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Diskutiere im Thema Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Lin


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 117

    AW: Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten?

    Da sieht man wieder, wie wichtig es ist, zu wissen, wie das verordnete Medikament wirken kann und wie nicht.

    Dein Arzt sollte dich darüber aufklären, bei welchen Schwierigkeiten dir das Medikament helfen kann, wie es wirken kann und wie nicht.

    Creatrice hat das ganz gut auf den Punkt gebracht:

    Es kann dir dabei helfen, die Dinge, die du erledigen willst, besser zu erledigen, weil du fokussierter bei der einen Sache bleiben kannst,
    und andere Einflüsse dich weniger ablenken.

    Von Wirkung konnte ich auch nur dann sprechen, als ich endlich gradlinig Dinge erledigen konnte, viel schneller, aber nicht weil ich wie eine Maschine war, sondern ganz einfach weil mir nicht 1000 andere Möglichkeiten einfielen was ich dafür noch alles beachten sollte/könnte, die eigentlich unwichtig waren, mit denen ich mich sonst aber ablenken ließ und unsagbar lange aufhielt.
    Ich fühlte mich nicht merklich anders, sondern eigentlich merklich "normaler", ruhiger im Kopf, gradliniger, als könne ich besser entscheiden, was zu tun ist.
    Ein roter Faden war erkennbarer.
    Auch in Gesprächen.

    Dir muss vorher klar sein, um welche Hauptschwierigkeiten du dich kümmern willst und bei welchen dir die Medikamente helfen können und bei welchen nicht.

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten?

    Also das heißt jemand mit ADHS ist selbst wenn er medikamentös richtig eingestellt ist dennoch schlechter dran als jemand ohne, weil
    die Schwachpunkte immer noch da sind?

    Also ist es auch möglich, dass man seine Mittel nimmt und dann dennoch nichts gebacken bekommt und den ganzen Tag nur sinnlos vertrödelt?

    Wäre schon gut, wenn man sowas mal vom Arzt gesagt bekäme.

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten?

    Deswegen gibt es ja Therapie. Um eben den Teil, der von einem selbst gesteuert werden kann und teils auch muss, zu optimieren. Wie gesagt, du nimmst die Mittel um eine Erleichterung bei der Arbeit zu haben, sie machen nicht die Arbeit für dich. Ich glaube ein Arzt kommt meist nicht auf die Idde, das ein Patient sowas denken könnte. Oder er hat bei dir verkannt das (noch) etwas anderes hinter deiner Antriebslosigkeit steckt. Das musst du aber von dir aus sagen, das du trotzdem deine Zeit vertrödelst.

  4. #14
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten?

    Ich finde nicht, dass man uuuuuuunbedingt eine begleitende Therapie braucht, um Techniken zur Selbststeuerung zu lernen. Man kann auch selbst Techniken entwickeln. Man muss halt wirklich aktiv dran arbeiten und reflektieren. Und das geht halt mit Medikamenten leichter.

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten?

    Was sind das denn für Techniken? Könnt ihr mal paar Beispiele nennen?

    Und zu was für nem Therapeuten geht man da? Gibt es welche speziell für ADHS?

    Und wenn ihr diese Techniken beherrscht funktionieren die dann auch ohne Mittel? Was passiert wenn ihr nichts nehmt geht es dann immer noch?

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten?

    Ich finde einen Verhaltenstherapeuten am besten. Schön ist es, wenn er sich mit ADHS auskennt, muss aber nicht sein, da das alles bekannte Elemente aus bereits bestehenden Therapien für andere Erkrankungen sind. Es kommr drauf an, wieso du versackst, ist es Antriebsarmut, oder Ablwnkung, oder auch nicht wollen etc.... Ich schaffe z.B. Mehr, seitdem ich mir die Aufgaben in kleine Schritte teile, dann erscheint es nicht so viel und ich gebe nicht schon vorher auf, ich achte auch bewusst darauf die jeweilige Aufgabe zuende zu bringen, wenn ich merke ich mach was anderes gehe ich strikt wieder zurück.... Ich mache mir bewusst was ich davon positives haben könnte, wenn ich die ungeliebte aufgabe erledige... Sowas halt.
    Es geht mit medis gravierend leichter, allerdings profotiere ich auch ohne medis von erlernten Verhaltensänderungen zumindest etwas. Ich habe zumindest einen Ansatz der mal geklappt hat, wenn ich es brauche.

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten?

    Bei mir haperts man meisten mit der Motivation überhaupt mit dem Arbeiten anzufangen, weil ich es einfach hasse. Es gibt Sachen die sind weniger anstrengend da fällt es mir
    auch leichter so etwas zu tun, aber ganz schlimm ist es bei Tätigkeiten bei denen ich weiß dass ich dann wieder stundenlang am Schreibtisch sitze und kaum voran komme weil ich total perfektionistisch bin was auch wieder sehr negativ ist aber zugleich kann ich das auch nicht einfach abstellen. Ich weiß nicht ob einem ein Therapeut da viel helfen kann.

