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Diskutiere im Thema ADHS, Methylphenidathydrochlorid und Tilidin im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    ADHS, Methylphenidathydrochlorid und Tilidin

    Hallo Leute,

    ich habe eigentlich schon seit dem ich denken kann öfters starke Kopfschmerzen, gerade dann besonders schlimm, wenn ich kein Methylphenidat habe, da es finanziell manchmal für mich nicht drin ist, aber auch so.

    Habe schon vieles an Medikamenten ausprobiert, Paracetamol, Ibuprofen, diverse Migräneblocker. Nichts davon konnte mir wirklich helfen. Manches brachte mich nur dazu, den ganzen Tag die Toilettenschüssel zu umarmen. Selbst die 800er Ibu lindern den Schmerz nur teilweise.

    Vor einem 3/4 Jahr bekam ich von einer Freundin eine Schmerztablette, da trotz der Einnahme mehrerer Ibu 800er wieder mal kaum eine Verbesserung eintrat.

    Das Medikament, dass sie mir gab, war von STADA, und hieß Tilidin retard 50mg / 4mg naloxon.

    Das selbe Medikament bekommt sie zusätzlich noch als Tropfen, welche wohl dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen.

    Sie sagte mir, dass dies starke Schmerzmittel sind, die auch zb. beim Drogenentzug verschrieben werden und ich damit auf keinen Fall Auto fahren dürfe.

    Neben der anfänglichen euphorisierenden Wirkung, wie ich sie ähnlich auch von Medikinet kannte, war der Schmerz tatsächlich nicht mehr zu spüren.

    Seit dem nehme dieses Schmerzmittel wenn die Kopfschmerzen wieder extrem sind. Allerdings nehme ich dann kein Methylphenidat, da ich nicht weiß wie die beiden Medikamente miteinander reagieren.

    Ich nehme Tilidin, ohne dass ich es ärztlich verschrieben bekommen habe. Nach dem ich soviel über das Medikament gehört habe und wofür es eingesetzt und mißbraucht wird, habe ich Angst meinen Arzt zu fragen, ob er es mir verschreibt. Auf der anderen Seite habe ich aber auch bedenken, wenn man mich mal mit so einer Tablette in der Tasche erwischt und ich nicht nachweisen kann wofür ich es nehme, bzw wo ich es her habe.

    Mir ist das schon unangenehm, wenn ich in der Apotheke stehe und man mir erklärt, dass Methylphenidat ein Betäubungsmittel ist und mich die anderen Kunden in der Apotheke dann ganz komisch anschauen. Und das auch noch obwohl ich MPH schon so viele Jahre nehme.

    Ich habe nicht soviel mit Medikamenten am Hut mal abgesehen vom MPH und eben Schmerzmittel gegen meine Kopfschmerzen.

    Ich habe auch Angst dem Arzt zu sagen, dass ich das Medikament ohne das ich es verschrieben bekomme schon länger einnehme.


    Vielleicht kann mir ja jemand von euch seine Erfahrungen mit Tilidin schildern und ob meine Bedenken unberechtigt sind.

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 231

    AW: ADHS, Methylphenidathydrochlorid und Tilidin

    Traumflug schreibt:
    Sie sagte mir, dass dies starke Schmerzmittel sind, die auch zb. beim Drogenentzug verschrieben werden und ich damit auf keinen Fall Auto fahren dürfe.
    also,
    tilidin wird nicht zum entzug verwendet.
    es müsste so hoch dosiert werden, das durch das naloxon der jenige sofort einen harten entzug machen würde was äußerst gefährlich ist.

    desweiteren hat tilidin ein hohes suchtpotezial.

    wenn es gegen deine schmerzen hilft, rede mit deinem doc.
    keiner sollte unter schmerzen leiden.

