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Diskutiere im Thema Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser

    Ich habe jetzt schon etwa 16 Jahren Erfahrungen mit Stimulanzien. Alles was man irgendwie für ADS verwenden kann, habe ich schon ausprobiert. Letzten Herbst habe ich dann zum Semesterbeginn wieder mit Dexamfetamin angefangen. Ob ich davon während dem Semester überhaupt profitiert habe, kann ich gar nicht sagen. Früher war die Wirkung von Stimulanzien klarer, eindeutiger und sie halfen mir oft dabei mich zu etwas aufzuraffen, was ich sonst nicht getan hätte.

    Jetzt sind die Semesterferien zu Ende, am Montag beginnt wieder die Uni und über die Semesterferien habe ich das Dexamfetamin abgesetzt. Das war so bewusst gar nicht mein Ziel aber mit den Ferien ging es schon los, dass ich Schwierigkeiten bekam, es regelmäßig zu nehmen. Die Morgendosis habe ich praktisch immer ausgelassen und dann auch am Mittag und Nachmittag automatisch weniger genommen, bis ich dann nur noch so wenig nahm, dass ich es gleich weglassen konnte. Hat mich eh nur genervt, alle 4-5 Stunden so blöde Tropfen zu nehmen und die auch noch immer und überall dabei zu haben.

    Ich mache sehr intensiv Kraftsport, so etwa 4 mal die Woche für 60 bis 90 Minuten gebe ich echt alles. Während dem Semester war ich oft erkältet, hatte einmal über mehrere Wochen latent Fieber. In den Ferien wollte ich dann wieder so richtig durchstarten aber es klappte nicht so, wie ich das kannte. Ich habe nur sehr schlecht regenriert obwohl ich ausreichend gegessen habe. Als das Dexamfetamin dann aber raus war, da ging es schlagartig aufwärts. Sport machte mir endlich wieder so Spaß wie früher und gleichzeitig bin ich schneller eingeschlafen, habe erholter geschlafen und konnte besser aufstehen.

    Diese Effekte kamen natürlich nicht über Nacht. Das dauert immer alles eine Weile aber mittlerweile habe ich durch den Sport endlich wieder die Ruhe und Konzentration, die ich durch die Stimulanzien irgendwie gesucht habe. Ich bin überhaupt gar nicht Anti-Medikamente eingestellt. Wegen meiner Schmerzerkrankung muss ich starkte Opioidanalgetika und ein Antiepileptikum einnehmen, da ich sonst überhaupt nicht klar komme und auch keine Sekunde Schlafen könnte.

    Aber das Dexamfetamin hat mir echt gar nichts mehr gebracht. In den letzten Tagen habe ich es ab und zu ein paar mal genommen aber außer ein bisschen Antrieb hatte ich davon keine Effekte mehr. Früher war da viel mehr aber jetzt kann ich keinen Nutzen mehr für mich erkennen. Zwar habe ich noch immer zahlreiche ADS-Symptome aber vieles davon ist wohl auch zum Teil meiner Persönlichkeit geworden und lässt sich nur durch Diszilpin und Konsequenz aushebeln. (Regelmäßig Aufräumen, Putzen, Up to Date mit Terminen usw.)

    Ich habe zu Hause noch Ritalin und Ritalin Adult. Während dem Semester werde ich mal prüfen ob ich davon irgendwie profitiere, glaube das aber im Moment kaum. Kenne es noch aus der Vergangenheit, dass mir Ritalin auch schon ordentlich den Spaß am Sport verdorben hat. Ich denke Sport ist eine ganz natürliche Methode sich mehr Antrieb, Energie und Motivation zu verschaffen und sein Dopamin-Level anzuheben.

    Ich fühl mich jetzt wieder viel ausgeglichener und bin offener gegenüber Menschen, komme wieder leichter ins Gespräch und habe wieder mehr Interessen. Das letzte halbe Jahr hat mich doch sehr geschlaut. Nach der Uni war ich einfach platt und an den Wochenenden habe ich nur geschlafen anstatt mal was zu unternehmen, obwohl ich doch so viele Interessen haben.

