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Diskutiere im Thema Wie lange soll man Ritalin einnehmen? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 281

    Wie lange soll man Ritalin einnehmen?

    Hallo Leute,

    ich hab mal eine Frage, wie lange darf man Ritalin eigentlich nehmen? Mir wurde vor kurzem gesagt, dass es nicht länger als 1 Jahr eingenommen werden darf, stimmt das?

    Irre Grüße

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Wie lange soll man Ritalin einnehmen?

    Und dann?

    Ist dann die ADHS verpufft?

    Das Medikament wird solange verschrieben, wie die dazugehörige Störung vorhanden ist.

    Es gibt sicherlich Fälle, in denen Betroffene auch ohne Medikation auskommen, gute Thera und das richtige Umfeld, gutes ADHS Management etc., aber ob das die Regel ist?

    Wer bitte hat Dir das den erzählt?

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 281

    AW: Wie lange soll man Ritalin einnehmen?

    Mütterchen hat das von einem Arzt gehört, den sie mir aber nicht genannt hat.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Wie lange soll man Ritalin einnehmen?

    Ich würde das mal unter "absoluter Mumpitz" verbuchen ....

    Zumindest ich bekomme das Medikament seit 2010, also seit 5 Jährchen und bin damit nicht mal auf der langfristigen Seite.

    Aber ernsthaft, eine solche Regelung ist mir nicht bekannt.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 281

    AW: Wie lange soll man Ritalin einnehmen?

    Ok, danke für die Antwort

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Wie lange soll man Ritalin einnehmen?

    Deine Mutter hält das Medi für einen Hammer, Teufelszeugs und meint es schadet aufgrund seiner Potenz zwangsläufig deinem Körper.
    Aber so ist es nicht. Methylphenidat ist ein überaus nebenwirkungsarmer Wirkstoff, der sicherlich länger als nur 5 Jahre genommen werden kann.

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 281

    AW: Wie lange soll man Ritalin einnehmen?

    P.Milli schreibt:
    Deine Mutter hält das Medi für einen Hammer, Teufelszeugs und meint es schadet aufgrund seiner Potenz zwangsläufig deinem Körper.
    Aber so ist es nicht. Methylphenidat ist ein überaus nebenwirkungsarmer Wirkstoff, der sicherlich länger als nur 5 Jahre genommen werden kann.
    Volltreffer!

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Wie lange soll man Ritalin einnehmen?

    Irre schreibt:
    ich hab mal eine Frage, wie lange darf man Ritalin eigentlich nehmen? Mir wurde vor kurzem gesagt, dass es nicht länger als 1 Jahr eingenommen werden darf, stimmt das?
    Teilweise stimmt das. Man muss mindestens einmal im Jahr mit der medikamentösen Therapie aussetzen und dann schauen, ob man ohne Stimulantien klar kommt. Wenn es nicht ohne geht, dann kann man die medikamentöse Therapie fortführen. Daher darf Stimulantien maximal ein Jahr am Stück einnehmen, muss dann aussetzen und kann sie dann weiter nehmen. Wie lange man aussetzen muss, steht aber nirgends.
    Man kann also theoretisch mal an einem Wochenende mit den Medikamenten aussetzen und hätte damit den geforderten behandlungsfreien Abschnitt. Das muss allerdings mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, denn der muss das Ganze in seinen Unterlagen dokumentieren.
    Ob das so sinnvoll ist, darüber kann man sich streiten. Aber es ist eben Vorschrift.

  9. #9
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Wie lange soll man Ritalin einnehmen?

    Zufällig habe ich die Mail der Kassenärztlichen Vereinigung noch in meinem Speicher, weil wir an anderer Stelle ein ähnliches Thema haben:

    https://adhs-chaoten.net/treffpunkt-...tml#post482687

    Kassenärztliche Vereinigung RLP schreibt:
    Welche Maßnahmen die therapeutische Gesamtstrategie im Einzelnen beinhaltet, liegt allein in der Verordnungshoheit des behandelnden Arztes. Des Weiteren ist der Einsatz von Stimulantien im Verlauf besonders zu dokumentieren, sowie die Beurteilung der behandlungsfreien Zeitabschnitte, die mindestens einmal jährlich erfolgen sollten, sind zu beachten.
    Die Dauer der behandlungsfreien Zeit (die aber nicht erfolgen muss) liegt im Ermessen des behandelnden Arztes.

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Wie lange soll man Ritalin einnehmen?

