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Diskutiere im Thema Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..) im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 31

    Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..)

    Hallo,

    ich habe in meiner Kindheit ca. 4 Jahre lang Ritalin genommen. Seit meinem Studium nehme ich es jedoch nur zu Prüfungszeiten, da ich recht stark an den Nebenwirkungen leide (Stichwort "Rebound-Effekt"; Ängstlichkeit, Nervösität beim Abklang, ebenso erscheint die Welt danach "fad"..).

    Neben meiner AD(H)S-Krankheit leide ich jedoch außerdem an wohl zu starker Hypochondrie. Die Sache ist die: Ich bin Student und ziemlich interessiert, d. h., meine kognitiven Fähigkeiten sind mir äußerst wichtig. Da Ich nun vor allem im Juni und Juli einige Ritalin zu mir genommen habe, wollte ich die nächste Zeit keinen Alkohol trinken (auch weil ich auch festgestellt habe, dass es mich lähmt). Nun war es aber so, dass ich vor 3 Tagen aus Versehen ein alkoholhaltiges Bier getrunken habe (die Bedienung in einem kroatischen Restaurant hat mich leider missverstanden). Jetzt mache ich mir - auch wenn ich tief im Inneren weiß, dass es sich wieder um ein Hirngespinst handelt, sorgen, dass dadurch irgendwie mein Gehirn/ Konzentrationsfähigkeit/ kognitive Denkfähigkeit Schaden genommen haben könnte).
    Zwischen meiner letzten Ritalin-Einnahme und dem Bier lagen rund 27 Tage.
    Die große Frage ist eben: Ist die "Konstellation" im Gehirn (der Dopaminhaushlt) ca. einen Tag nach der Einnahme von Ritalin wieder dieselbe, oder ist - das Ritalin ist natürlich nach weniger als einem halben Tag abgebaut - irgendetwas anders im Gehirn?

    Wie kann ich Depp mich nun beruhigen?: Das einfachste ist es wohl, rational an die Sache heranzugehen und schauen, wie Ritalin und Alkohol jeweils wirken. Ich bin ein totaler Bio- und Chemie-Laie, von daher wäre ich froh, man könnte es mir erklären: So lese ich öfters davon, dass Ritalin die Noradrenalin- und Dopaminmenge - Noradrenalin u. und Dopamin sind hierbei in meiner Vorstellung die Aufmerksamkeitsgaranten - in den Synapsen steigert bzw. die Wiederaufnahme in die Nervenzellen verhindert. Wie ist das zu verstehen? Der Konzenrationsgarant ist nur aktiv, wenn er an den Synapsen ist? Für mich klingt die Aufnhme von Dopamin in den Nervenzellen auch so, dass Dopamin aktiviert wird (schließlich ist es in den Nervenzellen?): Muss ich mir also die Nervenzellen als Aufbewahrungskasten vorstellen, in dem das Dopamin ausgeschaltet ist?

    ---

    Ein bekannter Satz aus Wikipedia: "Der kombinierte Konsum von Methylphenidat und Alkohol führt zu einer umsteuerung in der Leber und zur Bildung der Substanz Ethylphenidat im Körper. Ethylphenidat bewirkt ebenso wie Methylphenidat nicht nur eine Wiederaufnahme-Hemmung von Dopamin sondern wirkt auch als Dopamin-Releaser, womit es zu einer überhöhten Dopamin-Konzentration im präsynaptischen Spalt kommen kann. Da in diesem Fall der Körper selbst einen weiteren Wirkstoff produziert, anstatt die Substanz wie vorgesehen abzubauen oder auszuscheiden, wird eine korrekte Dosierung des eigentlichen Wirkstoffs erschwert bis unmöglich gemacht. Während der Einnahme von Methylphenidat sollte daher auf Alkoholgenuss verzichtet werden"

    Rational betrachtet sehe ich, dass die Dopamin-Menge durch Alkohol auf zweifache Weise verstärkt wird: Einmal aufgrund der Eigenscchaft als Aufnahmehemmung (wir Ritalin), und einmal als Releaser (wie bspw. das Amphetamin Speed). Optmistisch betrachtet würde ich sagen, dass durch Alkohol die Wirkung von Ritalin bloß verstärt wird (auch wenn diese Vorstellung seltsam anmutet, da Alkohol m. E. ausgelassen macht und die Konzentration (!) erheblich (!) senkt.).
    Wie gesagt, in meinem Gehirn schwirren nur Gedanken rum, wie "ein durch Ritalin veränderter Dopamin- und Synapsenhaushalt, aus dem - in Kombination mit der Einnahme von Alkohol - Hirnschäden auftreten". Ich will ein Beispiel geben: Wenn Ritalin das Konzentrationsmittel "Dopamin" aktiviert/ an den Synapsen hält und gleichzeitig das zellentötende Nervengift Alkohol zugeführt wird, muss doch etwas passieren..

