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Diskutiere im Thema Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?! im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9

    Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?!

    Hallo Leute

    hab mal wieder die zweite Dosis Ritalin Adult zu spät genommen und kann nicht pennen. Weiß schon jetzt, der Tag morgen ist im Arsch. So relativiert sich dann die gesteigerte Produktivität unter dem Medikamenteneinfluss...

    Gibt es hier auch noch ein paar Leute unter euch, die das MPH kritisch sehen? Daran zweifeln, ob unterm Strich tatsächlich eine positive Bilanz rauskommt?

    Aber was tun? Ich bin jetzt (hoffentlich und zum Glück) fast mit dem Jurastudium fertig und frage mich tatsächlich, ob es ohne Medikation überhaupt möglich ist auf dem Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Irgendwie hab ich da auch ein wenig das Selbstvertrauen in mich verloren - die Kehrseite der Ritalin Medaillie?

    Gleichzeitig kann ich mir nicht vorstellen dauerhaft das Medikament zu nehmen. Die negativen Einflüsse auf Schlaf, Sexualität usw. sind mir zu hoch.

    Geht es da jemandem genauso, oder hat vielleicht jemand ein paar aufmunternde Worte?

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?!

    Zur Aufmunterung:

    Schlechte Tage gibt es immer wieder mal! Das Problem liegt ja wohl eher darin, dass bei uns oft die guten oder auch normalen Tage zu wenig sind!

    Ist die Geschichte halbwegs ausgeglichen, dann bekommt mensch auch keine Panik bei schlechten Tagen oder auch schlechten Nächten!


    Bezüglich der Medikamenteneinnahme ist das natürlich eher eine einfache Geschichte. Neben kleinen Erinnerungsfunktionen z.B. durch Dein Handy müssen auch Strategien entwickelt werden für den Fall der Fälle.

    Es kann immer mal passieren, dass mensch mit der zweiten Dosis in Verzug kommt. Dafür benötigst Du dann eine "Wenn-Dann-Strategie". Ich weiß nicht, welche Dosis Du nimmst, aber solche Fragen lassen sich natürlich auch mal mit dem Arzt besprechen.

    Bei mir ist es so, dass ich für solche Fälle eine geringere Dosis - vom Arzt so verordnet - zur Hand habe!

    Zum Ende eines Jurastudiums würde ich jedenfalls nicht über ein Ende der Medikation nachdenken - wir fallen einfach zu tief und geraten zu schnell in einen Teufelskreis - lohnt sich wohl nicht wirklich! Erst recht nicht kurz vor Schluss!

    Bei der Medikation sieht es auch so aus, dass diese durchaus noch verringert werden kann. Deshalb sind die Arztbesuche, wenn gut vorbereitet, ja notwendig. Es gehört zu jeder guten Behandlung, dass regelmäßig mal Auslassversuche in Erwägung gezogen und ggf. die Medikation erneut angepasst wird.

    Na ja und was die Arbeitssituation angeht, da ist es leider momentan so, dass die Anforderungen immer mehr steigen. Das gesamte Karusell dreht sich immer schneller und schneller, damit steigen natürlich auch die Anforderungen an die persönlichen Anpassungsfähigkeiten. Das ändern wir allerdings nicht!

    Die Medikation hilft uns doch vor allem dabei, notwendige Änderungen nicht nur zu versuchen, sondern sie tatsächlich in die Tat umzusetzen! Für mich kann ich jedenfalls sagen, dass mir die Medis im Moment am meisten dabei helfen, an einer Sache dran zu bleiben bzw. auch Lebensänderungen durchzuhalten!

    Das allein ist für mich schon richtig viel wert!

  3. #3
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?!

    Skorbut schreibt:
    Gibt es hier auch noch ein paar Leute unter euch, die das MPH kritisch sehen? Daran zweifeln, ob unterm Strich tatsächlich eine positive Bilanz rauskommt?
    Hier gibt es eher weniger Mitglieder, die eine Medikation in Frage stellen. Die meisten von uns haben nach einer langen Leidensperiode die Chance, basierend auf Medikamenten, zu einem Neuanfang bekommen.

    Skorbut schreibt:
    Aber was tun? Ich bin jetzt (hoffentlich und zum Glück) fast mit dem Jurastudium fertig und frage mich tatsächlich, ob es ohne Medikation überhaupt möglich ist auf dem Arbeitsmarkt Fuss zu fassen.
    Das wird sich zeigen. ist es denn so schlimm, mit Medikamenten zu leben? Auf der anderen Seite frage ich mich, warum du zu Arzt gegangen bist? Du hast dir bestimmt vom Arzt Hilfe erhofft. Diese Hilfe hast du bekommen, lehnst diese aber ab. ich würde an deiner Stelle, denn du bist wesentlich jünger als ich, dein ADHSv zu akzeptieren und in deinem Leben als unverrückbares Teil integrieren. Das würde bedeuten, dass au entweder deinen Job schmeißt (wie ich es getan habe, bevor ich die Diagnose bekam) oder in dem von dir gewählten Job mit Medikamenten lebst. Vielleicht schaffst du es auch ohne Medikamente, aber...

    Skorbut schreibt:
    Irgendwie hab ich da auch ein wenig das Selbstvertrauen in mich verloren - die Kehrseite der Ritalin Medaillie?
    Ich weiß nicht, was du mit deinem Studium werden möchtest, aber als Jurist, sei es Rechtsanwalt oder Richter, wirst du sehr in Stress kommen und dir Anfeindungen gefallen lassen müssen. Die Anwälte, die ich bislang hatte, waren sehr bissig und brutal (den Kontrahenten gegenüber, *kicher*). Daher würde ich versuchen, dein Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Mir halfen dabei die Medikamente.

    Du bist noch in der Einschleichphase. Da kommt es schon mal zu negativen Gefühlen, vor allem nach Abklingen der Wirkung.

    Skorbut schreibt:
    Gleichzeitig kann ich mir nicht vorstellen dauerhaft das Medikament zu nehmen. Die negativen Einflüsse auf Schlaf, Sexualität usw. sind mir zu hoch.
    Wie gesagt, du brauchst die Medikamente nicht zu nehmen. Dann würde ich mir aber überlegen, ob der Job dann der Richtige ist. Mein Leitsatz ist (nach der Diagnose erstellt), dass ich mit meinen Ressourcen leben möchte. Früchte, die mir zu hoch sind, ignoriere ich jetzt (im Gegensatz zu früher, denn da wollte ich noch hoch hinaus). Ich habe mich gefragt, wie ich glücklich werden kann. Mein Job hat mich nur geplagt. Warum soll ich also das machen, was mich kaputt macht? Es gibt sehr viele leitende Angestellte, die haben aber kein ADHS. Das ist mir jetzt egal (früher habe ich mich noch an denen gemessen).

    Den Schlaf bekommt man hin, indem man 12 Stunde vor dem geplanten Zubettgehen die letzte Dosis einnimmt. So praktiziere ich das. Ich nehme nur in Ausnahmesituationen später eine Dosis, wenn ich z.B. am Abend eine Sitzung habe.

    Sexualität? Stimmt, die gibt es auch noch. Habe ich ganz vergessen. Wenn man kein Bock auf Sex hat, plagt einen auch der Mangel an Libido nicht. Ob es anatomisch klappen würde, habe ich noch nicht ausprobiert.
    Geändert von Steintor (21.05.2015 um 15:05 Uhr) Grund: Einen unwichtigen Satz, der zudem off topic war, gestrichen

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?!

    Also ich verstehe dich schon. Ich sehe die Medikation in dem Sinne kritisch, als das sie mir auf der einen Seite sehr hilft, auf der anderen aber auch schadet. Ich habe schon erhebliche Nebenwirkungen, von daher ist auch bei mir manchmal die Frage da, was nun besser ist, Pest oder Cholera.

    Das muss man wirklich für sich selbst herausfinden, wann genau und in wieweit die positiven Eigenschaften den negativen überwiegen. Bestimmte Nebenwirkungen nehme ich bei der Medikation in Kauf, sobald es aber meine Lebensqualität genauso einschränkt wie die Erkrankung selbst oder gar mehr, verzichte ich lieber darauf.


    Allerdings habe ich nicht den Druck der Arbeit/Ausbildung. Ich weiss nicht wie ich es sehen würde wenn ich einen Druck "zu funktionieren" hätte. Ich muss mich halt nur darum kümmern das es mir einigermaßen gut geht, ich habe keine weiteren Verpflichtungen und Wünsche. Kann mir schon vorstellen, das einem das dann wie eine Zwickmühle erscheint.

  5. #5
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?!

    Ich würde auch sagen,es kommt auf das Gesamtbild an.

    Wenn Du Nebenwirkungen hast,die Dir am Ende die Lebensqualität,die Du eigentlich gewinnen solltest,rauben,stimmt da was nicht.

    Allerdings gibt es ja durchaus Alternativen zu Methylphenidat,die Du,in Absprache mit Deinem behandelnden Arzt,ausprobieren könntest.

    Wenn Dich die Situation aktuell so belastet,wäre das doch eine Überlegung wert und evtl.gibt es da die Möglichkeit,ein Krankensemester einzulegen.

    Da ich kein Student bin,kenne ich mich da allerdings komplett gar nicht aus.

    Health first,die kriegst Du nämlich nicht so einfach wieder-die "Produktivität" kommt ganz weit dahinter.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?!

    luftkopf33 schreibt:
    Health first,die kriegst Du nämlich nicht so einfach wieder-die "Produktivität" kommt ganz weit dahinter.


    Das finde ich ganz wichtig. Denn ohne dauerhafte Gesundheit, wird auch die "Produktivität" nicht dauerhaft sein.

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?!

    Ich hab noch nie studiert und werds in diesem Leben auch nicht mehr, aber wenn ich jetzt so meine damalige Berufschulausbildung anschau, dann ist die Berufspraxis nachher "anders".
    Studium heißt ja auch sehr viel lernen, konzentriert sein auch bei Dingen, die man nach dem Studium nicht mal mehr mit dem Hintern anschaun würde.


    Ich hat im Wirtschaftsgymi damals unter anderem das Thema "Aktienrecht"... eines der wenigen Bereiche in Sachen Gesetz, die ich nie, aber auch wirklich NIE mehr in meinem Leben "sehen" möcht


    Will damit sagen, es KANN sein (muss aba nicht), dass du nach deinem Studium im Beruf weniger (bis gar keine) Hilfsmittel brauchst, um deine Arbeit tatsächlich machen zu können.

    Vielleicht gibt es einen Bereich, der dich speziell interessiert und in welchem du möglicherweise sogar in den Hyperfokus schalten kannst.
    Auf diesen würd ich mich dann nach dem Studium eben "konzentrieren".

    Gibt ja genug Anwälte, die dafür werben "Spezialisten" für diesen und jenen Bereich zu sein.

    Kritisch gegenüber etwas zu sein ist grundsätzlich mal eine gute Sache (find ich), weil man nur durch hinterfragen Dinge verändern kann.
    Ein Medi grundsätzlich als "schlecht" zu betiteln, find ich aber ungut, weil es eben eine subjektive Sache ist.

    Was für den einen ein Lebensretter ist, ist für nen anderen unter Umständen das Gegenteil.

    Wenn die Nebenwirkungen dich einschränken, hilft es nur, mit dem Arzt darüber zu reden. Wie andere auch schon geschrieben haben, gibt es alternativen, die man testen kann.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?!

    Ich kenn keinen Juristen mit der Erst-Diagnose im Erwachsenenalter, der ohne Medikamente als Jurist arbeitsfähig ist. Und je später die Diagnose erfolgt ist, desto weniger Berufsfähigkeit ist gegeben. Da sind die Komorbiditäten wie Angst und Depressionen zu groß.

    Und Fehler durch Unaufmerksamkeit oder Konzentrationsprobleme fördern nicht gerade das Selbstbewusst sein, da ist es eigentlich sinnvoll, alles zu tun, um gar nicht erst Misserfolge aufgrund der Erkrankung zu haben. Der Rest ist auch so schon schwierig genug, da man immer in Konkurrenz steht und es so gut wie gar keine Tätigkeit im Team gibt.

    Es ist schon wichtig, dass man für sich sicherstellt, wann man persönlich die letzte Dosis nehmen darf und wann man dementsprechend die erste spätestens genommen haben sollte. Das sind aber Erfahrungswerte, die sich mit der Zeit einfinden. Man lernt auch, ein Erinnerungssystem zu integrieren.

    Bist du sicher, dass die Probleme beim Sex auf der Medikation beruhen? Können sie nicht vielleicht auch der insgesamt belastenden Situation so vor dem Examen geschuldet sein? Ich kann mich nicht erinnern, dass schon einmal im Zusammenhang mit MPH von einem Mann als Nebenwirkung des Medikaments gehört zu haben, und eigentlich haben wir in der Klinik auch ziemlich offen über Sexualität und ADHS gesprochen...

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?!

    Ich kann dich so gut verstehen. In meinem Job bin ich defintiv nicht fähig, ohne MPH auszukommen. Das bedeutet, ich werde nun noch über 20 Jahre lang jeden Tag meine Dosis nehmen müssen (geht man mal von durchschnittlichen Berufs-/Lebenserwartungen aus). Ein Gedanke, der irgendwie ein ungutes Gefühl erzeugt. Ich kann auch ohne Medikamente leben, allerdings nur in Urlaubs-Phasen, in denen ich keine Stressbelastung habe...Gerade im Moment habe ich nach 7 Jahren MPH eine "Krise", in der ich mich schon frage, ob ich in einer anderen Lebenssituation eventuell einfach so sein dürfte, wie ich halt nunmal bin...???

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Negative Auswirkungen von Methylphenidat / Ritalin adult - keine Wahl?!

    Hallo Skorbut,

    ich nehme jetzt seit etwas mehr als einem Jahr MPH. Als ich meine Diagnose bekam dachte ich "Och Mist, aber ein paar Medis nehmen und das wird schon". Nun habe ich einen sehr entspannten Urlaub hinter mir in dem ich das letzte Jahr reflektiert habe und weiss, das es nicht so einfach ist. Die Behandlung unseres ADHS muss auf mehreren Säulen stehen: Erkenntnis, Änderung des Lebensstils, (zeitweise) begleitende Therapie, Medikamente. Ich habe im Urlaub das Buch "Lass mich, aber verlass mich nicht" gelesen und war ziemlich schockiert dass dort sehr sehr vieles meiner Krankheit/Situation nahezu detailgetreu beschrieben wurde. Als ich nach meinem Urlaub auch noch meinen Schwerbehindertenausweis in der Post fand wusste ich endgültig dass mit mir ganz schön was nicht stimmt, aber das hat mich nicht entmutigt. Deine Aussage "Sch..... Medis kaum nehme ich die zu spät kann ich nicht schlafen" wird in dem Buch übrigens als Ausrede von der Ausrede mehrfach beschrieben, alle/s andere ist schuld nur der ADHSler selber nicht. mache ich auch noch viel zu häufig. ;-)

    Für mich konkret habe ich folgendes beschlossen und teilweise auch umgesetzt: Ausprobieren eines anderen Medikaments (vorher Medikinet jetzt Ritalin adult -> besser weil weniger Rebounds und sanftere Wirkung), ich habe mir zusätzlich ein Antidepressivum verschreiben lassen (Cymbalta) welches meine Ängste und Depressionen wirksam bekämpft. ich will das nicht mein ganzes Leben lang nehmen aber es half mir sehr aus einem sehr tiefen Stimmungsloch zu kommen. Ausserdem halte ich mich soweit wie möglich von TV/Videospielen fern, plane mehr Zeit mit Freunden ein und mache Mikroanalysen wenn ich ins Grübeln komme (ich verfolge meinen Gedankenstrang zurück zum Ursprungsgedanken wenn ich merke dass ich konfus werde) . Ausserdem muss ich darauf achten oft und lange Pausen zu machen und ausreichend zu schlafen (am besten so dass ich vor dem Wecker wach werde).
    Ich informiere mich in Fachbüchern weiter über ADHS (lese momentan "Delivered from Distraction") und habe anerkannt, dass ich viele Defizite gegenüber den Stinos habe. Aber auch viele Vorteile wie unkonventionelle Lösungswege, Kreativität in vielen Bereich, ein herzliches Wesen, Charme den ich sprühen lassen kann, richtig Power wenns mal sein muss etc. etc....

    Daher werde ich gemeinsam mit meiner Therapeutin versuchen meine Stärken herauszufinden und diese auch im Beruf betonen. Dass Du mit ADHS sehr gut als Jurist arbeiten kannst glaube ich schon, dein starker Gerechtigkeitssinn und deine Empathie werden dir dort helfen. Außerdem empfehle ich Dir eine Uhr mit Wecker die dich an die Medikamenteneinnahme erinnert und würde selber, wenn ich zu spät dran bin, nix mehr nachwerfen.

    Also, das wird schon :-)

    LG

    Tim
    Geändert von NenntmichTim (22.05.2015 um 14:06 Uhr)

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