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Diskutiere im Thema Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 72

    Ausrufezeichen Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung?

    Hallo ihr Menschen

    ich weiß grad nicht wie ich dieses Thema anfangen soll. Ich weiß auch nicht was im Moment mit mir abgeht, aber ich muss darüber reden/schreiben.
    Ich habe vor ein paar Tagen die Dosis von 10mg Ritalin adult auf 20mg erhöht bekommen. Ich merke eindeutiger, wie es mich innerlich ruhig (sehr wohliges, angenehmes Gefühl) macht und die Gedanken nicht so rumsausen und körperliche Nebenwirkungen meine ich auch nicht zu spüren. (Außer Haarausfall (sehr frustrierend) und eine dezenten Müdigkeit, die aber lange nicht so erschlagend ist, wie in den ersten Tagen mit 10mg)

    Nun ist es aber so, dass ich am 2. Tag mit erhöhter Dosis mich angefangen habe, emotional schlecht zu fühlen. Ich habe viel geweint und die letzten Tage ist das noch schlimmer geworden, so dass ich morgens aufwache und anfange zu weinen. Aber nicht sinnlos oder unbegründet, sodass ich denke ich sei depressiv (bin mir aber nicht sicher). Ich weiß nicht wie es dazu kam, aber gegen abend wurde ich von einer derarten Selbstreflektion erschlagen, das ich das Gefühl hatte mich selbst nicht mehr zu erkennen. Ich habe mich mein Leben/meine Umwelt schon immer analysiert. Aber so wie ich da mein Leben als Ganzes missratenes Unglück erkannt habe und über die Dinge nachgedacht habe, die ich nie jemandem im Leben erzählt habe (und ich bin sehr offen und plappere viel), nicht mal meiner Therapeutin, habe ich in ganz anderen Zusammenhängen und in neuem Licht betrachtet.
    Und paradoxerweise erkenne ich, wie ich mein Leben im Dunkel verbracht habe und was alles schief gelaufen ist, wo ich kein zutun hatte. Ich habe darüber auch in einem anderen Forum sehr ausführlich berichtet (weil ich da mit niemanden in echt drüber reden kann) und man empfahl mir eine Lektüre (Alice Miller: "Drama des begabten Kindes").
    Ich habe es angefangen zu lesen und bin nur am flennen. Ich verstehe mich, aber auch wieder nicht. Ich erkenne mich darin wieder und weiß aber nicht wer ich bin. Ich fühle mich zerstört und weiß wirklich(!) nicht mehr wer/was ich bin, wie ich mit mir und der Welt noch umgehen soll.

    Ich fühle mich mit dem was im Moment mit mir abgeht sehr sehr alleine und meinen Arzt werde ich denke ich erst Montag wieder telefonisch erreichen können. Ich erkenne meine ganzen Selbstzweifel und mein Versuch sie mit Selbstironie zu kompensieren und wie abgrundtief hässlich und doof ich mich in Wirklichkeit eigentlich finde (ich würde fast schon sagen, Dysmorphophobie).

    Ich weiß nicht ob das normal ist mit Ritalin oder ob ich möglicherweise doch eine andere Störung habe als ADS. Oder Ritalin einfach nicht vertrage. Ich bin für eure Antworten/Erfahrungen sehr dankbar.

    Pandahh

    PS.: Ich erkenne einen Berg von Arbeit und was ich an mir tun muss oder ist das ein Berg der künstlich erschaffen wurde durch Ritalin, also ohne nicht da wäre?

    PPS.: Ich weiß nicht ob ich im richtigen Bereich bin mit dem Thema ._. sorry

  2. #2
    cocolores

    Gast

    AW: Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung?

    Hallo Pandhaa,

    ich denke schon, dass du im richtigen Bereich bist, weil meine Erinnerung an meine Zeit mit Ritalin adult sich sehr mit deinen beschriebenen Erlebnissen hier deckt und insofern halte ich es wirklich für eine medikamentenbezogene Sache.

    Viele schreiben hier, MPH wirke auf sie ent-täuschend in mehrfacher Hinsicht. Es läßt einen einen besseren Blick bekommen, desillusioniert im positiven Sinne. Vieles kommt zum Vorschein, was man schon immer wissen wollte - oder eben über sich nicht wissen wollte. Und genau diese Zweifel und Verwirrungen, die du hier beschreibst, sind Teil davon und ich habe das auch so erlebt. Unter MPH habe ich auch viel geweint, viel an mir beobachtet und es plötzlich in völlig anderem Licht gesehen. Und genau wie du hatte ich Phasen, in denen ich nicht unterscheiden konnte, ist die Erkenntnis nun eine echte oder schiebt sich da etwas zwischen "mich und mich", was eher in Richtung Abbildungsfehler geht. Ich hab mir auch stundenlang den Kopf zermartert, ob ich plötzlich 1000 Komorbiditäten an mir entdecke oder überdosiert bin. Oder gar kein ADHS habe. Oder gar nichts habe oder alles habe. Und wieder zurück. Und wieder geweint….

    Je mehr die Dosierung oder die Medikamentierung an sich in Bewegung war bei mir, desto stärker waren diese Phasen. Bewegte ich mich eine Weile auf einem stabilen Niveau, liess es nach oder ging weg.
    Leider hatte ich auch wie du diesen Haarausfall, der mich so belastet hat, dass ich mich, obwohl ich mit Ritalin adult recht gut zurechtkam, dauerhaft wieder von MPH verabschiedete und auf Atomoxetin umstieg. Solche psychotischen und depressiven Schübe wie unter der Einstellung auf MPH hatte ich seitdem nicht mehr. Ok, depressive Tage unter PMS schon….

    Ich rate daher einfach mal dazu, die Nerven zu behalten, abzuwarten und zu versuchen, die Dosisschwankungen so gering wie möglich zu halten innerhalb gewisser Zeit. Mir haben immer die Änderungen am meisten zu schaffen gemacht. Vielleicht ist das bei dir auch so.

    Bei vielen geht der Haarausfall mit der Zeit zurück; wenn du bei Ritalin bleibst, würde ich dir das auch wünschen. Unter Strattera ist er bei mir wieder völlig verschwunden.

    Alles Gute

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung?

    Ritalin kann auch Depressionen auslösen.
    Nach einem Migränetag hatte ich Ritalin genommen und bin Abends eine richtige heftig depressive Phase abgerutscht, bis die WIrkung von Ritalin nachlies.

    Wenn du dich damit wohl fühlst, kannst du testweiße mal die Dosis für einen Tag weglassen und schauen ob es dir besser geht.


    Ritalin hatte mir auch geholfen mich zu verstehen, zu sehen wie ich ticke und auch was für ein Mist ich in der Vergangenheit gebaut habe. Das war für mich auch nicht leicht. Rede aufjedenfall mit deinem Therapeuten darüber und arbeite die Vergangenheit auf. Ich wünsche dir aufjedenfall das alles besser wird

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung?

    Pandahh schreibt:
    Und paradoxerweise erkenne ich, wie ich mein Leben im Dunkel verbracht habe und was alles schief gelaufen ist, wo ich kein zutun hatte.
    Die meisten Ärzte diagnostizieren das ADHS und verschreiben dann Medikamente. Danach kommt nichts mehr. Nach der Diagnostik bist du auf dich allein angewiesen.

    Das Problem zu Beginn einer Medikation (darauf hat mich ausnahmsweise mein Arzt hingewiesen und mich entsprechend gewarnt) sind die depressiven Verstimmungen, weil man nun einsieht, wie sehr man sein Leben vergeigt hat und wie viel besser es mit den entsprechenden Medikamenten gewesen wäre, hätte man sie früher eingenommen.

    Hätte...
    Hätte...

