in der Behandlung von AD(H)S gesammelt hätten, sondern weil ihnen schlichtweg die Medikamente fehlen. Aber das ist ein anderer Punkt.

    Desweiteren ist Amphetamin aufgrund seiner nichtretardierten Form wesentlich schwerer zu dosieren als Mph, das auch in retardierten Formen vorliegt.

    Hierbei gibt es im wesentlichen wieder zwei Probleme:

    1. Haben AD(H)Sler, das ist ein Kern ihrer Erkrankung, ein signifikantes Defizit in der Wahrnehmung körperlicher und psychischer Vorgänge, und somit auch in der Schilderung von Medikamentenwirkungsweisen auf sowohl die körperliche, wie auch die geistige (kognitive), als auch die psychische Verfassung. D.h. ein Arzt, der Amphetamin einsetzt, muss ein Grundvertrauen in seinen Patienten entwickelt haben, das geht nur durch häufige Gespräche, viel Zeit und Geduld. Das ist jetzt wieder eine grundsätzliche Krux, denn in Deutschland gibt es kaum Psychiater, die sich mit AD(H)S und der Behandlung entsprechender Komorbiditäten auskennen. (Dass führt widerum dazu - spinnt man das einmal fort - paradoxerweise - dass dieses oder ähnliche Foren zum Thema zwar neben dem Selbshilfe-, auch immer einen aufklärerischen Aspekt haben und über die Erkrankung informieren möchten, mit der leisen Hoffnung, dass sich ihre Behandlungsmöglichkeiten in Zukunft verbessern möchten - in der Endkonsequenz führt unser Tun und Wirken aber bislang nur dazu, dass die wenigen Psychiater, die sich überhaupt mit AD(H)S auskennen, derart überlaufen und überrannt werden, dass auch für diese eine angemessene Behandlung der AD(H)S nicht mehr möglich wird. Wir wollen also erreichen, dass Menschen mit AD(H)S - nach in der Regel langen Irrfahrten durch die bundesdeutsche Psychiatrielandschaft - endlich geholfen werden kann. Und erreichen das genaue Gegenteil, weil auch das, wenn auch erst langsam wachsende, aber immer noch spärliche Bewusstsein über das Vorhandensein von AD(H)S bei Erwachsenen natürlich immer noch schneller voranschreitet, als der medizinische Sachverstand, der bei Psychiatern durschnittlich als durchaus mangelhaft bezeichnet werden kann. Aber das ist wieder ein anderer Punkt. Zurück zum Thema.

    Ärzte, die in der Behandlung von AD(H)S Amphetamin einsetzen brauchen also ein Grundvertrauen in den Patienten, sowohl seinen Charakter, als auch seine häusliche Struktur, als auch in den Wert seiner Rückmeldungen.

    Aufgrund der mangelhaften Selbsteinschätzungsfähigkeit des AD(H)Sler, wird der AD(H)S-Spezialist stets den Kontakt zum sozialen Umfeld des Betroffenen suchen (Eltern, Familie, Lebenspartner), weil dieses das Wirken der Substanz oft viel besser beschreiben kann, als der Betroffene selbst. Des hört sich jetzt alles wieder a bissele theoretisch an, deshalb wieder ein konkretes Beispiel, ein Betroffener, der bei seiner Familie lebt, also in einem Restmass von Struktur, wird ein Arzt eher Amphetamin verordnen, als einem jungen Erwachsenen, der auf der Strasse lebt, hier würde er es vermutlich nur tun, wenn er einen totalen Hirnriss unter der Schale hat.

    Hier stösst man an zweierlei. Erstens - ganz banal- den Grund dafür, warum dieses Forum, ein Forum ausschliesslich für Erwachsene, überhaupt existiert und zweitens an die seltsame (für mit dem Thema nicht Vertraute) Tatsache, dass Amphetamin bei AD(H)S-Kindern durchaus wesentlich häufiger verordnet wird als bei AD(H)S-Erwachsenen, weil diese - müsste aus dem bisherigen Text auch hervorgehen - in engeren sozialen Strukturen (Schule) leben als die Erwachsenen, deren Kernproblem es ja gerade ist, aus diesen Strukturen i. a. R. bereits hoffnungslos herausgefallen zu sein.

    Jo, des hört sich wieder sehr allgemein an. Gehen wir mal wieder von den Tatsachen aus. Etwa 52% aller von AD(H)S-Betroffenen gehen überhaupt keiner Beschäftigung nach, der Rest befindet sich i. a. R. in unterbezahlten Notlösungen und schlägt sich so durch (zit. nach Krause/Krause, AD(H)S-Erwachsenenhandbuch).

    Um mit einem Beispiel mal wieder konkret zu werden, kein AD(H)S-Spezialist wird einem arbeitslosen 22-jährigen, der gerade von zu Hause in eine Sozialwohung ausgezogen ist, weil die "Alten" so spiessig sind, und der da strukturlos vor sich hinvegetiert sagen: "Jupp, also wenn des Mph bei Dir ned gscheid wirkt, dann nimmst halt mal an halben Liter Amphetaminsaft mit, mal sehen, was daraus wird..."

    Jupp, nix wird daraus werden, da die Wirkung von Stimulanzien nur dann einigermassen vertretbar eingeschätzt werden kann, WENN gleichzeitig soziotherapeutische Massnahmen statt finden, in deren Verlauf der AD(H)S-Betroffene Stück für Stück wieder in einen normalen, d.h. strukturierten Tagesablauf zurückgeführt wird.

    Jupp, ich denke, ich brauch jetzt hier ned no extra anführen, dass die angemessene medikamentöse Versorgung von Erwachsenen AD(H)S-Betroffenen in Einzelfällen sogar gewährleistet sein mag, die angemessene soziotherapeutische Betreuung von Erwachsenen AD(H)S-Betroffenen mir aber jetzt no in keinem einzigen Fall zu Ohren gekommen ist...

    Letztere aber, nicht die medikamentöse Versorgung, die aber gwährleistet sein muss, als Grundvoraussetzung, damit alle andere Massnahmen (Psychotherapie, soziotherapeutische, arbeitstherapeutische Begleitung, Coaching u.s.w.) überhaupt greifen KÖNNEN, ist der Dreh- und Angelpunkt der therapeutischen Behandlung von AD(H)S.