    thorsten

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 42

    AW: ADHS, Methylphenidathydrochlorid und Tilidin

    Ich leide auch unter starker Migräne und nehme dafür, bzw. dagegen Tilidin. Und zwar in Kombi mit einem Triptan. Es ist sehr oft die einzige Kombination, die mir hilft und die Schmerzen nimmt.
    In der Tat hat Tilidin ein gewisses Suchtpotential, allerdings gibts da deutlich "schlimmeres" (wurde mir auch so vom Arzt bestätigt). Trotzdem muss man um das Abhängigkeitspotiental wissen. Tilidin ist ein Vollopiat mit einer analgetischen Potenz von 0,1 - 0,2. Also deutlich schwächer wirksam als Morphin und unterliegt durch die fixe Kombination mit Naloxon (einem Opiatantagonisten) nicht der Verordnungspflicht als Betäubungsmittel. Allerdings muss seit einiger Zeit Tilidin als Flüssigarzneimittel (Tropfen) mit Betäubungsmittelrezept verschrieben werden. Das liegt an der Anflutungsgeschwindigkeit; die Tropfen fluten schneller an als die Tabletten und erzeugen dadurch unter Umständen ein "Highgefühl". Bei mir "hight" da nix. Das einzige, was mich high macht, ist das Gefühl der Schmerzfreiheit.

    Es ist halt immer eine Frage des Abwägens. Ich bin mir bewusst, dass grundsätzlich die Gefahr der Abhängigkeit besteht. D.h. man muss aufpassen und nicht ständig die Dosis erhöhen, weil - leider - alle Opiate einer Toleranz unterliegen. Das merke ich auch. Wenn mich die Migräne mal besonders quält, dann stelle ich schon fest, dass die Wirkung des Tilidins nachlässt. Des is dann blöd.... Aber ich nehme es hin. Niemals würde ich höher als erlaubt dosieren. Es hilft immer noch besser als alles andere.
    Ich brauche irgendwie eh immer mehr Schmerz- oder Narkosemittel als andere.

    Im Moment brauche ich das Tilidin relativ oft. Aber: Ich hatte in letzter Zeit so viele Schmerzen, ich kann sie einfach nicht mehr ertragen. Gleichzeitig schleiche ich gerade eine neue Prophylaxe gegen die Migräne ein und hoffe demnächst auf Botox und somit auf weniger Migräneattacken und dann wieder weniger Schmerzmittel.
    Dieses "Nichtertragenkönnens" des Schmerzes stelle ich immer ins Verhältnis des Abhängigkeitspotentials und tariere das irgendwie für mich aus. Normalerweise habe ich keinerlei Probleme, wenn ich keine Schmerzen habe und kein Tilidin nehme. Ledigllich nach extrem langen Attacken hatte ich mal so ein difuses Nervositätsgefühl. Da haben dann einfach die Opiatrezeptoren etwas gemeckert. Tagelang wurden sie von außen bedient und plötzlich nix mehr. Da habe ich dann noch einen Tag eine minimale Dosis genommen auch ohne Schmerzen, um die Rezeptoren zu "entwöhnen". Und dann war gut.

    Ich nehme das Tilidin auch zusammen mit MPH. Allerdings nur, wenn sich die Migräne über den Tag entwickelt und ich bereits MPH genommen hatte. Wache ich schon mit Migräne auf, dann nehme ich kein MPH. Das würde auch keinen Sinn machen; bei Migräne kann ich mit und ohne MPH nicht denken.

    Ich nehme übrigens das Tilidin noch zusätzlich gegen Restless legs, da ich die dopaminergen Medikamente nicht vertrage. Allerdings hierfür nur in extrem geringer Dosierung von 5 - 10 Tropfen am Abend.

    All das, was ich beschrieben habe, ist mit meinem Arzt so abgesprochen. Nicht, dass da Missverständnisse auftreten.

    Was deine Frage bezüglich der Verschreibung betrifft:
    Ich wäre ehrlich zu dem Arzt. Wenn du einfach so nach Tilidin fragst, dann wird dieser sich - zu Recht - irgendwie wundern. D.h. ich würde ganz offen sagen, dass du solche Schmerzen hattest, alles, was dir zur Verfügung stand, half nicht mehr. In dieser Situation hast du von xy Tilidin bekommen, weil derjenige dein Elend nicht mehr mit ansehen konnte, und es hat gut geholfen. Ich bin immer für Ehrlichkeit, weiß aber, dass verschiedene Ärzte auch sehr zurückhaltend mit der Verordnung von Opiaten sind.

