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Diskutiere im Thema Ritalin, Methylphenidat und Autofahren/Führerschein im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 15

    Frage Ritalin, Methylphenidat und Autofahren/Führerschein

    Hay

    Viele hier nehmen ja Ritalin oder andere Medikamente mit Methyphenidat und viele haben sicher einen Führerschein und fahren Auto.Ich habe nun schon überall viel zu diesem Thema gelesen aber schlauer bin ich leider immer noch nicht.
    Manche Quellen reden davon,daß das Autofahren mit Methylphenidat generell verboten ist und in anderen ist von Studien die Rede die belegen,daß Menschen mit ADS oder ADHS unter Methylphenifat sicherer fahren als ohne.
    Wie soll ich mich nun also verhalten wenn ich angehalten werde und wegen geweiterter Pupillen bei mir der Verdacht besteht ich würde unter Drogeneinfluß stehen und der Schnelltest dann vielleicht sogar noch positiv auf Amphetamine anschlägt?Genau das ist verschiedenen Quellen nach schon öfter passiert weil das Methylphenidat als Amphetamin-Derivat diese falsche Anzeige hervorrufen kann.

    Kennt hier irgend jemand verlässliche Quellen zur Rechtslage oder mit Richtlinien und Hinweisen für Patienten,die Methylphenidat nehmen?
    Ich bin auf meinen Führerschein angewiesen und muß deshalb auf jeden Fall jeden Ärger in dieser Richtung vermeiden.Was sicher bei vielen anderen hier nicht anders ist.Deshalb halte ich das für eine sehr wichtige Frage.

  2. #2
    Sunshine

    Gast

    AW: Ritalin und Autofahren

    Hallo Daywalker,

    das ist eine interessante Frage und ich habe mal im Netz gesucht, wie jetzt die Sachlage ist, leider konnte ich nicht wirklich etwas eindeutiges finden. Ich habe dir mal einige Links rausgesucht und hoffe das sie dir ein wenige weiterhelfen.

    geschrieben 2003 von Dr.W

    http://web4health.info/de/answers/adhd-ritalin-car.htm

    geschrieben 2005

    http://www.123recht.net/forum_topic....47266&ccheck=1


    Falls irgendwer von euch mehr weiß, bitte postet das hier, denn es ist wichtig zu wissen, wie die derzeitige gesetzliche Sachlage in Deutschland ist!

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Ritalin und Autofahren

    Jo, ich denke mit einer Bescheinigung Deines Arztes fährst Du beim deutschen Durchschnittsbeamten wesentlich besser, als mit der Kopie Deines Rezeptes.

    Ich wählte jedenfalls Methode 1.

    Musste allerdings auch erst nachfragen.


  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 107

    AW: Ritalin und Autofahren



    Das bringt nur leider beides nicht, weil solche Fälle immer Einzelfälle sind, die nichts damit zu tun haben, ob man MPH nimmt oder nicht, sondern es wird immer geprüft, ob man in dem Moment fahrtauglich ist.

    Da hilft dir dann weder ein Attest was noch ein Rezept. Ich hab mich umfangreich schlau gemacht zu diesem Thema und die Schnelltests (Drugwipe und co) sprechen nicht auf MPH an, das ist sicher. Dazu müßtest du eine Konzentration im Blut haben die etwa 100 Tabletten à 10 mg entspricht, bei einem Körpergewicht von 70kg.

    Das kannst du auch auf den Seiten der Hersteller der Tests nachlesen, daß diese Test ganz bewußt so ausgelegt sind, daß sie MPH nicht erfassen, wenn das in irgendwelchen normalen Maßstäben in deinem Blut kreist. Vielleicht war das bei den alten Tests mal anders, aber bei den neuen kann ein falsch positives Resultat normal nicht mehr vorkommen. Die Wahrscheinlichkeit, daß Aspirn oder Antibiotika zu einem positiven Test führen, ist vielfach höher, als bei MPH. MPH hat von seiner chemischen Struktur her mit Amphetamin so wenig zu tun, wie die Antibabypille und es wirkt zwar ähnlich aber drauf gehen diese Test nicht, sondern nach der chemischen Struktur und die ist wie ein Schlüßel der bei den Tests in das Schloß passen muss, sonst ist das negativ. MPH ist ein Amphetamin-ähnlicher Stoff und kein Amphetamin-Derivat, wie das fälschlicherweise oft behauptet wird.

    Daß man also mit MPH einen auf Amphetamin positiven Test bekommen kann, das ist das viel wahrscheinlicher ein Gerücht von einzelnen, die sich im Forum von Eve&Rave mal wichtig machen wollten.