    An diesem Punkt, trennt sich in der öffentlichen Diskussion über AD(H)S STETS die Spreu vom Weizen, ich meine in der Diskussion der Mediziner über AD(H)S (natürlich nicht in der Diskussion von Jedermann, oder, der bei gleichzeitiger völliger Ahnungslosigkeit wenigstens äussert engagierten Psychologen, Pädagogen, Lehrer, Bewährungshelfer, Jugendgerichtshelfer, Heimerzieher, Streetworker oder ähnlicher rechtschaffener Laien), kein Mediziner, der sich in der Behandlung der AD(H)S bei Erwachsenen auskennt, wird jemals behaupten: "Übrige Medikamente raus, Stimulanzien rein. Und der Kittel ist geflickt." Im Gegenteil, stets sind es die Laien, - BEIDERSEITS - die behaupten, jawoll, Stimulanzien, oder jawoll, keine Stimulanzien und beispielsweise nur Verhaltenstherapie.

    So lässt sich das Ganze relativ einfach unterscheiden.

    Jo, jetzt simmer scho wieder abgeschweift... Was hammr denn eigentlich sagen wollen?

    Jupp, also Einsatz von Amphetaminsulfat bei Erwachsenen AD(H)Slern (die`s ja Gott sei dank in Deutschland, gesetzlich definiert, gar ned gibt, also des ischd ja schonmal ein ganz grosser Vorteil bei der Behandlung einer komplexen psychischen Störung, wenn es sie gar ned gibt, dadurch wachsen - mit psychiatrisch-klinisch betrachtenden Augen - die Heilungschancen natürlich enorm...), was für Schwierigkeiten gibt`s da, fassenmr nommal zamm und fügen glei no a paar Aspekte dazu...

    1. Behandlung von Erwachsenen-AD(H)S grundsätzlich nur dann sinnvoll (erfolgversprechend), wenn a) enge soziale Überwachung (Familie, feste Beziehung) und b) soziotherapeutische Begleitung, d.h. Arbeit, Beruf, strukturierter Tagesablauf vorhanden.

    2. AD(H)S ist zwar AD(H)S, aber AD(H)S bei Erwachsenen (Spätdiagnostizierten) und AD(H)S bei Kindern (Früh- oder grade no rechtzeitig Diagnostizierten) ist etwas völlig anderes. Jupp, und zwar etwas dermassen völlig anderes, dass man im Grunde genommen von zwei völlig verschiedenen Störungsbildern ausgehen darf... Jo, des klingt zunächst a mal befremdlich, aber die wenigen Psychiater, die AD(H)S in Deutschland behandeln, wissen ja in a. R. aus eigener Erfahrung, d.h. der Behandlung des eigenen Nachwuchses, beispielsweis, oder der lieben Neffen und Nichten, dass die medikamentöse (aber auch übrige) Behandlung, Therapie und Betreung von jungen, kleinen AD(H)S-Betroffenen wesentlich einfacher und unkomplizierter verläuft, als diejenige der Spät- und Spätestdiagnostizierten. Jupp, etwas, aber ned allzusehr überspitzt, könnte man also formulieren, dass die Erfahrung in der Behandlung von AD(H)S bei Erwachsenen bei den wenigen Psychiatern in Deutschland, die es überhaupt machen http://www.smilys.net/allg_smilies/smiley2543.gif, sich aus einem gewissen selbsttherapeutischen Rezept heraus ergründet (noi, probier`s lieber a mal mit Trevilor, Edronax macht bei mir bloss a trockena Gosch...) oder sich zumindestens aus dem näheren Familienumfeld heraus ergibt, zusammengefasst:

    Gibt es - derzeit - gute bis herausrragende Psychiater in Deutschland, die sich mit der Behandlung von Schizophrenien, Depressionen, Angststörungen, Posttraumatischen Belastungsstörungen bei Erwachsenen auskennen, ohne je selbst, oder ohne dass ein Familienangehöriger je selbst eine dieser psychiatrischen Störung aufgewiesen hätte?

    Jo, des gibt`s, ischd selten, aber des gibt`s durchaus.

    Gibt es nach dem derzeitigen empirischen und theoretischen Fachwissensstand unter deutschen Psychiatern einen Fall, wo ein Psychiater gute bis herausragende Ergebnisse in der Behandlung von AD(H)S bei Erwachsenen erreicht hat, ohne a) selbst davon betroffen oder b) ein Familienangehöriger oder Mensch aus dem nahen sozialen Umfeld davon betroffen ist?

    Noi, des darf - bei heutigen, psychiatrischen Wissensstand - als ausgeschlossen gelten.

    Jupp, Karle, des mag ja alles recht und gut sein, was Du da daher sabbelst, aber des beantwortet immer no ned meine (ALICES) Frage, warum in Deutschland im Gegensatzu zu USA zum Beispiel, Amphetamin NICHT als die erste Wahl gilt, sondern Mph.

    Jupp, weil die deutschen Psychiater (die 2 Händ voll, gell, immer im Auge behalten, wir schwätzen ned von Kompanien oder Legionen bei dem Thema), jupp, weil also die wenigen Psychiater in Deutschland, die über AD(H)S tatsächlich Bescheid wissen, mithin ihre Pappenheimer also kennen.

    Jupp, um also nommal konkret auf die Frag zurück zukommen, WARUM wird in Deutschland eigentlich ned Amphetamin und Mph - wie beispielsweis in den USA - NED gleichberechtigt bei der Behandlung von AD(H)S bei Erwachsenen eingesetzt, ha, hend jetzt die wenigen Psychiater in Deutschland, die überhaupts eine Ahnung von AD(H)S bei Erwachsenen haben, im Grund au koi Ahnung oder wie ischd denn des?

    Jupp, der Grund also, warum Amphetaminsulfat bei der Behandlung von AD(H)S bei Erwachsenen in Deutschland ned gleichberechtigt ist mit Mph, liegt daran, dass die wenigen Psychiater in Deutschland, die sich mit der Behandlung von AD(H)S bei Erwachsenen in Deutschland auskennen, sich tatsächlich damit auskennen.

    Daraus folgt:

    1.: Gewissen Pappenheimern gibt man grundsätzlich kein Amphetaminsulfat mit nach Hause.

    2.: Hat jeder der wenigen AD(H)S bei Erwachsenen in Deutschland behandelnden Psychiater schon mal eine Erfahrung mit dem deutschen Gerichtswesen gemacht... Jupp, des ist so, bei so manchem Strafprozess, in der es um eine unter Amphetamineinfluss begangene, ernsthafte Straftat ging, hat der Delinquent auf die Frage, wo er denn seine Drogen kaufe, scho geantwortet: "Ha, was heisst da kaufen, des hat mir dr Onkel Dr. verschrieben..." Des kann für den Arzt, der mit Amphetamin behandelt u.U. recht teuer werden. Jupp, es ist zwar richtig, wie Alice au schon gesagt hat, dass kein AD(H)Sler von den ihm verordneten Mengen an Amphetaminsulfat abhängig werden kann. Aber der Amphetamin verordnende Arzt, kennt seine Pappenheimer ja gerade deshalb, WEIL er weiss, was AD(H)S ist, jupp, mithin also auch dass AD(H)Sler, äussertst kreative, phantasie- und erfindungsreiche Menschen sind, und a paar von dene Kandidaten haben, dann halt mehrere sie behandelnde AD(H)S-Spezialisten gleichzeitig. Jo, und dann kann ich natürlich auch als AD(H)Sler so langsam an einen Amphetaminvorrat herankommen, der auch mich abhängig machen kann. Jo, des ischd`s scho`s ganze Geheimnis.

    Wie dem entgegenwirken, jupp, im wesentlichen 2 Punkte, i fang mit dem unwesenterlichen an, weil er mir der wesenterliche unter den beiden erscheint:

    1. Aufgabe der persönlichen Animositäten (Stichwort persönliche AD(H)S-Problematik, jo, i weiss scho, was gspielt wird, mi brauchadr ned verseggla...) unter den wenigen in Deutschland sich mit AD(H)S bei Erwachsenen auskennenden und diese auch behandelnden Psychiater. Jo, do glotzerdr, gell, ihr von Eitelkeit zerfressene Benockelklopfer!? VERNETZUNG ischd des Stichwort! Muss man des allaweil au no buchstabieren, oder wia ischd denn des bei Euch? Wir Betroffene machen doch au - je nach gusto - unsere Foren, wo wir uns vernetzen, uns um Kopf und Kragen schwafeln und hoffen, dass uns dr Nachbar oder Arbeitskolleg ned am nächsten Tag als hoffnungslosen Psychofall auf der Strasse "outet", jupp, so ischd des, da könnerdr ruhig au a mal a weng aktiver werda diesbezüglich...

    2. A ganz einfache Meldepflicht von dr Krankenkass an die jeweils AD(H)S bei Erwachsenen Behandelnden. Jo, Datenschutz, dass i fei ned nos lachen anfang... Jo, i hab a male a Betriebsversammlung mitgmacht von meim Ex-Cheffe, da wo`s geheissen hat, er habe jetzt als Arbeitgeber von den Krankenkassen genaue Listen (natürlich in anonymisierter Form) überreicht bekommen, und deren gemäß arbeiteten bei ihm im Betrieb, unter hunderten von Mitarbeitern, genau 2 "Psychoschwachmaten", ond jetzt welle er wissa, was des für oine send, Datenschutz! Oglaublich manchmal, was man eim hierzuland elles aufd Nase binden will!

    Jupp, schluss mit dene politische Appelle, wo eh im Wind verhallen, kommr wieder zum konkreten Thema zurück: Amphetaminsulfat versus Mph.

    Jupp, wer immer unter Euch schon mal mit unretardiertem Mph "eingestellt" worden ist, weiss von den extremen Gefühlsschwankungen, die mit dem Rebound verbunden sein können. Je nach vorliegender persönlicher Verträglichkeit und vorhandener Komorbiditäten, kann das Gefühlsleben von plötzlich einsetztender, überhand nehmender Müdigkeit bis hin zu einer regelrechten, emotionalen Achterbahnfahrt alle Farben und Formen annehmen.

    Dies gilt insbesondere beim Einsatz von Amphetamin, das in Deutschland nur in unreatrdierter, üblicherweise gar liquider Form vorliegt.

    Obwohl das sehr schwierig ist, weil die Wirkungsweisen von Stimulanzien auf AD(H)Sler keineswegs homogen sein müssen, wag ich mal abschliessend - unter grösster Vorsicht und Vorbehalt - eine generelle These.

    Also, Amphetaminsulfat flutet i. d. R. langsamer an, und langsamer ab. Diese Wirkungsweise wird i. a. R. von AD(H)Slern als angenehm empfunden, die beim Einsatz von Mph regelrechte Gefühlsabstürze beschreiben, wenn es nicht mehr wirkt... Bei einigen kann das so krass sein, dass sie das Gefühl haben, jemand knippse ihnen, im Grunde genommen von einer Minute zur anderen, das Licht aus oder jemand ziehe auf einen Schlag aus dem Organismus den Stecker heraus, so dass energietechnisch betrachtet nur noch auf der Couch-Liegen und die Tapetenmuster an der Decke zählen möglich ist. Für solche Leute KANN beispielsweise eine Behandlung mit Amphetaminsulfat durchaus erfolgversprechend sein.

    Zweiter Versuch einer generellen These, wieder unter grösster Vorsicht und unter Vorbehalt, scheint es den Erfahrungen gemäss beim Einsatz von Stimulanzien so zu sein, dass Mph charakteristischerweise signifikant mehr auf die kognitiven Funktionen des Gehirns wirken KANN (Aufmerksamkeit, Ablenkbarkeit), währenddessen Amphetaminsulfat mehr auf die motorischen Funktionen des Gehirns Einfluss nehmen KANN (Impulsivität, aggressives Verhalten).

    Das wissen wir jedenfalls vom, weitaus besser dokumentierten Einsatz von Stimulanzien bei AD(H)S-Kindern. Das heisst, wie ich ja aber schon die ganze Zeit versucht habe deutlich zu machen, dass diese Erfahrungen - leider - nicht eins zu eins auf die Behandlung von AD(H)S betroffenen Erwachsenen übertragbar sind.

    Bitte erinnert Euch zum näheren Verständnis dieser Aussage, noch einmal meinerer Grundthese, dass es sich bei AD(H)S zwar um AD(H)S handelt, aber sich AD(H)S bei Kindern und AD(H)S bei Erwachsenen komplett anderes darstellt. Mithin sind hier auch völlig unterschiedliche Therapiekonzepte gefragt, sowohl medikamentös (*) als auch therapeutisch.

    (*) Beispielsweise werden auch bei Kindern Antidepressiva in Verbindung mit Stimulanzien eingesetzt, allerdings weit weniger generell u. i. d. R. in weit geringeren Dosierungen. Bei Erwachsenen kommt die Schwierigkeit hinzu, dass sie auf Antidepressiva widerum anders reagieren, wie sie es beispielsweise als Kind (vermutlich) getan hätten, wäre im Grundschulzeugnis nicht nur gestanden: ist zu leicht ablenkbar, und deshalb fürs Gymnasium ungeeignet - sondern hätte man solche Beobachtungen damals schon in ihrer unauslöschlichen Tragweite erfassen können - als Faustregel kann hier gelten - auch das der Versuch einer generellen These unter grösster Vorsicht und unter Vorbhalt - dass AD(H)S-Erwachsene entweder überhaupt nicht positiv ansprechen auf Antidepressiva (hat schon manch dilettantischen Psychiater nach Jahren seiner fruchtlosen Bemühungen zu der festverankerten Ansicht gebracht, dass sein Patient gar nicht depressiv sein könne, sondern etwas ganz anderes im Busche sei, wofür das ICD dann auch immer eine hinreichende Begründung zur Hand gehalten, was eine Klinikeinweisung möglich gemacht hat), positiv ansprechen auf Antidepressiva, insbesondere in Kombination mit Stimulanzien, dann aber die Antidepressiva in einer sehr viel niedrigeren Dosierung, als allg. praktiziert oder aber - und dieser Fall kommt auch nicht gerade selten vor - Antidepressiva in Kombination mit Stimulanzien in sehr viel höherer Dosierung als allg. verwendet, und dann dabei erst positive Ergebnisse hervorrufen.

    Jupp, man kann den Eiertanz hier auch einmal beenden und könnt`s abschliessend im Grunde au noch allgemeiner formulieren: Eine angemessene mediakmentöse Therapie der AD(H)S bei Erwachsenen setzt einen Psychiater voraus, der sich nicht nur mit der Sache selbst, sondern auch mit der Bandbreite der Komorbiditäten auskennt UND das nötige Einfühlungsvermögen UND DANN AUCH NOCH über die benötigte Zeit verfügen kann, auf individuelle Eigenheiten und Bedürfnisse des Patienten eingehen und reagieren zu können. Also, unter grossem Vorbehalt und Vorsicht, lässt sich schliesslich die Generalthese erheben, dass die AD(H)S, insbesondere bei Erwachsenen, eine individuell zugeschnittene medikamentöse, psychische und auch soziotherapeutisch begleitende Therapie erforderlich macht, dass also mithin allg. Empfehlungen, die immer und für alle gelten könnten, seriöserweise gar nicht ausgesprochen werden können. Jo, des hören die AD(H)S-Gegner jetzt wieder gerne, gelle?

    Was uns aber widerum nicht - resignierend - von der Pflicht entbinden kann, immer wieder auf das Gemeinsame der AD(H)S hinzuweisen, mithin also auf ihre generelle Diagnostizierbarkeit:

    Bei allen AD(H)Slern sind - auch im Erwachsenenalter (ha, guggat halt mal genauer na - (hier allerdings wesentlich schwieriger) und da hört eben auch das übliche psychiatrische Gewäsch auf, von mangelhafter (Therapie-)Motiviertheit, mangelhafter sozialer Einfügbarkeit, mangelhaft ausgeprägtem Lern- und Leistungswillen u.s.w. und beginnt die ärztliche Kunst, die im wesentliche eine der Differenzierung ist... und auch deshalb hierzulande so selten beherrscht sein mag...

    Die drei Grundsymtome einer AD(H)S, zwingend nachweisbar:

    1. Mangelhafte Aufmerksamkeit, infolge von Ablenkbarkeit durch äussere Reize ("lack of persistance towards a goal" R. A. Barkley)

    2. Hyperaktivität, innere Unruhe, jupp, wie die wenigen Psychiater, die sich mit AD(H)S bei Erwachsenen beschäftigen, wissen, ist Hyperaktivität bei allen AD(H)Slern nachweisbar, also auch bei den so genannten Hypoaktiven, bei denen sie sich nur auf andere Art und Weise bemerkbar macht, i. a. Regel sehr viel mehr nach innen gerichtet, d.h. rein äusserlich betrachtet weniger signifikant, aber für die hypoaktiven Betroffenen ist ihre rastlose, ständig vorhandene Unruhe nicht deshalb weniger quälend, als für ihre Hyperaktiven "Artverwandten", bei denen sie sich nur (auch sozial) auffälliger äussert... Zudem wissen die wenigen Pychiater, die sich in Deutschland mit AD(H)S bei Erwachsenen beschäftigen, dass - bereits unabhängig von der Betrachtung der Komorbiditäten - bei Erwachsenen Betroffenen eine Symptomverlagerung statt gefunden haben kann, dass also mithin ein ehemals hyperaktives Kind jetzt als Erwachsener keinerlei Anzeichen von Hyperaktivität mehr nach aussen hin zeigt, mithin aber beispielsweise auch sein ehemals, als Kind "eindeutig" hypoaktiver "Kollege", im Erwachsenenalter massive hyperaktive Tendenzen entwickelt... Viele dieser wenigen Psychiater sprechen deshalb in freundschaftlichem Ton: "No, kommal her, du mein kleiner Mischling, guggarmr mal, was Sach ischd bei Dir...." Allerdings mehr aus Verlegenheit heraus, denn ein hypoaktives AD(H)S bleibt generell etwas anderes - ihr ahnt es bereits - und bedarf auch andere Formen der medikamentösen wie begleitenden Therapie, AUCH WENN inzwischen eine Symptomverlagerung statt gefunden haben mag.

    3. Impulsivität, im Handeln oder im Denken ("speaks or acts bevor he thinks" R. A. Barkley). Jupp, au wenn scho wieder die Gefahr der Abschweifung in dem Post besteht, muss man mal kurz sagen, warum Barkley hier zitiert wird und mithin au, warum der Punkt der Impulsivität ("inhibition") der heikelste ist am AD(H)S überhaupts. Jupp, also zum ersten Punkt, der Prof. Barkley ist der momentan bedeutendste Forscher zum Thema AD(H)S, jo, i geh mal so weit zu behaupten, der einzigste, der überhaupts an einigermassen Durchblick hat in dera Materie (ha, woher willschd denn Du des wissen, Karle? Ha, wissen du i des net, des sagt mir aber mein Gefühl... ausserdem ischd mir noch aufgefallen, dass Ede Hallowell, der - durch seine Bücher - wirkungsmächtigste AD(H)S-Pratiker unserer Zeit, den Barkley in koim oinzigen seiner Bücher je erwähnt hat, ausser in seim letzten "Answers to Distraction", wo er ihn auf jeder dritten Seit zitiert, jo, des ischd doch verdächtig, gelle? Aber des gehört eben in des leidige Thema "Animositäten" unter den wenigen Leuten, die sich mit AD(H)S überhaupts auskennen, des ischd´s ja grad...). Jupp, wo warmr standablieben? Jupp, elso, dr Barkley sagt: "lack of inhibition control is the core symptom of AD(H)D". Jupp, also sinngemäss: Impulsivität ist das Kernsymtom von AD(H)S, d.h. auf noch deutscher: Impulsivität ist das Symptom, dass bei JEDEM AD(H)Sler zwingend nachweisbar ist, und zwar von früher Kindheit an bis ins Erwachsenen-Alter ("no other psychiatric disorder does this" - bei keiner anderen psychiatrischen Störung liegt ein solches Symptombild vor - sg., gell, i bin kein Anglist...)

    Im Klartext heisst des, die anderen beiden Kernsymtome von AD(H)S: Hyperaktivität (motorische Unruhe) und Aufmerksamkeit (Ablenkbarkeit durch äussere Reizeinflüsse, Reizoffenheit), die bei Kindern mit AD(H)S ebenso zwingend nachweisbar sind wie die Impulsivität, sind bei der Diagnose von AD(H)S bei Erwachsenen - nach Barkley - "of no ****in` value at all". Sinngemäss: Hyperaktivität (innere Unruhe) und mangelnde Aufmerksamkeit (Ablenkbarkeit, Irretabilität) sind bei der Diagnose von AD(H)S bei Erwachsenen, ähm, jo, von nur sehr eingeschräntem Nutzen.

    Kurze Erklärung dazu, die beiden Kernsymptome Aufmerksamkeit und Hyperaktivität, die bei Kindern mit AD(H)S zwingend nachweisbar sind, sind auch bei Erwachsenen mit AD(H)S zwingend nachweisbar, haben allerdings bei der Diagnose von AD(H)S bei Erwachsenen keinerlei bestimmenden, allerhöchstens ergänzenden Wert, weil diese beiden Symptome - Aufmerksamkeit (Konzentrationsschwäche) und Hyperaktivität (innere Unruhe) auch von den unterschiedlichsten Komorbiditäten wie beispielsweise Depression, Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Essstörung, Boderline u.s.w. verursacht werden können. Impulsivität jedoch ("acts or speaks bevor he/she thinks") kann nur von einer einzigen psychiatrischen Störung signifiziert werden, und des ist AD(H)S.

    Jupp. "Ha, schwätz doch koin Bembeles daher, Karle, Borderliner sind äusserst impulsiv und Psychotiker, da musst ja als Normalsterblicher in Deckung gangen, wenn die ihre Impulsivität für sich entdecken?" Jupp, des ischd richtig. Aber weder bei Borderlinern - und des ischd dr Trick bei dera Sach - noch bei Psychotikern - lässt sich die Impulsivität anamesistisch bis in die Kindheit zurückverfolgen... "No other psychiactric disorder does this..." Sinngemäss: Bei keiner psychiatrischen Störung lässt sich das Symptom der Impulsivität (lack of "inhibition control") bis in die Kindheit des Betroffenen nachweisen. Hyperaktivität (ständige innere Unruhe) hingegen oder Probleme mit der Aufmerksamkeit (Konzentration, Irretabiliät) lassen sich auch bei einer ganzen Reihe anderer psychiatrischer Störungen feststellen, teilweise bis in die Kindheit hinein, Impulsivität ("speaks or acts bevor he/she thinks" sinngemäss: das betreffende Kind tut sich im Unterricht weder durch seine qualitativ hochwertigen, verbalen Beiträge, noch unbedingt durch seine qualitativ hochwertigen schriftlichen Arbeiten (oder Hausarbeiten), dafür aber ständig, und auf einer regulären Basis, in anderer, allerdings weit weniger erfreulichen Weise, teilweise sowohl gegenüber Klasenkameraden als auch erwachsenen Autoritätspersonen gegenüber, in geradezu frech bis unverschämt, und nicht immer altersgemäss angepasster zu nennender Weise hervor...)

    "No other psychiatric disorder does this..."

    Sinngemäss, bei keiner anderern psychiarischen Störung, lässt sich eine solche Verhaltensweise nachweisen.

    Jupp, Karle, des ist ja wieder herzallerliebst und interessant, was Du da verzählst, und Du hörst die bestimmt au gerne selber reden, wenn Du Dich im Spiegel dabei betrachtest (des hab ich im Grunde glei gwusst, dass Du gar kein AD(H)S hast, sondern eine schwere Narzistische Persönlichkeitsstörung...) Aber was hat denn des jetzt mit der Ursprungsfrage zu tun, WARUM in Deutschland (von den wenigen Psychiatern, die sich mit AD(H)S bei Erwachsenen auskennen), Mph als das Mittel der ersten Wahl verwandt wird, und nicht Amphetaminsulfat?

    Jo, ganz einfach, weil der einzig verbindliche Punkt, eine AD(H)S bei Erwachsenen zwingend nachweisen zu können, derjenige der Impulsivität ist. Das aber gerade DIESER Punkt, der von den drei Kernsymptomen bei AD(H)S - Impulsivität, Aufmerksamkeit, Hyperaktivität - bei Erwachsenen mit AD(H)S oft der am schwersten feststellbare ist...

    Nicht bei Kindern, da ist es im Zusammenhang mit AD(H)S oft der offensichtlichste (vorausgesetzt jedenfalls, man hätte einen Kinderarzt gehabt, der hätte sehen können, aber machet die Blinden sehend, ist jetzt mehr ein biblisches als ein unbedingt medizinisches Thema) Erwachsene jedoch - unabhängig ob von der Grundanlage hyper- oder hypoaktiv - haben sich im Laufe der Jahrzehnte ihres Erwachsenenlebens Strategien ausgebildet, zurechtgelegt, mit denen sie ihre Impulsivität - recht erfolgreich übrigens, rechnete man jetzt aus diesem Grund zusätzlich auftauchende Störungen wie Alkoholismus, Tablettenmissbrauch, Spiel-, Sex-, Kaufsucht u.s.w. einmal -grosszügig - ab - UNTERDRÜCKEN können.

    Oder im Klartext, kein Psychiater, der sich mit der Behandlung von AD(H)S bei Erwachsenen auskennt, kann die - ja auf Jahre antrainierte und disziplinierte und somit äusserlich betrachtet nicht mehr vorhandene Impulsivität - zweifelsfrei feststellen.

