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Diskutiere im Thema Methylphenidat- wie lange nehmen? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    Methylphenidat- wie lange nehmen?

    Hallo liebe Mit-CHaoten
    ...Sagt mal wie lange muss man Methylphenidat nehmen so im Durchschnitt?..... ich bin etwas verwirrt, mein Arzt und ich gehen nun ganz langsam die Stimulanzien (Mehtylphenidat)-Therapie an und er gab mir so ein Info- Blatt mit über Mythen und Vorurteile gegenüber dem Wirkstoff Methylphenidat.... Und da stand, das man Methylphenidat nicht sein ganzes Leben nehmen muss, sondern im Mittel ein bis drei Jahre. Is das wirklich so?!

    Na ja, bei mir ist es so, das ADS ist wohl nicht grad das mildeste, sondern eher anders rum.... Ich bin im moment voll Erwerbsunfahig geschreiben durch einen Gutachter, erhalte Sozialhilfe und das ADS und Folgen ist mein absolutes Hauptproblem. Ich bin immer so schnell überfordert, überstresst und total ausgelaugt, ich hab so mit hoher Ablenkbarkeit und Gedanklichem Abdriften zu tun und mir fleigt die Zeit so davon, die Konzentrationsprobelme und das ständige Übermüdet sein is echt ein riesen Problem für mich. Und in der Schule war es echt schlimm....
    Na ja wir sprechen grade wieder über das Berufsleben und ich habe noch nie eine Ausbildung zu ENDE gebracht, es ging einfach nicht, ich meine , ic h möchte beruflich etwas machen, was ich SEHR gut kann (wenn es ginge dann etwas mit Tieren, denn ic h hab ein riesen Helfersyndrom)....; Aber ich habe so dolle Angst, das wenn das Methylphenidat abgesetzt wird, alles wieder beim alten ist und ich dann den Beruf nicht mehr ode r unter ganz erschwerten BEdingungen nur ausüben kann.

    Was sagt ihr dazu?
    Wie lange nehmt ihr schon mph?
    Der Wirkstoff Methylphnidat kann doch das ADHS nicht heilen oder verbessern, nach dem Absetzen ist doch alles wie voher oder ?!

    lg Canary
    Geändert von Canary (22.04.2015 um 00:03 Uhr)

  2. #2
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 1.761

    AW: Methylphenidat- wie lange nehmen?

    Vielleicht hilft dir dieser Artikel.
    https://www.vsao-journal.ch/de/2833.html

  3. #3
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Methylphenidat- wie lange nehmen?

    Ich habe noch nie gehört, dass man nach einer gewissen Frist aufhören sollte.

    Wenn dir dein Arzt ein Info-Pamphlet gibt, in dem Voruteile und Gefahren von Methylphenidat steht, frage ich mich, warum er es überhaupt verschreibt?

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Methylphenidat- wie lange nehmen?

    Hallo Canary!

    Es ist ganz unterschiedlich wie lange jemand MPH nehmen möchte oder sollte.

    Manche nehmen es kurzzeitig und nutzen die Wirkung, um Strategien für den Alltag besser entwickeln zu können oder Handlungsablaupläne zu erstellen etc. und schaffen es irgendwann sehr gut ohne Medikation. Der Großteil der Chaoten, die ich so persönlich kenne, werden weitaus länger als drei Jahre medikamentös behandelt.

    Ich selber nehme es mit kurzen Unterbrechungen seit nunmehr 9 Jahren und möchte es (niedrig dosiert) auch bis auf weiteres nehmen. Bisher sagte mir keiner der drei Fachärzte, die ich durchlaufen habe, dass die Behandlung beendet werden müsste.

    Meine Theorie jedoch ist, dass so manche Kinder und Jugendliche es wesentlich leichter haben, wenn sie frühzeitig behandelt wurden und evtl. auch schneller ohne Medikamente klar kommen können.

    Zumindest bei meinen beiden Kindern (die nun auch schon erwachsen sind) ist es so gewesen.

    Was ich mich frage ist, aus welchem Beweggrund Dir Dein Arzt das Info-Blatt gab??

    Im Moment seid ihr doch erst am Anfang der Behandlung!?

    Wie dem auch sei, in drei Jahren siehst Du dann evtl. sowieso einiges klarer.




    LG Emely

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 119

    AW: Methylphenidat- wie lange nehmen?

    Ich bin mal etwas einseitiger Für mich ist ADS immer noch eine neurobiologische "Fehlfunktion" die mit keiner anderen Therapieform als der Gabe von Stimulanzien im Kern reduziert werden kann.

    Alle anderen Therapieformen, die MIT der Gabe von Stimulanzien eingesetzt werden, können im Anschluss helfen die erlernten dysfunktionalen Verhaltensweisen und Gedankengänge zu reduzieren. Das ist aber das reinste Rennen gegen eine Betonwand wenn kein Methylphenidat eingesetzt wird.

    Für mich gibt es keinen rationalen Grund warum Methylphenidat nur eine bestimmte Zeit eingesetzt werden sollte. Ich würde mich ja echt freuen wenn ich die Medikamente irgendwann nicht mehr nehmen müsste aber leider wirken diese nur in ihrem vorgegebenen Wirkzeitraum.

    Wenn ich also nach ca. 3 Jahren die Medikamente absetzte habe ich es vielleicht geschafft einige meiner Komorbiditäten loszuwerden aber ohne die Medikamente werde ich wohl bald wieder am Anfang stehen und es geht das Drama von vorne los.

    Einem Rollstuhlfahrer ohne Bein nehme ich ja auch nicht nach 3 Jahren seinen Rollstuhl weg und sage: Hey, jetzt hast du so viel Physiotherapie gemacht, jetzt kannst du auch mit einem Bein laufen.

  6. #6
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Methylphenidat- wie lange nehmen?

    Steintor schreibt:
    Ich habe noch nie gehört, dass man nach einer gewissen Frist aufhören sollte.

    Wenn dir dein Arzt ein Info-Pamphlet gibt, in dem Voruteile und Gefahren von Methylphenidat steht, frage ich mich, warum er es überhaupt verschreibt?

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk
    Hallo liebe Mit-Chaoten
    Vielen lieben Dank erst mal für eure Antworten, genau das wollte ich wissen und ihr habt mir sehr weitergeholfen!
    Vieleicht habe ich es nicht deutlich genug ausgedrückt, aber mein Arzt (den ich wirklich ganz ganz großartig finde) hat mir das Blatt nur gegeben um eben mit diesen typischen Voruteilen gegenüber Methylphenidat aufzuräumen, nicht um sie herbeizubeschwören, da war eben nur der eine Satz, der besagte, das mph nicht das ganze Leben eingenommen werden muss, eben nur 1-3 Jahre im Mittel und da hab ich gleich Panik gekreigt, aber nachdem was ihr sagt, muss ich mir da wohl eher keine Sorgen machen, ich glaube auch gar nicht das mein Arzt es absetzen wollen würde, wenn es gut hilft!!! Ich denke in dem Info-blatt war das mit dem begrentzten Zeitraum mehr so gedacht wie Emely geschrieben hat, manchen ADSlern langt vielleicht ein gewisser Zeitraum aus, um Bewältigungsstrategien zu erlernen, aber ich denke, wenn jemand ein schwereres ADS hat und so gelebt hat wie ich bisher, wird Methylphenidat bestimmt ein langfristiger Begleiter sein

    LG Canary

  7. #7
    Muh!

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    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Methylphenidat- wie lange nehmen?

    Mich beruhigt gerade, dass du auch Voruteile geschrieben hast.

    Okay, dann habe ich dich tatsächlich falsch verstanden. Methylphenidat muss auch nicht zeitlebens eingenommen werden. Oftmals kann man nach Ablauf einer stressigen Phase, in der man äußerst aufmerksam sein musste, mit alten Kompensationstrategien sein Leben auch ohne Medikamente in den Griff bekommen. Oder man lernt mit Hilfe der Medikamente neue Strategien zu bilden, z.B. mit Ängsten klar zu kommen.

    Aber wir Erwachsenen haben lange versucht, ohne Medikamente zu leben. Das ist dann in die Hose gegangenen (sonst wäre man ja nicht zum Arzt gegangen). Aufgrund der großen Probleme wurde dann die Medikation empfohlen. Bei Kindern mag sich das "verwachsen", bei Erwachsenen nicht mehr.

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 198

    AW: Methylphenidat- wie lange nehmen?

    Ich nehme schon 5-6 Jahre Concerta. Ein Ende ist nicht in Sicht.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Methylphenidat- wie lange nehmen?

    Canary schreibt:
    Und da stand, das man Methylphenidat nicht sein ganzes Leben nehmen muss, sondern im Mittel ein bis drei Jahre. Is das wirklich so?!
    ADHS ist eine neurobiologische Funktionsstörung, keine psychische Störung und nur Stimulanzien bewirken eine vorrübergehende Wiederherstellung dieser Funktionen. Es ist wie eine Ersatztherapie eines Hormons und sobald diese abgesetzt werden tritt der kranke Zustand wieder ein. Die lebenslange Stimulanzientherapie wird sich durchsetzen, da Stimulanzien sehr nebenwirkungsarm sind, für viele nebenwirkungsfrei und sich Erwachsene nicht wie Kinder nach 1-3 Jahren die Medikamente wegnehmen lassen.
    Jemand mit schweren ADHS würde auch alles verlieren was dieser sich unter Behandlung aufgebaut hat.
    Aber niemand, der irgendwelche Flyer schreibt wird etwas anderes schreiben, wie, dass Stimulanzien ein paar Jahre gegeben werden.

  10. #10
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Methylphenidat- wie lange nehmen?

    Ich denke wie lange man MPH nimmt/nehmen muss, hängt doch auch immer vom Umfeld ab. Mal angenommen man hat seinen Traumjob gefunden der zu einem passt wie der Topf zum Deckel und hat dann soviel Kohle, dass man sich nen Assistenten und ne Haushälterin leisten kann, dann wird man es wohl sicher absetzen können. Aber mal ehrlich, auf wieviele ADSler trifft das zu? Auch wenn man sich erfolgreich irgendwelche Strategien und Strukturen angeeignet hat und tatsächlich ohne MPH auskommt, können sich die Umstände auch wieder ändern. So wie bei mir. Ich hab es jahrelang nicht mehr gebraucht und nun gehts im Job eben wohl doch nicht mehr ohne. Meiner Meinung nach liegt das Hauptproblem daran, dass MPH unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Dabei gibts mit Sicherheit größere "Hämmer", die ganz normal verschrieben werden dürfen. Was nur mit BTM-Rezept abgegeben werden darf, das muss ja was ganz Extremes sein. Wenn man jedoch bedenkt, wieviel Menschen schwer abhängig werden von ganz normalen Schmerzmitteln wie Thomapyrin und Co., die sogar rezeptfrei sind, da passt doch was ganz gewaltig nicht zusammen. Kein Mensch macht sich darüber Gedanken, ob er lebenslang Herztabletten, Insulin oder Blutdrucktabletten nehmen muss. Niemand käme da auf die Idee, diese Medikamente nach 3 Jahren abzusetzen solange die Grundproblematik noch vorhanden ist. Nur bei MPH wird einem immer von aussen suggeriert, dass die Dauereinnahme ja ach so gefährlich ist, obwohl genügend Studien vorliegen, die das Gegenteil beweisen. Schlimm wenn Patienten sich besser auskennen als ihr Arzt.
    Geändert von Julimond (29.04.2015 um 17:05 Uhr)

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