Umfrageergebnis anzeigen: Methylphenidat als Bedarfsmedikament?

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Diskutiere im Thema MPH als Bedarfsmedikament? Pro und Contra im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    lunar-x7

    Gast

    AW: MPH als Bedarfsmedikament? Pro und Contra

    ChaosQueeny schreibt:
    Meine Nebenwirkungen und Wirkungen, die wirklich erkannt bisher auf Strattera zurückzuführen sind, sind: Anfangs hatte ich eine Zeit ziemlich gleich nach der Einnahme, in der ich mich für eine Weile (vielleicht 3-4 Stunden) nicht konzentrieren konnte, dafür hatte ich die Einnahme auf den Abend verlegt, damit dieser Zeitraum möglichst in den Schlaf fällt. Jetzt habe ich noch Mundtrockenheit und einen schlechten Geschmack im Mund und manche Sachen schmecken jetzt anders. Sollte die Wirkung noch besser werden, sollte das tolerabel sein - auch wenn es (manchmal auch sehr) lästig ist. Inzwischen nehme ich das Medikament wieder am Morgen und von Müdigkeit und Übelkeit spüre ich nichts. Und ... ich esse noch immer recht impulsiv, also auch von einer wirklichen Gewichtsreduktion kann ich (In meinem Fall leider!) nicht reden. - Tatsächlich bin ich jetzt auch augenscheinlicher etwas hibbeliger, was aber gut ist, so paradox es sich anhört, weil ich durch die fehlende Unterdrückung Energie gewonnen habe und ich denke nicht mehr über die Grösse meines Schweinehundes nach und ich habe mich tatsächlich mal gelangweilt, was sonst eigentlich nie vorkommt und mir bewusst eine Beschäftigung gesucht.

    Noch bin ich sehr vorsichtig damit, was es bei mir bewirkt, da das Wetter mit seinen Umschwüngen und auch einige Sachen in meinem Leben sowie andere Medikamente eben auch Einflüsse haben könnten und da muss noch einiges für mich sortiert und katalogisiert werden, was eben auch seine Zeit braucht. Aber wirklich Schlimmes - entgegen anderer Berichte hier - kann ich nicht berichten ... Ich glaube, wenn Strattera wirklich wirkt und keine oder eben wenige, akzeptable Nebenwirkungen hat, dann ist es durchaus ein Medikament, was deutlich besser ist als sein Ruf. Vermutlich ist es etwas im Hintertreffen, weil einfach normalerweise öfter MPH verschrieben wird. Aber Nebenwirkungen sind eben überall möglich und frag nicht, was bei mir abgeht, wenn ich ein bestimmtes Schmerzmittel nehme.
    Ich wünsche dir viel Glück bei deiner Einstellung auf Strattera und ich bin gespannt, wie sich die Wirkung bei dir noch entwickelt. Ich werde dir auf jeden Fall davon berichten, wenn ich mit Strattera anfange.

    Zu deinem Wohnungsproblem vermute ich mal, dass du jemanden bräuchtest, der mit dir einfach Objekte raussucht, Besichtigungstermine ausmacht und diese mit dir wahrnimmt. Das Umsetzen der Pläne ist oft ein Punkt, wo es stockt und an dem man nicht weiterkommt, auch wenn man sehr wohl weiss, wie es funktioniert, kann man es einfach nicht umsetzen. Das ist ein eher typisches Problem, bei dem man sich oft fragt, warum man so blöd ist und das nicht auf die Reihe bekommt, wo das doch alle um einen herum locker schaffen. Dummerweise ist genau das auch AD(H)S. Man ist also nicht dumm, faul oder sonst was sondern hat dort einfach ein Handicap, was einen immer wieder in solche Situationen kommen und verharren lässt.
    Meine Sozialpädagogin hat schon versucht, wegen Zeitmangels, die Wohnungssuche einer Praktikantin zu übertragen, die mir dabei intensiv helfen sollte. Der Versuch hat mich gefreut, ist aber leider fehlgeschlagen, da die Praktikantin von der ADHS-typischen Problematik noch weniger wusste (besser gesagt, gar nichts) als die Sozialpädagogin. Irgendwie tat mir die Praktikantin auch leid, dass sie mit mir total überfordert war.

    Erwachsenen-ADHS wird von den Helfern noch zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Meine Erfahrung. Sie nehmen die großen Probleme bei den exekutiven Funktionen einfach nicht ernst genug bzw. nicht einmal wahr.

    Ich glaube da ist immer noch in den Köpfen dieses Bild des kleinen zappeligen ADHS-Jungen, der über Bänke und Tische turnt, der so ganz andere Probleme als ein Erwachsener hat. Und überhaupt wächst es sich ja eh aus, diese Meinung grassiert ja immer noch.

