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Diskutiere im Thema AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 24

    AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Hi,

    ich bin mir nicht ganz sicher ob das hier jetzt der richtige Forumsbereich ist oder nicht aber ich stelle es hier erstmal rein.


    Im Internet habe ich viel nachgelesen, bin aber nicht wirklich schlau geworden daraus. Die gesamte Situation scheint sehr schwammig zu sein.

    Grundsätzlich handelt es sich hierbei gesetzlich bei ärztlicher Verordnung nicht um eine Ordnungswiedrigkeit (vermute mal dies gilt nur sofern keine offensichtlichen Ausfallerscheinungen vorliegen).
    § 24a StVG (2) sagt:
    "Ordnungswidrig handelt, wer unter der Einwirkung eines in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten berauschenden Mittels im Straßenverkehr ein Fahrzeug führt. Eine solche Wirkung liegt vor, wenn eine in dieser Anlage genannte Substanz im Blut nachgewiesen wird. Satz 1 gilt nicht, wenn die Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt"

    FeV Anlage 4 9.6 Dauerbehandlung mit Arzneimitteln <-- Dort wird die Fahreignung bei "Vergiftung" ausgeschlossen, außerdem bei "Beeinträchtigung der
    Leistungsfähigkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen unter das erforderliche Maß".

    Eine genaue Definition dazu gibt es in diesem Falle nicht.

    Grundsätzlich sollte nun ja also wenn man sich dazu in der Lage fühlt, und es vom Arzt genehmigt ist eine Teilnahme am Straßenverkehr kein Problem darstellen.

    Ich habe daraufhin ein kurzes Beratungsgespräch mit einem Anwalt für Verkehrsrecht geführt. Auch hierbei kam ich zu keinem eindeutigen Ergebnis.

    Ein Anruf bei einem Verkehrspsychologen (sicherheitshalber unter falschen Namen) brachte mich auch nicht wirklich weiter. Dieser riet mir eine Diagnose meines Arztes bei der Führerscheinstelle zu melden.
    Einen Teufel werde ich tun. Plötzlich nimmt mir diese bescheuerte FSST noch meinen Führerschein weg und fordert eine MPU mit Drogenabstinenz oder so etwas.

    Ein Freund von mir musst schon eine Drogen-MPU machen, und empfahl mir diesbezüglich einen Beratungstermin bei seinem Anwalt zu machen.
    Dieser ist auf derartige Fälle spezialisiert und hat wohl auch Kontakte zur FSST.
    Versuche hier nächste Woche einen Termin zu bekommen.



    Bei MPH sollte es ja weniger Problematisch sein, ich vermute mal das ein Schnelltest ggf. anspringt, aber das man im Blut wohl nicht explizit danach suchen wird. Das würde wohl den Rahmen und die Kosten Sprengen. Sicher ist dies natürlich nicht.

    Bei mir steht aber die Möglichkeit im Raum auf Elvanse zu wechseln. Dieses würde sowohl im Schnelltest als auch im Bluttest definitiv gefunden werden. Gerade bei jungen Leuten ist die Polizei ja geradezu wild darauf diese auf Drogen zu testen.


    Wie handhabt ihr das ganze?
    Hattet ihr schon Probleme deswegen?

    Ich habe wirklich Angst meinen Führerschein deswegen zu verlieren. Ich bin auf diesen angewiesen.

    Mfg



  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 289

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Ich habe einfach eine Bestätigung meines Arztes, welche ich mit mir führe, dass bei einem Drogentest eventuell ein positives Ergebnis sein kann, da ich Medikamente nehme...

    Solange dich die Medikamente nicht wie z.B. manche Schmerzmedikamente in der Reaktionsgeschwindigkeit beeinträchtigen, sehe ich da kein Problem. Ausser das ist in Deutschland anders als in der Schweiz...

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 24

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Oh wir sitzen hier in Deutschland. Hier ist vieles anders und macht keinen Sinn.

    Kleines Beispiel: Person X konsumiert Kokain. Die alleinige Feststellung dessen ist ausreichend um die Fahreignung abzusprechen (auch bei Feststellung ohne Zusammenhang zum Straßenverkehr). Folge MPU und 1 Jahr Abstinenznachweis.
    Ob nun jemand der Drogen konsumiert dazu geeignet ist ein KFZ zu führen darüber lässt sich streiten.