    Kontrolle fällt also aus, bleibt noch ein möglicher Unfall, und da ist es wie bei allen Medikamenten: Wenn der Polizei auffällt, daß du irgend welche Ausfallerscheinungen hast oder dich auffällig benimmst, dann wird dir Blut abgenommen und gleichzeitig, direkt nach dem Unfall, wirst du äztlich untersucht. Wie auch bei Alkohol- oder Dogenfahrten, das ist als genau das gleiche Verfahren. Das Blut wird dann chromatografisch untersucht und dabei kommen auch alle anderen Sachen ans Licht, die da noch drin sind, also andere Medikamente, Drogen oder Alkohol.

    Kommt der Arzt zu dem Ergebnis, daß du fahruntauglich bist, dann ist das rechtlich das Selbe wie eine Fahrt mit mehr als 1,1 Promille. Also Führerscheinentzug für mindestens 6 Monate und dazu eine Geld oder (theoretisch) Freiheitsstrafe.

    Danach mußt du dann wie nach einer Fahrt unter Drogen eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung MPU (volkstümlich Idiotentest) machen und dort beweisen, daß du geeignet bist, ein KFZ zu führen. erst danach bekommst du dann den Führerschein wieder oder falls es seit dem Entzug länger als 2 Jahre her ist, dann mußt du die Führerscheinprüfung nochmal machen. Daß jemand mit ADHS und dazu noch Komorbiditäten, wie sie ja die meinsten haben, so eine MPU erfolgreich absolviert, das wird gelinde gesagt, wahrscheinlich sehr schwierig werden und falls MPH im Blut war mußt du auch erst über mehrere Monate nachweisen, daß du keines mehr nimmst, weil das dann als Ursache der Fahruntauglichkeit gesehen wird. Auch alle anderen Medikamente, die nach der Blutentnahme noch gefunden wurden, werden dann ein echtes Problem werden.

    Ich ahtte früher auch immer eine Kopie vom Rezept dabei, aber nach allem, was ich bis jetzt darüber weiß, werde ich das in Zukunft auf jeden Fall bleiben lassen, denn unter die Nase halten werde ich das den Beamten bestimmt nicht und wenn ich nach einem Unfall halb tot irgendwo im Auto liege und die meinen Geldbeutel nach Papieren durchsuchen, dann sollte ihnen so was bestimmt nicht in die Hände fallen.
    Nicht, weil ich wegen MPH fahruntauglich gewesen wäre, aber weil das dann auf der Stelle als Unfallursache betrachtet wird und ich einen Heidenschlamassel am Hals habe.

    Mich würde auch mal interessieren, welcher Arzt für Medikamente Fahrtauglichkeitsbescheinigung en ausstellt. Der muß jedenfalls (zumindest in Teilzeit) absolut wahnsinnig sein. Das bringt dir als Patient überhaupt nichts, aber wenn da irgend was ist, du also eine Unfall hast und die Bescheingung der Polzei zeigst dann kann er sich im Arbeitsamt anstellen und seine Zulassung ist er wahrscheinlich auch los.
    Wenn du dich an das Steuer von einem Auto setzt, dann verlangt der Gesetzgeber eine "kritische Selbstprüfung" ob du fahren kannst oder nicht, und alles andere zählt nicht.
    Wenn du in der Untersuchung nach einem Unfall oder nach Auffälligkeiten (es muß also nicht mal ein Unfall sein, da reicht ein überfahrener Randstein oder eine nicht gesehene rote Ampel im anwesenden Auge des Gesetzes) für fahruntauglich befunden wirst dann nützt dir kein Papier der Welt mehr was. Eher zeigt es den Beamten, in welche Richtung sie mal dringend suchen sollten.


  5. #5


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9.524

    AW: Ritalin und Autofahren

    Hallo Leandro,

    im Grunde genommen hast du einfach Recht, wer sich nicht sicher ist, dass er in diesem Moment fahrtauglich ist, darf sich nicht ins Auto setzen. Das gilt nicht nur bei Psychopharmaka, sondern allgemein bei Medikamenten. Auch manche Schmerzmittel können fahruntüchtig machen. Genaugenommen sind dafür nicht mal Medikamente nötig, wer schon den ganzen Tag immer wieder Schwindelanfälle bekommt, sollte auch aufpassen.