    Ich hatte eben gehofft, dass die Stimulanzien einem auch bei der Motivation helfen. Ich habe schon oft Erzählungen gehört von Adderall, dass die Leute dann selbst uninteressanste
    Tätigkeiten machen können zum Beispiel Bücher lesen die sie nicht interessieren. Genau sowas bräuchte ich nur leider ist bei mir die Wirkung nicht so, weder beim MPH noch bei Attentin.

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten?

    Gerade im Bereich Perfektion kann durchaus ein Therapeut helfen. Vorraussetzung ist allerdings, dass du das wirklich ablegen möchtest.

  9. #19
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten?

    Ablegen würde ich es schon gern aber das ist nicht nur Perfektion sondern auch Zwang denke ich. Mir ist selbst klar, dass es besser wäre weniger pedantisch zu sein aber angenommen
    ich setz mich hin und schreib irgendeinen Text runter habe dann aber selbst das Gefühl, dass es nicht wirklich gut klingt dann kann ich nicht weiter machen. Ich muss immer das Gefühl haben,
    dass das was ich mache wirklich ausgereift ist und dann kanns sein dass ich an paar Sätzen ewig lange rumhocke und überlege wie ich die am besten formulieren soll. Einfach locker flockig
    was runterschreiben geht nicht.

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Trotz Medikamenten dieselben negativen Verhaltensmuster bzw Anfälligkeiten?

    xonk schreibt:
    Bei mir haperts man meisten mit der Motivation überhaupt mit dem Arbeiten anzufangen, weil ich es einfach hasse. Es gibt Sachen die sind weniger anstrengend da fällt es mir
    auch leichter so etwas zu tun, aber ganz schlimm ist es bei Tätigkeiten bei denen ich weiß dass ich dann wieder stundenlang am Schreibtisch sitze und kaum voran komme weil ich total perfektionistisch bin was auch wieder sehr negativ ist aber zugleich kann ich das auch nicht einfach abstellen. Ich weiß nicht ob einem ein Therapeut da viel helfen kann.
    Das klingt für mich jetzt eher nicht nach einem Motivationsproblem, sondern nach einem Perfektionismusproblem. Du hast so hohe Ansprüche an dich selber, die du wahrscheinlich gar nicht erfüllen kannst. Und daher lässt du es gleich ganz bleiben. Das ist ein Vermeidungsverhaltung und das kann man medikamentös nicht behandeln. Da kann eine Psychotherapie sehr gut helfen.

    Ich hatte eben gehofft, dass die Stimulanzien einem auch bei der Motivation helfen. Ich habe schon oft Erzählungen gehört von Adderall, dass die Leute dann selbst uninteressanste
    Tätigkeiten machen können zum Beispiel Bücher lesen die sie nicht interessieren. Genau sowas bräuchte ich nur leider ist bei mir die Wirkung nicht so, weder beim MPH noch bei Attentin.
    Also mir helfen Stimulanzien nicht bei der Motivation. Sie machen aus mir auch keinen willenlosen Roboter. Und warum sollte ich ein Buch lesen, das mich nicht interessiert?
    Mir hilft das MPH beim Dranbleiben. Ich bin weniger abgelenkt und kann die Dinge, die ich anfange auch zu Ende bringen. Aber alles in einem ganz normalen Rahmen. Ich kann meine Motivation eher steuern und lenken und ich erkenne z.B., dass ich schon wieder eine Stunde im Internet war, obwohl ich eigentlich nach einer halben Stunde raus wollte. Und dann kann ich auch leichter damit aufhören und das machen, was ich eigentlich machen wollte. Aber klar fällt es mir immer noch schwer die Sachen zu machen, auf die ich so gar keine Lust habe.
    Ich muss aber dazu sagen, dass ich meine Diagnose seit über vier Jahren habe und seitdem habe ich hart an mir selber gearbeitet und die Dinge, die mir schwer gefallen sind, immer und immer wieder geübt, damit sich das festigt. Vor drei Jahren habe ich mit dem Studium angefangen und damals habe ich es gerade mal ein paar Minuten am Stück geschafft mich mit dem Stoff zu beschäftigen. Das war damals sehr frustrierend. Aber es wurde immer besser. Und heute schaffe ich sogar mal 90 Minuten am Stück. Aber das ist nicht nur das MPH, sondern sehr viel Übung und Training. Und ich bin oft über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe mir Unterstützung von außen geholt als ich alleine nicht mehr klar gekommen bin. Ohne "meine" Studienberaterin und ihre Kolleginnen, meine Kommilitonen, meine Familie und Freunde und meine Ärzte wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Trotz MPH und anderen Medikamenten.

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