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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    MPH-Verschreibung und Rezeptausstellung

    Hallo,

    ich habe mal eine Frage zur Verschreibung unseres MPH’s. Ich nehme Medikinet adult retardiert.

    Bei meinem Arzt wird die Linie gefahren, dass für jede Medipackung ein einzelnes Rezept ausgestellt wird.

    Wenn ich also da rausgehe habe ich ein Rezept mit 50x5mg und ein Rezept mit 50x10mg in der Hand und habe dafür 10Euro (pro Rezept 5 Euro) bezahlt.

    Möchte ich z.B. gleich nochmal 50x5mg und 50x10mg (weil mein Arzt von meinem Wohnort nicht so gut zu erreichen ist) wird mir gesagt, dass das nicht geht weil das nicht mehr erlaubt wäre.

    Nun bin ich – über Umwege – im Netz darauf gestoßen, dass man sich innerhalb von 30 Tagen insgesamt 2000mg MPH verschreiben lassen darf.

    In meinem Fall sind ja 50x5mg + 50x10mg = 750mg. So hätte ich also noch 1250mg Rest/30Tage...

    Wie handhaben eure Ärzte das?

    Danke schon mal für eure Antworten :-)

    lg Susilein

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: MPH-Verschreibung und Rezeptausstellung

    Ich fürchte, du bezahlst das nicht pro Rezept, sondern pro Medikament. So geht es mir zumindest mit einem anderen Medikamet.


    Wir bekommen hier sonst auch bei MPH (retard) nur eine Packung für den Monat und müssen so jeden Monat hin. (Ich weiss aber auch gar nicht, ob es da grössere Packungen gibt. 2 werden uns jedenfalls nicht verschrieben, weil der Bedarf nur eine pro Monat ist.)

    Das unretadierte MPH bekommen wir aber in einer grösseren Menge, so dass es länger hält (ca. 1,5-2 Monate), weil wir davon auch nicht so viel brauchen. Das ist dann immer eine grössere Packung. - Klingt komisch, ist aber so.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: MPH-Verschreibung und Rezeptausstellung

    Eben ich finde es auch komisch – letzte Jahr, in meiner Anfangszeit (August 2014), habe ich auch 100x10mg bekommen (was 2 Packungen entspricht) und die standen auch auf einem Rezept. Irgendwann – ich glaub Anfang diesen Jahres – ging das dann plötzlich nicht mehr.

    Größere Packungen wie 50 Stück gibt’s gar nicht soweit ich weiß – ich hatte dann immer 2 Packungen mit je 50Stück.

    Naja, mal schauen, vielleicht schreibt ja nochmal wer was…

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: MPH-Verschreibung und Rezeptausstellung

    Die gesetzliche Regelung bezüglich der Zuzahlungen ist leider etwas schwammig. Im Gesetz steht, dass sich die Zuzahlungen auf den Abgabepreis beziehen. Der Begriff Abgabepreis ist nicht so richtig geregelt. Daher sind die meisten Apotheken dazu übergegangen, die Zuzahlungen auf den Preis pro Packung zu beziehen.

    Quelle: SGB 5 - Einzelnorm

    Die Regelung ist:

    • Kostet ein Medikament 10 Euro, zahlt der Patient 5 Euro
    • Kostet ein Medikament 75 Euro, zahlt der Patient 7,50 Euro
    • Kostet es 400 Euro, zahlt er 10 Euro
    • Kostet es 4,75 Euro, zahlt er 4,75 Euro
    Wenn ein Medikament 30,- Euro kostet, bezahlt man bei einem Einzelrezept 5,- Euro Zuzahlung. Bei zwei Rezepten sind das 2 x 5,- Euro = 10,- Euro Zuzahlung.

    Hat man aber ein Rezept mit der doppelten Anzahl des Medikaments wird es problematisch. Die Kosten der Medikamente sind 60,- Euro. Es stehen aber 2 Packungen darauf. Es gibt Apotheken, die verlangen 5,- Euro Zuzahlung. Die Apotheke neben meinem Psychiater macht das so. Die meisten anderen Apotheken verlangen aber 10,- Euro.

    Noch schwieriger wird es, wenn zwei gleiche Medikamente mit unterschiedlichem Wirkstoffgehalt auf einem Rezept stehen. Die Apotheke neben meinem Psychiater verlangt auch da nur 5,- Euro.

    Das mit dem 2400 mg pro 30 Tagen ist eine andere Geschichte. Die kann man mit dem sagenumwobenen "A" auf dem Rezept umgehen.