    Ärztliche Bescheinigungen der Fahrtüchtigkeit gibt es aber tatsächlich. Zum Beispiel kann die Führerscheinbehörde bei einer Person mit diagnostizierten Gleichgewichtsstörungen, ein Attest fordern, dass sie Motorrad fahren kann, ohne zum Risiko für sich oder andere zu werden. Es gibt auch Medikamente, die die Fahrtüchtigkeit nich nur einschränken können, sondern bei denen der Hersteller im Beipackzettel angibt, dass wer dieses Medi nimmt auf gar keinen Fall Auto fahren darf. In bestimmten Fällen kommt es aber vor, dass ein Patient damit besser fähig ist Auto zu fahren. Dann kann er unter Umständen durch ein (recht aufwändiges) Ärztliches Gutachten und eine Fahrprüfung unter Medikament eine Ausnahmegenehmigung bekommen. Da gilt aber weiter, wenn er sich nicht sicher ist, kein Auto. Es gibt diese ärztlichen Gutachten also durchaus, aber es gehört mehr dazu als die Unterschrift auf einem Zettel. Außerdem gilt da, wenn der Patient das Medi eigenmächtig absetzt oder erhöht, sofort wieder das Fahrverbot. Wenn sein Arzt es macht, braucht er unter Umständen (weiß nicht wie die Regelungen im Detail sind) ein neues Gutachten.

    Kurz gesagt, Autofahren mit MPH auf jeden Fall nur, wenn alles klar ist. Das heißt zum Beispiel auch, besser den nächsten Parkplatz aufsuchen, wenn ein Rebound kommt.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 2

    Ausrufezeichen AW: Ritalin und Autofahren

    Ergänzend möchte ich auf folgenden Link zu einem Schulungsprogramm für Polizeibeamte herausgegeben von der Bundeanstalt für Strassenwesen (BAST) hinweisen.

    Denke der Ablauf bei Kontrollen sollte gleich geblieben sein:

    http://www.akzept.org/dascannabisfor...i_schulung.pdf

    Übel für uns AD(H)Sler schon unter normal Bedingungen ist S.85 Zitat:

    Durch die Art und den Inhalt einer Frage wird die Fähigkeit zur geteilten
    Aufmerksamkeit auf die Probe gestellt: Die verdächtige Person wird dazu
    gezwungen, sich auf mehrere Dinge gleichzeitig zu konzentrieren.

    Andere ziatate
    Wirkstoff (*) Handelsname (Beispiele)
    Fenetyllin Captagon®
    Methylphenidat Ritalin®
    Amphetaminil AN 1®

    Im Fahrzeug:
    • Aufbewahrung oft in Pillendöschen; verdächtig: wie Medikamente
    aussehende Tabletten ohne die dazugehörende Verpackung!

    Verkehrsrelevante Wirkungen

    Siehe hierzu Fallbeispiel (Abb. S7-1)
    • Überschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit
    • Übersteigertes Selbstwertgefühl
    • Fehleinschätzung der gegebenen Situation
    • Realitätsverlust, Verwirrtheit
    • Erweiterte, lichtstarre Pupillen („Lichtüberflutung“ bei Helligkeit,
    fehlende Helladaptation des Auges)
    • Dramatischer Leistungsabfall in der Entzugsphase!

    denke der artikel muss nochmal überarbeitet werden!
    vll von jm der sich mit Juristerei auskennt!

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Ritalin und Autofahren

    und noch mehr Infos, ich hoffe ich schweife nicht ab ansonsten bitte ich diesen Text in einen neuen Thread zu packen.

    Quelle: http://www.medizin.uni-koeln.de/inst...n/ga_bvg.shtml

    Vorwort:
    Das vom Bundesverfassungsgericht zu den Aktenzeichen 1 BvR 2062, 1 BvR 1143/98 erbetene Gutachten wird auf Wunsch des Bundesverfassungsgerichts ins Internet gestellt.
    Gutachtliche Äußerung zu den Fragen des Fragenkatalogs
    - 1 BvR 2062, 1 BvR 1143/98 -
    von Prof. Dr. G. Berghaus
    Auszug:

    Wie sind die in 2. aufgeführten Fragen in Bezug auf Fälle des gelegentlichen und
    auf solche des regelmäßigen Konsums von
    - Alkohol,
    - "Partydrogen" (etwa Ecstasy, Amphetamine),
    - Medikamente mit psychoaktiver Wirkung zu beantworten?


    Zur Beantwortung dieser Frage müßte, wie bereits eingangs erwähnt, im Prinzip die gesamte Forschung zu Alkohol, Medikamenten, Drogen und Fahrsicherheit, Fahreignung referiert werden.

    Insgesamt ist auf Grund der epidemiologischen Studien Alkohol als die weitaus gefährlichste Substanz zu bezeichnen. Benzodiazepine und Cannabis stellen eine weitaus geringere Gefahr dar. Für Amphetamine und Kokain ist, wenn überhaupt, nur eine geringe Gefahr zu konstatieren.

