Seite 17 von 19 Erste ... 1213141516171819 Letzte
Zeige Ergebnis 161 bis 170 von 181

Diskutiere im Thema Citalopram, Antidepressivum ja oder nein im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #161
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein

    Hallo Roisin,

    also, leider kann ich dir zu Moclobemid nichts sagen, da ich es noch nie probiert habe.

    Dafür hatte ich Venlafaxine à 300mg.

    Ich muss sagen, Venlafaxine hat bei mir in dieser Dosierung von 300mg zwar leicht konzentrationsfördernd gewirkt, aber leider überhaupt nicht gegen die Unruhe.
    So konnte ich mich doch nicht länger als 10Min für etwas hinsetzen, weil ich dann wieder aufgestanden bin, und umhergezappelt bin.
    Irgendwie frustrierend.

    Aber das gute bei Venlafaxine ist, du hast quasi ein Antidepri-medi plus ein leichts ADHS-Medi in einem.
    Venlafaxine ist also bei ADHS besser geeeignet als die üblichen anderen Antedepressivas.

    Dann zu Problem wegen den Absetzerscheinungen.
    Das ist ein wirkliches Problem, das leider allzuoft von den Aerzten beim Aufdosieren totgeschwiegen wird.

    Es ist nun aber so, dass sich die Absetzerscheinungen von Venlafaxine sehr gut kontrollieren lassen, wenn man es mit Geduld und sehr langsam absetzt, und man sofort wieder auf die letzt höhere Dosis raufgeht, sobald man Absetzerscheinungen hat.
    Du musst also Venlafaxine je nach Dosis über einen langen Zeitraum hindurch absetzen. So sollte es eigentlich mit wenig Problemen verbunden sein.

    Aber nicht desto trotz ist Venlafaxine wirklich ein sehr sehr gutes Antidepressiva und es hat mir damals sehr viel an Lebensqualität zurückgegeben.

    Was ich mich nun aber frage, du hast ja eine ADHS Diagnose. Nimmst du MPH oder so?
    Weil vielleicht würde bei dir durch die MPH Therapie ein Antidepressiva sowieso hinfällig.
    Ich konnte nach dem erfolgreichen Einschleichen von MPH Venlafaxine fast gänzlich absetzen.
    Vielleicht kannst du damit ja mal mit deiner Aerztin reden. Die kennt dich und deine Geschichte ja am Besten.

    Hoffe, konnte dir etwas weiterhelfen.

    LG Nicci

  2. #162
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein

    Hallo Nicci, vielen Dank für deine Antwort. Die hat mir schon mal sehr geholfen.

    Also ich soll wohl mit 150mg anfangen, das fand meine Ärztin schon recht hoch, aber es ist wohl die Dosis die min. für ADHS benötigt wird.
    MPH nehme ich nicht, da die Diagnose noch sehr frisch ist (2 Monate) zzgl. die ganze Testphase noch mal 1,5 Monate.
    Prinzipiell steht bei mir allerdings die Depression im Vordergrund, die ich nun schon seit meiner Kindheit mit mir herum trage.
    Die Ärztin ist zwar auf ADHS spezialisiert aber Depris gehören natürlich auch zu Ihrem täglichen Arbeitsbereich.
    Sie möchte nun erst die Einstellung für die Depri optimieren und hofft schon mal auf eine zusätzliche Wirkung aufs ADHS und falls die nicht eintritt will sie dann mit MHP kombinieren. Das wäre mit Moclobemid nicht möglich, daher die geplante Umstellung. Zusätzlich soll ich noch in eine Gruppentherapie für ADHS. Da bin ich mal sehr gespannt...

    300mg klingt jetzt erstmal super viel… wie lange hast du das denn genommen? Und hattest du Nebenwirkungen?
    In erster Linie steht für mich zwar die Wirksamkeit, die bei dir ja gut war, aber wenn die NW zu stark sind muss man halt auch abwägen.
    Bei Cymbalta hatte ich starke Probleme mit dem Herz, Zittern (was manchmal ganz schön peinlich ist) und mit Muskelkrämpfen.
    Die anderen NW waren dann alle erträglich. Cymbalta konnte ich dann nach einem Jahr nicht weiter nehmen. Ich habe jetzt Angst das Venlafaxin ähnlich bei mir sein wird, da die Medis wohl sehr ähnlich sind.

    Den Wechsel soll ich allerdings erst zum Frühjahr machen, sagt meine VT (jaja viele Meinungen greifen da rein )
    das heißt, es ist noch ein langer Weg. Nur wenn ich diesen Schritt mal wieder gehe hätte ich gern etwas bei dem ich auch erstmal bleiben kann, vor allem wenn das ausschleichen so krass und langwierig ist.

    Hast du Venlafaxin denn in erster Linie wegen Depris oder wegen ADHS bekommen? Und wenn gegen Depris, hast du sie dadurch in den Griff bekommen oder waren deine Probleme eher durch das ADHS entstanden?

    LG Roisin

  3. #163
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein

    Hallo Roisin,

    gerngeschehen

    Also, rückwirkend kann ich sagen, dass meine Depris zu 100 Prozent durch den ganzen Stress und die Instabilität des ADHS entstanden sind.
    Die Depris waren für mich so eine Art Selbstschutz, die mich vor den gröbsten ADHS-Symptomen geschützt hat.
    Auch verlangen die Stimmungsschwankungn und die Spannungen eines unbehandelten ADHS echt viel Kraft ab, irgendwann konnte ich nicht mehr.

    Es ist ja ebne auch so, dass es für ne ausgeglichene Stimmungslage die ganzen Neurotransmitterpalette benötigt. Ist zu wenig Dopamin und Noradrenalin vorhanden, wie beim ADHS, so kann das das ganze Neurotransmittergleichgewicht durcheinander bringen.

    Es ist noch etwas wichtig zu Venlafaxine zu sagen, das erklärt auch, weshalb deine Aerztin eine Dosis von mindestens 150mg anstrebt.
    Venlafaxine wirkt in der Dosierung von 75mg als reiner Serotioninwiederaufnahmehemmer .
    Aber 150mg bewirkt es, eine zusätzliche Noradrenalinwiederaufnahmehemm ung und ab 225mg bewirkt es sogar noch eine Dopaminwiederaufnahmehemmung.
    Das ja bei ADHS in erster Linie Dopamin, und in zweiter Linie Noradrenalin betroffen ist, erklärt sich damit, warum man ein ADHS auch mit Venlafaxine behandeln kann.

    Wenn ich nun selber MPH und Venlafaxine vergleiche, so kommt Venlafaxine in keiner Weise an MPH ran.
    Die Konzentration mag sich durch Venlafaxine verbessern, hatte bei mir aber überhaupt keine positiven Effekt auf die Stimmungsstabilisierung, wie ich sie nun durch MPH erlebe.

    Ich habe MPH zusätzlich zu Venlafaxine wegen den ADHS-Symptomen erhalten. Aber irgendwie haben sich die beiden in der hohen Venlafaxinedosis nicht wirklich gut vertragen. So dass ich dann Venlafaxin in Abstprache mit meinem Psychiater verringert habe. Und als ich merkte, dass meine Depressiven Symptome zurückgingen, habe ich Venlafaxine sogar fast ganz abgesetzt, da ich es ja quasi nicht mehr brauche, weil mich MPH so schön ausgleicht.

    Ich muss allerdings sagen, dass mein ADHS echt mega stark ausgeprägt war, ich diverse Komorbiditäten hatte, ich unfähig zum Arbeiten war. Vier Jahr wurde ich durch sämtliche Psychiatrien geschleust. Der Horror.

    Vielleicht hast du Glück und dir reicht Venlafaxine schon aus. Ein Versuch ist es sicher Wert.

    Ah, nochwas habe ich vergessen. Ich hatte zum Glück überhaupt keine Nebenwirkungen von Venlafaxine, nur manchmal, wenn ich es nicht zeitlich eingenommen habe, habe ich Entzugserscheinungen bekommen. Aber da war ich dann meistens selber Schuld.

    Wie gehts dir denn jetzt wegen den Depris?

    Wünsch dir ganz ganz viel Kraft.

    LG Nicci

  4. #164
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein

    Hallo Nicci,


    ich kann gar nicht sagen was bei mir der ausschlaggebende Punkt für meine Depris sind. Sie fingen bei mir schon als Kind an. ADHS ist ja recht neu für mich, wie sich was gegenseitig beeinflusst, kann ich noch gar nicht sagen. Wo ich dir aber absolut zustimme, ist dass die stetige Anspannung und die Nervösität ziemlichen Stress verursachen. Überhaupt, das Chaos um einen herum. Ich habe noch mit niemanden gesprochen der ebenfalls ADHS hat, daher kann ich mich selbst, was die Stärke betrifft nicht einschätzen. Laut Ärztin ist es wohl »doch recht stark ausgeprägt«. Ich bin daher mal gespannt, wenn ich in die Gruppe gehe, wie es den anderen geht und vorallem wie sie damit umgehen. Stimmungsschwankungen habe ich natürlich auch, jedoch habe ich die auf meine chronische Depri zurück geführt.


    Wenn das jetzt alles mit Venlafaxine und oder MPH besser werden würde, das wäre ja echt toll. Ich kann es natürlich kaum glauben, aber dein Bericht lässt mich echt hoffen !


    Was wären denn die Komorbiditäten von denen du sprichst (also wenn du das sagen möchtest)? Ich kann mir darunter gerade nichts vorstellen. Arbeiten kann ich zum Glück noch. Ich bin auch Selbstständig, das heißt, ein Ausfall kann man sich nicht ganz so gut erlauben. Aber das Arbeit ist an manchen Tagen schon sehr schwierig. Wenn nicht durch die Depri, dann durch das Chaos und die Unruhe.


    Hattest du eigentlich auch so Schwierigkeiten beim Schreiben? Ich habe echt in jeden zweiten Wort dreher oder vergessene Buchstaben. Und eigentlich bin ich ganz gut was die Rechtschreibung betrifft. Auch so etwas was mich ziemlich nervt.


    Ich finde es echt erschreckend das die Ärzte so lange bei dir gebraucht haben bis sie dir die Diagnose geben konnten. Warst du denn auch länger in der Klinik? Ich habe jetzt drei Ärzte hinter mir, wobei mir der 2. sagte, ADHS wäre totaler Quatsch, wie meine Therapeutin denn auf so was kommen würde. Die hatte nämlich den Verdacht geäußert. ADHS gibt es nur bei Kindern und bei Erwachsenen kann man das eh nicht feststellen. Danach habe ich dann gewechselt und mir einen Spezi gesucht. Prinzipiell finde ich es eh sehr schwer gute Ärzte zu finden, aber das Hauptproblem ist, denke ich, dass sich kein Arzt wirklich mal etwas Zeit nimmt. In der Regel sitzte ich eine Stunde im Wartezimmer und bin 5-10 Minuten im Gespräch. Den nächsten Termin hat man dann in 3 Monaten wieder. All die offenen Fragen die man dann noch hat, bleiben also unbeantwortet oder man googelt.


    Ich freue mich für dich, dass sich alles so zum positiven gewendet hat. Und würde jetzt auch am liebsten schon mit dem Wechsel beginnen. Vielleicht ziehe ich es doch etwas vor. Januar vielleicht?! Nur wenn es nicht klappt… oh man ich darf nicht dran denken.


    Meine Depris sind übrigens ein stetiger Begleiter. Sie sind aktuell nicht so schwer, sondern eher leicht bis mittel ausgeprägt. Aber das ist auf die Dauer auch echt zermürbend.


    Ich wünsche dir noch einen schöne Tag


    LG Roisin

  5. #165
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 564

    AW: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein

    Hallo ihr Lieben,

    ich nehme auch Venlafaxin und MPH, bzw bald Medikinet adult.

    Venlafaxin 150 mg morgens, und 75 mg mittags. Bin mit 150 mg morgens angefangen, war kein Problem, ich hatte auch so gut wie keine Nebenwirkungen. Ich meine aber anfangs eine Unruhe empfunden zu haben, was jetzt aber auch weg ist.

    Ich hatte vor vielen Jahren schon Trevilor ( ist Venlafaxin) bekommen, auch hoch dosiert. Gegen meine Ängste und Depressionen, es hat wirklich sehr gut gewirkt, es ging mir recht schnell besser, sodaß ich auch damals die Angstherapie gut meistern konnte.

    Ich halte Venlafaxin für ein gut wirksames Medikament. Ich werde auch dabei bleiben, so lange es wirkt. Leider habe ich nach längeren Gebrauch schon zwei mal wechseln müssen weil die Wirkung irgendwann sich eingestellt hat, was wohl aber selten vor kommt.

    Lieben Gruß,
    Träumerle

  6. #166
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein

    Hallo Roisin,

    schön, dass ich dir etwas Hoffnung geben konnte.
    Aber ich denke wirklich, dass dir Venlafaxine oder MPH helfen könnte.

    Hast du mehr Mühe im Winter, dass dein Aerztin erst gegen Frühling das Medi wechseln möchte.

    Als kleiner Tipp, geh so oft nach draussen an die Sonne, wenn sie mal durchkommt.
    Denn unsere Haut kann unter Sonnenlichteinstrahlung Vitamin D gewinnen. Viamin D ist sehr wirksam gegen Depris und Sonnenlicht regt auch noch andere Bereiche in unserem Gehirn an.
    Das könnte dir helfen, gut über den Winter zu kommen.

    Meine Komorbiditäten sind nicht unbedingt schön.
    Zum einen ne jahrelange nicht behandelbare Borderlinestörung, dann ne Essstörung, dann starke Depressionen, chronische Suicidalität und noch ne Posttraumatische Belastungsstörung, die aber wohl nicht viel mit Adhs zu tun hat, sich aber wegen dem ADHS sehr stark ausegeprägt war.
    Hmm, seit MPh war ich nie mehr in der Klinik. Aber von den vier Jahren vorher war ich mindestens ein drittel davon immer irgendwo in ner Klinik. Es war die Hölle.
    Bin froh, dass das nun vorbei ist.

    Es kann schon sein, dass deine Depris schon als Kind mit dem ADHS zu tun haben, denn ein Adhs ist ja leider angeboren.
    Nur die Symptome können sich im Laufe des Lebens etwas verändern.

    Bei mir ist es so, dass wenn ich die Wirkung von MPH habe, dass ich recht strukturiert bin. Habe ich die nicht mehr, schleichen sich bei mir auch Fehlen ein.
    Aber das macht ja hier nichts, wir wissen ja alle, wie schnell bei ADHS mal ein Schreibfehler passiert.

    Also, bis dann, machs guet

    LG Nicci

  7. #167
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein

    Hi Nicci,

    das klingt ja alles total krass… da vergeht mir ja gleich die Lust zu jammern
    Nee mal ehrlich, dagegen sind meine depressiven Verstimmung ja wirklich gar nichts.
    Obwohl heute einer der wenigen Tage ist, wo ich nicht arbeiten gegangen bin.
    Umso überzeugender ist ja dann die Wirkung der Medikamente. Ich dachte früher immer das man diese nur zur Unterstützung nimmt und nur eine Therapie einem dauerhaft helfen kann (vorallem bei Borderline). Nach jetzt ca. 3,5 Jahren wöchentlicher Therapie bin ich davon gar nicht mehr so überzeugt. Ich kann mir ja noch nicht mal all die guten Tipps und Übungen merken...
    In der ADHS Therapie soll ja die Aufmerksamkeit geschult werden. Hast du/jmd damit auch schon Erfahrung gemacht?

    Im Winter geht es mir meistens schlechter als im Sommer, daher meinte meine Therapeutin ich solle mit dem Wechsel noch warten. Zudem findet sie mich gerade etwas instabil. Ich selber fühle mich gerade nicht instabiler als sonst auch. Ich habe mir letzten Winter ein Stimmungslicht gekauft. Das soll bei täglichem Gebrauch über 15 min. Wunder wirken. Naja das Wunder lässt noch auf sich warten, aber so kann ich mich selber mal davon überzeugen mir 15 min ruhe zu gönnen. Also bzw. das ist eine gute Übung mal 15 Min ruhig zu sein.

    An Träumerle, vielen Dank auch für deinen Beitrag. Ich habe mich heute dazu entschlossen, (hatte ja heute nichts zu tun) den Wechsel wohl ab Mitte Januar zu machen.
    Zum Jahreswechsel wollte ich in den Urlaub (in die Sonne) und das könnte bis dahin etwas knapp werden. Wer weiß wie Venlafaxin bei mir wirkt. Weiß jemand wie lange man das Moclobemid ausschleichen muss und wie lange man Venlafaxin einschleichen muss um auf 150 mg zu kommen. Oder nimmt man gleich 150mg. Es dauert noch eine Weile bis ich meinen nächsten Psych-termin habe und wahrscheinlich reicht dann die Zeit nicht für all meine Fragen.

    Wurdet ihr eigentlich jemals bei dem Wechsel von einem zum anderen Medikament ärztlich betreut?

    LG Roisin

  8. #168
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein

    Hallo Roisin,

    hey, weisst du, manchmal tut es einfach gut, sich sein Leid von der Seele schreiben zu können. Du jammerst ja nicht .

    Und also bei ADHS ist es ein bisschen anders, als bei anderen psychischen Erkrankungen.

    Ich selber bin eigentlich durch MPH erst überhaupt therapiefähig geworden.

    Quasi alle vorherigen Therapien waren für mich die reinste Ueberforderung.
    In einer Klinik haben die mich sogar mal heimgeschickt, weil ich für das Therapiesetting zu instabil war.

    Ich weiss nicht, aber nun duch MPH kann ich das Besprochene von den Therapiestunden besser in den Alltag rüberverlinken und ich bin einfach dem Gefühlsstrudel nicht mehr so ausgeliefert.
    Ich glaube sogar, die Borderlinediagnose war quasi ne Falschdiagnose oder eben ne Folgeerscheinung vom unbehandelten ADHS.
    Denn nun habe ich die BL-Symptome eigentlich gar nicht mehr .