    Quelle: BtMVV - Einzelnorm
    Geändert von Steintor ( 2.09.2015 um 14:08 Uhr)

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.727

    AW: MPH-Verschreibung und Rezeptausstellung

    Mit den 10 EUR meinst du die Zuzahlung, die du in der Apotheke zahlen musst. Oder will der Arzt auch noch eine Gebühr (sowas gibts)?

    Du kommst mit einer 10-er und einer 5-er Kapsel am Tag aus, d. h. du holst einen Vorrat für 50 Tage?

  6. #6
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: MPH-Verschreibung und Rezeptausstellung

    4.Kl.konzert schreibt:
    Du kommst mit einer 10-er und einer 5-er Kapsel am Tag aus, d. h. du holst einen Vorrat für 50 Tage?
    Und damit sind wir bei dem Problem, das wir schon seit einiger Zeit diskutieren. Die Vorratshaltung will der Gesetzesgeber verhindern. Deswegen die Regelung mit den 30 Tagen. Bei geringer konzentrierten Medikamenten ist das kein Problem. Patienten, die nur 20 mg Wirkstoff pro Tag benötigen, können also 2400 mg/20 = 1200 Kapseln à 20 mg Wirkstoff verschieben werden. Das sind also 24 50er 20mg-Packungen. Da der Patient aber weniger als eine Packung 20er Kapseln innerhalb dieser 30 Tage benötigt, würde er mehr als 2 Jahre damit auskommen (habe ich richtig gerechnet?).

    Anders sieht es aus, wenn man 80 mg benötigt.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: MPH-Verschreibung und Rezeptausstellung

    Vorratshaltung hin oder her, wenn z. B. die Urlaubszeit ansteht und der Patient und anschliessend der Arzt im Urlaub ist, dann können da theoretisch schon 6-8 Wochen zusammen kommen. Und bei einer Monatspackung, die man regelmässig nimmt, eine Packung "Vorlauf" zu haben, macht es für einen AD(H)Sler deutlich leichter, daran zu denken, beim Anbruch der neuen Packung nun ein neues Rezept zu holen - das sind zumindest die Erfahrungen, die ich so höre ... Das ist aber noch lange nicht das, was ich unter "Vorratshaltung" sehen würde.


    Und Steintor:
    Interessant wird es auch, wenn der Arzt eine grosse Packung aufschreibt, der Apotheker aber nur 2 kleine Packungen da hat, die einer grossen Packung entsprechen würde und die dann mitgeben will, weil das Medikament unmittelbar gebraucht wird. In manchen Apotheken ist auch das preislich durchaus interessant.

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: MPH-Verschreibung und Rezeptausstellung

    Ich glaub du hast dich verrechnet Steintor – 2400/20 sind 120 – man würde also 120 Tage umgerechnet ca. 3 Monate damit auskommen… oder hab ich jetzt was falsch verstanden…

    Ich nehme in Absprache mit meinem Arzt die Tabletten nach Bedarf ein – an Arbeitstagen meistens 10-10-0, an Wochenenden oder im Urlaub meist 5-5-0 oder sogar mal nur 5-0-0… wie lang eine Packung hält kann ich daher nie genau sagen…

    Um die Zuzahlung gings mir jetzt nicht primär – in der Apotheke kommen aber auch nochmal 5 Euro pro Rezept drauf – das Geld ich mir vordergründig aber erst mal egal da ich durch die Medikamente ein echtes Plus an Lebensqualität habe… da machen die 20 Euro echt nix aus!

    Mir ging es hauptsächlich eben um die maximal zu verordnende Menge von - ich habe mich inzwischen auf einem aktuellen Portal schlau gemacht – 2400mg/30Tagen – somit könnte ich mir ja nochmal je eine Packung 5mg- und 10mg-Kaplseln holen – also insgesamt 6 Packungen in 30 Tagen.

    Auf meinen Rezepten steht übrigens auch immer das „A“

    Der aktuelle Hintergrund ist folgender:
    Ich habe zur Zeit beruflich sehr nah bei meinem Doc zu tun und würde das gerne nutzen, da ich auf absehbare Zeit sehr große Schwierigkeiten haben werde zu meinem Doc zu kommen und die Rezepte abzuholen.
    Des Weiteren verwundert mich diese plötzliche Änderung – dass nur noch 50 Kapseln pro Rezept/Medikament (also Dosierung) verschrieben werden dürfen – ich habe darüber nämlich nichts im Netz gefunden und die bei meinem Doc können mir das auch nicht so erklären damit ich zufrieden bin – „Weil das nicht mehr erlaubt ist!“ mit einem breiten Lächeln dazu, ist für mich nämlich keine ausreichende Begründung.

