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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 104

    ADS oder doch nicht....

    Also, ich hab seit Kindheit psychische Probleme. Ich hatte dauernd Angst, konnte kaum mit Fremden reden, fast keine sozialen Kontakte. Im alter von ca. 19-20 Jahren
    hab ich mich dann komplett zurückgezogen, nur Arbeit (Selbständig/Videothek) und in meiner Freizeit war ich praktisch immer alleine Zuhause.

    Ich hatte in der Zeit ständig Depressionen, Schlafstörung (konnte da zum glück immer meine Arbeitszeit selbst auswählen), war demotiviert, mir hat der Umgang mit den Kunden nicht behagt. aber für mich war das "normal". Dann mit 33 mußte ich schließen, wegen der Internetkopiererei...

    Ich habe dann in dem Alter nochmal eine Lehre als Koch gemacht. Was mir auch Spass gemacht hat, aber die Umgangsformen, der Dauerstress ect. war
    für mich eine totale Reizüberflutung. Schlafstörungen wurden schlimmer, und jeden Tag andere Arbeitszeiten : Frühschicht, Teildienst, Spätschicht oder
    auch mal gerne 13 Stunden Durchdienst...

    Nach einem Jahr hatte ich einen zusammenbruch, nach 80 Stunden ohne Schlaf. Hab angefangen zu Halluzinieren und dann eine Panikattacke bekommen
    (ich dachte ich sterbe) und wurde dann 10 Tage in die geschlossene Psychatrie. Zyprexa, Tavor, weiß der Henker noch was bekommen. Das war die Hölle, vor allem
    wegen den anderen Patienten (da waren echt gemeingefährliche dabei).

    Ich sollte eigendlich länger bleiben, hab es aber dort nicht ausgehalten und mich selbst entlassen. Eine Psychater gesucht, der alle möglichen Antridepressiva
    Neuroleptika und Beruigungsmittel an mir ausprobiert hat. Nix hat gewirkt, bzw. noch verschlimmert. Von Fluoxetin hab ich heute noch nachwirkungen (seit dem ist meine Libido fast tot)

    Dann hab ich nach ewigkeiten einen Therapeuten gefunden, der meinte ich habe Hypo-Aktives ADS mit paar Komplimentärkrankeiten:
    f98.8 - Hypoaktives-ADS (alte Zeugnisse ect. bestätigen das)
    f40.2 - spezifische Phobien (soziale Phobien, Spinnen, Höhenangst....)
    f33.4 - Rezidivierende depressive Störung
    f50.4 - Essattacken bei anderen psychischen Störungen (Gewicht schwankt in den letzten 8 Jahren zwischen 75kg und 144kg)
    G47.2 - Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
    und eventuell ein posttraumatische Belastungsstörung

    Ich hab auch einen guten Psychater gefunden, der sich mit ADS auch auskennt. Der ist sich auch sicher das ich ADS habe.
    Vor 3 Jahren wurden auch alle Werte überprüft und die waren ok. Medikamente bisher:

    ADS:
    MPH (Mediinet adult) - wirkt auch, hat aber starke NW. Besonderst schwitzen im Sommer, in der Küche sind immer +10-15°C mehr als die Außentemperatur.
    Die retadierung funktioniert nicht. Unretadierte funktionieren besser, aber Wirkungseintritt (Hitzewallung, Übelkeit) und der Rebound sind übel.
    Ist auch blöd wenn man bis 01:00 Nachts arbeitet und bis zum schluss MPH wirken muß. Danach im Rebound ist schlafen unmöglich und am nächsten
    Tag hat man um 08:00Uhr wieder Dienst. Das hab ich monatelang gemacht, manchmal 2 Tage ohne Schlaf...

    Strattera: Nach 3 Tagen abgebrochen, wurde Agressiv
    DL-Amphetaminsaft: Wirkt auch gut hat aber praktisch die selben NW wie MPH
    Dexamphetamintropfen: Wirkt gut. kaum NW am Anfang. Dann Magenprobleme und dann als Rebound Depressionen/Angst
    Elvanse - Super, kaum NW, kein Rebound. Aber Kasse zahlt nicht und ich hab als Lehrling weniger verdient, als ich aktuell mit Hartz4 bekomme.

    Die ADS Medikamente helfen mir wichtiges/unwichtiges zu filtern, ich hab keine Reizüberlastung mehr. Grübelzwang ist auch fast weg.
    Bei langweiligen/ungeliebten Arbeiten unruige "will sofort weg/aufhören" gefühl und ich bin anscheinend wesentlich erträglicher für andere.

    Nur gegen meine Vergesslichkeit hilft es nicht. Ich kann mir z.b. keine Namen merken und hab oft Wortfindungsprobleme.