    Als allererste Maßnahme, die ich nach der Diagnosestellung verwirklicht habe, ist die Abschaffung des Konjunktivs. Anders reden = anders denken (man nennt das Neuro-Linguistisches Programmieren, kurz NLP). Das hat mich tatsächlich von den Anfangsdepressionen bewahrt, denn ändern kannst du die Vergangenheit nicht, du kannst nur deine Zukunft besser gestalten und mit den Medikamenten schaffst du das auch.
    Geändert von Steintor ( 9.05.2015 um 13:04 Uhr) Grund: Konjunktiv!!!

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung?

    Vielen lieben Dank für eure Antworten. Ich werde den Arzt demnächst anrufen und schauen was er sagt.

    Das Problem zu Beginn einer Medikation (darauf hat mich ausnahmsweise mein Arzt hingewiesen und mich entsprechend gewarnt) sind die depressiven Verstimmungen, weil man nun einsieht, wie sehr man sein Leben vergeigt hat und wie viel besser es mit den entsprechenden Medikamenten gewesen wäre, hätte man sie früher eingenommen.
    Ich habe nicht erst jetzt gesehen, wie vergeigt mein Leben ist. Das war mir schon zu den Zeiten bewusst. Aber ich habe das Gefühl, dass jetzt soviel aus der Kindheit hochkommt, was ich so nie betrachtet habe und davon irgendwie geschockt bin. Das ich von Anfang an nicht die Chance hatte, mich selbstbewusst zu entwickeln. Ich weiß nicht, ob irgendwer das Buch von Miller gelesen hat, ich bin auch noch mittendrin. Aber das was sie beschreibt, mit der Mutter Kind Beziehung, trifft genau so auf mich zu. Und leider habe ich jetzt irgendwie den Zugang zu mir und der Welt verloren, als ich das erkannt habe und wie meine Entwicklung danach verlaufen musste.
    Ich weiß nicht, an wen ich mich wenden kann, der mir da raus hilft ich fühle mich da sehr auf mich gestellt.


    Hallo Pandhaa,

    ich denke schon, dass du im richtigen Bereich bist, weil meine Erinnerung an meine Zeit mit Ritalin adult sich sehr mit deinen beschriebenen Erlebnissen hier deckt und insofern halte ich es wirklich für eine medikamentenbezogene Sache.

    Viele schreiben hier, MPH wirke auf sie ent-täuschend in mehrfacher Hinsicht. Es läßt einen einen besseren Blick bekommen, desillusioniert im positiven Sinne. Vieles kommt zum Vorschein, was man schon immer wissen wollte - oder eben über sich nicht wissen wollte. Und genau diese Zweifel und Verwirrungen, die du hier beschreibst, sind Teil davon und ich habe das auch so erlebt. Unter MPH habe ich auch viel geweint, viel an mir beobachtet und es plötzlich in völlig anderem Licht gesehen. Und genau wie du hatte ich Phasen, in denen ich nicht unterscheiden konnte, ist die Erkenntnis nun eine echte oder schiebt sich da etwas zwischen "mich und mich", was eher in Richtung Abbildungsfehler geht. Ich hab mir auch stundenlang den Kopf zermartert, ob ich plötzlich 1000 Komorbiditäten an mir entdecke oder überdosiert bin. Oder gar kein ADHS habe. Oder gar nichts habe oder alles habe. Und wieder zurück. Und wieder geweint….

    Je mehr die Dosierung oder die Medikamentierung an sich in Bewegung war bei mir, desto stärker waren diese Phasen. Bewegte ich mich eine Weile auf einem stabilen Niveau, liess es nach oder ging weg.
    Leider hatte ich auch wie du diesen Haarausfall, der mich so belastet hat, dass ich mich, obwohl ich mit Ritalin adult recht gut zurechtkam, dauerhaft wieder von MPH verabschiedete und auf Atomoxetin umstieg. Solche psychotischen und depressiven Schübe wie unter der Einstellung auf MPH hatte ich seitdem nicht mehr. Ok, depressive Tage unter PMS schon….

    Ich rate daher einfach mal dazu, die Nerven zu behalten, abzuwarten und zu versuchen, die Dosisschwankungen so gering wie möglich zu halten innerhalb gewisser Zeit. Mir haben immer die Änderungen am meisten zu schaffen gemacht. Vielleicht ist das bei dir auch so.

    Bei vielen geht der Haarausfall mit der Zeit zurück; wenn du bei Ritalin bleibst, würde ich dir das auch wünschen. Unter Strattera ist er bei mir wieder völlig verschwunden.

    Alles Gute https://adhs-chaoten.net/images/smilies/142.gif
    Danke, dass du mir das erzählt hast. Ich befürchte, wenn ich meinem Arzt meine Erfahrungen der letzten Tage schildere, wird er mich auf Strattera umstellen wollen. Aber das dauert Wochen bis das wirkt. Wie sind deine Erfahrungen damit?



    Pandahh
    Geändert von Pandahh ( 9.05.2015 um 15:22 Uhr)

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung?

    Bei mir wirkt es auch weniger positiv als erhofft, aber ich hoffe und vermute, das ist tatsächlich eine normale und häufige Begleiterscheinung am Anfang ist. Man muss auch erstmal realistische Erwartungen an sich und das Medikament entwickeln. Die Probleme löst es nicht, allenfalls sieht man die Probleme besser und kann sie strukturierter angehen.

    Aber wenn die Depressionen zu stark sind, kann es auch sinnvoll sein, das mit dem Arzt zu besprechen und auf ein anderes Präparat umzusteigen. Das werde auch ich tun, wenn die psychisch belastenden Nebenwirkungen in einigen Wochen nach wie vor überwiegen.

    Was habe ich davon, wenn ich mich zwar innerlich ruhiger fühle und weniger wirre Gedanken habe, ich dafür aber gereizter bin, verstärkte Depressionen habe - gerade nach Abklingen der Wirkung - und tendenziell antriebsloser bin. Auch die Müdigkeit ist zwischendurch eher belastend, zumal die bei 30mg eigentlich nicht da sein sollte. Schon merkwürdig, dass das von einigen als Aufputschmittel missbraucht wird.

  7. #7
    cocolores

    Gast

    AW: Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung?

    Pandahh schreibt:
    Aber ich habe das Gefühl, dass jetzt soviel aus der Kindheit hochkommt, was ich so nie betrachtet habe und davon irgendwie geschockt bin.
    Entschuldige, ich hab deinen Nicknamen vorhin falsch geschrieben.

    Den Sideeffect kenne ich auch; bricht die Stimmung aus irgendeinem Grund ein, so sackt natürlich alles ab, ähnlich wie das Immunsystem. Man wird auch anfälliger für negative andere Themen, deren Wirkung und Präsenz man vorher weitgehend in Schach halten konnte. Das kostet dich jetzt natürlich Kraft, aber du bist noch sehr jung. Früher oder später holst du deine Themen so oder so aus dem Keller. Und das soll man auch.

    Hadere nicht damit, wie dein Leben verlaufen ist - du hast es doch erst begonnen. Wir bekommen immer noch beigebracht, dass man Vater und Mutter ehren muss und sicherlich soll man das auch. Mutter soll aber auch Tochter ehren. Das schlechte Gefühl, den eigenen Eltern etwas vorzuhalten, was sie mit einem gemacht haben - ich habe mich sehr sehr lange damit blockiert. Das braucht seine Zeit und es braucht Hilfe. Nimm dir beides!


    Ich befürchte, wenn ich meinem Arzt meine Erfahrungen der letzten Tage schildere, wird er mich auf Strattera umstellen wollen. Aber das dauert Wochen bis das wirkt. Wie sind deine Erfahrungen damit?
    Also grundsätzlich wird er sicher nichts verschreiben, was du nicht nehmen willst.
    Ich sag's mal so; mir fällt auf, dass du dich sehr gut ausdrücken kannst. Und bevor man sich gut ausdrückt, hat man in der Regel auch viel gelesen. Wenn ich es richtig verstanden habe, nimmst du Ritalin erst seit kurzem. Jedenfalls denke ich, du solltest dir noch Zeit lassen und einer gleichmäßigen Dosis eine Weile eine Chance geben. Die Dinge können sich noch ändern. Wenn du hier viel liest im Forum, wirst du dich in vielem wiederfinden und sehr oft sind das aufmunternde Erfahrungen.

    Wenn du also deinem Arzt nach einer Weile deine Eindrücke schilderst, wirst du garantiert genug gelesen zu haben, um selbst mit zu entscheiden, was du ausprobieren möchtest.
    Meine Ärztin hat mich letztlich nach Instinkt, Bauchgefühl und subjektiven Eindrücken vorgehen lassen, anstatt mir aufzuschreiben, was so gängig als Nächstes kommt; ich konnte wählen. Ich wählte Strattera deshalb, weil es zwischen MPH und Amph das einzige Medikament war, das nicht den Hauptfokus auf der Beruhigungsschiene hatte.

    Und was ich jetzt sage, wirst du nicht gern hören; ich brauchte nach dem Erreichen meiner gewichtsentsprechenden Dosis Strattera weitere 4 Wochen, bis klar war, dass das Zeug bei mir seinen Job macht.

    Nicht viele nehmen Strattera und von denen sagen auch wenige, dass das ihre Probleme steady state löst. Sage ich auch nicht. Aber es erhöht meine Lebensqualität und da ist es wie auf dem Aktienmarkt. 10% Rendite in Biochemie sind mehr als 1% Votovoltaik, auch wenn ich erneuerbare Energien besser fände ….

  8. #8
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung?

    Pandahh schreibt:
    [...]ich habe das Gefühl, dass jetzt soviel aus der Kindheit hochkommt, was ich so nie betrachtet habe und davon irgendwie geschockt bin. Das ich von Anfang an nicht die Chance hatte, mich selbstbewusst zu entwickeln. [...]
    Ich weiß nicht, an wen ich mich wenden kann, der mir da raus hilft ich fühle mich da sehr auf mich gestellt.

    Die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern. In der Gegenwart solltest du Strategien aufbauen, um mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit die Zukunft schön zu gestalten.

    Leider bist du letzten Endes selbst dafür Verantwortlich. Und das ist gut so. Du kannst dir Hilfe suchen, aber was du aus der Hilfe machst, liegt ganz in deiner Gewalt.

    Ich würde nun die Kraftfresser dingfest machen. Welche Kraftfresser gjbt es und welche sind besonders groß. Kann man sie eliminieren? Und falls nicht (was wohl sehr wahrscheinlich sein wird), wie kann man die Kraftfresser umbewerten?


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  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung?

    Ok...zuerst dachte ich, ich hätte eine narzisstische Persönlichkeitsstörung....da s schließt sich aber schonmal selbst aus (weil Narzissten an sowas gar nicht denken). Aber seit heute bin ich mir recht sicher, kann es aber immernoch nicht glauben, das meine Mutter eine NPS hat und das ich jahrelang unter emotionalem Missbrauch gelebt habe, genau wie meine Geschwister.
    Für mich ist da innerhalb einer Woche meine Welt zusammen gebrochen. Und jetzt würde ich aber gerne wissen, ob bei dieser Lebensgeschichte, meine Symptomatik nicht doch eher aus diesen unverarbeiteten Traumen herrührt oder ob ADS sich damit nicht ausschließt. Weil ohne Ritalin, wäre mir das in 50 Jahren nicht aufgefallen. Jetzt macht es auch Sinn, warum meine Mutter im Fremdanamnesegespräch versucht hat die Werte zu drücken Ich bin fertig mit der Welt. Aber im Internet habe ich eine gute Seite gefunden über das Thema.

    Pandahh

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Thema: Ritalin - veränderte Selbswahrnehmung/-reflektion, Aufarbeitung? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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