    Mich interessiert einfach ob jemand von euch auch schon mal davon gehört hat.

    Ich glaube ich muss mich eh mal nach einer anderen „Quelle“ umschauen – ich habe schon mal mit einem Psychiater in der Nähe von meinem Wohnort gesprochen, der meinte, dass es kein Problem wäre mir auch die Rezepte auszustellen, wenn ihm mein Doc einen Befund zukommen lässt!
    Geändert von Susilein ( 2.09.2015 um 17:22 Uhr)

  9. #9
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: MPH-Verschreibung und Rezeptausstellung

    ChaosQueeny schreibt:
    Interessant wird es auch, wenn der Arzt eine grosse Packung aufschreibt, der Apotheker aber nur 2 kleine Packungen da hat, die einer grossen Packung entsprechen würde und die dann mitgeben will, weil das Medikament unmittelbar gebraucht wird. In manchen Apotheken ist auch das preislich durchaus interessant.
    Der Apotheker darf Änderungen auf dem Rezept vornehmen:

    Bei Verschreibungen [...] ist der Abgebende berechtigt, nach Rücksprache mit dem verschreibenden Arzt, Zahnarzt oder Tierarzt Änderungen vorzunehmen.
    Quelle: BtMVV - Einzelnorm

    Theoretisch dürfte der Apotheker auch Ritalin Adult abgeben, falls er kein Medikinet Adult hat, denn dieses Gesetz bezieht sich auf den Wirkstoff. Der Patient müsste aber die Mehrkosten, falls es Mehrkosten gibt, bezahlen.

    Die von dir genannten Zuzahlungen dürften sich auf die Angaben auf dem Rezept beziehen. Das heißt, wenn der Arzt eine große Packung aufschreibt, muss ich auch eine große Packung bezahlen. Ich habe es erlebt, dass ich in der Apotheke eine kleinere Packung bekommen habe und den Rest der verschriebenen Menge als einzelne Blister. Das war kein BtM. Aber auch bei BtMs kann der Apotheker das machen, denn die Verwaltungsarbeit hat er. Er muss die restlichen Blister, die in der Apotheke verblieben sind, abrechnen.

  10. #10
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: MPH-Verschreibung und Rezeptausstellung

    Susilein schreibt:
    Ich glaub du hast dich verrechnet Steintor – 2400/20 sind 120 –
    Mist!


    Susilein schreibt:
    Auf meinen Rezepten steht übrigens auch immer das „A“
    Dann gilt die 2400 mg-Regelung nicht.


    Susilein schreibt:
    Des Weiteren verwundert mich diese plötzliche Änderung – dass nur noch 50 Kapseln pro Rezept/Medikament (also Dosierung) verschrieben werden dürfen –
    So plötzlich ist das nicht. Ich hatte neulich ein Rezept ohne "A", weil mein Arzt das immer vergisst. Ich habe mir angewöhnt, nach Erhalt auf das Rezept zu schauen, ob es da ist, das "A". Doch einmal habe ich vergessen, das "A" zu kontrollieren.

    Ich bin also mit dem Rezept ohne "A" zur Apotheke und hatte auch noch eine Bedienstete, die gerade eingearbeitet wurde. Diese Apotheke hat so einen neumodischen Tablettenroboter, der mit einem Computer gesteuert wird.

    Ich hatte auf diesem Rezept erstmals eine 78er 30 mg-Packung und zusätzlich eine 50er 10 mg-Packung auf dem Rezept stehen. Bei den 78er 20 mg-Packungen gab es nie Probleme, da die Summe an Wirkstoff 78 x 20 + 50 x 10 = 2060 mg sind, also weniger als das im Gesetz angegebene Limit.

    Bei der 78er 30 mg-Packung sah das nun anders aus, nämlich:

    78 x 30 + 50 x 10 = 2840 mg. Da hat sich der Computer aufgeregt. Ich sollte später noch einmal wieder kommen. Die Apotheke dürfe mir das Medikament trotzdem geben, sie hätte lediglich vom Arzt die Erlaubnis zur Änderung des Rezepts einzuholen, sagte mir eine erfahrene PTA in der Apotheke.


    Das Einzige, was du als Patientin zu tun hast, das ist, nach zu schauen, ob das "A" auf dem Rezept steht.
    Geändert von Steintor ( 2.09.2015 um 17:46 Uhr)

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