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  1. #11
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Leben kippt "dank" Ritalin

    Gerade eben hatte nich einen Talk bezüglich dieses Themas. Wäre mein Leben mit Medikamenten anders verlaufen?

    Ich hätte mehr Mut gehabt, meinen Weg schon früher zu gehen. Vielleich wäre ich heute Musiker. Nach meinem Studium (der Biologie) hatte ich eine band. Die fing gerade an, bekannt zu werden, da habe ich beschlossen, Biologe zu werden. Das war 1994. Meinen Job als Biologe habe ich dann 2010 an den Nagel gehängt, weil nichts mehr ging.

    Die Diagnose (im Jahr 2012) eröffnete mir die Chance, ein anderes, besseres Leben zu beginnen. Mein Leben zuvor war vom Wettbewerb geprägt, es den Anderen gleich zu tun, was mir nie gelang.Nu

    Nun bin ich kein Biologe mehr und ich froh darum.

    Und hätte ich die Diagnose mit der Medikation nicht erhalten, hätte ich sicherlich erneut ein Leben als Biologe begonnen. Ich würde daher nicht von "kippen" reden. Du hast die einmalige Chance bekommen, es nun besser zu machen.

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Leben kippt "dank" Ritalin

    Erlebt jeder so etwas der ADS hat und dann die richtigen Mittel bekommt?
    Ich hab sowas schon öfters gehört. Das mach mich jetzt neugierig.

    Aber woher will man wissen selbst wenn man plötzlich das Gefühl hat "aufzuwachen" dass die neuen Entscheidungen
    richtig sind? Was ist denn wenn die dann am Ende sich auch als falsch herausstellen?
    Ich meine angenommen Ritalin sorgt dafür dass jemand der unzufrieden ist sich dann auch richtig unzufrieden fühlt
    und bringt das dann zum Vorschein dann bedeutet das ja nicht, dass man dann automatisch auch weiß wie man seine
    Probleme richtig lösen muss.

  3. #13
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Leben kippt "dank" Ritalin

    Oft ist das bei älteren Betroffenen der Fall, deren Leben vor der Diagnose an die Wand gefahren ist, die also extrem unzufrieden waren.

    Oft streift man das, was einen belastet hat, ab und geht auf neuen Wegen. Natürlich kann man auch da wieder Schiffbruch erleiden. Die neuen Ziele können sehr schwierig zu erreichen sejn. Zwar hat man neue Kraft gewinnen können, um sich auf den Weg zu machen, doch auch diese Kräfte können schwinden. Dieses Problem habe ich gerade. Ich bin schon weit gekommen, dich nun brauche ich neue Kraft. Der Rückzug in gewohnte Strukturen ist in solchen Fällen sehr verlockend.

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk
    Geändert von Steintor ( 1.06.2015 um 09:07 Uhr)

  4. #14
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Leben kippt "dank" Ritalin

    xonk schreibt:
    Aber woher will man wissen selbst wenn man plötzlich das Gefühl hat "aufzuwachen" dass die neuen Entscheidungen
    richtig sind? Was ist denn wenn die dann am Ende sich auch als falsch herausstellen?
    ZUM GLÜCK weiss man das nicht. Denn dann hätte ja das Leben seine Fehlerhaftigkeit, die natürlich und wichtig ist, verloren. Wenn man sich nun aber imstande fühlt, aus dem Gewohnten auszubrechen... und das Ganze nicht manisch, nicht über-euphorisch, sondern doch wohl überlegt. Das ist meine Hoffnung (meine MPH-Einstellung folgt erst in den kommenden Wochen).

    Ich zum Beispiel bin zerfressen von "Zerdenken", so dass ich am Ende nur - wie von Steinertor geschrieben - in gewohnten Strukturen bleibe. Ich traue mich ganz einfach nicht, etwas anders zu machen.
    Ich bin zum Beispiel selbstständig, mit einem Job der mir EIGENTLICH (inhaltlich) Spaß macht. Strukturell ist es grade eher chaotisch, was mir immens auf die Stimmung schlägt. Wäre ich dann vielleicht in einer Festanstellung, mit einer Unternehmenskultur die mir Struktur gibt, vielleicht besser aufgehoben? Darüber traue ich mich gar nicht nachzudenken, weil mir die Festanstellung Angst macht, da ich dort Kontrolle aus der Hand gebe und mich eben besagten Strukturen unterwerfen müsste, die ich einerseits brauche, vor denen ich andererseits aber auch Unwohlsein verspüre..

