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Diskutiere im Thema Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.115

    AW: Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich über keinerlei schlafprobleme verfüge. Ich würde sogar eher vom Gegeteil ausgehen. Was natürlich im Endeffekt auch so seine Problemchen mitbringt.

    Auch bei dem antriebsteigetndem AD, habe ich ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Geschweige von dem nicht vorhandenen Antrieb.

    aber dies ist nur meine Erfahrung. Wie schon häufig mal hier erwähnt ist ja jeder individuell.

  2. #32
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen

    creatrice schreibt:
    Das merkt aber sowohl A als auch B. A reagiert darauf ganz pragmatisch und schickt einfach weniger raus, und B wird gierig und denkt sich "Na wenn so viel da ist, dann bilde ich einfach mehr Andockstellen, dann kann ich auch mehr aufnehmen." Folge dessen ist dann übergrosser Hunger bei B aber leider auch verminderte "Produktion" bei A. Das ist dann kurzzeitig Rebound, langzeitig eine Gewöhnung, also Toleranz und Abhängigkeit.
    Welche "Andockstellen" vermehren sich? Sind das Rezeptoren an der Postsynapse? Ich dachte, MPH wirkt nur an bzw. in der Präsynapse. Hast du dazu eine Quelle oder sowas? Ich konnte dazu leider nichts finden.


    ChaosQueeny schreibt:
    In den USA geben sie doch aber MPH auch zum Schlafen, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Ich habe das jetzt nur am Rande gelesen. Sind diese Gaben dann mit einer medifreien Zeit über den Tag gekoppelt oder wie läuft das da? Weiss das einer zufälligerweise?
    Kindern mit ADHS wird wohl ganz gerne abends unretardiertes MPH gegeben. Die nehmen dann bspw. morgens Concerta, was ja recht lange wirkt und abends dann noch unretardiertes MPH, was ca. 3 bis 4 Stunden wirkt. Die Wirkung vom unretardierten MPH müsste dann so gegen Mitternacht weg sein. Da ist dann ausreichend Zeit zwischen den Einnahmen. Tagsüber muss man so keine medifreie Zeit einhalten.


    luftkopf33 schreibt:
    Die Dosis ist in diesen Fällen i.d.R. die reguläre Einzeldosis,sonst bist Du ja de facto unterdosiert,was wenig bringt.
    Ich kenne das so, dass man gerade bei der Unterdosierung ausreichend entspannt ist um zu schlafen. Mit meiner regulären Dosis bin ich zwar entspannt, aber länger schlafen kann ich damit nicht. Das geht nur mit niedriger Dosis. Mein Arzt meinte auch, dass man zum Einschlafen eine niedrigere Dosis nimmt. Hier steht das auch so.

  3. #33
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen

    Ja,das geht auch,wenn mensch bei Unterdosierung eben diesen Entspannungseffekt hat.

    Ums länger Schlafen ging es mir persönlich nicht so sehr.

    Ich bezog mich ausschließlich auf Einschlafschwierigkeiten aufgrund einiger Symptome,die bei mir jedenfalls mit einer zu niedrigen Dosis nicht ausreichend gelindert würden-weder tagsüber noch spätabends,da macht mein Hirn keinerlei Unterschied.

    Ich danke Dir für Deine Quelle.
    Da siehst Du,wie uneinig selbst die Expertenschaft hüben wie drüben sein kann.

    Und da wundern wir uns,wenn unter uns Verwirrung entsteht?

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen

    Das Problem ist vermutlich auch, das so viele Betroffene so unterschiedlich reagieren.

  5. #35
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen

    Wohl war.
    Der Eine schläft danach wie ein Baby,die Andere steht senkrecht...

  6. #36
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen

    Zu den Fragen Einschlafen und Durchschlafen und trotzdem gut Wachwerden:

    Bei mir kommt noch was dazu: in meinem Tages-Bio-Rhythmus schaltet anscheinend mein Nervensystem zu stark und zu früh auf Ruhephase hin zur Nachtruhe um, besonders im Winter. Dann werde ich schlapp und leistungsschwach, manchmal schon ab 16 Uhr. Morgens bin ich am fitesten, mittags geht es schon deutlich zurück und dann immer weiter bis es gegen 16 Uhr rapide wird. Dagegengesteuert hat mein Körper immer schon mit einer Art Hyperaktivität, Nervosität und Angst, Adrenalin als Panikreaktion mitunter auch.

    Darum kann ich es mir absolut nicht leisten, dann noch dazu einen Rebound zu haben. Wenn ich also Medikinet adult 10 mg morgens einnahm wie zunächst gemacht und mittags die Wirkung endete, dann war der Rebound heftig. Meine Ärztin fragte mich kürzlich nach einem 24h-Blutdruckmessen, was mittags da bei mir los war, denn mein Blutdruck sei da extremste gefallen. Also gibt es auch körperliche Belege dafür, wie schlapp ich mich dann fühle.

    Und so bin ich in meinem Fall drauf gekommen, Medikinet adult in zwei Dosen von 10 mg mittags und 5 mg zum Abendbrot einzunehmen. So geht es ganz gut. Mein Körper braucht sich ab mittags nicht mehr so panisch hochzufahren und ich spüre keinen Rebound.

    Was die Frage des Wachwerdens morgens betrifft, da ist bei mir der Hauptgesichtspunkt meine Depression. Wenn ich da keine vernünftige medikamentöse Einstellung habe, dann wird das ganz schwierig! Wäre das vielleicht auch noch ein Aspekt?

    Ich wünsche mir aber auch, dass etwas erfunden wird, dass man rund um die Uhr bei ADHS nehmen kann, denn ADHS hat man ja auch rund um die Uhr.


    LG! Maggy

  7. #37
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen

    @ Fliegenpilz

    Ja, die Rezeptoren der Postsynapse sind gemeint. Sie verändern sich regulatorisch.

    Allerdings muss ich sagen, das ich das damals am Benzodiazepin-Modell so gelernt habe, und auf der Suche nach Links habe ich heute "gelernt", das es sich bei MPH genau andersherum zu verhalten scheint , es verringert sich die Rezeptordichte unter dauerhafter Einnahme von Stimulanzien. Jetzt hab ich Hirni natürlich nicht diese links gespeichert, aber ich kann mich wenigstens noch erinnern, das das Grundmodell auch in Wikipedia beschrieben ist

    Toleranzentwicklung - Wikipedia unter Regulation der Rezeptordichte.


    Zum TE noch mal, ich habe gelesen das du Mittagsschlaf machst. Da ich seit meiner Jugend unter behandelten Schlafstörungen leide kann ich dir nur sagen das das schonmal ein Problem sein kann. Das erste was mir immer wieder bei Ärzten und Krankenhäusern gesagt wird ist: Bitte auf keinen Fall tagsüber schlafen. Schlafhygiene ist ein ganz wichtiger Baustein bei Schlafstörungen.

  8. #38
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen

    luftkopf33 schreibt:
    Ja,das geht auch,wenn mensch bei Unterdosierung eben diesen Entspannungseffekt hat.

    Ums länger Schlafen ging es mir persönlich nicht so sehr.
    Mir geht es auch nicht ums länger schlafen, das habe ich missverständlich formuliert. Ich kann mit meiner normalen Dosis tagsüber ein kurzes Schläfchen von ca. 15 Min machen. Aber mehrere Stunden kann ich damit nicht schlafen. Mit der niedrigeren Dosis dagegen kann ich mehrere Stunden schlafen.
    Studien zeigen, dass MPH die gesamte nächtliche Schlafdauer verkürzt und nicht verlängert.
    Für eine geringere Dosis zur Nacht spricht auch, dass bei mehrmaliger Einnahme am Tag die Einzeldosen in aller Regel nicht gleich groß sind. Die erste Dosis am Tag ist meistens die größte, die folgenden sollte man entsprechend geringer dosieren, da immer noch ein Rest der vorherigen Dosis wirksam ist. Sonst kommt man schnell in eine Überdosierung.


    Ich bezog mich ausschließlich auf Einschlafschwierigkeiten aufgrund einiger Symptome,die bei mir jedenfalls mit einer zu niedrigen Dosis nicht ausreichend gelindert würden-weder tagsüber noch spätabends,da macht mein Hirn keinerlei Unterschied.
    Das solltest du dann lieber mal mit deinem Arzt besprechen. Schlafprobleme können ja unterschiedliche Ursachen haben, die im Rahmen der ADHS-Diagnostik abgeklärt werden sollten. Und dementsprechend sollte man dann behandeln.
    MPH abends zu nehmen dient eher der Abmilderung des Rebounds und weniger der Beseitigung von Schlafstörungen, die komorbid zum ADHS bestehen. Komorbide Schlafstörungen sollten zusätzlich behandelt werden. Deine Schilderungen klingen für mich eher nach einer komorbiden Schlafstörung.
    Eine Studie von Fr. Dr. Sobanski zeigt, dass sich der Schlaf bei erwachsenen ADHSlern durch die Behandlung mit MPH, das tagsüber eingenommen wird, verbessert.

  9. #39
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen

    creatrice schreibt:
    @ Fliegenpilz

    Ja, die Rezeptoren der Postsynapse sind gemeint. Sie verändern sich regulatorisch.

    Allerdings muss ich sagen, das ich das damals am Benzodiazepin-Modell so gelernt habe, und auf der Suche nach Links habe ich heute "gelernt", das es sich bei MPH genau andersherum zu verhalten scheint , es verringert sich die Rezeptordichte unter dauerhafter Einnahme von Stimulanzien. Jetzt hab ich Hirni natürlich nicht diese links gespeichert, aber ich kann mich wenigstens noch erinnern, das das Grundmodell auch in Wikipedia beschrieben ist

    Toleranzentwicklung - Wikipedia unter Regulation der Rezeptordichte.
    Das, was in dem Link unter Regulation der Rezeptordichte beschrieben wird, ist nur eine Möglichkeit wie es zu einer Toleranzentwicklung kommen kann. Unterschiedliche Substanzen wirken unterschiedlich. Wenn du in dem Link runterscrollst, findest du dort unter Tachyphylaxie die Wirkweise bei MPH. Das hatte ich nämlich weiter oben schon verlinkt.
    Es ist mir wichtig, das hier richtig zu stellen, weil insbesondere MPH-Gegner unterschiedliche Toleranzentwicklungen in einen Topf werfen und dann wird MPH mit anderen Substanzen wie bspw. Methamphetamin gleichgesetzt.

    Studien zeigen, dass ADHSler mehr Dopamintransporter haben. Die Dopamintransporter sind aber auf der Präsynapse. Das sind die Löcher in der Badewanne.
    Bei einer längeren Einnahme von MPH wurden diese Löcher weniger. Dieser Effekt bestand auch noch kurze Zeit nach Absetzen von MPH, aber nicht dauerhaft. Bei Tieren (ich glaube, es waren Ratten) zeigte sich, dass Ratten, die vor der Pubertät MPH bekommen hatten, auch nach Absetzen von MPH dauerhaft weniger Dopamintransporter aufwiesen. MPH hatte die Dopamintransporter dauerhaft "normalisiert". Das könnte ein Grund dafür sein, warum manche ADHSler, die in der Kindheit mit MPH behandelt wurden, das MPH als Erwachsene nicht mehr brauchen.
    Ebenso konnte gezeigt werden, dass die Anzahl der Dopamintransporter bei Erwachsenen geringer ist als bei Kindern. Daher brauchen Erwachsene typischer weniger MPH als Kinder. Erwachsene haben weniger Löcher in der Badewanne als Kinder. Das könnte die Unterschiede in der Wirksamkeit der inividuellen Dosierung erklären. Jemand, der weniger Löcher hat, braucht weniger MPH um die Löcher zu stopfen.

  10. #40
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Methylphenidat Nachts einnehmen - Erfahrungen

    Ja, ich kenne die Modelle der DAT-Dichte, weiss aber auch, das diese Ergebnisse bisher nicht vollends validiert sind, da sie auch teils widerlegt wurden. Die Wirkweise von STrattera würde das z.B. nicht erklären, auch nicht mit der sehr geringen Wirkung auf das dopaminerge System. Bisher gibt es für jede These Mitstreiter und Studien-Ergebnisse.... Bei den einen ist es eine erhöhte DAT-Dichte im gesamten Striatum, bei den nächsten nur im N. accumbens, bei den übernächsten ist es sogar eine Verminderung der DAT-Dichte, und wieder andere sehen oder sehen nicht verschiedenste neuroanatomische Anzeichen.


    Ubrigens wird direkt neben MPH und Amphetamin auch Methamphetamin bei der Tachyphylaxie genannt. Da ist nichts unterschiedlich.
    Geändert von creatrice (16.05.2015 um 14:42 Uhr)

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