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Diskutiere im Thema Methylphenidat oder/und MPU nach Diagnose im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 68

    Methylphenidat oder/und MPU nach Diagnose

    hallo mal wieder,

    letzten Mittwoch wurde bei mir die Diagnose in der Uniklinik Heidelberg gestellt, ADS. Nun habe ich am 25.2. einen Termin bei der spezialisierten Ärztin in Mannheim, die Ärzte in Heidelberg sind guter Dinge, dass mir nun schnell und gut geholfen werden kann. Mit MPH haben die gesagt. Nun bin ich aber in einem 1-Jährigen Drogenabstinenz-Nachweis zur MPU-Vorbereitung, die Haare sind 9 cm lang und müssen, wie ich eben erfahren habe anstatt bisher 9 nun 12 cm lang sein, um ein Jahr Abstinenz nachzuweisen. Bin bis heute davon ausgegangen, die MPU bald machen zu können, jetzt dauert es aber noch ca. 3 Monate, bis meine Haare lang genug sind, wenn die nicht vorher ausfallen...
    Ich bin jetzt über ein Jahr abstinent und seitdem geht es mir nach wie vor echt schlecht. Davor habe ich meine ADS Problemchen mit THC selbst behandelt und bin damit immerhin 15 Jahre glücklich und erfolgreich gewesen, auch wenn das mancher kaum glauben mag. Nun kann ich kaum arbeiten, bin durcheinander, chaotisch, unglücklich und habe blöde Gefühle wie schon in meiner Kindheit vor meiner Selbstmedikation und meine Kaumuskeln explodieren bald vor lauter Zähne zusammenbeißen. Ich bin nicht blöd und versuche immer wieder positiv an die Situation zu gehen und das beste draus zu machen aber das gelingt mir kaum. Ich habe große Hoffnung in die Therapie und möchte herausfinden, ob eine ärztliche und legale Medikation bei mir nicht viel besser als mit THC funktioniert, wie es einige hier auch von sich berichtet haben. Wenn ich jetzt aber am 25.2. mit Medis anfange, kann ich die MPU erstmal vergessen, bei psychischen Störungen wie AD(H)S gelten andere Richtlinien für die MPU und bei Medis wie MPH muss mindestens ein Jahr stabile Medikation vorliegen, um als fahrtauglich zu gelten und die MPU zu bestehen. Jetzt stehe ich vor der Wahl :

    1. Therapie beginnen und erstmal zusehen, dass es mir wieder gut geht, MPU irgendwann vieleicht...

    2. Therapiebeginn verschieben, erstmal zur MPU und in Kauf nehmen, dass es mir so lange weiter schlecht geht, meine berufliche Zukunft auf´s Spiel setzen usw. Natürlich hoffen und dran arbeiten, dass es mir trotzdem bald besser geht.

    3. Auswandern. Es gibt tatsächlich benachbarte Länder, wo ich mit den Regeln gut leben könnte. Auch gilt da mein "EU-Führerschein"

    4. Die Ämter in die Luft sprengen und die Regierung stürzen

    Die Situation ist typisch verzwickt für mich und ich weiß nicht recht, was ich machen soll. Geht wohl am ehesten in Richtung Nummer 2 aber zufrieden bin ich damit ganz und garnicht. Der Führerschein ist mir sehr wichtig für mich, allerdings zur Zeit nicht beruflich. Da ich kreativ vor allem zu Hause arbeite, ist beruflich eher wichtig und dringend, dass es mir gut geht. Mit Lösung 3 wäre ich mir am treuesten aber das ist nicht so einfach, habe halt auch Familie, Freunde und berufliche Bindung hier, könnte aber trotzdem auch erstmal per iNet aus dem Ausland arbeiten und vieleicht würde ich dort ja mein Glück finden. Lösung 4 wäre eigentlich die richtige, wenn ich nicht eigentlich Parzifist wäre.

    Beschwerdemodus:
    Bin ich eigentlich der einzige, der die StvO und das MPU-Wesen als derart menschenverachtend empfindet? Nur alleine kann man da nicht viel gegen machen. Ich kann problemlos Auto fahren und sehe es als natürliches Recht. Warum muss ich mich zusätzlich zu meiner Krankheit auch noch mit dem ganzen ... auseinandersetzen und in kaufnehmen, dass es mir schlecht geht, nur um meinen Führerschein wieder zu bekommen? Und überhaupt ist mir die Prohibition und die Ansicht der Gesellschaft dazu unbegreiflich, wie man natürliche Pflanzen verbieten kann und dann auch noch sagen "hättest halt kein Drogen nehmen dürfen" und "im Straßenverkehr geht das garnicht", natürlich geht das, sogar besser als ohne bei mir und auch MPH ist BTM und steigert nachweislich bei ADS die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, jetzt kann ich es nichtmal als Medi nehmen und meinen Führerschein wiederbekommen. Das ist Unwissenheit, Ignoranz und das Bedürfniss, andere zu bevormunden, unterdücken und verfolgen. Warum dürfen Kampfjetpiloten nur zu Einsätzen starten, wenn sie vorher einen Medikamentecoctail mit Amphetaminen zu sich nehmen und hier muss man dafür kämpfen mit einem Medi in geringer Dosierung wegen Krankheit seinen Führerschein wieder zu bekommen. Und überhaupt, ADS war der Grund für meine Selbstmedikation mit "Drogen" und das der Grund für meinen Führerscheinverlust, jetzt führt die Abstinenz und "Aufarbeitung" dazu, dass ich jetzt wieder "Drogen" nehmen soll und das gut für mich ist. Ich weiß, dass das hier einige bei THC kritisch sehen aber die Gefahr einer Psychose ist bei mir ausgeschlossen und die Sedierung geringer als der zusätzliche Antrieb, es wirkt bei mir nicht wie bei gesunden Menschen,schon immer... Beschwerdemodus Ende.

    Was soll man dazu sagen?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 55

    AW: MPH oder/und MPU nach Diagnose

    Hallo aSID1712,

    ich bin klar für Vorschlag 4. Die Ämter in die Luft sprengen und die Regierung stürzen.

    Ich sag nur "keine Macht den Drogen, ist doch eh alles verlogen"
    Lebst halt im falschen Kulturkreis.

    Aber nun mal im ernst. Wie wär es wenn Du Dir bei der zuständigen Stelle die Infos erst mal besorgst.

    MPH ist ja nicht das einzige Medikament. Es gibt auch BTM freie.

    Wart erst mal was die Mannheimer sagen.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 68

    AW: MPH oder/und MPU nach Diagnose

    Ja zur falschen Zeit am falschen Ort. Welche Medis meinst du und wirken die auch auf den Doaminhaushalt. Sind die über Leberwerte oder so nachweisbar, dass ich eventuell nachweisen muss, warum ich welche Medis nehme und dann mein ADS bekannt wird und noch noch ein Jahr stabile Therapie nachweisen muss...

    Infos beorge ich mir natürlich laufend aber ist alles Banane im Amt, leider auf meine Kosten

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 247

    AW: Methylphenidat oder/und MPU nach Diagnose

    sicher, dass das als drogen gescannt wird?

    das hat mich auch schon mal interessiert, ob man beim drogentest positiv wäre...

    hab mir auch schon überlegt, ob drogenspürhunde auf die mph in meine tasche reagieren würden.

    frag nach ob die mph nachweisen können!!
    möglicheweise nicht.

    im leistungssport gibts da doch auch regelungen für sportler, die mit mph behandelt werden.

    ich fände es super, wenn du mitteilst, was bei raus kam!

    wichtige udn wertvolle info!

    auch wenn ich mit drogen nix am hut hab.

    just

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Methylphenidat oder/und MPU nach Diagnose

    Ja, kommt aber auf den Test an, welcher verwendet wird.

    Bei MPH einnahme sollte aber eine Bescheinigung mitgeführt werden.

  6. #6
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 247

    AW: Methylphenidat oder/und MPU nach Diagnose

    ja aber ja nur beim leistungssport...

    was ist mit drogenscreening durch die polizei??

    solange ich in deutschland bin hab ich gar keine bescheinigung für gar nix dabei, aber jede menge mph in der tasche!

    das darf ich bestimmt auch sowieso ned weil die mph bestimmt vorschriften haben wie du sie aufbewahren musst, damit keiner dran kommt.

    naja.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Methylphenidat oder/und MPU nach Diagnose

    Die Drogentest der Polizei zeigen MPH nach meinen Informationen nicht an aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Allerdings habe ich zu der Haaranalyse, die bei mir ansteht keine Info gefunden aber die sind sehr empfindlich und ich gehe mal vom schlechtesten Fall aus, dass die es finden würden. Auf jeden Fall werde ich berichten. Ich werde wahrscheinlich die Therapie nach Empfehlung der Mediziener beginnen und trotzdem in ca. 3 Monaten die Haaranalyse machen lassen. Bin auch gespannt, ob die es finden und wenn ja mache ich halt in dann erst nach einem Jahr stabiler Therapie die MPU. Vieleicht ändert sich auch noch die Rechtslage und man darf wieder mit deutschem Wohnsitzeintrag fahren, oder der Wohnsitzeintrag ändert sich...

    Die MPH Bescheinigung vom Arzt würde ich nicht mitnehmen und zeigen, solange da kein Verdacht gegen einen besteht besser keine schlafenden Hunde wecken. Es könnte sein wenn die Polizei und somit da Straßenverkehrsamt dafon erfährt, dass man sowohl wegen der Krankheit als auch wegen des MPH erstmal Führerscheinprobleme bekommt. Auch könnte man nach einem Unfall halbtot im Auto liegen und wenn dann MPH und Bescheinigung gefunden wird könnte trotz der wegen der Bescheinigung eine Trunkenheitsfahr oder Untauglichkeit aufgrund der Krankheit angenommen werden und die Versicherung stellt Regressansprüche, man hat plötzlich Strafverfahren am stecken usw.
    Da bei MPH keine deutlichen Auffälligkeiten erkennbar sind und es bei einem Drogentest z.B. nach einem Unfall wahrscheinlich nicht festgestellt wird, wird da auch niemand was feststellen und gegen einen verwenden. Den Schein kann man auch im Zweifelsfall vergessen haben und nachzeigen. Besser als so eine Bescheinigung vom Arzt wäre ein Tauglichkeitsprüfung vom Straßenverkehrsamt, die muss man eigentlich machen und selbst dann bin ich nicht sicher, ob bei einem Unfall nicht doch von Untauglichkeit ausgegangen wird. Also besser keine schlafenden Hunde wecken. Aber bitte nicht einfach auf meine Aussagen verlassen, ich habe das alles von unterschiedlichen Stellen gelesen und gesagt bekommen und bin nicht in der Lage das jetzt alles zu prüfen oder Quellen anzugeben...

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Methylphenidat oder/und MPU nach Diagnose

    Ich rede nur von der Polizei oder dem Zoll.

    Es ist so, dass die meisten Test erst ab 100mikrog/ml Blut anzeigen sollten.

    Das machen sie aber ab und zu nicht sondern schon wesentlich früher.

    Im übrigen machtst Du Dich Strafbar, wenn Du MPH ohne Kopie der Verschreibung mitführst. (So stehts auf jedem Fall im BTMG)

    Wenn Du in die USA fliegst, solltest Du besonders drauf achten, denn die machen da keinen Spass, obwohl Du da Dinge wie Adderall® bekommst.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Methylphenidat oder/und MPU nach Diagnose

    Noradrenalin schreibt:
    Im übrigen machtst Du Dich Strafbar, wenn Du MPH ohne Kopie der Verschreibung mitführst. (So stehts auf jedem Fall im BTMG)
    Puh. Was ein Glueck, dass ich seit kurzem eine schriftliche Bescheinigung der Uniklinik habe, die die ADHS Diagnose und die damit verbundene, notwendige Einnahme von MPH bestaetigt Die habsch immer dabei.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 247

    AW: Methylphenidat oder/und MPU nach Diagnose

    wenn ich mich innerhalb deutschland bewege auch???
    ich hab jede menge von dem zeug dabei jeden tag...
    weil sonst vergess ich die und dann hab ich keine wenn ich arbeite.
    ich besitze in keinster weise IRGENDWAS das meine ADHS Diagnose bestätigen würde.
    das einzige was ich hab sind die rezepte, die die Apotheke mir immer wieder mit gibt.

    Ich dachte immer das ist nur ein Problem, wenn man aus Deutschland raus will mit den MPH.

    Naja, mich filzt ohnehin niemand.
    Von mir wollte noch nie eine Polizei oder ein Zoll irgendwas sehen.

    Für die Türkei hatte ich eine übersetzte Bestätigung mit Bescheinigeung vom Gesundheitsamt.
    In die Schweiz hab ich sie gar nicht erst mit genommen.

    Jetzt muss ich mal das BTM Gesetz lesen.

    Falls das so ist frag ich mich allerdings, warum man das nicht automatisch vom Arzt bekommt und darauf hingewiesen wird.

    Ein Patient hat mir neulich erzählt man bräuchte eine Bestätigung vom Neurologen zusätzlich zur Diagnose, damit er BTM verordnen kann.

    was stimmt?

    Justus

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