    Zum Drogenentzug wird Tilidin übrigens in der Tat nicht verwendet. Das würde auch komplett gegen das Wirkprinzip sprechen, denn das zugesetzte Naloxon führt in hoher Dosierung bei Abhängigen zu einer extremen Entzugssymptomatik, die man ja eigentlich bei der Substiutionstherapie eben vermeiden möchte.

    LG Pfannkuchen

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 4

    AW: ADHS, Methylphenidathydrochlorid und Tilidin

    Danke für eure Antworten!

    @ Pfannkuchen:

    Vielen Vielen Dank für deine ausführliche Antwort über deine Erfahrungen mit Tilidin.
    Die Tatsache dass du es vom Arzt wegen den selben Beschwerden verschrieben bekommst nimmt mir etwas die Angst meinen Arzt drauf anzusprechen.

    Dass Tilidin ein Suchtpotential birgt weiß ich. Ich nehme es auch nur dann wenn die Schmerzen unerträglich sind.

    Ich habe jahrelang damit gelebt, hab manchmal vor Schmerzen geschrien, Sachen demoliert, etliche Medikamente ausprobiert, nichts hat wirklich geholfen. Migräneblocker genommen, die ich nicht vertragen habe und den ganzen Tag über der Toilettenschüssel hing.

    Und mit Tilidin ist der schmerz weg, mir ist nicht schlecht und ich überstehe einen solchen Tag dann ohne schmerzen.

    Mir geht es auch nicht darum an das Medikament zu kommen, denn dieses kann ich mir auch weiterhin von meiner Bekannten geben lassen wenn es mal wieder extrem ist, das größte Problem das ich damit habe, ist dass es alles heimlich sein muss und wenn mal was sein sollte, weiß niemand bescheid, was für Medikamente ich genommen habe und den Arzt kann ich auch nicht um Rat fragen. Und wenn ich mal in eine Kontrolle komme und das Medikament beim Drogentest anschlägt komme ich auch in Erklärungsnot bzw. muss vielleicht noch mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, daher wäre es mir lieber ein Rezept zu haben um dann in einem solchen Fall auch darauf verweisen zu können.

    Auf der anderen Seite wird das Medikament wohl sehr oft als Ersatzdroge Mißbraucht, weshalb es mir auch unangenehm ist danach zu fragen.
    Ich weiß, dass es bei MPH wohl ähnlich ist, aber danach musste ich nie fragen, dass hat mir der Arzt im Rahmen der Behandlung so verschrieben.
    Geändert von Traumflug (17.03.2015 um 15:31 Uhr)

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 4

    AW: ADHS, Methylphenidathydrochlorid und Tilidin

    @ Pfannkuchen: Was für ein Triptan Präparat nimmst du zu dem Tilidin?
    Reagierst du bei deiner Mirgräne auch sehr empfindlich auf Temperaturunterschiede in Räumen oder wenn du vom warmen raus ins Kalte gehst?

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 42

    AW: ADHS, Methylphenidathydrochlorid und Tilidin

    Ich nehme fast immer Sumatriptan T 100 von Hexal. Das bekomme ich mit dem netten "aut idem" Kreuzchen, weil meine Krankenkasse keinen Vertrag mit dieser Firma hat. Leider gibt es das T nur von Hexal. Das T steht hier für Tempo, d.h. das Medikament enthält einen Wirkbeschleuniger, was mir sehr gut tut. Leider wissen das viele Apotheker nicht und ich muss immer wieder erklären, dass das T nicht für Tablette steht

    Zolmitriptan (AscoTop als Originalprodukt) nehme ich auch ab und zu. Doch das hilft nicht ganz so gut wie das Sumatriptan.