    Jetzt kommt der eigentliche knaller. Kokain verstoffwechselt extrem schnell. Hauptsächlich zum pharmakologisch INAKTIVEN Benzoylecgonin. Wird nun aber ein Serumwert oberhalb von 75ng/ml festgestellt, wird man verknackt wegen einer angeblichen Fahrt unter Drogeneinfluss. Der Spaß kostet min 250€ und nach altem System waren es 4 Punkte. Dazu zusätzlich ein Monat ohne Führerschein. Dieser wird danach natürlich direkt einbehalten um die MPU abzuleisten. Die MPU muss man übrigens auch machen wenn man unter 75ng/ml liegt, nur die Owi entfällt.

    Jetzt wird das ganze noch witziger. 2009 klagte ein Mann, der unter dem Einfluss von Methamphetamin am Steuer erwischt wurde gegen die Erhebung der Owi.
    Dieser bekam recht gesprochen, weil sich in seinem Fall das Methamphetamin noch nicht im Körper teilweise zu Amphetamin verstoffwechselt hatte (was zum Teil geschieht).

    Jetzt kommt der Grund hierzu: Methamphetamin ist nicht in der Anlage zu §24a festgehalten, somit ist eine Ahndung für eine Trunkenheitsfahrt nicht möglich. (inzwischen steht Methamphetamin drin.) Der selben Person ist mit absoluter warscheinlichtkeit hinterher trotzdem der FS entzogen und eine MPU aufgedrückt worden.



    In selbiger Anlage ist MPH übrigens nicht aufgeführt. Eine Trunkenheitsfahrt in diesem Sinne aufgebrummt zu bekommen ist daher höchstwarscheinlich unmöglich. Hauptsächliches Problem wäre in dem Falle höchstens die Führerscheinstelle. Und deren Entscheidungen sind wie die Leute da gerade Lust haben. Das nennt sich bei dem Verein dann "Handlungsspielraum".


    DIeser Verein hat hier in diesem Land alle Macht und Befugnisse. Wenn jemand z.B. versucht hat sich umzubringen wird dies gemeldet. Tjoar und die Fsst meldet sich dann schleunigst auch bei dir.
    Man kann das ganze hier endlos weiterspinnen. Könnte mich endlos über diesen Verein aufregen.


    Deswegen bin ich sehr interessiert daran diese komplette Problematik wasserdicht abgeklärt zu haben, denn ich bin auf meinen Führerschein angewiesen.
    Geändert von Verpeilt89 (27.02.2015 um 23:06 Uhr)

  4. #4
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Gesetzlich ist es immer noch verboten, unter MPH-Medikation Auto zu fahren - es gibt da auch keine Einzelnorm mehr:
    FeV - Einzelnorm
    Eignung oder
    bedingte Eignung
    Eignung oder
    bedingte Eignung
    9.1 Einnahme von Betäubungsmitteln im Sinne des
    Betäubungsmittelgesetzes (ausgenommen Cannabis)
    nein nein

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    nein, dass kann nicht sein, sonst würden uns unsere Ärzte alle sagen, dass man mit MPH kein Auto fahren darf

    hier im Forum wurde dies schon mehrfach diskutiert und das Ergebnis war jedesmal, dass man eine Kopie seines Rezeptes mithaben sollte und gut ist

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 24

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    habitbreaker schreibt:
    Gesetzlich ist es immer noch verboten, unter MPH-Medikation Auto zu fahren - es gibt da auch keine Einzelnorm mehr:
    FeV - Einzelnorm

    Der von dir angegebene Absatz der FEV bezieht sich in dieser Hinsicht darauf, dass bei vorliegenden Drogenkonsum von einer SUCHT auszugehen ist. Leute die harte Drogen illegal zu sich nehmen sind nach unserem Gesetzgeber nicht in der Lage Konsum und Straßenverkehr zu trennen.
    Daher schließt der Konsum harter Drogen die Fahreignung aus und führt zwangsläufig zur MPU und dem Entzug des Führerscheins. Auch bei einmaligen Konsum vor Jahren. Bsp.: Durch doofe unbedachte Aussagen gibst du bei der Polizei zu das du vor Jahren mal Amphetamine konsumiert hast. --> Weiterleitung an die Fsst, Entzug der Fahrerlaubnis

