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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 6

    Eure Erfahrung mit Mood-Stabilizer

    Hallo zusammen,

    wie der Titel schon sagt wollte ich mal wissen ob ihr so was auch schon verschrieben bekommen habt und wie eure Erfahrungen waren.

    Zu meiner Geschichte: ich habe meine Diagnose noch nicht lange( seit August, von der Klinik Marburg) und bin daher erst seit November 14 in Behandlung.

    Meine Ärztin hat mir direkt Mediknet Adult 10 mg verschrieben. Jetzt beim Folge Termin letzte Woche ( war viel los, deswegen nicht früher) musste ich ihr aber mitteilen das die Tabletten keinerlei Effekt für mich hatten.

    Ihre Aussage jetzt war, dass meine Diagnose falsch sei ( zwei mal war ich erst bei ihr), da ich entweder eine Veränderung hätte merken müssen und da alle ADHS ler die sie kennt Drogen abhängig sind ( ich weiß, Schwachsinn!!!) ich aber nicht.
    Sie meinte ich sei einfach nur depressiv und müsste die Mood-S. nehmen.

    Doch ich weigere mich, da die , laut ihrer Aussage, Unruhe und Dauer Hunger bewirken können. Also genau dass was ein hyperaktive über gewichtiger mit Dauer stress Gefühl nicht braucht.

    Bevor ich aber jetzt sofort einen neuen Arzt suche wollte ich mal wissen ob ihr mit so Medikamenten schon Erfahrung gemacht habt, und wie die waren.

    Danke Quick.

  2. #2
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Eure Erfahrung mit Mood-Stabilizer

    Mood Stabilizer sind eine sehr heterogene Gruppe von Medikamenten. Es ist schwierig, darüber allgemeine Aussagen zu machen. Jeder Wirkstoff muss da für sich selber betrachtet werden.

    Was mich erstmal wundert: warum will deine Ärztin den Versuch mit Methylphenidat schon verloren geben?

    Bei mir hat Medikinet Adult nie wirklich was gebracht. Das Ritalin LA/Adult hat bei mir viel besser gewirkt und 10 mg retardiertes Methylphenidat kann auch einfach zu wenig sein, um einen klaren Effekt zu beobachten. Deswegen gleich die komplette Diagnose in Frage zu stellen halte ich für fragwürdig. Und dann dieser Allgemeinplatz, dass alle ADHSler doch drogenabhängig sind, bei mir würde das zu ernsthaften Zweifeln an ihrer Kompetenz führen.

    Wenn du selber keine Zweifel an der Diagnose ADHS hast, dann würde ich darauf drängen, es noch mal mit Methylphenidat zu versuchen und zwar

    a) in einer höheren Dosen. 10 mg retardiert sind einfach noch sehr wenig. In dieser Dosierung hatte ich selber nie einen Effekt.

    b) anstatt Medikinet Adult es mit Ritalin Adult zu versuchen. Viele haben die Erfahrung gemacht, dass Ritalin Adult deutlich besser wirkt als Medikinet Adult.

    Und selbst wenn es dann nicht zu einem klaren Effekt gekommen ist heißt das nicht, dass die Diagnose falsch ist.

    Nicht alle Patienten kommen auch gut mit Methylphenidat zu recht. Für viele andere funktioniert der Wirkstoff Amfetamin/Dexamfetamin deutlich besser.

    Davon unabhängig:

    es kann ja zusätzlich trotzdem sein, dass du auch noch depressiv bist. ADHS und Depressionen treten oft auch gemeinsam auf.

    Eine ADHS-Diagnose wird ja nicht mal eben so gestellt. Im Rahmen der Diagnostik wurde doch sicher auch diskutiert, inwieweit deine Schwierigkeit durch eine Depression erklärt werden können.

    Die Ärztin muss ja etwas bewogen haben die Diagnose ADHS zu stellen und dann auch noch ein Rezept auszustellen.

    Und dann hast du einen kurzen Termin, wo sie alles bisherige umwirft und von einer ganz neuen Medikamentengruppe spricht.

    Unter Mood Stabilizer im engeren Sinne versteht man die Wirkstoffe Lithium, Carbamazepin, Valproat und Lamotrigin. In dieser Indikation werden sie vor allem bei einer bipolaren Störung eingesetzt. Lithium und Lamotrigin unter bestimmten Umständen auch bei unipolaren Depresssionen.

    Neuere Neuroleptika (z.B. Zyprexa, Seroquel), die zusätzlich eine Zulassung zur Phasenprophylaxe der bipolaren Störung haben werden mittlerweile auch vermehrt als Mood Stabilizer bezeichnet.

    Antidepressiva bezeichnet man meistens als Antidepressiva, haben aber wenn sie richtig wirken natürlich auch eine stimmungsstabilisierende Wirkung.

    Ich würde keines dieser Medikamente ohne eine sorgfältige Diagnose einnehmen.

    An deiner Stelle würde ich erstmal versuchen noch mal das Gespräch zu suchen und mir erklären lassen, wie man mal eben so seine ganze Behandlungsstrategie umwirft und den Versuch mit Methylphenidat schon aufgibt, bevor überhaupt richtig abgeklärt wurde, ob dieses Medikament bei deinen Beschwerden nun hilft oder nicht.

  3. #3
    unk


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Eure Erfahrung mit Mood-Stabilizer

    10 mg sind nicht unbedingt wenig. Hab die einmal genommen und werde es nie wieder tun. Starkes Zittern am ganzen Körper. Das war nicht schön.

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Eure Erfahrung mit Mood-Stabilizer

    @quick - die Ärztin scheint nicht sehr viel Erfahrung mit dem Einstellen zu haben.
    Beginnen mit kleiner Dosis unretardiertem Methylphenidat und Steigerung nach einer Woche
    wäre nach meinen Laienerkenntnissen sinnvoll.

    Bei Medikinet adult ist es sehr wichtig,etwas dabei zu essen und meine Erfahrung war,
    zwischendrin was zu essen, um die zweite Dosis zum Wirken zu bringen.

    Wie die Wirkung bei mir war:
    Ich bin in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit - die Menschen um mich nerven - die
    Geräusche - plötzlich ping! ich fühle mich wohl, ich muss über mich selbst lächeln.
    Ich schreibe und plötzlich wird meine Handschrift schön, ohne dass ich mich anstrengen
    muss. Ich bin in meiner Wohnung und mache tatsächlich eins nach dem anderen im Haushalt
    und nicht zehn Dinge auf einmal. Und das ständige Grübeln hat ein Ende. Ich kann allerdings
    auch hochkonzentriert am Computer spielen.

    Inzwischen nehme ich Ritalin adult (da ist der Ping!-Effekt nicht so hoch) und zusätzlich
    kann ich unretardiertes Methylphenidat (auf Privatrezept) nehmen, wenn ich die Wirkung nur
    für 3 - 4 Stunden z. B. am Abend brauche.

    Meine Depressivität verschwand, als ich mit Vitamin D3 anfing, schade das so viele Ärzte davon keine
    Ahnung haben und man den Bluttest selbst bezahlen muss. Hier gibt's auch einen Thread darüber.
    Also, nicht so schnell aufgeben. Alles Gute - Gretchen

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