    Auf Temperaturunterschiede reagiere ich immer sehr stark und oft mit Migräne. Ist die Migräne dann da, dann ist es wurscht ob sich die Temperatur ändert oder nicht. Die Schmerzen bleiben gleich. Geräusche kann ich einigermaßen ab; oft liege ich sogar im Bett und der TV läuft. Da ich jedoch kein Licht vertrage höre ich nur zu und decke die Augen ab. Klingt vielleicht bescheuert, aber irgendeiner niederintellektuellen Sendung zuzuhören, lenkt mich oft ein bisschen von den Schmerzen ab.

    LG Pfannkuchen
    Geändert von Pfannkuchen (18.03.2015 um 22:29 Uhr)

  7. #7
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    Forum-Beiträge: 246

    AW: ADHS, Methylphenidathydrochlorid und Tilidin

    traumflug- sprich deinen arzt unbedingt an! so wie pfannkuchen gesagt hat. du musst ja nicht sagen wie oft du das genommen hast, nur, dass es wunder wirkt. sei froh und dankbar, dass du was wirksames gefunden hast-wieso sollst du dich weiter quälen? du hast doch wohl wahrlich genug gelitten!

    die machen da so ein brimborium drum-genau wie beim mph. und? sind wir alle abhängig? nein, wirkt doch bei uns anders, genauso ist es mit dem tilidin. während es viele als rauschmittel nehmen, ist es bei uns medizin.
    weiß aber nicht, inwieweit die wirkung nachlässt. wird auch personen abhängig sein.

    was ich sagen will, wenn du problemlos mph bekommst, dann wird das auch mit dem tilidin so sein. und 50 mg ist ja fast die kleinste menge, das geht ja noch weit nach oben.
    wieviel mg nimmst du insgesamt?

    im beipackzettel steht, dass man bis zu 600 mg / tag nehmen darf, manchmal auch mehr im notfall. da bist du doch meilenweit von entfernt. und mach dich nicht verrückt, du bekommst eben die tropfen nur auf btm rezept-wie das mph, das bekommst du ja auch nicht so. (wenn dein apotheker das übrigens so laut sagt, dass es andere hören, dann hau dem verbal mal eine rein-geht gar nicht. als ob du das nicht wüsstest.) und aufs mph reagieren ja manche auch schräg-weil sie keine ahnung haben. aber da die tabletten retard tabletten sind, gibt es doch keine möglichkeit zum missbrauch.

    ich habe eben nach tilidin gesucht, da ich es heute zum ersten mal verschrieben bekommen habe. ich habe regelmäßig trigeminusneuralgien. das wünscht man seinem ärgsten feind nicht.

    obwohl... :-/

    das tut so viehisch weh, wer das nicht schon mal hatte, der hat keine vorstellung. im KH wurde ich schon auf den kopf gestellt, ergebnis- ich solle nun täglich carbamazepin nehmen. immer. am ar***. dann meinte meine neue neurologin (die alte wurde "leider" mutter, fand es aber ok, dass ich es nur bei bedarf nehme) ich solle xy nehmen, auch immer, 24/7, wg der ganzen anderen sachen geht das aber gar nicht-in absprache mit dem hausarzt. tegretal (unretadiert) hilft relativ schnell (heißt, nach ein paar tagen ist es erträglich), da ist man aber diese tage komplett ausgeschaltet, weil man nur am pennen ist. geht nicht, wenn man arbeitet. suche nun ne alternative.
    blabla.

    hab gerade ne mandelentzündg., muss antibiotika nehmen, carbamazepin u tilidin und hatte schiss, dass sich das alles nicht verträgt.
    das problem ist nur, dass tilidin nicht wirkt.
    sollte 50 mg nehmen. nix. beipackzettel sagte 100-600/tag, nahm dann noch eine, also insg. 100mg, legte mich ganz still hin, wartete- nix. der schmerz wurde so mega, das ich nur noch heulend wimmerte. nahm dann noch eine, nix. also wieder mein highmetabolimus.

    wie lange dauert es bis es bei dir wirkt???
    wie lange muss man warten? nach 1 std. muss doch was passieren. oder?

