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Diskutiere im Thema Medikamente empfehlenswert? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 17

    Medikamente empfehlenswert?

    Hallo ihr lieben,

    gestern Abend hatte ich eine Diskussion mit meinem Freund, die ich in der Art schon mit anderen Menschen geführt habe.

    Ich beginne bald eine Therapie wegen meinem ADHS. Am Anfang wollte ich das machen, damit man mir zeigt, wie ich ohne Medikamente ruhiger und konzentrierter werde. In letzter Zeit bin Ich allerdings immer mehr am einlesen in das Thema ADHS und glaube, das Medikamente schon hilfreich wären...
    Meine Mitmenschen sind sehr unterschiedlicher Meinung hierbei.
    Die einen fänden das gut, aber die meisten denken, dass das keine gute Idee ist.
    Als Kind habe ich ritalin bekommen und mir wurde von Freunden gesagt, dass ich da durch ganz ruhig geworden bin und sehr kalt.
    Mein Freund findet Medikamentöse Behandlung ganz schlimm und will gar nicht, dass ich sowas nehme, weil man keine Langzeitstudien hat, bla bla bla.
    Ich habe die Hoffnung, dass es endlich befreiend wirkt... ich will überall zurecht kommen und meine Gedanken besser sortieren...

    Was sagt ihr dazu?
    Findet ihr Medikamente empfehlenswert? Teilt mir bitte Euer Wissen und eure Erfahrungen.

    Danke

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Medikamente empfehlenswert?

    Ich würde es einfach ausprobieren. Das schöne an MPH ist ja, das die Wirkung schnell da und genauso schnell wieder weg ist. Klar muss man sich an die richtige Dosis rantasten, aber ansonsten geht die Einstellung recht schnell. Es ist nicht so wie bei Antidepressiva, die du erst wochenlang nehmen muss bis sich überhaupt sagen lässt, ob sie anschlagen während du bis dahin schon die ganzen Nebenwirkungen ertragen musst.
    Du kannst dir ja MPH verschreiben lassen, es testen und die regelmäßig Feedback von deinen Freunden holen. Wenn du keinen positiven Effekt bemerkst oder wenn die negativen Effekte überwiegen, setzt du es einfach wiede ab.

  3. #3
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Medikamente empfehlenswert?

    Darf ich mal fragen, wie lange du Ritalin bekommen hast?
    Irgendwo schreibst du ja, dass du ein sehr schlechtes Abi habest und als faul bezeichnet wurdest.

    Ich habe mit Medikation sehr spät angefangen, habe aber Erfahrungen gesammelt über meine Kinder.

    Ich selbst habe nicht das Empfinden, dass ich ganz ruhig oder sehr kalt werde, eher entspannter und
    besser gelaunt, weil ich mich "ohne" ziemlich anstrengen muss. Ich lache einfach mehr, grüble nicht
    stundenlang über irgendetwas Sinnloses.

    Bei der Medikation ist es m. M. nach sehr wichtig, dass man mit niedriger Dosierung - am besten kurz wirksam Tabletten -
    und sehr langsam beginnt.

    Ohne Medikation bin ich auch manchmal etwas tolpatschig und ich finde es sehr hilfreich, dass meine Körperkoordination
    durch Methylphenidat verbessert wird. Aber ich bin fast 60 und du noch ziemlich jung.

  4. #4
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Medikamente empfehlenswert?

    Gretchen: Ich habe so 5.-6. Klasse ritalin bekommen, danach nicht mehr...

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Medikamente empfehlenswert?

    Könnte es sein, dass die Dosis vielleicht auch nicht so ganz gestimmt hat?

    Langzeitstudien gibt es dazu schon, nur nicht unbedingt auf Deutsch. Es ist schön, dass sich deine Freunde um dich sorgen, aber letztlich ist es dein Leben und dein Leidensdruck und nur du kannst sagen und bestimmen, wie hoch der ist und wie schlimm deine Probleme wirklich sind, denn das kann dir keiner wirklich zu 100% nachfühlen. Deine Freunde haben deine Probleme nicht, sie bekommen vermutlich nur einen kleinen oder kleineren Teil der Auswirkungen mit.