    Hyperaktivität (innere Unruhe, das Gefühl, auf Gaspedal und Bremse gleichzeitig zu stehen) immer, Probleme mit der Aufmerksamkeit (Scheitern in Schule, Ausbildung, Beruf, Studium, beim Lernen generell...) immer, gestörte Impulskontrolle dagegen fast nie.

    Lässt sich bei einem Erwachsenen mit AD(H)S auf den ersten Blick eine gestörte Impulskontrolle nachweisen, befindet er sich i. a. R. bereits in einer Drogenklinik (wo sein Grundproblem, aufgrund des mangelhaften Ausbildungsstandes seiner behandelnden Psychiater aber trotzdem nicht erkannt wird...) oder ist bereits ein Fall für die Forensik geworden, eines ganz speziellen Unterzweiges der Psychiatrie, in dem man es geradezu in erster Linie mit schwer und auf den ersten Blick impulsgestörten Menschen zu tun hat, ohne freilich auch hier den psychiatrischen Ausbildungsstand erlangt zu haben, feststellen zu können, womit diese mangelhafte Impulskontrolle in ihrem Ursprung zu tun haben könnte.

    Jupp, um jetzt also mal den Versuch zu unternehmen, die Frage generell zu beantworten, warum MPH von den wenigen Psychiatern in Deutschland, die sich überhaupt mit der Diagnostik und Behandlung von AD(H)S bei Erwachsenen plus entsprechend vorhandener Komorbididäten auskennen, NICHT gleichberechtigt mit MPH eingesetzt wird, kann man nicht davon absehen, dass AD(H)S bei Erwachsenen nicht so schnell und leicht zweifelsfrei festzustellen ist.

    Jupp, den Unbedarften, muss ich an dieser Stelle aber glei einmal den Spass verderben, sich durch das Antrainieren gewisser AD(H)S-Symptomatiken bei einem AD(H)S-Arzt einzuschleichen, um auf diese Weise billiger an "Speed" zu kommen, wie dies auf der Strasse der Fall wäre...

    1. Des ist unmöglich. Also einem kundigen Psychiater AD(H)S-Symptomatiken vorzuspielen, obwohl sie nicht vorhanden sind... noi, do koaschd ja nemme... Heidanei...

    2. Könnt natürlich sein, dass ihr Bruno Ganz seit, also tatsächlich über ein wirklich extraterristisches Schauspielphänomen verfügt, des wird aber dann au wenig von Erfolg gekrönt sein, weil ihr selbst dann Amphetamin in einer Konzentration verschrieben bekommt, die Euch vielleicht wacher, aber eben ned glücklich machen wird...

    Jupp, das ist also schon die ganze Erklärung, ein AD(H)S bei Erwachsenen behandelnder Psychiater (der sich au auskennt, des muss man ja jetzt ed immer drzuschreiben, oder?) wird, wird Amphetamin erst verschreiben, wenn er sich seiner Sache sicher ist, im Zweifelsfall zieht er einen - irrtümlich - mit Mph Behandelten einem - irrtümlich - mit Amphetamin Behandelten, nämlich deutlich vor, weil gerade letztere Substanz - in empirisch beträchtlichem Abstand zu ersteren - dafür bekannt geworden ist oder ist, dass sie bei Menschen, die gar kein AD(H)S haben, die Fähigkeit zur Impulskontrolle eher vermindert als erhöht, ums mal vorsichtig auszudrücken.

    Jo, man mag daraus also - in aller, bei jedem komplexen Thema prinzipiell problematischen darstellerischen Kürze - sehen, dass gleichwie die Frage: "Probieren wir es zuerst mit Mph oder probieren wir es zuerst mit Amphetamin?" bei der angemessenen und therapeutisch sinnvollen Behandlung von AD(H)S bei Erwachsenen die sozuagen mariginalste ist.

    Jupp, fassen wir also abschliessend nommal das Wichtigste zusammen, Frage war also: Amphetaminsulfat oder MPH?

    Jetzt mal abgesehen davon, dass in einigen Fällen die richtige Antwort auch bei Amphetaminsulfat PLUS MPH (plus gegebenfalls Antidepressiva liegen kann; so ist beispielsweise das bei einigen Diskussionen über AD(H)S immer wieder als Reizwort auftauchende Wort "Strattera", im Grunde nur dann ein Reizwort, wenn es alternativ gebraucht wird, also in der Form: Amphetaminsulfat ODER MPH ODER Strattera (für die wenigen AD(H)S behandelnden Praktiker in Deutschland, spielen allerdings solche, medizinisch hahnebüchernen, kategorisch "ausschliessenden Alternativen" weit weniger eine Rolle, als dies beispielsweise in der Breite bei Gesundheitspoliterken, oder selbstberufenen Gesellschaftsgesundbetungsspez ialisten der Fall sein mag; die (wenigen) AD(H)S-Spezialisten dagegen sind froh, überhaupt, einen, wennauch nur geringen, medikamentösen Spielraum in der Behandlung von AD(H)S bei Erwachsenen zur Verfügung zu haben...), lässt sich die von Alice - zurecht gestellte - Frage einfach ned beantworten.

    Zumindestens ned per Luftdiagnose und scho glei a mal gar ned von jemand, der hier bloss als einer von vielen Selbstbetroffenen spricht, mithin also über keinerlei medizinisches Fachwissen verfügt. Ich bitte jedenfalls, beim Lesen des Posts zu bedenken, dass hier ein PATIENT spricht, der also selbstverständlich nur seine eigenen, individuellen Erfahrungen weitergeben kann, sich aber sowohl fachlich-medizinisch, als auch theoretisch wissenschaftlich mit der Behandlung von AD(H)S NICHT auskennt. Jupp, ischd mir wichtig, die Feststellung, i kling nämlich manchmal so entschieden ahnungsvoll, deswegen ischd es mir wichtig festzustellen, dass ich keine habe.

    Verbindliche Aussagen über AD(H)S und deren angemessene Behandlung obliegen allein dem (allerdings no zu spärlich vorhandenen) medizinischen Fachpersonal, d. h. den behandelnden Psychiatern und Neurologen.

    Jupp, des muss generell mal gesagt werden, bitte fangt nicht an zu glauben, was Euch irgendwelche i. d. R. selbsternannten "Spezialisten" im Internet über AD(H)S erzählen wollen. Jupp, ich darf für meine Person herausnehmen, dass ich nix leichtfertig in die Gegend hineinverzähle, ohne von dessen ungefährer Richtigkeit überzeugt zu sein, oder im Klartext: I schwätz an Haufen, medizinisch-psychiatrisch unfundierten Scheiss über AD(H)S raus, wenn au nie mit Absicht.

    Aber da gibt`s ja au ganz andere Gestalten im Internet, die irgendwo genauso fundiert erscheinen, bei denen aber die Verwirrung, oder die eigene Geistesverwirrung das zentrale Thema ischd. Des könnt ihr, liebe Betroffene, aber ned auf den ersten Blick ausfiltern und auseinanderhalten. Also generell: VORSICHT was im Internet gschwätzt wird, auch bei meim Geschwafel, gell? Jupp... so ischd des...

    Medizinisch daherkommende Aussagen von sich auch noch so selbstbetroffen- und kenntnisreich gebenden Menschen GRUNDSÄTZLICH in Frage stellen, und sämtliche in nächtlichen Internet-Alleinsitzungen aufgeschnappten "Thesen" über AD(H)S und deren Behandlung, besprechen und mithin überprüfen lassen vom behandelnden medinzinischen Fachpersonal, d.h. vom Psychiater/Neurologen. (Noi, NED vom Psychologen (!) von ganz wenigen Aussnahmen abgesehen, sind Psychologen/innen in der Diagnostik von AD(H)S bei Erwachsenen aufgrund ihres Ausbildungsstandes und ihres nicht vorhandenen medizinischen Sachwissens (gell, ned unbedingt aufgrund ihres generell beschränkten Horizontes, der darüberhinaus auch noch sehr häufig feststellbar ist...) völlig ungeignet in der Diagnostik, geschweige denn der Therapie, geschweige denn der medikamentösen Therapie von AD(H)S bei Erwachsenen.)

    Jupp, so ischd des, aber jetzt semmr wieder abgschweift, gell?

    Jupp, machmr also nommal einen letzten Versuch der Zusammenfassung...

    Frage war also: Amphetaminsulfat oder Mph bei AD(H)S-Erwachsenen...

    Was hammr gsagt, generell lässt sich die Frage gar ned beantworten und generell sind generelle Aussagen bezüglich der Behandlung von AD(H)S bei Erwachsen, also sozusagen generell sinnlos...

    Jupp... Weil es - wie gesagt - auf die individuellen Merkmale des einzelnen Betroffenen und seiner, individuell verschiedenen Reaktionsweise auf Stimulanzien ankommt.

    Jupp, weil ich persönlich aber numal auch solche Posts hasse, wo es heisst: einerseits, andererseits, zum einen und zum anderen, des lässt sich ned so leicht beantworten, weil man da zum einen noch das eine und noch zum anderen au no das andere betrachten muss, um überhaupt was auszumsagen, widerhole ich abschliessend - unter grösster Vorsicht und unter grösstem Vorbehalt - nommal meine Grundthese zum Thema Amphetaminsulfat versus Mph bei der Behandlung von AD(H)S bei Erwachsenen.

    Elso:

    Amphetamin flutet i. d. R. langsamer an, geht spürbar sanfter zurück; wirkt gemeinhin länger (4 bis 5 Stunden) als Mph (2 bis 4 Stunden), kann deutlichere Ergebnisse zeigen auf den Gebieten Hyperaktivität und Impulsivität, während Mph gleich gute bis bessere Ergebnisse auf den Gebieten Hyperaktivität und Aufmerksamkeit erzielen kann.

    Grunsätzliches Problem von Amphetaminsulfat, es liegt nicht in retardierten Formen vor.

    Den richtigen Amphetaminspiegel bei einem Erwachsenen einzustellen ist ein noch grösseres Geduldsspiel, als es beim Mph der Fall ist. Den einmal festgestellten, richtigen Amphetaminspiegel im Blut dagegen über den ganzen Tag oder bis in die Abend- und Zubettgehstunden hinein KONSTANT zu halten, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch kommen viele AD(H)Sler mit Amphetaminsulfat blendend zurecht. Und auch für einige, die damit nicht so blendend zurecht kommen, ist es trotzdem die einzige Möglichkeit einer Alternative zum Mph.

    Abschliessend sei noch bemerkt, dass die generelle Aussage, Amphetaminsulfat sei günstiger als Mph (oder umgekehrt), völlig sinnlos ist, weil - was haben wir gelernt - jupp, generelle Aussagen über AD(H)S und deren Behandlung völlig sinnlos sind, mithin die Frage der Kosten, abhängt davon, wie viel von der einen oder anderen Substanz benötigt wird - und des lässt sich generell ned sagen. Jupp.

  4. #24
    kyz


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben?

    hab seit heute d-amp tjoa, passiert noch nichts (wie immer)

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben?

    Ich bin seit ca 4-5 Monaten in Behandlung.

    Angefangen habe ich mit MPH welches nie irgendwelche Nebenwirkungen aber nach 2-3 Monaten auch keine Wirkung bei 60mg/Tag hatte.
    Daraufhin hat mir der Therapeut Moclobemid verschrieben ohne Amphetaminsaft zu testen. (Ist diese Vorgehensweise überhaupt normal/akzeptabel?)
    Auf mein "drängen" das ich keine Antidepressiva nehmen will bevor ich nicht alle Akkutmittel der ersten Wahl probiert habe, hat er mir dann doch Amphetaminsaft verschrieben mit dem Hinweis das er sowas noch nie verschrieben hat und ich mit 5mg (entspricht 2,5ml) anfangen soll und steigern darf.

    Da ich es langsam angehen will habe ich erst meine Morgendosis eingestellt welche nun bei 20mg/10ml liegt.
    Obwohl ich kein rebound bekomme wäre es natürlich sinnvoll auch eine Mittagdosis zu nehmen.

    Nun habe ich mich im Internet erkundigt das die maximale Monatsabgabe bei 600mg Amphetaminsulfat d.h. 20mg/Tag liegt.
    Jetzt würde mich interessieren ob eurer Meinung eine angestrebte Tagesdosis von 40mg zu hoch ist und wie es möglich ist 1200mg Sulfat im Monat zu bekommen oder nehmen Leute wie Eiselein den Saft nicht täglich sondern nur zur Unterstützung?

    mfg Markus

    ps. Ich weis das mein Psychiater nicht unbedingt vertrauenserweckend ist jedoch bin ich mittlerweile der Meinung das ich selber entscheiden muss was mir gut tut.
    In einer Therapie beim Psychologen befinde ich mich natürlich auch

    edit:
    Als einzige Nebenwirkung habe ich leider Heisshunger was noch nicht so schlimm wäre jedoch habe ich solange ich nicht komplett voll bin ein flaues bzw schlappes Gefühl in der Magengegend.
    Ein flaues bzw schlappen Gefühl hatte ich auch schon vor den Medikamenten bei starkem Hunger
    Geändert von Markus ( 3.03.2010 um 14:26 Uhr)

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben?