    Schlafstörung:
    Doxepin: Keine wirkung
    Tratzodon: Hat 4 Wochen funktioniert, danach nicht mehr
    Trimipramin: Ab 100mg wirkt es sehr gut. Schlafe schnell ein und auch durch. Aber teilweise bis zu 18 Stunden...
    Atarax: Keine Wirkung

    Angst: 4 Monate vor der Prüfung hatte ich fast täglich Panikanfälle und hab zwischen 1-3mg Tavor täglich genommen.
    Ein Monat hats gut funktioniert, dann hat ich es wegen Persönlichkeitsveränderung (ohne Angst bin ich zum absoluten ********* geworden)
    im schnellverfahren mit Lyrica abgesetzt. und im Tavorentzug (der richtig übel war) die Prüfung total vergeigt.

    Aktuell bin ich auf 30mg Ritalin Adult und 2x75mg Pregabalin eingestellt. Ritalin Adult vertrag ich viel besser als die anderen MPH Präperate,
    aber ab spätestens 30°C kann ich es nicht mehr nehmen. Ich habe al es so extrem heiß war 2x so geschwitz, das ich einen Kreislaufkollaps bekommen habe.

    Morgends Ritalin genommen, wie immer, hier in der Wohnung waren 35°C, hatte die auch schon 2 Stunden intus. Dann vor die Tür nach 10 Minuten läuft mir die Brühe
    Literweise, komplett klatschnass, ich konnte kaum noch reden und denken. Zum glück war ein Getränkemarkt in der Nähe, 1 Liter Wasser und Apfelsaftschorle gekauft.
    Beim trinken (war gekühlt) mußte ich kotzen und bin fast umgefallen. also nochmal rein und warme Flaschen gekauft. Die konnte ich trinken. bin dann zu meinem Hausarzt getaumelt. Freitag 12:05 Uhr, war 5 Minuten zu spät.

    Runter zur Apotheke, fragen wo der nächste Arzt ist der noch offen hat. Da war ich schon fast komplet plemplem. Der meinte ich seh nich gut aus und wollte
    erst einen Notarzt rufen (hab ich dankend abgelehnt, hatte Angst wieder in die Psychatrie eingewiesen zu werden) und alle Ärzte im umkreis angerufen. Einer war noch da, 400 Meter weit weg. Ich weiß nichtmal mehr wie ich dort hingekommen bin, ich hatte bis dahin schon alle 4 Flaschen ausgetrunken und immer noch geschitz wie Sau.

    Die Sprechstundenhilfe hat mich ins Wartezimmer verfrachtet (Klimanalage FTW) und 2 Flaschen Wasser gegeben. Meine Krankenkarte war dummerweise nicht lesbar, also hat das bissel gedauert. Nach 20 Minuten gings dann auch wieder, der Arzt wußte auch nicht genau wieso ich so geschitz habe. Der meinte nur ich hab in so kurzer Zeit soviel ausgeschwitz das meine Elektrolyte durcheinander gekommen sind. Er hätte mich am liebsten in Krankenhaus eingewiesen, da er befürchtet hat das ich unterwegs umkippe.

    Alternative: Heimgehen, Cola trinken und Salzstangen futtern. Hab mich dann dafür entschieden. 3 Tage später das selbe Spiel nochmal, alllerdings nicht halb so schlimm.
    Psychodoc hat grade Urlaub und die Vertretung ist 50km weg. Da komm ich nicht hin. Ich habs jetzt vor 8 Tagen abgesetzt, bin Lustlos und hab auf nix Bock.

    Dazu kommt noch das ich Lyrica ohne Ritalin nicht ertrage. Das Zeug macht dumm. Problem: Nach knapp zwei Tagen hab ich extreme schmerzen in den Beinen bekommen.
    Eine Lyrica genommen und nach einer Stunde waren die weg. Ohne Ritalin bin ich ständig am grübeln und unruig. Grade das mit dem Lyrica macht mir zu schaffen, ich weiß nicht ob das Entzugserscheinungen sind oder vorhandene Schmerzen (Raucherbein würde mich nicht wundern^^) die Lyrica bisher überdeckt hat.

    Dann google ich noch bissel nach meinen Symthomen und find da was ganz tolles. Ich hab Lichen Sclerosus (autoimunkrankeit der Haut) und wenn man das hat, besteht wohl eine ca. 30-35% Chance, das man gleichzeitig noch Hashimoto-Thyreoiditis hat. Ebenfalls Autoimunkrankheit, da allerdings Schildrüse (Über und Unterfunktion gleichzeitig...)

    Das hat ähnliche Symptome wie ADS, Schlafstörung, Angstzustände, Depressionen. Gewichtszunahme. Ich hab dieses Jahr 13kg zugenommen, und ich achte sehr darauf was ich esse und verkneif mir seit 5 Monaten sogar komplett Süßkram und Cola. Ich dachte das liegt am Lyrica, aber das soll angeblich erst in hohen Dosen zu Gewichtszunahme führen. (2 Monate Zyprexa haben mich auch +20kg gebracht und 3 Wochen Doxepin ca. +6kg). War jedes mal ne verdammte Arbeit das wieder abzutrainieren.

    Aber ich hab die letzten 4 Wochen ganz knapp unter meinem Grundumsatz (1700 Kalorien) gegessen und noch 3-4x die Woche 6-8km gehen (für mehr Sport fehlt mir die Kraft) und trotzdem noch leicht zugenommen!