    Ein Gedanke bringt mich etwas zur Vernunft: Ich kenne einige, die Drogen auf Parties konsumieren, u.. A. das Amphetamin "Speed". Dieses soll ähnlich wie Ritalin wirken (nur dass es eben zusätzliches Dopamin freischüttet, anstatt diese "Wiederaufnahme" (->Ausschaltung) zu verhindern. Dabei wird selbstverständlich auch Alkohol getrunken, und die leben alle noch - und machen sich wahrscheinlich nicht ein Viertel so viele Gedanken wie ich. Es wäre wohl sehr unwahrscheinlich, dass ausgerechnet die Verbindung von Ritalin u. Alkohol so schädlich ist (zudem wenn man meinen zeitlichen Abstand berücksichtigt).

    Ärgert euch über einen abermaligen "Alkohol & Ritalin"-Thread, aber vielleicht hat er auch ein gutes: Einem Laien anhand der Erläuterung der Funktionsweise von Ritalin neurologische Grundenntnisse (Synapsen, Neurotransmitter, Nervenzellen) zu vermitteln.

    Danke für eure Antworten im Voraus!

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..)

    Also es geht um ein Bier. Ein Bier! Das dann nach s-i-e-b-e-n-u-n-d-z-w-a-n-z-i-g Tagen nach der letzten Ritalineinnahme getrunken wurde....... ist DAS bei dir gleichzeitig?

    Vor einer OP sollte man das Ritalin an dem selbigen Tag nicht nehmen. Dabei geht es um Narkosemittel, bei dir geht es um ein Bier...... da ändert sich nichts langfristig im Gehirn, erst Recht nicht, wenn du es eher sporadisch nimmst.

    Wenn sich dauerhaft etwas im Gehirn ändern würde, hättest du keinen Rebound. Allein das zeigt, das es keine "Einmalpille" ist, die alles verändert.


    Deine Gedanken entspringen wirklich deinen Ängsten, nicht aber der Realität.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..)

    Hallo Subversor91, weißt du was ich glaube? ich glaube, dass die beste Therapie für deine Hypochondrie eine Therapie mit Methylphenidat/ Ritalin ist.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..)

    Hallo ihr beiden,

    danke für eure Antworten: Sie beruhigen mich sehr, weil (leichtes) Unverständnis bzw. ein Ziehen ins lächerliche ein weiterer Beweis dafür ist, dass meine Sorgen abwegig sind.

    Übrigens ChaotSchland: Mir ist der Witz auch schon im Kopf herumgegangen, aber dank eines Trainings (Neurofeedback als Therapie bei ADHS und ADS - Stern TV | stern TV ; Neurofeedback bei ADHS: Hirntraining gegen das Chaos im Kopf - SPIEGEL ONLINE ) benötige ich quasi kein Ritalin mehr, nehme es nur im "Notfall", i. e. bei wichtigen Prüfungen. Es ist ein ganz anderes Lebensgefühl, ich kann den lieben langen Tag konzentriert ohne Unruhe lernen (vor einem jahr habe ich noch im Urlaub, als ich hin und wieder etwas tun wollte, öfters kurzes Piepen gehat, nun kann ich ohne Ritalin ohen Stress lernen).

    Ich muss bloß noch meine Hypochondrie in Griff bekommen..

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..)

    @Subversor91: ich will dir hier nicht das Neurofeedback schlecht machen...wem es hilft, dem hilft´s , bzw. "Wer heilt, hat recht"...halte es aber trotzdem für angebracht, dich noch auf diesen Thread (und indirekt den in dem verlinkten Thread wiederum verlinkten Thread) hinzuweisen: https://adhs-chaoten.net/alternative...ofeedback.html Vor tendenziöser und voreiliger Berichterstattung in verkaufsorientierten Massenmedien wie Stern TV und sehr oft auch SPON möchte ich dich zudem auch warnen, bzw. zu einer Haltung der gesunden Skepsis anregen. Ansonsten lies dich gerne hier um im Forum und tausche dich aus mit "Artgenossen". Viel Erfolg.
    Geändert von ChaotSchland (13.08.2015 um 17:09 Uhr)

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..)