    Ich kenne inzwischen mehrere AD(H)Sler die Medis nehmen oder genommen haben und alle beschreiben sie eigentlich als Erleichterung und keiner wirkt/e darunter "kalt". Viel eher ist es so, dass sie unter Medis entspannter und konzentrierter sind und ausdauernder an einer Sache dran bleiben können oder konnten (und oft nach den Medis nun auch ihre Skills besser einsetzen können und auch ohne Medis da Fortschritte gemacht haben) und darunter auch Skills lernen oder lernten, wie sie ohne Medis und auch mit Medis besser klar kommen. Sie sind oft mit Medis auch nicht mehr ganz so sprunghaft und impulsiv, was auch als positiv wahrgenommen wird und wurde. Dies wird von aussen oft als "ruhiger" wahrgenommen, was aber wenig mit "ruhiggestellt" zu tun hat und z. T. einfach die Möglichkeit bietet etwas Energie einzusparen und sinnvoller einzusetzten.Dennoch ist die Medikamentation keine Wunderpille, man muss wirklich weiter an sich arbeiten (dafür gibt es oft noch immer genug Probleme) und selbstverständlich können auch hier - wie bei jedem Medikament - Nebenwirkungen auftreten. Und auch nicht bei jedem wirkt MPH so wie es sein sollte und es gibt auch Fälle, da wirkt es leider gar nicht. Dafür gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten der Medikamentation - aber das jetzt nur am Rande zur Info.

    Letztlich liegt die Entscheidung bei dir und nicht bei deinen Freunden. Stellt sich die Frage, ob die angefangene Diskussion wirklich eine gut überlegte Sache war und dir am Ende nicht doch noch schadet. (Wobei ich die Drang darüber zu sprechen sehr gut nachvollziehen kann!) Ich hoffe jedoch nicht und das sich deine Freunde an deine Persönlichkeit, die unter deinem AD(H)S steckt gewöhnen und vielleicht sogar erfreuen können - einfach auch, weil es dir gut tut, denn echte Freunde freuen sich manchmal auch einfach nur mit, wenn es einem besser geht.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 796

    AW: Medikamente empfehlenswert?

    Zunächst finde ich persönlich es unheimlich mühselig mich mit Leuten über ADHS Medikation zu unterhalten, die selbst nicht betroffen sind. Diese Menschen wissen einfach nicht wie es ist ADHS zu haben und ich finde es unverantwortlich jemanden von einer adäquaten Medikation abzuraten.

    Zu Depressionen wird ja oft dieses (bzw. ein ähnliches) Beispiel gebracht:

    Wenn Sie sich ein Bein brechen, wird Ihnen niemand die Krücken verwehren, man sieht ja dass sie krank sind. Wenn Sie psychisch krank sind, dann sind die Krücken quasi die Medikamente. Warum sollte man Ihnen diese verwehren, nur weil man nicht sehen kann dass sie krank sind? Sie würden demjenigen mit dem gebrochenen Bein ja auch nicht die Krücken wegnehmen.

    So kann man das, finde ich, auch auf ADHS Medikamente beziehen. Es besteht ein Ungleichgewicht von Neurotransmittern im Gehirn, welches durch die Medikation teilweise "zurechtgerückt" wird, sodass dir der Alltag leichter fällt. Warum darauf verzichten? Und schon gar nicht weil irgendjemand sagt das wäre nicht nötig oder ähnliches...

    Das ist meine Meinung dazu.

    Ich merke mittlerweile sehr stark den Unterschied zwischen ayapap mit und ayapap ohne Medikamenten. Und ich mag ayapap mit Medikamenten deutlich lieber, die nervt sich nämlich nicht mehr so doll

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Medikamente empfehlenswert?

    Ich geh da immer ganz pragmatisch ran. Leide ich so sehr, oder bin so eingeschränkt das ich eventuelle Nebenwirkungen in Kauf nehmen würde? Nur wenn die Antwort "ja" ist, dann nehme ich sie auch. Denn dann sind auch die Nebenwirkungen erträglich, da sie im Vergleich zur Erkrankung eher nebensächlich sind, und ich selbst hege auch keine Zweifel.

  8. #8
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Medikamente empfehlenswert?

    Keine Langzeitstudien? Ich finde, 70 Jahre sind lange genug.

    Ein Tipp, basierend auf eigenen leidlichen Erfahrungen: rede nicht mit Anderen über dein ADHS.

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Medikamente empfehlenswert?

    Steintor Langzeitstudien sind nicht immer wieder Studien über einen langen Zeitraum, sondern Studien die durchgehend an bestimmten Individuen erfolgen. Und da gibt es bis jetzt wirklich noch nicht sehr viel, da die Medis ja oft mit der Adoleszenz abgesetzt wurden.

  10. #10
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Medikamente empfehlenswert?

    Langzeitstudie:

    Wolraich M et al: ADHD Treatment with Once-Daily OROS– MPH: A Long-Term, Open-Label Study of Safety and Tolerability. Presented at: Pediatric Academic Societies Annual Meeting, Seattle, WA, May 3-6, 2003

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed...&from=Wolraich

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