    Hausarzt will das auf Verdacht so nicht überprüfen, ich soll das erst mit meinem Psychater das abklären. Der ist erst in einer Woche wieder da und Termin dauert (außer im extrem Notfall) immer 2 Wochen. Ich trau mich auch nicht Lyrica einfach abzusetzen um zu gucken obs daran liegt. Die Schmerzen im Bein sind zwar aushaltbar, aber ich hab Angst das es vieleicht ein Kranpfanfall geben könnte. Hatte ich schonmal als mir Tavor ausgegangen ist...

    Ich bin grade echt am überlegen ob ich mich nicht doch nochmal einweisen lasse um mich einstellen/durchchecken zu lassen. Wenn man das "freiwillig" macht. Kommt man dann sofort in die offene Abteilung? In die geschlossene bekommen mich keine 10 Pferde mehr rein...

  2. #2
    Plaudertasche

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 1.111

    AW: ADS oder doch nicht....

    Hi Eternal-Blue

    Wenn Du Dir unsicher bist wegen den Medikamenten und nicht 2 Wochen warten möchtest, würde ich mich an Deiner Stelle in der Klinik melden. Ich denke nicht, dass Du dann in die geschlossene kommst. Dort bist Du nur gelandet, weil Du völlig neben Dir warst und den Halluzinazionen. Im jetzigen Moment denke ich nicht, dass Du in eine geschlossene kommen wirst.

    Lyrica darf man nicht einfach absetzten, kann Absetzerscheinungen geben.

    Ich hoffe es lesen sich noch andere durch den langen Text.

    Alles Gute

    Narya

    PS: Kleiner Tipp: Google nie nach Symptomen. Denn jedes Symptom könnte ein Hinweis auf irgendein ernsthaftes Leiden sein, oder auch nicht. Das sollte man dem Arzt überlassen! Auch Beipackzettel zu lesen ist keine gute Idee. Dort müssen nämlich sämtliche NW aufgeführt sein, die je irgend ein Mensch unter diesem Medikament hattte. Als Angst Patient bekommt man da nur noch mehr Panik.
    Geändert von Narya ( 3.08.2015 um 08:48 Uhr)

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS oder doch nicht....

    Du kannst ja eine Klinik anvisieren, die eine Psychosomatik hat. Da wird genau gecheckt was psychisch und was körperlich ist. Oft können die Psychiatrien kein Kompettprogramm in Sachen körperlich. durchchecken machen. Ansonsten kommt man fast immer in die offene Psychiatrie bei Selbsteinweisung, außer du hast eben Halluz, oder Psychose etc.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 130

    AW: ADS oder doch nicht....

    Ich hab deinen Text gelesen und dachte die ganze Zeit dabei, das klingt nach Schilddrüsenproblemen. So war ich dann auch gar nicht erstaunt das du von deinem Eigenverdacht an Hashimoto zu leiden geschrieben hast. Die Schilddrüse ist für sehr vieles Im Körper zuständig und mitverantwortlich. Von daher solltest du diesen Verdacht unbedingt bei einem Arzt, am besten einem Endokrinologen abklären lassen.

    Ich selbst habe Probleme mit der Schilddrüse und kenne das was du übers schwitzen und über Kreislaufprobleme schreibst selbst. Ich hab ganz schnell einen Vitamin D Mangel und der läßt mich dann schwitzen wie verrückt und durch das viele schwitzen ist dann der Mineralstoffhaushalt im Keller, was wiederum heftige Kreislaufprobleme verursacht. Folgendes Forum ist auf Schilddrüsenerkrankungen spezialisiert Schilddrüsenbundesverband - Die Schmetterlinge e. V. | Startseite Dort kannst du dich umfangreicher über Hashimoto erkundigen und dir einen guten Arzt in deiner Nähe empfehlen lassen.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS oder doch nicht....

    Zu den Elektrolyten noch ein Tip, das bekloppteste was man bei Elektrolytverlust machen kann ist Cola trinken, denn die enthält Phosphorsäure, die widerum entzieht dem Körper Kalium, ein wichtiges Elwktrolyt fürs Herz, also auch Kreislauf.
    Es gibt bei ungewöhnlichen Medikombis manchmal seltene Nebenwirkungen, bei mir geht es auf den Elektrolythaushalt, lass auch das mal checken. Ich muss ständig im oberen Bereich von Kalium und Natrium bleiben, als Puffer für Schwitztage oder Durchfall. Das heisst bei mir mind. Eine Banane am Tag und nicht mit Salz geizen. Alle 3 Monate Kontrolle, und wenn das nicht ausreicht die Pulvertütchen mit Kalium. Natriumzufuhr hab ich ganz gut im Griff.
    Vllt sowas auch vorbeugend an allen Tagen beachten.
    Sportlerdrinks helfen auch gut und kurzfristig, ich trink seit dem ich es weiss immer mal ein Powerade.

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