    Deswegen auch hier die Anmerkung "ausgenommen Cannabis". Hier sieht der Gesetzgeber gelegentlichen Konsum nicht als Grund einem die Fähigkeit zum fahren zu entziehen sofern zwischen Konsum und Straßenverkehr getrennt wird.
    Die Einnahme von Btmg durch ärztliche Verordnung hingegen ist hier was anderes. Ansonsten müsste so ziemlich jeder der einmal eine Operation erhalten hat seinen Führerschein abgeben sofern die Fsst davon erfährt, denn er hat ja bereits Drogen konsumiert was die Fahreignung ausschließt.



    Hast du dir die von mir weiter oben aufgeführten Paragraphen angesehen?
    § 24a StVG (2)

    Wenn also keine Ordnungswidrigkeit vorliegt beim Fahren unter diesen Substanzen sofern vom Arzt verordnet, so können diese ja auch nicht grundsätzlich die Fahreignung ausschließen.

    Wie oben erwähnt ist MPH nicht in der entsprechenden Anlage zu §24a aufgeführt. Als Beispiel das es somit NICHT illegal ist unter dessen Wirkung Auto zu fahren ist der Fall mit dem Methamphetaminkonsumenten

    Quelle: Keine Drogenfahrt trotz Nachweis von Methamphetamin


    Alles in allem liegt diese gesamte Geschichte wohl im Ermessensspielraum der allmächtigen Fsst.

    Desweiteren noch einen Auszug, allerdings schon aus dem Jahr 2005:

    Bundesärztekammer schreibt:
    6.17 Kann man mit diesen Medikamenten den Führerschein erwerben bzw. Auto fahren?


    [QUOTE=Bundesärztekammer]
    Frage 46
    Bundesärztekammer schreibt:
    Hierzu gibt es in Deutschland noch keine verbindliche gesetzliche Regelung. Wissenschaftlich Untersuchungen haben aber gezeigt, dass Patienten mit ADHS unter der Gabe von Methylphenidat ein deutlich besseres Fahrverhalten aufweisen. Von daher sollte bei entsprechender ärztlicher Begleitung und dem Mitführen einer entsprechenden ärztlichen Bescheinigung kein Hindernis bei dem Erwerb des Führerscheins und beim Führen eines Kraftfahrzeuges bestehen.
    Quelle: http://www.bundesaerztekammer.de/pag...47.3161.3162#6



    Rein Praktisch gesehen muss man wohl ein Gutachten erstellen lassen, was die Diagnose enthält, konkret Stellung zur Fahreignung nimmt und Aussagen zur Medikation enthält.
    Den ganzen Wisch muss man dann eben zur Führerscheinstelle senden und hoffen das diese eine positive Entscheidung trifft.

    Diese Info habe ich auf der Website einer Fahrschule gefunden, Quelle: TEAM-Fahrschule Hamburg :: Ausbildung

    Im Internet fand ich einen Forenbeitrag wo jemand berichtete beim Antrag seines Führerscheins genau die Diagnose inkl Gutachten vom eigenen Arzt eingesendet haben, und die Fsst das so akzeptiert hat. Das Gutachten vermerkte sogar das eine Umstellung von MPH auf Amphetamin in Planung sei. Die Fsst hatte damit kein Problem!

    Dagegen habe ich allerdings einen Zeitungsartikel gefunden wo ein jugendlicher plötzlich vor dem Erwerb des Führerscheins eine MPU ablegen sollte. Hier war allerdings nur erwähnt das der Junge die Krankheit angegeben hatte, nicht aber ob ein Gutachten oder ähnliches beigefügt worden ist.
    Wegen Ritalineinnahme zum &bdquo;Idiotentest&ldquo; / &Uuml;bersicht / Der Norden / Nachrichten - HAZ - Hannoversche Allgemeine


    Ich kriege hoffentlich nächste Woche einen Termin bei dem mir empfohlenen Anwalt und bin dann hoffentlich schlauer.

    Werde dann auch weitere Infos hier reinstellen.