    Immer und immer wieder habe ich mein "Heil" in den Stimulanzien gesucht und ich muss sagen, dass es auch wirklich gute Medikamente sind. Wenn man kein Suchttyp ist, dann sind die Medikamente auch nach langer Zeit der Einnahme innerhalb von kurzer Zeit ohne Entzugssymptome abzusetzen. Kein Vergleich mit Antidepressiva, Neuroleptika oder Benzodiazepianen. Gleichzeitig kann man von der Einnahme auch unheimlich profitieren und so viel schneller seine Problemfelder und Schwierigkeiten erkennen. Das kann eine Psychotherapie z.B. unheimlich beschleunigen oder so manchen Schul- oder Studienabschluss erst möglich machen. Und wenn man nicht mehr möchte, kann man die Tabletten sehr schnell absetzen. Methylphenidat konnte ich immer von Heute auf Morgen ohne Absetzsymptome weglassen, beim Dexamfetamin läuft es immer so etwa über einen Zeitraum von 2 Wochen. Zwar geht auch da abprubtes Absetzen, dann ist man aber 1-2 Wochen sehr müde und bekommt wenig gebacken.

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 133

    AW: Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser

    Danke für deinen Fallbericht! Dass Stimulanzien nach einigen Jahren nicht mehr besser als Placebo werden kann, ist bekannt. Das Gehirn adaptiert sich mit der Weile einfach sehr dran, manchmal auch in dem Sinne, dass die Symptome dauerhaft besser werden auch ohne das Medikament. Also würde ich sagen, du fühlst dich auch ohne Amfetamin gesund und kommst gut mit ADHS klar. Ist doch schön :-)

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser

    Hallo Nyx

    Das du mit Sport eine gute Alternative gefunden hast finde ich toll.

    Aber wichtig ist, dass du jede Dosisänderung und jeden Medikamentenwechsel immer mit der behandelnden Fachperson besprichst.

    Ziel wäre, die für dich hilfreiche Therapie-Kombi zu finden. Da kann der Sport auch ein Teil davon sein.

    Nyx schreibt:
    Das letzte halbe Jahr hat mich doch sehr geschlaut. Nach der Uni war ich einfach platt und an den Wochenenden habe ich nur geschlafen anstatt mal was zu unternehmen, obwohl ich doch so viele Interessen haben.
    Gerade solche Aussagen zeigen mir, dass du vielleicht doch noch nicht den optimalen Weg gefunden hast.

    Alles Gute und liebe Grüsse
    Pucki

  4. #4
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser

    Hallo Pucki,

    ich führe die Erschöpfung während dem vergangenen Semester eben auch auf die Amfetamin-Einnahme zurück.

    Erst seit etwa 3 Wochen nehme ich nun gar keine Stimulanzien mehr und da hat sich die erwähnte Erholung für mich eingestellt.

    Mein Empfinden im Rückblick ist, dass Amfetamin wenig bis gar nichts an meinen Symptomen geändert hat, mich dafür aber zusätzlich gestresst hat.

    Wenn ich am Wochenende dann nicht früh aufstehen musste und die Morgendsosis weglassen konnte, bin ich dann erschöpft im Bett geblieben und habe ewig geschlafen.

    Das ist für mich aber erst jetzt im Rückblick so deutlich zu erkennen.

    Ich hab eine Neurologin wegen meiner Schmerzerkrankung und eben meinen alten Psychiater, der aber nicht mehr macht als Rezepte für Stimulanzien zu verschreiben. Ich habe zu viel Erfahrung damit, als das mir ein Arzt noch groß sagen würde, wie ich da was zu nehmen hätte. Mehr als "Sie wissen doch sowieso, was am besten für Sie funktioniert" bekomme ich nicht zu hören.

    Letztendlich ist meine Erkenntnis, dass das, was an ADS noch übrig ist nicht mit Tabletten zu behandeln lassen. Auch Strattera, Venlafaxin etc. wurden an mir schon versucht.

    Meine primären Probleme sind sowieso die Schwierigkeiten, die aus der Schmerzerkrankung resultieren und das hat alles nichts mit ADS zu tun.

    Liebe Grüße

    N.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser

    Hm. Hört/liest sich ein bischen wie "Was war zuerst da- die Henne oder das Ei?"

    Das ist jetzt nicht böse gemeint, denn ich hab da auch so meine Erfahrungen gemacht. Eine schlecht behandelte/eingestellte ADHS kann die Schmerzsymptomatik erheblich verstärken, eine schlecht eingestellte Schmerzmedikation kann die psychische Belastbarkeit erheblich beeinträchtigen und sich damit auch auf die ADHS-Symptomatik erheblich auswirken. Eigentlich müssten beide Ärzte auch beides berücksichtigen, inklusive eventueller Wechselwirkungen der Medikamente. Eventuell hat das Dexamphetamin die Wirkung der Schmerzmittel bis zur Dauermüdigkeit verstärkt?

    Du solltest auf jedenfall mit der Neurologin, die die Schmerzerkrankung behandelt auch über deine ADHS-Problematik und den Wirkverlust des Dexamfetamins sprechen und vor allem auch mitteilen, dass du das Dexamfetamin abgesetztn hast, damit die Schmerzmedikation eventuell optimiert werden kann.

  6. #6
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser

    Meine Neurologin hat keine große Lust mein ADHS zu behandeln. Im Vergleich zu früher ist mein ADS auch echt nicht mehr so mein Problem. Die Schmerzsymptomatik resultiert aus einem schweren RLS. Deswegen war ich schon im Schlaflabor und in einer Spezialklinik, da bei mir diese Erkrankung wohl schon seit der Jugend vorliegt und dann vor etwa 3 Jahren besonders heftig akut wurde.

    Ich bin aktuell 95% der Zeit absolut schmerzfrei und sehe persönlich da kein Optimierungspotential mehr, nachdem ich in den vergangenen Jahren schon alle möglichen Spezialisten aufgesucht und Medikamentenkombinationen ausprobiert habe.

    So gut wie es aktuell ist, nun, ich hatte nicht mehr die Hoffnung, dass es überhaupt nochmal so gut wird. In meinem Kopf hatte ich das Studium phasenweise schon komplett aufgegeben.

    Mein alter Psychiater ist etwa 700 km entfernt. Meine Neurologin hier wollte, dass ich mich in der PIA der Uniklinik behandeln lasse. Dort habe ich mich auch vorgestellt aber man möchte mich dort nicht behandeln. Man hätte keine Termine zu vergeben, sei zu voll, etc.

    Ich sehe auch irgendwie nicht, warum ich mir nun wieder einen Psychiater suchen soll. Zwar würde sich dann meine Neurologin besser fühlen, da sie von ADS-Medikamenten keine Ahnung hat und diese auch nicht verschreibt. Da ich diese aber auch nicht benötige stört mich das aber auch nicht.

    In der Vergangenheit wurde ich immer so "psychiatrisiert" und dadurch wurden diesen neurologischen Probleme jahrelang übersehen. Ehrlich gesagt habe ich keine große Lust auf Psychiatrie mehr.

    Ich weiß einfach nicht, was ich da soll.

    Meine Bewertung ist, dass das die Schlafstörungen viele Jahre mein ADS erheblich schlimmer aussehen haben lassen, als es in der Realität wirklich ist.

    Vieles ist noch nicht optimal aber ich sehe auch nicht, wie ein Psychiater mir da aktuell helfen könnte. Mehr als Medikamente bekomme ich da doch sowieso nicht.

    Mir gelingt es momentan auch alleine, mich selber immer weiter zu verbessern, leistungsfähiger und belastbarer zu werden.

    Nach dem Umzug habe ich 1 1/2 Jahre gebraucht, bis ich eine Neurologin hatte, die mich behandeln wollte. Alle anderen sind ausgeflippt, dass ich schon mit Ende 20 starke Opioidanalgetika bekomme. Mir wurde der Teufel vorher gesagt, dabei wurde ich in einer auf diese Erkrankung spezialisierten Klinik darauf eingestellt, habe keine problematischen Nebenwirkungen erlebt und keine Dosiserhöhungen benötigt. Meine aktuelle Neurologin kennt sich mit dem Krankheitsbild aus und nachdem sie die Unterlagen und den Namen der Klinik gesehen hat, an die sie selber Patienten verweist, gab es da keine weiteren Probleme mehr.

    Das ist echt komisch, dass so viele meinen, ich hätte noch einen Psychiater notwendig. Mein alter, der mich 10 Jahre begleitet hat sieht da auch keine Notwendigkeit.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser

    Bei uns in der PIA hiess es, das ein Zusammenhang zwischen ADHS und RLS besteht...

    Wichtig ist aber, dass du dich bei deinen Ärzten gut aufgehoben fühlst, und das ist ja der Fall. Es las sich nur so, als ob die Behandlungen absolut unabhängig von einander erfolgten und das finde ich persönlich immer sehr problematisch. Da aber die ADHS-Diagnose und deine Behandlung bestimmt auch in der Klinik bekannt waren, habe ich da wahrscheinlich überreagiert.

  8. #8
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser

    Trine schreibt:
    Bei uns in der PIA hiess es, das ein Zusammenhang zwischen ADHS und RLS besteht...

    Wichtig ist aber, dass du dich bei deinen Ärzten gut aufgehoben fühlst, und das ist ja der Fall. Es las sich nur so, als ob die Behandlungen absolut unabhängig von einander erfolgten und das finde ich persönlich immer sehr problematisch. Da aber die ADHS-Diagnose und deine Behandlung bestimmt auch in der Klinik bekannt waren, habe ich da wahrscheinlich überreagiert.
    Ja, es gibt da tatsächlich einen Zusammenhang. ADHS-Patienten sind ungewöhnlich häufig von RLS betroffenen.

    In der Klinik fand ich es ganz fürchterlich. Es gab dort eine spezielle RLS-Station und ich war noch keine 30 und die anderen Patienten alle 60+

    Mich hat's da leider schon ziemlich schlimm erwischt aber es ist okay für den Moment. Ich bin tatäschlich wieder studierfähig und jetzt sogar sportlich belastbar geworden.

    In all den Jahren habe ich Lösungen fast immer nur in Medikamenten gesucht. Für mich persönlich ist das jetzt ein Fortschritt, mehr auf Selbstregulation und Sport zu setzen.

    Wenn ich von ADS-Medikamenten profitieren würde, dann würde ich diese auch sofort wieder nehmen nur aktuell ist das einfach nicht der Fall. Das für mich erkannt zu haben werte ich als Fortschritt.

  9. #9
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser

    Björn123 schreibt:
    Danke für deinen Fallbericht! Dass Stimulanzien nach einigen Jahren nicht mehr besser als Placebo werden kann, ist bekannt. Das Gehirn adaptiert sich mit der Weile einfach sehr dran, manchmal auch in dem Sinne, dass die Symptome dauerhaft besser werden auch ohne das Medikament. Also würde ich sagen, du fühlst dich auch ohne Amfetamin gesund und kommst gut mit ADHS klar. Ist doch schön :-)
    Den Eindruck habe ich auch bei anderen. Ich weiß nicht, was da wirklich dran ist aber so wie Ritalin damals im ersten Jahr gewirkt hat, hat es nie nie wieder gewirkt.

    Später half es dann aber z.B. beim Thema Gelassenheit und Geduld im Straßenverkehr. Warten an Roten Ampeln, für mich war das oft eine einzige Katastrophe. Mittlerweile habe ich da auch ohne Medikamente keine Schwierigkeiten mehr.

    Ob das jetzt ein Ergebnis der Tabletteneinnahme oder einfach eine Entwicklung ist, die auch so passiert wäre, das kann ich nicht sagen.

    Mein Vater hatte auch ADS, so ein ähnlicher Typ wie ich und ich weiß noch gut, wie er mit über 40 oft sehr impulsiv war, dicht aufgefahren ist und sich, wenn er gestresst war, nur schlecht unter Kontrolle hatte. Mir hat das oft Angst gemacht. So war ich nie. Er wurde aber auch nie behandelt und hat sich noch in meiner Jugend in einer depressiven Phase das Leben genommen.

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 120

    AW: Dexamfetamin abgesetzt, finde mir geht's nun besser

    Also für mich waren die Stimulanzien (bis jetzt Medikinet und Ritalin adult) ein Segen und haben mir zu einer 360 Grad Wendung in meinem Leben verholfen. Dass es zu einer Toleranzwirkung, zumindest bei dem Wirkstoff Methylphenidatchlorid kommt, ist nach der Literatur nicht bekannt. Ich nehme es seit etwas über zwei Jahren und konnte noch keine Toleranzentwicklung feststellen. Wenn ich mal einen Tag ohne Stimulanzien auskommen muss ist das die reinste Hölle für mich und ich erinnere mich wieder an das Chaos, dass mich zwei Jahrzente verfolgte.
    Ich betreibe selbst Kraftsport leistungsorientiert schon seit 6 Jahren und ich liebe den Sport aber er ist keinerlei Ersatz für die Medikamente. Der Sport gibt mir einen Dopamin-"kick" von maximal 4-5h an dem Trainingstag danach bin ich wieder mit dem Chaos da oben im Kopf unterwegs. Mir hilft das Ritalin zugar konsequenter zu trainieren und auch mal Trainingssysteme von A bis Z zu verfolgen ohne nach 2 Wochen schon wieder einzelne Übungen umzubauen wie es mir gerade passt.

    Dexamphetamin habe ich allerdings auch noch nie genommen, kann sein dass es da schneller zu einer Toleranz führt bzw. die Wirkung nicht wie beim Methylphenidatchlorid ist.

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