    Nehmen wir an, die Medis schlagen an, dann könnte auch die VT besser anschlagen und ich könnte diese "Grundsatzfragen" besser angehen. Und ja, dann würde ich in dem Sinne auch denken, dass mein Leben "kippte" (wobei "kippen" da eher ein falsches Wort ist). Eben positiv.

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Leben kippt "dank" Ritalin

    Ist das denn überhaupt ein wirkliches Symptom von ADHS wenn man immer unentschlossen ist und immer was wäre wenn Fragen stellt?
    Ich habe das auch sehr stark, aber ich weiß nicht, ob man das wirklich auf ADS schieben kann. Bei mir ist es auch so, dass ich mich selbst eigentlich
    nie zu etwas entscheiden kann. Entweder habe ich gar keine Ideen oder ich habe Ideen, weiß aber nicht ob irgendeine überhaupt realistisch ist.
    Oft scheitern dann auch Sachen einfach daran, dass ich zuviele Probleme und Hindernisse sehe und dann denke das wird sowieso nie was. Ich denke
    dann über alle möglichen Schwierigkeiten nach oder Probleme die sich stellen würden wo ich dann jedoch keine Lösung parat habe und im Endeffekt
    bin ich dann schon so entmutigt, dass ich es gar nicht erst angehen kann.

  6. #16
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Leben kippt "dank" Ritalin

    Ich denke schon dass das ein Symptom ist... Wenn man sich nicht auf das IST konzentriert sondern lieber ganz viele SOLLS phantasiert.

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Leben kippt "dank" Ritalin

    Kann sein. Ich hör grad ein Hörbuch wo es um Motivation und Willensstärke geht. Der Autor meint es gibt 3 verschiedene Kategorien von Dingen.

    1) Dinge die man eigentlich tun will (Gegenwart)
    2) Dinge die man nicht tun will/soll, weil sie schlecht sind (Gegenwart)
    3) Dinge die man erreichen will (Zukunft)

    Klingt eigentlich ganz simpel und einleuchtend aber dennoch bekomm ich das nicht hin.
    Ich weiß genau was ich nicht tun sollte und was ich stattdessen lieber tun sollte um irgendwann mal Fortschritte zu machen aber
    dennoch mache ich es nicht. Ich tu ständig Sachen die eigentlich total sinnlos und töricht sind und mich überhaupt nicht voran bringen
    und trotzdem mach ich es.

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Leben kippt "dank" Ritalin

    xonk schreibt:
    Ist das denn überhaupt ein wirkliches Symptom von ADHS wenn man immer unentschlossen ist und immer was wäre wenn Fragen stellt?
    Ich habe das auch sehr stark, aber ich weiß nicht, ob man das wirklich auf ADS schieben kann. Bei mir ist es auch so, dass ich mich selbst eigentlich
    nie zu etwas entscheiden kann. Entweder habe ich gar keine Ideen oder ich habe Ideen, weiß aber nicht ob irgendeine überhaupt realistisch ist.
    Oft scheitern dann auch Sachen einfach daran, dass ich zuviele Probleme und Hindernisse sehe und dann denke das wird sowieso nie was. Ich denke
    dann über alle möglichen Schwierigkeiten nach oder Probleme die sich stellen würden wo ich dann jedoch keine Lösung parat habe und im Endeffekt
    bin ich dann schon so entmutigt, dass ich es gar nicht erst angehen kann.
    Das kann man so pauschal nicht sagen. Das muss man immer im Einzelfall bei der Diagnostik überprüfen, ob das zu ADHS gehört oder ob das eine andere Störung ist oder ob ADHS und eine Komorbidität vorliegt.
    Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, dann liegt bei dir zusätzlich zum ADHS noch eine Depression, eine GAS und eine Zwangsstörung vor? Das passt meiner Meinung nach ganz gut zu dem, was du beschreibst. Eventuell wäre eine Psychotherapie hilfreich für dich, damit du mit der Depression, GAS und OCD besser klar kommst. So wie ich deine ganzen Fragen und Bedenken in deinen Threads zur ADHS-Medikation verstehe, fällt es dir momentan sehr schwer dich auf die Medikation und die Behandlung einzulassen. Ich lese da viele Sorgen, Zweifel und Ängste raus und damit stehst du dir leider selber im Weg, meiner Meinung nach.

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