    Amphetamine, Kokain

    Unter den 2775 in den Studien zur Amphetaminwirkung beschriebenen Experimenten zeigten lediglich 4,1 % signifikant schlechtere Leistungen bzw. schlechtere Befindens- oder physiologische Parameter als die drogenfreien Vergleichsgruppen. Dagegen zeigten 19,9 % der Experimente bessere Ergebnisse, in 76 % glichen die Leistungen unter Drogeneinfluß der Vergleichsgruppe.

    Unter den 771 gesammelten Experimenten unter Kokaineinfluß waren keine signifikanten Verschlechterungen bei den psychophysischen Leistungen zu finden, Befindensparameter waren in 18,8 % und physiologische Parameter in 1,9 % verschlechtert. Demgegenüber zeigten sich in 64,3 % der Experimente gleiche und in 20,9 % der Experimente verbesserte Ergebnisse gegenüber den Vergleichsgruppen.

    Somit ist aufgrund der experimentellen Studien davon auszugehen, daß bei gelegentlichem Konsum "normaler Dosen" von Amphetaminen einschließlich Ecstasy und Kokain, die zumeist in Experimenten getestet werden, keine wesentlichen Leistungseinschränkungen zu erwarten sind.

    Somit stellen Amphetamine und Kokain nur eine geringe Gefahr dar. Sie können aber in Kombination mit Alkohol, Cannabis und Medikamenten die Gefahr dieser Substanzen erhöhen.
    Geändert von Wodin (12.04.2009 um 04:21 Uhr) Grund: habe nochmal um 40%gekürzt

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 107

    AW: Ritalin und Autofahren




    Was ja klar ist, das ist dass jemand in berauschtem Zustand nicht hinter das Steuer gehört.
    man muss wohl zwischen zwei verschiedenen Situationen unterscheiden, einmal eine normale Verkehrskontrolle und dann der andere Fall, wenn es wirklich zu einem Unfall kommt oder man durch auffällige Fahrweise auffällt.
    Jedenfalls ist mein Grundsatz bei der Sache "was er nicht weiß, das macht ihn nicht heiß", jetzt mal auf den Beamten bezogen, mit dem ich es da zu tun bekomm.
    MPH macht ja in therapeutischer Dosierung normalerweise keine Anzeichen, die auf einen Drogeneinfluss schließen lassen könnten. Weder ein auffälliges verwirrtes oder überdrehtes Verhalten noch irgend was erkennbares an der Pupillenreaktion.
    Nach sowas wird aber da geschaut und wenn das nicht da ist dann bekommt man auch keinen Drogenvortest aufgedrückt.

    Jemand der optisch nicht nach Drogen aussieht, der sich nicht auffällig verhält und dem nicht aus Versehen bei der Kontrolle die MPH-Packung aus der Tasche fliegt und der -ganz wichtig- auch noch nie mit BTM aufgefallen ist und keinen Eintrag hat der dann bei der Kontrolle raus kommt, der wird auch nie einen Speichel- oder Schweißtest oder sonst einen Test machen müssen.
    Wenn das dann einen von 10000 ADHSlern trotzdem mal erwischt, dann wird der Test nichts anzeigen.
    Damit wäre dann die Sache geritzt.

    Wenn einer natürlich nach Drogen aussieht oder schon mal damit aufgefallen ist oder Kollegen im Auto hat bei denen das so ist, dann wird der eher mal in den Genuss eines Test kommen als jemand der gepflegt und gesellschaftskonform daher kommt.
    Wenn jemand wirklich was im Blut hat und dann was positiv anschlägt dann ist der Ofen aus weil dann Blut genommen und im Chromatografen in seine Bestandteile zerlegt wird und da kommt dann alles raus was man genommen hat, auch MPH.
    Wer aber noch anderes im Kopf hat der gehört auch nicht hinter das Steuer und ist mit recht dann aus dem Verkehr gezogen.
    Sonderfall Kiffen: Kann viel länger nachgewiesen werden, als eine Wirkung da ist, im Extremfall und bei Dauerkonsum noch mehrere Monate, dann wird auch Blut abgenommen und chromatographisch untersucht und das MPH kommt ans Licht. Das ist dann dumm gelaufen.

