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Diskutiere im Thema Angst vor Medikation im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Angst vor Medikation

    RobAthlet schreibt:
    Ich habe mal in irgendeinem Beitrag gelesen,dass manche ADS Ärzte "älteren Menschen" keine Medikamente mehr empfehlen,weil sie dann plötzlich
    mit wachen,klaren Blick ,"alles" (alle Probleme etc) erkennen,verstehen,und dann in eine Art Lebenskrise kommen können.
    Nach dem Motto: Mist ,hätte ich das nur vorher gewusst,gekonnt,verstanden,ges ehen dann wäre mein Leben ganz anders verlaufen.
    So eine Art "Lebensbilanzkrise".

    Ich erwähne das aber nicht um Dich zu verunsichern,oder weil ich Dir von Medikamenten abraten möchte.

    Was mir auch sinnvoll erscheint,dass Du dich mit Psychopharmaka(Wirkmechanismus ) an sich mal beschäftigst bzw beraten lässt.Viele Menschen glauben nämlich,dass würde ihre Persönlichkeit verändern,oder sie an sich "ruhig stellen",etc.Das stimmt so aber nicht.

    Das mit der Lebenskrise stimmt bei manchen definitiv (leider), aber das kann dir auch mit 30 passieren, mir ist am Anfang der Medikation auch so viel in der Art durch den Kopf gegangen, von wegen wenn ich früh genug diagnostizert worden wäre, dann hätte ich bestimmt das und das studieren können, dann wäre mein Abi wesentlich besser gewesen, dann hätte ich niemals so leiden müssen, dann wäre ich nicht sozialhilfeempfanger und und und... Aber ich denke, das ist normal bei einer ADS-Diagnose im Erwachsenenalter, da sind wir ja alle nicht allein mit. Ich finde nur, egal wie alt, jeder hat das Recht auf Hife und Besserung wenn irgendwie möglich und mit 60 ist man meiner Meinung nach noch lange nicht zu alt, wie viele arbeiten da noch, wie viele werden noch neue Beziehungen eingehen wollen usw.....

  2. #12
    Gesperrt (Mehrfachaccount)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Angst vor Medikation

    Hi.

    Klar kann das Medikament Auswirkung auf dich haben, gute und schlechte. Das ist aber auch variabel, abhängig von der Dosierung. Lass dich drauf ein und probiere es mal aus. Vielleicht
    überwiegen die Vorteile die Nachteile, oder es gibt überhaupt keine Nachteile für dich, aber ohne Versuch wirst du es nie rausfinden und bei dir hört sich der Leidensdruck immens an. Ich
    an deiner Stelle würde dem ganzen mal eine Chance geben. Kannst ja jederzeit wieder aufhören wenn es dich beruflich zu sehr bremst.

    Lg

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Angst vor Medikation

    ich möchte mich bei allen bedanken, die hier reingeschrieben .

    Ja und ihr habt mich bei dem Entschluss bestärkt es doch mal mit Medikation zu versuchen.
    Was mich auch immer sehr , sehr abgehalten hat, ist mein alter Beruf. Nun ich komme halt aus der Apotheke, und habe erlebt, wie Kinder mit Ritalin großgezogen wurden.

    Nun teilweise änderte sich das Wesen dieser Kinder sehr und ich schwor mir damals , dass ich niemals meinen Kindern sowas antun werde.

    Nun das habe ich auch durchgezogen, Eines meiner Kinder war extremst damit belastet. (Zu diesem Zeitpunkt merkte ich immer noch nicht , dass ich selber so war .Merkwürdig oder?)

    Allerdings sind wir offen damit umgegangen, und es war in diesem Fall wohl wirklich die richtige Entscheidung.

    In meinem Fall der erst vor 2 Jahren wirklich festgestellt wurde ist es denke ich wirklich anderes.

    Mein Leben bestand seit Kindesbeinen nur aus Vorwürfen und Selbstvorwürfen. Man steckte mich in Schublanden. Schlampe, Nichtsnutz , Chaotin, und leider zu oft Messi. Ja ich bildete mir das wirklich selber ein.Bis ich echte Messies kennenlernte .Das war ich nicht.

    Nun die Rückschau oder Selbstvorwürfe, die man sich im "Alter" vielleicht macht , Nach dem Motto " Hätte ich es damals schon gewusst" ist mir die letzten 2 Jahre wohl schon passiert.SChlimmer kann es wohl nicht mehr kommen. Außer , dass ich mit Medikamenten mein Chaos vielleicht endlich mal in Angriff nehmen kann was mir jetzt im Augenblick einfach nicht gelingt.

    Deshalb werde ich es versuchen. Ich denke ich habe nichts zu verliehren , nur zu gewinnen.

    Ich möchte einmal die Welt erleben, so wie sie wirklich ist,Und nicht alles auf einmal wahr nehmen. So kommt mir die Welt vor.Ich muss mich jetzt schon schrecklich konzentrieren um diesen Text zu schreiben, grad ist mein Hund reingekommen ,allein das Trappeln seine Pfoten bringt mich gerade schon wieder aus dem Konzept.
    Danke nochmal für die Antworten
    Isfet

  4. #14
    RobAthlet

    Gast

    AW: Angst vor Medikation

    Warst Du beruflich eigentlich selbstständig oder angestellt?

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Angst vor Medikation

    ich bin seit 10 Jahren selbständig vorher immer angestellt.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Angst vor Medikation

    ch lese hier gerade etwas über Hochsensibel und ADHS und meine Unsicherheit steigt mit diesem Thread.. Ja ich bin Hochsensibel, jede Schwingung nehme ich auf von jeden Menschen. Ich bemerke sogar Dinge , die diese Menschen nicht bemerken. Die Ursachen, warum es so ist bei ihnen wie es ist. Nun, ich habe diese Begabung sage ich mal, vor Jahren zum Beruf gemacht. Ich arbeite in der Esoterik , sehr , sehr erfolgreich. In der Esoterik nennt man es Empathie, bzw. Hellsicht. Vielen tausenden von Menschen konnte ich damit schon wirklich helfen.
    Nur mir nicht. Denn was in der Esoterik ein Segen ist, ist im tgl. Leben mein Fluch.
    Hat meine Partnerschaften zerstört, eigenlich mein gesamtes Leben.Außenreize bringen mich fast um. Jede Art von Lärm stört mich. Meiner Kosmetikerin bin ich vom Sessel gehüpft als sie Entspannungsmusik einwarf. Sie war mir zu laut, zu grell.
    Was nützt es wenn man sehr viel verdient und nciht fähig ist seine Steuer zu machen, weil man nichtmal die Quittung und eine dafür vorgesehene Kiste legen kann.? Mein Chaos begleitet mich seit Kindheitstagen und nun mit fast 60 ist es unerträglich geworden.

    Ich habe hier einen Thread eröffnet und gefragt soll ich Medikamente nehmen. Mein ganzes Leben habe ich es nicht getan.. Nun ich traue mich nicht obwohl sie vor mir liegen.
    Denn ich habe mit Kollegen gesprochen und sie sind mehr oder minder ähnlich gepoolt wie ich .Man erzählte mir sogar , dass diese "Gaben " verschwanden als man anfing Medikamente zu nehmen bzw. zumindest stark unterdrückt wurden.

    Habe ich wirklich nur die Wahl zwischen einem Chaotischen Leben oder einem relativ normalen mit wenig Einkommen.?
    Für sich selber sieht man in meinem Beruf oft eher nicht so gut , aber mein Gefühl sagt mir Lass es lieber. Was ich im Augenblick auch tun werde.
    vielleicht ist das eine Überreaktion von mir. Aber kann es mir nicht leisten einfach mal ein paar Tage es zu versuchen.
    Arbeitet Jemand von euch eigentlich auch in so einem oder ähnlichen Beruf? Bilde ich mir da vielleicht doch nur was ein. Anderseits dieses alles gleichzeitig und gleichstark aufnehmen ist das was ich wirklich brauche in meinem Job.Ordnung und Struktur ist da wenig gefragt.
    Bin im Augenblick sehr verwirrt..
    traurige Isfet

  7. #17
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Angst vor Medikation

    Ich arbeite nicht in der Esoterik, aber im Kreativbereich und habe meine sehr starken Tagträume bisher auch immer als Gabe wahrgenommen. Ich kann innerlich sehen und spüren, worüber ich schreibe, deshalb kann ich es meinen Lesern so gut vermitteln, als wären sie selbst mitten im Geschehen. Und als ich mit den Medikamenten anfing hatte ich auch Angst, das würde weggehen.

    Ist es bisher aber nicht. Ich bin aktuell noch relativ am Anfang der Einstellung und nehme aktuell 20mg MPH am Tag. Meine Gedanken sind noch immer da, unverändert intensiv, aber es fällt mir leichter sie fortzudrücken, wenn ich sie nicht haben möchte. Bisher habe ich durch die Medikamente keine Fähigkeiten verloren, ganz im Gegenteil, ich beginne endlich, die Kontrolle darüber zu bekommen. Endlich kann ich selbst über mein Leben entscheiden, statt von einem Gedanken zum nächsten getrieben zu werden. Noch wirken die Medikamente nicht perfekt, noch muss ich mich immer noch sehr stark überwinden auch am PC sitzen zu bleiben, wenn ich arbeiten möchte. Und bei Hausarbeit, die ich eigentlich an einem Montag erledigt haben wollte, kann ich froh sein, wenn ich sie Mittwoch auch mal mache. Aber es fällt leichter.

    Du darfst dir das nicht so vorstellen, dass etwas in dir unterdrückt oder gedämpft wird. Du hörst nicht auf, du selbst zu sein. Wenn du deine Fähigkeiten benutzen willst, dann wirst du das vermutlich auch mit Medikamenten können. Aber bekommst Kontrolle über deine Gedanken und ich finde, das ist sehr viel wert.

