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Diskutiere im Thema Probleme mit venlafaxin im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Probleme mit venlafaxin

    Björn, danke für deine Links!

    Ich bekomme Venlafaxin seit zwei Monaten und bin auch zunehmend skeptisch bezüglich seiner Wirksamkeit in meinem Fall, wobei es gegen Depression eingesetzt wird. Werde demnächst in Absprache noch eine Erhöhung versuchen, aber es hoffentlich im Spätsommer doch absetzen und mir danach sehr gut überlegen, ob ich mir wieder ein Antidepressivum empfehlen lasse.

    Denn da es bei mir nur eine mittelschwere (reaktive) Depression ist, die sehr gut auf Probleme mit dem ADHS zurückzuführen ist, sind Antidepressiva eh längst nicht so effektiv wie MPH/Verhaltenstherapie. Psychopharmaka sind wohl vor allem bei sehr schweren Depressionen/Anststörungen sinnvolle Mittel, bei mittleren/leichten laut vieler Studien nicht besser als ein Placebo. Vor allem die Nebenwirkungen im Vergleich zu den Placebos lassen doch sehr starke Bedenken wachsen.

    Also immer her mit mehr Infos und Studien Ich finde es sehr bedenklich, dass Antidepressiva so schnell verschrieben werden, wenn sie in vergleichsweise vielen Fällen nicht besser als Placebos sind.

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 163

    AW: Probleme mit venlafaxin

    Bukowski schreibt:
    Also immer her mit mehr Infos und Studien Ich finde es sehr bedenklich, dass Antidepressiva so schnell verschrieben werden, wenn sie in vergleichsweise vielen Fällen nicht besser als Placebos sind.
    Tja, was soll ein Arzt sonst machen? Die Zeit beim Arzt ist begrenzt und auf einen Therapieplatz bei einem Therapeuten muss man lange warten und bis man überhaupt einen Termin bei einem Psychiater hat um so ein Medikament zu bekommen, vergeht auch Zeit.
    Solange die Ursachen für Depressionen nicht gänzlich geklärt sind, wird sich an der Verordnung von Antidepressiva wohl auch nicht so schnell etwas ändern.

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Probleme mit venlafaxin

    Ich würde auch nicht behaupten, dass das grundsätzlich falsch ist, bin kein Pharmagegner oder so. Nehme ja auch Venlafaxin und habe noch Hoffnung, dass es mich über die nächsten Monate stabilisiert, da das ADHS ja nicht verschwinden wird und Rückschläge vorprogrammiert sind. Meist merkt man ja erst den Unterschied, wenn es wieder "weg" ist.

    Finde es nur bedenklich, wie schnell es verschrieben wird. Ich könne mir vorstellen, dass es besser wäre, wenn Ärzte gerade bei mittelschweren Fällen öfter mal ganz ehrlich sagen: "Nehmen sie siche eine Woche Urlaub/ich schreibe sie eine Woche krank, erholen sie sich. Jeder kommt mal in eine Situation wie sie. Sollte es in der nächsten Zeit nicht besser werden, können wir überlegen, ob Antidepressiva eine Lösung sind. Hier ist etwas Information darüber etc."

    Wenn ich schon beim Themenersteller rob sehe, dass auf ADHS-Verdacht und bei ausdrücklich nicht akuten Angststörungen Venlafaxin verschrieben wird, naja. Ich finde nicht, dass die Zeitknappheit bei Ärzten es rechtfertigt, "im Zweifel für das Antidepressivum" zu entscheiden. Bei schweren und sehr akuten Fällen sieht das natürlich anders aus.

  4. #34
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 163

    AW: Probleme mit venlafaxin

    Ich kann mir auch vorstellen das es ziemlich schwierig ist den Patienten richtig einzuschätzen. Es dient sicher auch als Absicherung eine medikamentöse Therapie zu beginnen, schließlich haben viele Patienten mit Depressionen auch Suizidgedanken. Zeit für ein umfassendes Gespräch muss sich der Arzt dennoch nehmen. Würde er nur die Medikamente raushauen, könnte bei einigen Antidepressiva die schnelle Antriebssteigerung ja dazu führen einen Suizid überhaupt erst zu ermöglichen.

    Mein Psychiater sagt zu mir auch immer: "Lächeln Sie, weil es Ihnen besser geht oder verbirgt sich dahinter eine Depression?"


    Ob Urlaub bei einer richtigen Depression etwas bringt ist fraglich, schließlich will man den Patienten eher langsam wieder aktivieren bzw. zu einer gesunden Lebensweise mit Veränderung im beruflichen und privaten Bereich bewegen. Eine Therapie z.B. ist schließlich auch Arbeit und keine Erholung.
    Allerdings gibt es auch Varianten (Erschöpfungsdepressionen) wo eine Erholung im Sinne von "Urlaub" (besser Kur) notwendig ist, auch das muss der Arzt erkennen und richtig entscheiden.
    Geändert von Irian (12.04.2015 um 18:17 Uhr)