    Hallo zusammen,

    Wow, Eiseleins Beitrag war ja echt sehr informativ
    ja, ich bekomme auch Ampehtaminsaft und kann nur positives berichten...Hatte vorher fast ein Jahr mit mph herumprobiert und bekomme jetzt seit etwa einem Monat den Saft. Ich kann für mich persönlich nur sagen, ich bin superglücklich diese Alternative zum mph gefunden zu haben und ärgere mich fast ein wenig, dass ich so lange mit dem mph herumgekämpft habe.

    Wirkung bei mir mit mph:

    -gute Konzentration, Organisationsfähigkeit, Motivation
    - gedrückte Stimmung (Depressionen) und Hang zu Introvertiertheit unter mph
    - nur 1. Medigabe für ca 1-1,5 Stunden gut, dann Bergabfahrt, trotz weiterer Gaben kaum (nur ganz kurz) Besserung
    -extrem schlimmer Rebound (in tiefes Loch gefallen, schlimme Reizüberflutung, extreme Nervosität)
    - zu kurze Wirkzeit (ca. 2 Stunden)


    Wirkung bei mir mit dem Amphetaminsaft:

    - weitaus niedrigere Dosis nötig (als mit mph)
    - beeinflusst Stimmung überhaupt nicht, keine Hochs und Tiefs, keine Depris--> bin stimmungsmassig so drauf, wie ich es auch ohne Medis wäre
    - gute Konzentration, Organisationsfähigkeit, Motivation
    - Rebound so gut wie nicht vorhanden (merke einfach irgendwann nur dass ich wieder die "alte" bin und habe großen Hunger)
    - gute Wirkzeit (ca. 4 Stunden!)

    Also ich kann es weiterempfehlen, aber das ist ja auch immer nur eine individuelle und persönliche Erfahrung und deshalb von der Wirkungsweise nciht unbedingt auf andere übertragbar.

    Joleen

  7. #27
    kyz


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben?

    Hi, um auch nochmal meinen Senf hier hinzu zufügen, nach einer Woche dextroamphetamin (20mg Täglich, teilweise 20mg pro stunde) Hat mein Arzt mir gesagt dass ich generell nicht auf Medizin anspringen werde, daher bekomme ich seit Montag keine Medikamentöse Behandlung mehr.

  8. #28
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 112

    AW: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben?

    Ich weiß nur, dass ich in meiner Jugend zeitweise missbräuchlich Stimulanzien konsumiert habe und davon nicht wie alle anderen Lust zu Tanzen bekam, sondern mich völlig entspannt hingesetzt und einfach nur meine Ruhe wollte und das angenehme Gefühl genossen habe.
    Diese Wirkung trat bei mir aber auch erst beim 3. oder 4. Mal ein- zuvor wirkte es ganz typisch auf mich- aber danach eben immer paradox.

    DANKE ALICE genau das hab ich auch mitgemacht. ich durft mir von den Feierfreunden dann anhörn was los alles ok? du sitzt nur rum isses zu krass? pf krass von wegen ich wollt chillig musik hörn sitzen und das feeling geniessen.

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben?

    Hallo!
    Ich danke euch allen nochmal für eure tollen Berichte.
    Eiselein´s hab ich immer noch nicht ganz geschafft. Bin aber dran
    Ich hab nicht sofort wieder geantwortet, weil ich vor 14 Tagen nicht amph verschrieben bek. habe statt dessen wieder eine höhere Dosis MPH jetzt sind es schon bis Mittag 70 mg und bis abend insgesamt 120 mg mir hilft es nicht wirkl. gut und auch mit dem hohen redart (20mg) auch wieder nur unter 2 Std.
    Jetzt muss ich gleich wieder hin, hoffe er geht nicht höher. Hab schon voll den ekel weil es so viele Tabletten sind die ich schlucken muss
    Bei mir ist das fast 100% so wie bei Joleen. Nur mache ich seit 18. Dez. alle 14 Tage das gleiche mit. Wann begreift mein Arzt endlich, dass es bei mir nicht wirkt.??????
    Das Amph hatten wir ja schon beim vorletzten Mal angesprochen. ?????
    Was ist da schlimmer bei einen Bluttest (Verkehrskontrolle) Amph oder MPH.
    Ich muss jetzt auch einen Ausweis für MPH bei mir haben.
    Ach ich bin voll angepißt.....Mich nervt das langsam SEEEEEHR!
    Hab heut mit Selbsthilfeverein (KINDER) gesprochen, die meint das wäre auch schon viel zu lange vom Einstellen der Medis und vor allem viel zu viel, sie kennt nur aller höchsten 100 mg pro Tag b. Erwachsenen und das sehr selten. Was soll dazu sagen????
    Der Rebound wird auch immer schlimmer abends kann man mit mir überhaupt nichts mehr anfangen.
    Bin mom. nicht zu ertragen, für andere und auch nicht für mich!!!!
    Weiteres nach meinen heutigen Termin bei Regensburg 11.30 Uhr!

    Trotzdem liebe Grüße an alle die es lesen und interessiert!
    Clamour

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 182

    AW: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben?

    Hallo Clamour,

    ui, ich glaub auch dass 120mg schon relativ viel sind,
    ich hab 90mg (3x30), mehr könne mein Doc nicht verantworten (bei 70 bis 75 Kg Körpergewicht), wegen dem Risiko z.B. einen Schlaganfall zu bekommen...
    Eigentlich ist die Grenze schon bei 1mg pro Kg Körpergewicht,
    aber bei Erwachsenen über 70 Kg bis 120mg/Tag (laut Wikipedia).

    Also bei Deinen 120 mg sollte nun eigentlich Schluss sein !

    Grüßle,
    Sumpfi

Seite 3 von 11 Erste 12345678 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. Amphetaminsulfat
    Von Tibet im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 31
    Letzter Beitrag: 8.10.2012, 10:12
  2. Elontril verschrieben
    Von suppenkasper im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 7.09.2009, 11:41

Stichworte

Thema: Nimmt hier jemand Amphetaminsulfat bereits verschrieben? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum