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Diskutiere im Thema Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 126

    AW: Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme?

    Ich kanns auch nicht nachvollziehen wie das hyperfokussieren unerwünscht sein kann. Vielleicht kommt es darauf an bei was man in einen Hyperfokus gerät?

    Selbst hyperfokussiere ganz schnell beim lesen und beim nähen. Das sind jetzt aber Tätigkeiten bei denen jeder versteht das man sich da total darauf konzentrieren kann. Was ist aber wenn man z.B. beim Tanzen schnell ins hyperfokussieren gerät? Dabei ist ja Kommunikation erwünscht und wird erwartet. In solchen Fällen kann ich mir gut vorstellen das man die Neigung zum Hyperfokussieren nicht spassig findet.

  2. #12
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme?

    Wie es andere schon ansprachen, Hyperfokus war eher eine Trance ähnliche Notlösung, um irgendwas zustande zu bekommen. Mit der Medikation ist die nicht mehr nötig. Also ich habe es mit regelmässiger Medikamentenzunahme zumindest nur noch sehr selten, weiss nicht wie es bei anderen ist.
    Geändert von Theonar ( 8.05.2015 um 12:25 Uhr)

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 197

    AW: Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme?

    Und anders ist es besser? Ich kann mir höchstens vorstellen, dass es für die Umwelt einfacher ist mit mir zusammenzuarbeiten, wenn ich kontinuierlicher arbeite, statt in vielen produktiven Intervallen. Persönlich liebe ich es mich voll und ganz auf meine Projekte einzulassen genauso wie ich es vorziehe mir danach eine Phase der Untätigkeit zu genehmigen. Ich empfinde diesen Druck zur Anpassung als das eigentliche Übel.

  4. #14
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme?

    Diesen Druck tust du dir selbst an. Keine Lust darauf "zu funktionieren"? Dann nimm die Medikation halt am Wochenende nicht. Ich habe jedenfalls keine Lust mehr mich jeden Tag zu ärgern dass ich nicht lernen kann, um danach eine miese Prüfung zu schreiben, die ich gekonnt hätte, hätte ich gelernt. Diesen Druck tue ich mir nicht mehr an.

  5. #15
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme?

    Ich empfinde das hyperfokussieren auch eher als anstrengend. Klar kann man dann voll in die Sache eintauchen aber das geht zumindest bei mir damit einher dass dann die Zeit für andere wichtigere Dinge fehlt und der Schlaf darunter leidet.

    Ausserdem endet der Zutand bei mir meistens bevor das Projekt abgeschlossen ist... also auch eher weniger hilfreich.

    Seit ich mph nehme hatte ich das nicht mehr dass ich so in eine Sache eingetaucht bin das ich alles andere vernachlässigt habe. Ich nehme das aber auch erst seit kurzem.

  6. #16
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme?

    Ich habe dank hyperfokus auch schon einige Dinge wirklich gut lernen können und es hat mir in der Schule immer den A**** gerettet, aber im Grunde bringt mir zumindest der Hyperfokus ohne Medikation nix, ich empfinde es auch manchmal als ziemlich anstrengend, wenn man mal 6 Stunden ohne Essen und Trinken an etwas herumwütet, dann is man danach auch fertig. Bis auf das Abi irgedwie zu schaffen bringt mir die Fahigkeit des hyperfokussierens sehr wenig, ich bin trotzdem nicht ohne Grund im Moment Sozilahilfeempfänger. Ohne Medikation würde sich da sauch nicht ändern. Ich nehme zwar auch erst grade Methylphenidat ein, aber ich hatte nicht das Gefühl, das ich deswegen nicht mehr hyperfokussieren kann, eher nur das ich schneller abbrechen kann und das ist auf Dauer gesünder. Ich kann mich trotzdem noch unter mph auf eine Sache festbeißen, ic hfinde es sogar viel angenehmer, ich bin einfach viel ruhiger und gelassener....

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme?

    Mein Hyperfokus will ich nicht missen, hat mir schon das Leben auf der Autobahn gerettet. Zudem bin ich auch als Ersthelferbei meinem Arbeitgeber im Einsatz, wo das auch von Vorteil ist: Alles ausblenden, was nicht wichtig ist und auf das wesentliche sich zu konzentrieren
    Geändert von daddy-dj ( 9.05.2015 um 10:34 Uhr)

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 527

    AW: Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme?

    Wie oben schon geschrieben wurde: Man muss immer schauen auf was sich der Hyperfokus bezieht. Und inwieweit man die Fähigkeit besitzt das ganze auch wieder zu beenden.

    Wenn es etwas positives ist - wie ein Bild malen, einen schönen Text verfassen, musizieren oder so, dann ist es ja ok.

    Es kann aber auch sein, dass man sich auf etwas "zu anstrengendes" hyperfokusiert - wie z.B. die Arbeit.

    So ist es mir gegangen letztes Jahr - ich war so fokusiert auf meine Aufgabe in der Arbeit, dass ich auch daheim und selbst im Urlaub nicht mehr abschalten konnte - keine Chance - irgendwann war ich körperlich und auch geistig total erschöpft. Erst eine 10 Wöchige Krankschreibung hat den Kreis unterbrochen und mich auf andere Gedanken gebracht.
    In der Reha ist es mir auch einmal so ergangen: Da hab ichs wieder vollig übertrieben, zu viel Halli-Galli gemacht, nicht mehr auf mein Ruhebedürfnis geachtet und das hat sich dann gleich bitter gerächt. Es kamen noch ein paar andere Sachen hinzu die mich beschäftigt haben bzw. hab ich auch einen Tag mein MPH nicht genommen (vergessen - weil ich einen Ausflug gemacht habe) und somit waren mehrere wichtiger Reha-Tage eigentlich im Eimer - schlecht gegessen und geschlafen (weil total überreizt und in innerlicher Aufruhr) und total durcheinander... tja, da hab ichs wieder mal gehabt.


    Der Hyperfokus ist, für mich, also in dem Sinne etwas positives, dass ich da echt über einen längeren Zeitraum hinweg exzelente Ergebnisse abliefern kann. Negativ wirds erst wenn die Sache außer Kontrolle gerät und man nicht mehr weiß bzw. spürt wann Zeit für eine Pause ist, weil die ganze Außenwelt soooo interessant und aufregend ist.

  9. #19
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    AW: Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme?

    Der Hyperfokus kann sehr hilfreich sein, aber auch schädlich. Eben wenn man sich auf das konzentriert was einen nicht weiterbringt sondern zeit raubt.

    Mit Medikamenteneinnahme ist mein Hyperfokus noch da. Allerdings habe ich gemerkt dass diese ständige Konzentration auf nur eine Person nicht mehr vorhanden ist. Ich bin nun auch mit vollkommen Fremden in Kontakt. Ganz easy.
    Der Hyperfokus ist tödlich wenns ums Dating geht.

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 302

    AW: Verliert sich das Hyperfokussieren unter Medikamenteneinnahme?

    zhak schreibt:
    Klar kann man dann voll in die Sache eintauchen aber das geht zumindest bei mir damit einher dass dann die Zeit für andere wichtigere Dinge fehlt und der Schlaf darunter leidet.
    Den Hyperfokus selbst sehe ich positiv.
    Aber viel wichtiger ist, ob man ihn stoppen kann oder nicht.
    Kann man es nicht, dann kann das Ganze zu etwas SEHR Negativem werden.

    Unstoppbarer Hyperfokus hatte bei mir zu extrem vielen Überstunden, Vernachlässigung meines Privatlebens und schlussendlich zum Burnout geführt.
    Im Nachhinein gesehen, habe ich jahrelang fast komplett im Hyperfouks gelebt und nur noch gearbeitet, aber weder gelebt, noch mich irgendwie weiter entwickelt.
    Das waren irgendwie verschwendete Jahre.

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