    Musste etwas grinsen

    Aber 27 Tage und ein Bier . Jetzt weiß ich wie sich Hypochondrie äußert. Brauchst du dir absolut keine Gedanken machen.

    Der Ansatz den du in deinem letzten Abschnitt beschrieben hast finde ich ganz gut, mach dir einfach klar, dass einige Menschen viel (ein viel reicht eigentlich gar nicht aus) schlechter mit ihrem Körper umgehen und die leben auch alle noch ohne Einschränkungen.

    Und eins noch wenn du auf Seiten wie kenne-dein-Limit.de oder ähnlichen nachliest musst du dir immer vor Augen führen, dass die natürlich alles sehr streng mit beispielsweise Alkohol und Medikamenten sehen, denn die Intention dahinter ist ja auch die Leute wachzurütteln und dann wird auch gerne aus meiner Sicht etwas übertrieben.

    Abschließend möchte ich noch ein Zitat von J.K. Rowling erwähnen
    It is impossible to live without failing at something, unless you live so cautiously that you might as well not have lived at all - in which case, you fail by default.

    Es geht zwar eigentlich mehr um die Fehler, die man im Leben macht und die einfach dazugehören. Aber auch darum nicht so vorsichtig zu leben, dass man im Endeffekt gar nicht lebt.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du "die
    Hypochondrie in den Griff bekommst" und entspannter durchs Leben kommst, wobei etwas mehr Vorsicht noch niemand geschadet hat




  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..)

    Danke, ich werde es mir heute/ morgen durchlesen. Um den Thread gerecht zu werden, will ich meine Vorstellung des chemischen Prozesses schreiben und bitte dann um Korrektur:

    Ich habe leider im Internet kein Bild gefunden, das Nervenzellen u. Synpasen trennt. Meine Vermutung: Synapsen nennt man jeweils das Ende zweier Nervenzellen, das die beiden miteinander verbindet, einschließlich dieses verbindenden Raums (synaptischer Spalt). Sprich, eine Synapse besteht aus jeweils zwei Enden von Nervenzellen. Um diese Verbindung zum Laufen zu bringen, sind Neurotransmitter notwendig.

    Was mich jetzt noch irritiert: Wo sind dann die Informationen, die an die verschiedenen Nervenzellen weitergegeben werden? Sind diese an die Neurotransmitter gebunden? Ich vermute, das ist grundlegend falsch, denn: Warum wird ein höhere Konzentration in der Form hergestellt, wenn verhindert wird, dass Dopamin von einer anderen Zelle aufgenommen wird (Wiederaufnahmehemmer)?

    Mein Poblem ist: Ich stelle mir Informationsübertragung so vor, dass informationen von einer Zelle zur anderen übertragen werden. Dies kann nur geschehen, wenn Neurotransmitter von einer zur anderen Zelle fahren (präsynatische zu postsynaptischer Membran). Wie soll eine gesteigerte informationsüertragung möglich sein, wenn die Neurotransmitter/das Dopamin künstlich im Zwischenraum jeweils zweier Nervenenden, also dem synaptischem Spalt, gehalten werden?

    Ich vermute, meine Vorstellungskraft ist in der Form falsch, dass ein Wandern der Neurotransmitter nicht mit Informations-/Signalübertragung gleichgesetzt werden kann.

    PS: Leees, danke auch für deine Antwort, das sind sehr nette Worte ! Mann kan wohl meine Hypochondrie auch daran sehen, dass ich mir noch vor 2 Jahren keine Gedanken gemacht habe, vormittags Ritalin zu nehmen und nach 8 h Alkohol zu trinken - aber da war mir der Alkohol auch noch viel zu wichtig.. Man muss auch ohne feiern und Kontakt zu Frauen haben können. . .
    Geändert von Subversor91 (13.08.2015 um 17:45 Uhr)

  8. #8
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..)