    @ Wintertag:

    Genau das habe ich auch schon gelesen. Aber das ist mir ehrlich gesagt zu unsicher.
    Erst recht so ein Rezept dem falschen Polizisten zu zeigen. Sind aber Meldepflichtig gegenüber der Fsst nach §2 Abs 12 der StVG (Quelle:http://www.dvr.de/drogen/stvg_p2_a12.htm)

    So, nun kommst du also in die Kontrolle, zeigst dein Rezept vor. Dooferweise sagst du dem Polizist noch das es wegen deinem ADHS ist. Übereifrig wie er ist meldet er das nun. Nun kriegst du wenn du Pech hast plötzlich nach 6-12 Monaten Post.


    Und genau so etwas will ich vermeiden.

    Viele hier sind älter, bei denen ist das eh weniger Problematisch. Mein Vater ist mitte 60, der wurde seit über 20 Jahren nichtmal angehalten. Ist man aber jünger kommt es schneller mal zu einer Kontrolle und erst recht zu dem Versuch einen Drogentest durchzuführen.

    Ich denke sowieso das auf MPH eh nicht getestet wird im allgemeinen Bluttest. Das wäre viel zu teuer, denn dann wären Unmengen an Substanzen abzudecken. Anders sieht es natürlich ggf. aus wenn man so einen Schnelltest mitmacht der mit ein bischen Pech auf Amphetamin anschlägt. Da wäre es vielleicht möglich das sie dann anfangen genauer zu suchen. Könnte es mir zumindest vorstellen.

    Grundsätzlich würde ich der Polizei gegenüber NIEMALS irgendein Rezept vorzeigen, Angaben zum ADHS machen oder sonstiges.

    Auch diese ganzen Tests die sie mit einem machen, das ist alles freiwillig (vergessen die einem mit Absicht aber fast immer zu sagen) und wird im Endeffekt alles gegen euch verwendet!

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen. Die sehen sowieso was sie sehen wollen! Hatte das vor Jahren mal. Laut Polizei aufällige Pupillenreaktion, Gleichgewichtstest aufällig und haste nicht gesehen. Dooferweise dem Urintest zugestimmt, ein Tage vorher gekifft gehabt.
    Jedenfalls hatten sie dann Ihren Grund mich mitzunehmen. Der Arzt der daraufhin die Blutentnahme durchführte fragte mich ob ich selbige Tests nocheinmal durchführen wollen würde. Bei ihm Bestand ich diese dann komplett OHNE Einschränkungen. Auch in der Blutuntersuchung wurde nichts mehr festgestellt. Es erfolgte weder ein ärztliches Gutachten noch eine MPU

    Ich kann jedem nur Anraten bei Kontrollen mit der Polizei einfach gar nicht zu kooperieren. Immerhin ermitteln sie gerade gegen einen selbst.
    Empfehlenswert ist es Verbandskasten usw unter dem Fahrersitz zu haben. Somit muss man auch nicht mehr aus dem Auto ausssteigen! Mehr als Führerschein und Fahrzeugpapiere muss man denen sowieso nicht vorzeigen!
    Geändert von Verpeilt89 (28.02.2015 um 01:42 Uhr)

  7. #7
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Verpeilt89 schreibt:
    Der von dir angegebene Absatz der FEV bezieht sich in dieser Hinsicht darauf, dass bei vorliegenden Drogenkonsum von einer SUCHT auszugehen ist.
    Falsch - in dieser Einzelnorm, namentlich "Anlage 4 (zu den §§ 11, 13 und 14) Eignung und bedingte Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen", geht es um
    häufiger vorkommende Erkrankungen und Mängel, die die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen längere Zeit beeinträchtigen oder aufheben können. Nicht aufgenommen sind Erkrankungen, die seltener vorkommen oder nur kurzzeitig andauern (z. B. grippale Infekte, akute infektiöse Magen-/Darmstörungen, Migräne, Heuschnupfen, Asthma).
    Die dort zu findende tabellarische Aufstellung geht nach
    Krankheiten, Mängel Eignung oder
    bedingte Eignung
    Beschränkungen/Auflagen
    bei bedingter Eignung
    Klassen A, A1, A2
    B, BE, AM, L, T
    Klassen C, C1,
    CE, C1E, D, D1,
    DE, D1E, FzF
    Klassen A, A1, A2
    B, BE, AM, L, T
    Klassen C, C1,
    CE, C1E, D, D1,
    DE, D1E, FzF