  8. #18
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Angst vor Medikation

    Hallo
    Ich sehe mich als sehr kreativ und auch viel zu viel hsp.
    Wenn ich meine Medis nehme empfinde ich teilweise sogar noch mehr
    Kreativität. Die Empfänglichkeit für alle auf mich einstürzenden Wahrnehmungen wird leider nicht verringert, aber ich kann besser und dinstanzierter urteilen ob es eine Bedrohung ist und ich bin dadurch gelassener und ruhiger.
    Wenn die Wirkdauer aber zu ende geht kann es sehr unangenehm werden,
    weil dann die Reize gefühlt viel stärker durchkommen.
    Ich kann aber besser nachdenken, weil sich die Anzahl der ständig kreisenden Gedanken in der Wirkzeit stark verringert.
    Ich glaube nicht das durch einen Versuch mit deinen Medis du quasi dein Gabe
    verlierst. Probiere es zb an einen Wochenende, oder in einem Urlaub aus ,wenn du dein Emphatie nicht benötigst ,und wenn du feststellst das es deine Sinne zu sehr irritiert kannst du den Versuch ja abbrechen.
    Gruß Spirit

  9. #19
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Angst vor Medikation

    isfet schreibt:
    ch lese hier gerade etwas über Hochsensibel und ADHS und meine Unsicherheit steigt mit diesem Thread.. Ja ich bin Hochsensibel, jede Schwingung nehme ich auf von jeden Menschen. Ich bemerke sogar Dinge , die diese Menschen nicht bemerken. Die Ursachen, warum es so ist bei ihnen wie es ist. Nun, ich habe diese Begabung sage ich mal, vor Jahren zum Beruf gemacht. Ich arbeite in der Esoterik , sehr , sehr erfolgreich. In der Esoterik nennt man es Empathie, bzw. Hellsicht. Vielen tausenden von Menschen konnte ich damit schon wirklich helfen.
    Nur mir nicht. Denn was in der Esoterik ein Segen ist, ist im tgl. Leben mein Fluch.
    Hat meine Partnerschaften zerstört, eigenlich mein gesamtes Leben.Außenreize bringen mich fast um. Jede Art von Lärm stört mich. Meiner Kosmetikerin bin ich vom Sessel gehüpft als sie Entspannungsmusik einwarf. Sie war mir zu laut, zu grell.
    (...)
    Denn ich habe mit Kollegen gesprochen und sie sind mehr oder minder ähnlich gepoolt wie ich .Man erzählte mir sogar , dass diese "Gaben " verschwanden als man anfing Medikamente zu nehmen bzw. zumindest stark unterdrückt wurden.

    Habe ich wirklich nur die Wahl zwischen einem Chaotischen Leben oder einem relativ normalen mit wenig Einkommen.?
    (...)
    Arbeitet Jemand von euch eigentlich auch in so einem oder ähnlichen Beruf? Bilde ich mir da vielleicht doch nur was ein. Anderseits dieses alles gleichzeitig und gleichstark aufnehmen ist das was ich wirklich brauche in meinem Job.Ordnung und Struktur ist da wenig gefragt.
    Bin im Augenblick sehr verwirrt..
    traurige Isfet
    Hallo Isfet,

    ja, ich arbeite in einem ähnlichen Beruf. Der hat zwar nichts mit Esoterik zu tun, aber Schwingungen bei anderen Menschen wahrnehmen und Empathie sind sehr wichtig, von daher ist meine Tätigkeit ähnlich.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass das durch die Medikamente eingeschränkt ist. Im Gegenteil, ich kann wahrnehmen was bei den anderen Menschen los ist, ohne von anderen Dingen abgelenkt zu sein.

    Aber herausfinden, wie das bei dir ist, kannst nur du selbst. Und zwar völlig ohne Risiko, denn wenn dir die Wirkung nicht zusagt, lässt du es eben wieder bleiben, du bist dann wieder wie vorher, es bleibt nichts nach.

    Und das ist auch dosisabhängig. Wer stromlinienförmig, "abgeschossen" wirkt, nimmt vermutlich zuviel. So war es wohl auch bei den Kindern die du kennen gelernt hattest, aber Achtung: Das war dann deine Außenwahrnehmung! Das haben die Kinder selbst eventuell gar nicht so empfunden, sie sahen nur so aus, der Kontrast zwischen dem vorher aufgedrehten und "fröhlichen" Kind und dem ernsten, "ruhiggestellten" könnte erschrecken. Aber ich kann mich an meine Kindheit (mit ADHS und ohne Behandlung) gut erinnern und weiß noch gut, dass ich überhaupt nicht glücklich war mit meiner aufgedrehten und vorlauten Art, ich war häufig sehr unglücklich.

    Gerade in der Esoterikszene gibt es viele unzutreffende Vorurteile über Ritalin.

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