    Ich dachte, diese Empfehlung zu behandlungsfreien Zeiten wäre inzwischen, genauso wie die Empfehlung an Wochenenden oder in den Ferien medikamentenfrei zu bleiben, endlich mal verdunstet, denn sie macht in etwa genauso viel Sinn, wie einem Rollstuhlfahrer eine Rampe, mit deren Hilfe er eine Treppe hinauf kommt, zwischendurch mal abzubauen, um mal zu sehen, ob er jetzt auch ohne die Rampe die Treppe hochkommt ...



    Aber:
    Da MPH wohl das mit Abstand am meisten vergessene Medikament sein dürfte, können wir wohl davon ausgehen, dass solche Auslassversuche bei uns öfter stattfinden, als es erwünscht wäre.

    Dennoch wie gesagt:
    Dass solche Auslassversuche durchgeführt werden müssen, ist meines Wissens nach nicht korrekt, wie auch die zitierte Mail von Steintor aussagt, denn der Begriff "sollten" impliziert eine Empfehlung, keine Vorschrift.

    Die Bundesärztekammer schreibt in ihrer Stellungnahme zur ADHS (2005):
    Bundesärztekammer schreibt:
    Therapiepausen an Feiertagen, Wochenenden oder in Ferienzeiten können unter bestimmten Bedingungen angezeigt sein (z. B. wenn sich die Symptomatik hauptsächlich im schuli-schen Bereich zeigt).
    Auch hier lässt der Text nicht den Schluss zu, dass diese Auslassversuche vorgeschrieben wären oder ein bestimtmer Zeitrahmen von einem Jahr als maximale Verabreichungszeit gegeben wäre Um letzteren geht es ja, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Die Aussage der Mutter war ja, dass man es nur ein Jahr lang nehmen dürfe, von Auslassversuchen war nicht die Rede, es sei denn, ich habe das falsch verstanden.


    Das heißt aber nicht, dass ich Auslassversuche für falsch halten würde.
    Wenn sich das Umfeld oder die Lebensumstände ändern, kann es ja durchaus sein, dass man ohne die Medikation auskommt.
    Aber solange sich da nichts ändert ....

    Es gibt allerdings auch Ausnahmen, aber da wir hier ein Forum für erwachsene Betroffene sind, ist das für uns weniger zutreffend.
    Ebenfalls in der Stellungnahme ADHS der Bundesärztekammer steht nämlich:
    Bundesärztekammer schreibt:
    Die überlegene Wirkung der Stimulanzienmedikation bleibt gemäß Ergebnissen von Verlaufsstudien, die über einen Zeitraum bis zu 5 Jahren reichen, erhalten, sofern die Medikation kontinuierlich fortgesetzt wird. In der MTA-Studie zeigte sich auch bei der Gruppe, bei der die Medikation abgesetzt worden war, dass die symptomreduzierende Wirkung weiter anhielt, wenn auch abschwächt
    Das bezieht sich aber in erster Linie auf Kinder und Jugendliche.
    Hier trifft es ja zudem auch zu, dass sich die ADHS in etwa 25% der Fälle mit der Pubertät auswächst, bzw. deutlich zurückgeht (wobei man da genaugenommen weniger bis zur Pubertät, als vielmehr bis in den Beginn der dritten Lebensdekade schauen müsste, denn erst dann sind die Exekutiven Funktionen bei ADHS-Betroffenen am "Endpunkt" der (verzögerten) Entwicklung angelangt.

    Ich gebe zu, auch selbst immer wieder mal Auslassversuche, in Absprache mit meinem Arzt, einzubauen.
    Allein um mich an den Unterschied zu erinnern und mir die Wirkung wieder vor Augen zu führen.
    Ohne die Medikation reicht ein Besuch im Supermarkt zu einer Zeit, an der dort "normalviel" los ist und ich weiß, wo der Frosch die Locken hat.

    Die letzten 2 Wochen hatte ich eine unfreiwillige Medipause aufgrund eines grippalen Infekts.
    Mit Fieber u. dergl. und wenn ich sowieso flachliege, nehme ich die Medi's nicht und angesichts des Schlafs, den man dann hat, macht es eh' keinen Sinn.
    Als es mir aber schon wieder besser ging und ich auch mal wieder vorsichtig einkaufen ging, die Medis aber noch nicht wieder genommen habe, kam die Reizfilterschwäche und das Chaos im Kopf im Supermarkt wieder wie der Vorschlaghammer mitten ins Gesicht .

    Das Alles macht Sinn, aber die Aussage, dass MPH ja ach so böse ist, dass man es nicht länger als nur ein Jahr nehmen darf (was hat die Mutter/ der bekannte Arzt denn überhaupt gesagt, was dann passieren sollte?), ist mit Sicherheit Mumpitz.

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