    Bei Venlafaxine ist es so, dass man normalerweise mit 37,5mg beginnt. Ich glaub, in wöchentlichen Abständen kann man dann die Dosis erhöhen.

    Wie man mit Moclobemid ausschleicht, dazu habe ich leider überhaupt keine Ahnung. Das musst du deine Aerztin fragen.
    Wenn du so instabil bist, wär es vielleicht nicht schlecht, den Wechsel von einem Medi auf das andere in nem Klinikaufenthalt zu vollziehen.
    Also ich hätte es mir nicht getraut, Venlafaxine ohne MPH auszuschleichen.
    Aber das ist etwas, das du mit deiner Aerztin besprechen kannst.

    Bis dahin wünsch ich dir ganz ganz viel Kraft.

    VLG Nicci

  9. #169
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein

    Hallo Nicci,
    ich habe jetzt am 15.11. meinen nächsten Arzt-Termin, da werd ich versuchen noch mal alles zu klären
    Ich will aber auf jeden Fall schon zum Januar wechseln. Denn so wie es gerade ist, ist es echt Mist.
    Und »stabiler« werd ich bestimmt nicht mehr…

    Ich habe schon ziemliche Angst vor dem Wechsel/Ausschleichen, denn wie schon gesagt, Cymbalta war echt hart. Ein Alptraum für mich und jeden in meiner Umgebung.
    Aber vielleicht ist es auch gut, das so wenige über Moclobemid Bescheid wissen, dann kann ich es mir nosch schön reden .
    Ich werde aber trotzdem von meinen Erfahrungen berichten, vielleicht ist ja bald mal jemand in ähnlicher Situation.

    Ich hatte auch schon mal darüber nachgedacht dazu in eine Klinik zu gehen, aber das geht beruflich leider nicht. Vor zwei Jahren ging es mir so schlecht dass ich in die Klinik sollte/wollte und ich hatte bei allen die wir kontaktiert hatten 3 Monate Wartezeit. Ging das denn bei dir immer so problemlos? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Kurklinik und einem »normalen« Krankenhaus?

    Machst du eigentlich immer noch Therapie?

    Ich habe gerade gesehen du kommst aus der Schweiz… da werde ich ab Mittwoch auch sein
    Leider nur beruflich, daher werde ich wohl nicht viel sehen, bin aber trotzdem schon sehr gespannt.

    Daher liebe Grüße in die Schweiz
    Roisin

  10. #170
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein

    Hallo Roisin,

    also was der Unterschied, zwischen ner Klinik und nem Krankenhaus ist, weiss ich auch nicht genau.
    Könnte an der Grösse liegen oder auch an der Spezialisierung. Denn oft gibt es auch so Spezialkliniken.

    Bei mir war es leider so, dass ich nachdem ich in ne Psychiatrische Klinik ging, dass ich dann deswegen auch meine Stelle verloren habe. Das war echt schwer zu verdauen.
    Aber verloren hätte ich die Stelle ja so oder so, denn ich habe nun seit vier Jahren nicht mehr gearbeitet.

    Ich mache immer noch regelmässig Therapie. Das heisst, ich gehe alle zwei Wochen zu meinem Psychiater für ne Stunde Gesprächstherapie.
    Nun habe ich das Gefühl, dass ich recht gute Vortschritte mache, das liegt wohl an mir selber, wie auch an der Medikamentösen Unterstützung.
    Generell sagt man ja, dass die Kombination aus medikamentöser wie auch Psychotherapie die Besten Erfolgschancen hat.

    Ich finde es gut, dass du den Mediwechsel früher vollziehen möchtest. Hmm, aber vielleicht hast du ja mal noch ein zwei Wochen Ferien oder so, in der du das happigste über die Bühne bringen könntest.
    Wie lange rechnet denn deine Aerztin, dass du für die Umstellung benötigst? Oder habt ihr darüber gar noch nicht geredet.

    Wo hältst du dich denn in der Schweiz auf?
    Die Schweiz ist eigentlich ein ganz schönes Land, wenn die Sonne scheint

    Wünsch dir ganz ne gute Zeit.

    VLG Nicci

Ähnliche Themen

  1. Stromschläge - Absetzerscheinungen von Citalopram oder Doxepin?
    Von happyOneFriend im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 47
    Letzter Beitrag: 3.08.2011, 22:50
  2. Medikamente ja oder nein?
    Von amanda im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 13.10.2009, 01:36

Stichworte

Thema: Citalopram, Antidepressivum ja oder nein im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum