Hallo zusammen,

ich bin neuling hier im Forum und auch noch recht unerfahren mit Adhs und Mph.
Ich habe mich in den letzten Wochen viel durch diverse Seiten im Web gelesen und auch hier viele Beiträge durch stöbert aber noch keinen richtigen "AHA!!" Beitrag finden können.

Deswegen dachte ich mir,ich schildere einfach mal mein Problem.

Die Diagnose ADHS habe ich vor etwa 2 Jahren bekommen. Aber wie bei vielen hier,hatte ich da schon eine vermutung. Mein Psychologe und Neurologe,der mich schon seit vielen Jahren begleitet wegen 2 anderen problemen,die ich mit mir rum trage,hat mir vor ca.3-4 Monaten angeboten,es bei mir mit Medikinet Adult zu versuchen.
Ich habe eine enorme innerliche unruhe,habe probleme meinen Tag zu strukturieren,mich länger zu konzentrieren reagiere impulsiv wenn mir was zu viel wird.

Also haben wir mit 10mg Medikinet Adult angefangen und haben und alle 2 Wochen um 10mg gesteigert. Alles lief bestens. Ich habe es gut vertragen und weil ich bis Abends die wirkung brauche,haben wir langsam für mittags eine zusätzliche Dosis angesetzt.
So sind wir bei morgens 30mg und mittags 10mg angekommen. Allerdings war mir die Wirkung von den 10mg am Nachtittag bis zum abend zu wenig. Da mein Arzt aber im Urlaub war,musste ich 3 wochen warten,bis ich mit seiner absprache die 10mg mittags auf 20mg erhöhen konnte.
Die Dosierung und deren wirkung war so perfekt. Ich war klar,gesammelt,meine innerliche unruhe war verschwunden,ich war geordneter und konnte mich endlich auch auf Aufgaben länger konzentrieren.

Nachdem ich dann die 50mg 4 tage genommen hatte,hatte ich eine Leisten OP.
Ich fand es quatsch an dem Tag Medikinet zu nehmen und habe es mit rücksprache meines Arztes für den OP Tag weg gelassen.
Am nächsten Tag habe ich die 50mg über den Tag genauso genommen,wie sonst auch, Ich esse vor jeder einnahme reichlich um die Wirkung auch vernünftig zu haben.
Allerdings machte sich an dem Tag nach der OP und nach der einnahme von Medikinet ein komisches gefühl breit. Ich hatte Nachmittags 3 Tassen Kaffee getrunken und mir wurde danach komisch. Ich hatte das gefühl,als wäre ich leicht auf Droge. Konzentrieren viel nir schwer,ich hatte eine art rausch zustand,mein Blutdruck erhöhte sich merklich und mein Herz schlug schneller. Aber ich habe nichts anders gemacht als vor der OP. Und Kaffee habe ich immer so 2-3 Tassen über den Tag verteilt getrunken. Allerdings hatte ich meine schmerzmittel im verdacht,die im vom Krankenhaus mit bekommen hatte.

Am nächsten Tag das gleiche spielchen. Allerdings schon direkt morgens als ich meine 30mg zu mir genommen hatte. Nach ca. 45 minuten,hatte ich das gleiche gefühl wie am vortag sogar noch stärker und über Tage änderte sich daran nichts.
Bin dann zum Arzt und habe IHm mein Problem geschildert. Er hatte keine erklärung. Auch wechsel wirkungen mit meinen anderen Medikamenten die ich zusätzlich nehme wären laut Ihm kein problem. Sonst hätte es ja schon früher damit probleme gegeben. Ich sollte es noch ein paar Tage so in der Dosis nehmen weil es sein könnte,das der Körper sich wieder daran gewöhnen muss.
Als ich dann zuhause war und im Netz geschaut habe,habe ich auch hier immer wieder Berichte gelesen,das manche Koffein und mph zusammen nicht vertragen. Also keinen Kaffee mehr. Und siehe da, es war sofort eine verbesserung zu spüren. Allerdings kann ich null Koffein zu mir nehmen. Selbst eine kleine Tasse Kaffee oder Cola,führen zu einem heftigen rausch mit Medikinet.

Trozdem war das komische gefühl noch immer da. Jeden Tag. Konzentration Null,wieder total innerlich unruhig,schnell wurden mir kleinigkeiten zu viel,matsche im kopf und dieser rausch zustand. Man hat zwar gemerkt,das wenn das Medikinet abends aufhörte zu wirken,es zwar besser wurde,allerdings klar im Kopf ist was anderes. Allerdings habe ich von sogenannten "rebounds" gehört,die sich nach der wirkung von mph bemerkbar machen können.
Nachdem ich ein paar seiten im netz besucht hatte und auch hier im Forum oft von rebounds gelesen hatte,konnte ich schon mal was damit anfangen.

Auf jedenfall bin ich nach ein paar Tagen wieder zum Arzt und habe Ihm erklärt,das Koffein bei mir nicht mehr geht und es seit dem weg lassen besser geht aber der rausch zustand noch da und sehr stark ist. Seine starke vermutung lag auf Überdosierung. Nur warum auf einmal konnte er sich nicht erklären.
Also haben wir meine morgendliche Dosis von 30mg auf 20mg reduziert. Also nehme ich jetzt 20mg morgens und 20mg mittags und das seit ca. einer Woche.
Es wurde zwar wieder etwas besser aber gut ist es immernoch nicht. ABer der hohe blutdruck hat sich kaum noch bemerkbar gemacht und auch das Herzrasen ist so gut wie kein thema mehr. Aber es ist halt nicht mehr so wie vor der OP. Ganz und gar nicht. Und das verstehe ich halt nicht. Und wenn 50mg zuviel waren,warum ist es jetzt bei 40mg nicht wie vor der OP mit 40mg??
Hat jemand schon ähnliche erfahrungen gehabt nach einer OP??
Zudem muss ich sagen,ich merke deutlich wann die wirkung von medikinet einsetzt. Morgens ist es noch ok aber wenn die zweite wirkung kommt,kommt die manchmal wie eine große Welle. Zwischendurch merke ich auch ein auf und ab der wirkung. Es lässt mal für ne stunde nach und kommt plötzlich wie so ein Donner zurück.

Das sind auch sachen,die ich vor der OP nicht so deutlich gespürt hatte.

Ich habe jetzt auch fürs erste hoffentlich genug geschrieben. Hoffe auch,das es nicht ganz so wirsch von mir geschrieben ist. Ist aber auch nicht ganz einfach für mich das alles so zu schildern da es doch schon sehr anstrengend für mich ist.
Also bitte verzeiht meine Fehler beim schreiben.
Aber man will ja auch auch ganz viel,ganz schnell los werden.