  5. #35
    rob


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Probleme mit venlafaxin

    Bukowski schreibt:
    Das mit dem Kügelchenentfernen würde ich nicht machen. Da es ein retardiertes Medikament ist, kannst du nicht wissen, was genau du da gerade heraus nimmst. Manche Kügelchen werden schneller aufgenommen, als andere. So wirst du eine sehr unregelmäßige Freisetzung von den Wirkstoffen haben. Eher würde ich mal in der Praxis anrufen und mir ein Rezept für die 37,5mg ausstellen lassen, das geht meist ohne Termin.
    "...Allerdings lassen sich die Kapseln einfach und zerstörungsfrei öffnen, so dass ein Herunterdosieren beim Absetzen in feinere Dosierungsstufen und auch unter 75 mg möglich ist. Da nicht die Kapseln die verzögerte Freisetzung bewirken, sondern das Medikament darin in sogenannten Retard-Kügelchen enthalten ist (s. Foto), bleibt die Retardierung auch nach der Entnahme aus der Kapsel erhalten. ..." [Quelle]

    Mäuschen91 schreibt:
    Hallo Rob,
    wie geht es Dir jetzt mit dem Venlafaxin? ..
    Mit der niedrigeren Dosis (37,5 mg) gehts mir, glaube ich, vorerst soweit gut. Die letzten Tage waren leider Gefühls-technisch recht "turbulent". Mein Vater ist im Altersheim verstorben. Keine Ahnung ob es ein Placeboeffekt war/ist, aber hatte schon das Gefühl das Negative Gefühle etwas gedämpft wahren/sind. Was die eigentliche Wirkung "Angstminderung" angeht habe ich noch keinen Effekt verspürt.

    In 3 Wochen habe ich wieder einen Termin, denke ich werde bis dahin die Dosis selbstständig wieder erhöhen, hatte ja ursprünglich eh 75mg verschrieben bekommen.

  6. #36
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Probleme mit venlafaxin

    ich nehme schon länger venlafaxin ER. das dauert 4 bis 5 Wochen bis es wirkt und die Nebenwirkungen sind die ersten 2 bis 3 Wochen vorrangig da. leider. Übelkeit ja, das hatte ich auch. das vergeht irgendwann. Appetit ist am anfang auch weg. vergeht aber auch in ein bis 2 Wochen.
    aber was ich nicht verstehe und mir hier schon öfters aufgefallen ist bei leuten aus Deutschland, dass die Anfangsdosis
    immer deutlich höher ist als hier bei uns. oder ist nur mein Psychiater so...? keine Ahnung
    ich habe mit 37,5 begonnen. man sollte wirklich seeerh langsam damit beginnen und
    ich würde es an deiner stelle nicht absetzen. du musst wirklich 4 bis 6 Wochen geduld haben, vorher
    wirkt es nicht ....
    mir hilft es sehr gut sehr sehr gut gegen Depressionen
    aber mir hilft es nicht gegen adhs
    habe es auch gegen depressioenn verschrieben bekkommen und nicht gegen adhs
    ... ich bin jetzt bei 150mg gewesen..
    da ich aber jetzt Ritalin LA nehmen muss soll darf
    komme ich langsam auf 75 und dann 37.5 runter und dann statt dessen trittico am abend.
    da schlafe ich sehr gut und wache auch wirklich sehr frisch auf.
    bei mir ist eher probelm mit dem Ritalin LA...
    hoffe konnte dir ein wenig weiterhelfen

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    ich würde die Dosis nicht selbständig erhöhen.

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    ich würde die Dosis nicht selbständig erhöhen...

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    Kügelchen entfernen würde ich auch sicher nicht.

  7. #37
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Probleme mit venlafaxin

    Also ich habe 2 Jahre lang 300 mg Venlafaxin genommen und mir hats gut gegen die Depressionen geholfen. Allerdings habe ich 45 (!!!) kg zugenommen (okay, hab auch zwischendurch noch andere Sachen genommen aber nur kurzfristig) Habs dann nach 2 Jahren abgesetzt, weil die Wirkung einfach nicht mehr ausreichend war. Bei mir wurde es in der Klinik innerhalb 1,5 Wochen abgesetzt. Bin auch dann am Ende von 75 mg auf 0 mg. Die ersten Tage gings mir psychisch ziemlich schlecht. Körperlich hatte ich eigentlich nur "brain zaps" also diese Stromstoßartigen Missempfindungen. Dies war sehr unangenehm und hielt 2-3 Wochen an, aber so schlimm, wie einige den Entzug beschreiben wars bei mir absolut nicht.

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 163

    AW: Probleme mit venlafaxin

    Ich nehme im Moment 75mg Venlafaxin retard, meine Stimmung hat sich dadurch (trotz das ich laut 23andme Gentest schlechter auf Antidepressiva ansprechen soll) schon wesentlich stabilisiert und ich habe kaum Nebenwirkungen (37,5mg zuvor haben kaum irgendetwas gebracht). Im Moment bin ich mit dem Ritalin adult am experimentieren, da mir 30mg zusammen mit dem Venlafaxin manchmal zuviel erscheint. Auch drückt das Ritalin manchmal die Stimmung nach unten. Wenn ich es weglasse wirkt das Venlafaxin besser, jedoch leidet dann die Wachheit und Konzentrationsfähigkeit. Im Moment ist es mit der Konzentration generell ein wenig komplizierter.
    Geändert von Irian ( 5.05.2015 um 14:09 Uhr)

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