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Diskutiere im Thema Mini-Dosis (< 2,5 mg) von Methylphenidat einnehmen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    ellena

    Gast

    Mini-Dosis (< 2,5 mg) von Methylphenidat einnehmen

    Hallo ihr,

    ich habe vor einer längeren Zeit mal Methylphenidat verschrieben bekommen. Ich hatte damals 2,5 mg eingenommen. Es wirkte gut gegen meine Unruhe und half mir bei der Konzentration, aber ich wurde auch depressiv. Darüber habe ich mich diese Woche mit meinem Arzt unterhalten und er empfahl mir es mit nur 1,25 mg Methylphenidat zu probieren. Es würde einige, wenige, ADHS-Patienten geben, die sogar noch weniger als diese 1,25 mg Methylphenidat benötigen.

    Ich habe noch nie davon gelesen, dass jemand nur 1,25 mg Methylphenidat oder sogar weniger nimmt.

    Nimmt jemand von euch wirklich so eine niedrige Dosis?

    Ganz liebe Grüße
    Ellena

  2. #2
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Mini-Dosis (< 2,5 mg) von Methylphenidat einnehmen

    Ja. Ich nehme zwar fast immer 3x10mg am Tag. Aber ich hab eine Bekannte, die auch 1,25 mg nimmt.
    Und das schon seit längerer Zeit. Wenn sie mehr nimmt, dann ist das nicht gut für sie.
    Die 1,25 mg sind auch mit ihrer Ärztin abgesprochen.

    LG --hirnbeiß--

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    Beitrag AW: Mini-Dosis (< 2,5 mg) von Methylphenidat einnehmen

    Ja, das gibt`s. Der berühmteste Fall einer Niedrigstdosierung wurde von den Krauses in ihrem Standardwerk "ADHS im Erwachsenenalter" dokumentiert. Ein damals 7o-jähriger Patient wurde mit sage und schreibe 1 mg (!) DL-Amphetamin behandelt. Sehr seltsame Geschichte...

    Trotzdem bleiben Niedrigdosierungen eine Ausnahmeerscheinung.

    Das hat vor allem 2 Gründe.

    1. Die Nebenwirkungen bei Unterdosierungen können auf verblüffende Weise denen einer Überdosierung ähneln. Dazu gehört auch die von Dir beschriebene Zunahme der Depression. Bei einer Zunahme der Depression, wäre es in Deinem Fall eigentlich logischer gewesen, die Dosis zu erhöhen, anstatt zu verringern. Trotzdem kann man die Verringerung der Dosis hier nicht als Fehler bezeichnen. Wichtig ist, dass die Dosis überhaupt verändert wurde. Sollte die Depression jedoch in der noch geringeren Dosierung zu-, statt abnehmen, wäre dies als ein eindeutiges Indiz anzusehen, es einmal in der anderen Richtung zu versuchen. Sollte das Problem Zunahme der Depression durch Mph generell bestehen bleiben, also ganz unabhängig von der Höhe der Dosierung, wäre dies ein Indiz dafür, es gleichzeitig mit einem AD, meist einem SSRI zu versuchen.

    2. Eine Niedrigdosierung hat meist nur dann eine Aussicht auf Erfolg, wenn die Konzentrationsschwierigkeiten deutlich im Vordergrund stehen. Bereits geringste Mengen von Mph haben nachweislich einen konzentrationsverbessernden Effekt. Auf andere Symptome wie innere Unruhe, Affektlabilität, Impulsivität, Motorik usw. haben niedrige Dosierungen jedoch i.d.R. so gut wie keinen positiven Einfluss.

    Obwohl es Fachleute wie [ ... ] Namensnennung angriffig, siehe Community-Regeln immer gerne so darstellen mögen, gibt es keine allgemeinen Dosisempfehlungen bei der Dosierung von Stimulantien. Und zwar nicht allein deshalb, weil jeder Mensch individuell auf Medikamente, insbesondere aber auf Psychopharmaka reagiert, sondern vor allem deshalb, weil es bei der Behandlung mit Stimulantien in den meisten Fällen um die Frage geht, wie sich diese auf etwaige Komorbiditäten auswirken. Kommt es wie in Deinem Fall im Zusammenhang mit Mph zu einer Zunahme der Depression, erfordert dies eine ganz andere Herangehensweise an die Dosierung, als es etwa im umgekehrten Fall angezeigt wäre, wenn sich die Depression bspw. verringern würde.

    Es wäre hier noch die Frage zu stellen, ob das Mph Dich depressiv macht? Oder ob es eine vorhandene Depression nur verstärkt? Im ersteren Falle ließe sich mit einer Dosiskorrektur oder einem Umstieg auf Amphetamin u.U. etwas bewirken, im zweiteren Fall wäre es unwahrscheinlich, wenn man hier ohne eine Kombination mit AD weiterkäme.
    Geändert von Alex ( 1.05.2015 um 21:28 Uhr) Grund: Siehe Edit

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Mini-Dosis (< 2,5 mg) von Methylphenidat einnehmen

    Ungewöhnlich, es gibt ein paar hier, die so 3-4 Mal täglich 2,5 mg Ritalin nehmen.

    Man sollte nichts darauf geben, was ADHS-Buchautoren oder diverse "Experten" schreiben. Üblich ist die Präsentierung von Niedrigdosierungen und, dass sich bezüglich hoher Dosierungen nicht geäußert wird.
    Was aber jemanden in der Realität nichts bringt. Außer Bevormundung und Nichtbehandlung derer, die nicht in diese Vorstellung fallen.

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