    hatte dann die krassen schmerzen und nebenwirkungen, very nice. (hab mich aber nicht getraut noch mehr zu nehmen.) mir wurde etwas schwindelig, kenne das vom tegretal u wollte ins bett gehen. nach 10 min (!!!!) waren alle NW weg, komplett!!! so schnell kann man das doch gar nicht verstoffwechseln, unfassbar. aber es war so.
    die schmerzen immer noch da, nur etwas weniger.

    hab dann einen bekannten (med. pfleger) angerufen und mich getraut eine ibu 400 zu nehmen. jetzt gehts.

    weiß nun nicht, ob ich hoch gehen soll und die 12 std. einhalten soll oder gleich bleibe, ibu dazu nehme und den abstand verringere oder erhöhe, ibu weglasse, den abstand trotzdem verringere?!

    wie ich es hasse. aber ich würde pferdeäpfel fratzen, würden sie helfen. migräneanfälle sind ja ähnlich hübsch.

    die retarddinger sind einfach mist-immer.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    ach so- hatte vorher tramal 100 retard genommen- wirkungslos. da halfen mir nach einer fiesen rücken-op di etropfen damals sehr gut.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: ADHS, Methylphenidathydrochlorid und Tilidin

    crazythor schreibt:
    also,
    tilidin wird nicht zum entzug verwendet.
    es müsste so hoch dosiert werden, das durch das naloxon der jenige sofort einen harten entzug machen würde was äußerst gefährlich ist.

    desweiteren hat tilidin ein hohes suchtpotezial.
    Ich hab keine Ahnung, ob Tilidin bei Entzug eingesetzt wird oder nicht, aber die Begründung stimmt nicht. Naloxon wird Tilidin beigesetzt, damit es nicht missbraucht werden kann. Es ist nicht so, als ob es kein Tilidin ohne Naloxon gäbe.

    @Traumflug

    Opiode bei chronischen Kopfschmerzen zu nehmen ist eine ganz blöde Idee. Erstens machen sie abhängig und sollten nur bei akzten Schmerzen eingesetzt werden. Zweitens entwickelst du eine Toleranz. Dh. du musst immer höhere Dosen nehmen, damit es überhaupt wirkt. Stell dir vor, du erkrankst in ein paar Jahrzehnten an etwas schlimmen, musst eine Chemotherapie machen oder eine OP überstehen und KEIN Schmerzmittel hilft dir mehr, weil du eine so hohe Toleranz aufgebaut hast.

    Weiterhin verändern Opioide den Charakter. Neben der von dir genannten Nebenwirkungen wirst du mit der Zeit aggressiver, reizbarer, emotional kälter und weniger zugänglich. Opiod-Abhängige legen gerne eine "Alles-Scheißegal"-Haltung an den Tag und verlieren damit Freunde, Verwandte und Partner.
    Das ganze ohne ärztliche Aufsicht zu machen ist purer Irrsinn. Ich würd dir empfehlen, dich sofort einem Arzt anzuvertrauen. Zum Glück nimmst du das Medikament bisher ja nicht regelmäßg, also ist wohl kein Entzug nötig.

    Hast du in der Zeit vor dem Tilidin mal Thomapyrin (Kombination aus Koffein, Paracetamol und Aspirin) ausprobiert? Das hilft mir sehr gut (obwohl die Medikamente einzeln nichts bringen).

    Hast du einen MRT von deinem Gehirn und deinen Nasennebenhöhlen gemacht und dich gründlich durchchecken lassen? Überprüft, ob die Kopfschmerzen eventuell von Rückenproblemen herrühren? Warst du beim Kieferchirurgen (Eine Fehlstellung des Kiefers oder Knirschen in der Nacht kann Kopfschmerzen auslösen)? Blutwerte checken lassen (eventuelle Mangelerscheinungen)? Allergien und Unverträglichkeiten ausgeschlossen? Warst du im Schlaflabor (Unregelmäßige Atmung im Schlaf oder schlechte Position ausschließen)?

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