    Subversor91 schreibt:
    Ich habe leider im Internet kein Bild gefunden, das Nervenzellen u. Synpasen trennt. Meine Vermutung: Synapsen nennt man jeweils das Ende zweier Nervenzellen, das die beiden miteinander verbindet, einschließlich dieses verbindenden Raums (synaptischer Spalt). Sprich, eine Synapse besteht aus jeweils zwei Enden von Nervenzellen. Um diese Verbindung zum Laufen zu bringen, sind Neurotransmitter notwendig.. .
    Okay, du meinst also die Basic bezüglich der Funktionsweise im Gehirn. Leider ist deine Vermutung falsch. Eine Nervenzelle (mal sehen, ob ich das noch ohne nach schauen zu müssen, weiß; immerhin wurde ich in diesem Thema mal geprüft). Eine Nervenzelle (Neuron) besteht aus mehreren Teilen. Das distale Ende besitzt die Synapsen, das proximale, also das in der Nähe zum Kern befindliche, Ende die Dentriten. Zwischen diesen beiden Enden befindet sich das Axon. Das Axon kann sehr lang sein, z.B. bei der Giraffe .. äh ...wie groß ist eine Giraffe? Die Synapsen sind mit den Dendriten einer Nachbarzelle räumlich kontaktiert, aber nicht verbunden. Zwischen den beiden Neuronen befindet sich ein sehr schmaler Bereich, der "Synaptische Spalt". Die Zellen kommunizieren über Transmitterstoffe miteinander.


    Ich habe mehr als 22000 Bilder zu "Dopamin" gefunden. Vielleicht ist ja ein Gutes darunter:

    dopamine - PMC - NCBI
    Geändert von Steintor (13.08.2015 um 17:58 Uhr)

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..)

    PS: Leees, danke auch für deine Antwort, das sind sehr nette Worte ! Mann kan wohl meine Hypochondrie auch daran sehen, dass ich mir noch vor 2 Jahren keine Gedanken gemacht habe, vormittags Ritalin zu nehmen und nach 8 h Alkohol zu trinken - aber da war mir der Alkohol auch noch viel zu wichtig.. Man muss auch ohne feiern und Kontakt zu Frauen haben können. . .
    Wie kam es denn zu der "krassen" Änderung? Irgendwelche Vorkommnisse?

    Ich hab mir quasi Flugangst antrainiert, indem ich immer "Mayday im Cockpit" angeguckt habe. Vielleicht gibt es bei dir auch ein ähnliche Ursachen und bitte sehr gerne

    Und zu deiner anderen Frage würde mir ohne Hintergrundwissen spontan einfallen, dass durch das Festhalten des Dopamins weniger Informationen aufgenommen werden -> keine Reizüberflutung -> wie eine Art Autobahn gibt nur eine Richtung keine Ablenkung -> mehr Fokus

    Aber wie gesagt ich bin 0 in dem Thema

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Wirkungsweise Ritalin im Gehirn (Neurochemie..)

    Der Neurotransmitter dockt an Rezeptoren auf der post-synaptischen Membran, dort löst er eine Signal-Kaskade aus, wodurch das Signal letztendlich fortgeleitet wird. Durch die Erhöhung der Konzentration von Dopamin im synaptischen Spalt wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Rezeptor auf der post-synaptischen Membran mit einem Transmittter, in dem Fall Dopamin besetzt wird. Es sind nämlich niemals alle Rezeptoren mit Transmittern besetzt auf der post-synaptischen Membran. Aber es werden umso mehr Rezeptoren desselben Typs aktiviert, je höher die Konzentration des Transmitters im synaptischen Spalt ist, weil die Wahrschenlichkeit dann umso höher ist. Und je mehr Rezeptoren desselben Typs gleichzeitig aktiviert werden und jeweils diesselbe Signalkaskade auslösen, desto stärker ist letztendlich die entsprechende Weiterleitung des elektrischen Signals im post-synaptischen Neuron insgesamt. Wie gesagt, es gibt auf der post-synaptischen Membran nicht nur einen Dopaminrezeptor, sondern viele Hunderte bis Tausende Dopaminrezeptoren von exakt demselben Typ.

    Und um Leees hier zu korrigieren: es ist genau umgekehrt. Durch das Festhalten des Dopamins im synaptischen Spalt (Es wird die Rückaufnahme von Dopamin in das prä-synaptische Neuron gehemmt) ist mehr Dopamin im synaptischen Spalt und kann seine Wirkung an der post-synaptischen Membran aufgrund höherer Quantität umso stärker entfalten.
    Geändert von ChaotSchland (13.08.2015 um 18:20 Uhr)

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