    Therapeuten meinen dann gerne dazu, dass der Leidensdruck dann wohl noch nicht hoch genug ist und man deshalb noch nicht handeln könnte. Das bedeutet dann aber oft, dass sie AD(H)S leider nicht verstanden haben. Nach meiner Erfahrung hat der Leidensdruck nicht wirklich einen Einfluss darauf. Eher rutscht man so z. B. in eine Depression oder in einen BurnOut. Hilfreich wäre es, dort eine Hand gereicht zu bekommen, die einen sanft anleitet und unterstützt. Und das möglichst vorwurfsfrei, denn dafür sorgen wir meist selbst schon ausreichend.
    Genauso habe ich das ja auch erlebt, ohne Ausnahme. Schade. Selbst wenn der Leidensdruck in die Suizidalidät führt, wartet der Therapeut immer noch darauf, dass der Patient sich am Ende doch selbst helfen wird. Was er damit ja auch tut, aber nicht in der vom Therapeuten erhoffen Art und Weise. Das ist so der Knackpunkt an der Sache. Mit dem Handreichen scheinen sich ja auch viele Kliniker sehr schwer zu tun. Da gibts eher eins auf die Finger.

    Sollte ich mich jemals wieder auf eine Therapie einlassen, dann nur wenn sie ADHS-spezifisch ist. Mal sehen, was ich hier im Forum im Laufe der Zeit noch dazu finde.

    Und ich glaube, du hast etwas - so meine ich jedenfalls - Wichtiges erkannt: Das Glück liegt tatsächlich zumeist in den kleinen Dingen des Lebens und ist nur ganz selten das ganz grosse überschäumende Glück. Wenn dazwischen dann noch möglichst viel Zufriedenheit liegt, dann ist man m. E. auf einem guten Weg.
    Ja, so ist es. Fühl dich

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.969

    AW: MPH als Bedarfsmedikament? Pro und Contra

    Danke dir!


    Ich musste gerade grinsen, als du das mit dem zappligen AD(H)S-Jungen beschrieben hattest. Dir fehlt dazu ja nicht nur die Jugend - auch wenn man sich gerne mal wie 3 1/2 fühlt oder auch aufführt. Auch die Sache mit dem Jungen ist ja nicht ganz so einfach.

    Ich befürchte, dass das mit den exekutiven Funktionen wirklich gar nicht so bekannt ist. Mir selbst ist es, obwohl ich es schon früher hörte, auch erst vor kurzem so richtig auf die Füsse gefallen, als ich das Ausmass wahr nahm. Das war erst einmal ein Schock, der mir die Tränen in die Augen trieb. - Die liebe Wahrnehmung ist ja leider auch immer so ein Thema und ich bin in einigen Sachen da wohl noch immer ein Spätzünder. Vermutlich klopft irgendwann der Tod an meine Tür und auch das merke ich erst ein halbes Jahrhundert später ... Impulsivität sei Dank, war ich wohl irgendwie abgelenkt.


    Hilfe kann leider schnell nach hinten los gehen, das merke ich auch immer wieder. Nicht nur für den Helfenden, der vermutlich überfordert wird, sondern auch für den AD(H)Sler, der sich hinterher zumeist noch eine Idee schlechter fühlt.

    Allerdings gewinnt man so auch Erfahrung und das sollte man nicht unterschätzen, denn so kann man irgendwann nach dem Ausschlussprinzip zumindest einschätzen, was nicht funktioniert und es oft sogar begründen. Nach und nach kommt man so auch auf die Spur, was vielleicht dann helfen könnte - auch wenn es letztlich eine kreative oder eher unorthodoxe Annäherung an eine Lösung ergibt.

    Denn eins ist ziemlich gewiss: Was AD(H)Slern hilft, hilft oft auch anderen Menschen, aber was anderen Menschen hilft, ist nicht immer für AD(H)Sler geeignet!


    Wenn du möchtest, dann kannst du auch ein Tagebuch aufmachen und dort immer ein bisschen berichten. Das ist dann nicht ganz so öffentlich und du kannst dort hinterlassen, was dich gerade beschäftigt. Manchmal nimmt das schon ein bisschen den Druck raus, wenn man es einfach niederschreibt.


    Für deinen erneuten Medi-Versuch wünsche ich dir jedenfalls alles Gute und drücke dir fest die Daumen - in erster Linie natürlich dafür, dass es einfach nur wirkt möglichst ohne Nebenwirkungen. Auf das du einen gangbaren Weg für dich findest! - Auch wenn ein Medikament natürlich keine Wunderpille ist. (Aber es hilft doch, das Leben etwas leichter zu machen.)

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