    Ich aber kiffe nicht und nehme auch sonst nichts, sehe relativ gesellschaftskonform aus und mein Auto auch, habe keinen BTM-Eintrag in den Akten, bekomme von MPH keinen körperlichen Anzeichen, setze mich nicht hinter das Steuer wenn ich nicht 100% fit bin, trinke 0,0 Alkohol, wenn ich fahren muss und werde schon deswegen "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" nie so einen Drogenvortest aufgedrückt bekommen.
    Sollte das jemals passieren, dann wird der nicht anschlagen.
    Soll ich mir da dann etwa ein Rezept oder irgend eine Bescheinigung in die Papiere legen, die dann bei einer Durchsuchung oder durch irgend welche blöden Umstände gefunden werden kann??
    Die einzige Möglichkeit, wie das MPH gefunden werden kann ist wenn mir Blut abgenommen wird und ein polytoxes Screening mit dem Chromatografen gemacht wird und das ist erstens sehr teuer und dazu muss erst einmal ein positiver Vortest her.
    Wenn aber bei therapeutischer Dosierung und noch lange darüber hinaus kein Vortest anschlägt, dann wird sowas auch nie gemacht werde.

    Fazit:
    Leandro gibt optisch oder vom Verhalten her keinen Anlass zu einem Vortest.
    Falls Vortest, dann ist der negativ.
    Negativer Test=keine weiteren Maßnahmen
    Falls jemals was gefunden werden sollte dann werd ich mir auch den Stress machen und Atteste und Gutachten bringen aber bis dahin sehe ich das sehr relaxed weil da die Chance für vom Blitz erschlagen zu werden größer ist.

    Was einem halt klar sein muss ist dass das alles nicht gilt, wenn man zusätzlich mit THC, anderen Drogen oder Medikamenten im Kopf Auto fährt und deswegen nicht mehr fahrtüchtig ist. Wenn man dann auffällt oder einen Unfall baut und davon irgendwas gefunden wird dann kommt auch das MPH dabei raus aber ist dann mit Attest und Gutachten wohl das kleinste der Probleme, die man dann -zurecht- hat.


  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Ritalin und Autofahren

    "Ich aber kiffe nicht und nehme auch sonst nichts, sehe relativ gesellschaftskonform aus und mein Auto auch."


    Heidanei!

    Wenn Du so weitermachst, wirst Du noch zu einem Musterbürger. Wie gut, wenn niemand weiss, dass der Bursche Rumpelstielzchen heist.

    Beruhigen tut mich des aber nicht. Schliesslich verwenden auch zwielichtige Gestalten mit Bevorzugung unauffällige Fahrzeuge. Wenn dann noch ein Clown auf der Rückbank sitzt, für den es keine Einfuhrgenehmigung gibt, ist die Kontrolle wohl garantiert.

    In solchen Fällen habe ich dann trotzdem gerne was von meinem Arzt dabei, mit dem ich nachweisen kann, dass ich kein Junkie bin. Sagen wir dann halt zur Eigenberuhigung.

    Können wir uns darauf verständigen?


  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Ritalin und Autofahren

    also bei dem thema würd ich klar sagen: fragt den behandelnden arzt. es sollte mich eigentlich wundern, wenn man nicht fahren dürfte. das sagen ärzte idr auch dazu.
    interessanter weise gibt es laut wikipedia studien, die sogar eine zunahme der fahrtüchtigkeit bei adhs patienten bestätigen. (was ja irgendwie auch logisch ist)

    ich wär mir aber nicht sicher, ob der drogenschnelltest nicht auch bei mph anschlagen könnte. die sind dazu ausgelegt eine breite palette an amphetaminderivaten zu detektieren, inklusive exotischerer wie mdma, welches eigentlich fast kein amphetamin mehr ist.(und sie sind bekannt dafür eher bei zuviel als zuwenig anzuschlagen)

    ich persönlich verweigere mit ruhigem ton jegliche schnelltests. die polizei hat ohnehin keinerlei recht, diesen zu erzwingen. das "recht" erschleichen sie sich, durch eure einverständnisserklärung und sie machen sich strafbar, wenn sie jemanden ohne verdachtsmoment (ohne positiven test) und gegen seinen willen unschuldig zur blutentnahme schleifen. das wäre körperverletzung und das will auch soziemlich jeder polizist vermeiden. gab es bereits einen verdachtsmoment(medikament gefunden, etc), sieht die lage leider anders aus.

    ich mag ja vieles tun, was die polizei mir befiehlt aber ich pinkle nicht für sie in ein röhrchen oder so. irgendwo is auch sense

    edit: grad nochmal nachgelesen. eigentlich sollte der schnelltest nicht positiv ausfallen. es scheint aber von der testart abzuhängen und es kann immer auch ein false positive aus anderen gründen geben. da so etwas einen einzug des führerscheins nach sich ziehen kann, bis die blutprobe ausgewertet ist, würde ich dennoch zu keinerlei tests zustimmen.
    Geändert von sHR00m (22.04.2009 um 19:40 Uhr)

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