    Dort heißt es zwar in den Vorbemerkungen
    Die nachstehend vorgenommenen Bewertungen gelten für den Regelfall. Kompensationen durch besondere menschliche Veranlagung, durch Gewöhnung, durch besondere Einstellung oder durch besondere Verhaltenssteuerungen und -umstellungen sind möglich. Ergeben sich im Einzelfall in dieser Hinsicht Zweifel, kann eine medizinisch-psychologische Begutachtung angezeigt sein.
    Sollte im Einzelfall eine bedingte Eignung feststellbar sein, wird unter "Beschränkungen/Auflagen bei bedingter Eignung" aufgeführt, welche Maßnahmen ergreifbar sind.

    Unter Punkt 9 geht es dann um den Fall der Einnahme von Medikamenten gemäß BTM
    9. Betäubungsmittel, andere psychoaktiv wirkende Stoffe und Arzneimittel
    9.1 Einnahme von Betäubungsmitteln im Sinne des
    Betäubungsmittelgesetzes (...)
    nein nein

    Das bedeutet: MPH ist ein Medikament/Betäubungsmittel im Sinnes des Betäubungsmittelgesetzes und unter der Einnahme ist weder eine Eignung noch eine bedingte Eignung ausstellbar. Und da auch keine bedingte Eignung anerkannt ist, ist es auch nicht möglich, diese über eine Auflage/ein individuelles Gutachten zu erreichen.

    Das Thema Cannabis werde ich jetzt garantiert nicht aufgreifen!!!!
    Geändert von habitbreaker (28.02.2015 um 11:59 Uhr)

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 24

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Wenn man sich das ganze so auslegt wie du es schreibst, dann müsste JEDER Adhsler der MPH bekommt sowie JEDER Schmerzpatient seinen Führerschein abgeben, selbst wenn er gar nicht mehr autofährt.

    Also sorry, ich schätze unsere Gesetze hier bzgl. Führerschein usw in diesem Land teils als ziemlich bescheuert ein, aber so durch ist es hier nun doch noch nicht!


    Ließ dir bitte nochmal 9.6. durch...


    Wie schon Wintertag geschrieben hat.

    Es kann ja nicht sein, das durchgehend alle Ärzte uns anlügen und keine Ahnung haben?


    https://ausnahmemedizin.wordpress.co...-mpu-anordnen/


    Hier nochmal der Bezug wegen medizinisch verordneten Cannabis. In dem Bericht bezieht man auf den von mir weiter oben genannten Paragraphen Stellung und verweist darauf das dieser ja für Schmerzpatienten die Opioide bekommen ursprünglich geändert worden ist!!!


    Mir geht es hier auch hauptsächlich darum zu klären wie sich das alles bei ärztlicher Verordnung von DL oder Dexamphetamin darstellt.
    Um die Einnahme von MPH mache ich mir weniger Sorgen. Wenn man nix angibt tests verweigert usw sollte das sowieso keiner mitkriegen!

    Ich habe nämlich angeboten bekommen das ich auf Elvanse umgestellt werden kann. Dieses wird eben im Magen zu Dexamphetamin verstoffwechselt.
    Geändert von Verpeilt89 (28.02.2015 um 12:31 Uhr)

  9. #9
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Verpeilt89 schreibt:
    Wenn man sich das ganze so auslegt wie du es schreibst, dann müsste JEDER Adhsler der MPH bekommt sowie JEDER Schmerzpatient seinen Führerschein abgeben, selbst wenn er gar nicht mehr autofährt.
    Jupp ... müsste/hätte/hättehättefahrradkette ... ich habe mich blos sachlich zur Faktenlage geäußert.

    Über meine Meinung zu Sinn und Unsinn dieser Rechtslage habe ich ja kein Wort verloren ...

  10. #10
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Verpeilt89 schreibt:

    Es kann ja nicht sein, das durchgehend alle Ärzte uns anlügen und keine Ahnung haben?
    Ich bin mir sehr sehr sehr sehr und nochmal sehr sicher, dass die allerallerwenigstens Ärzte Ahnung vom Strafgesetz/BTM haben, wenn es sie nicht direkt selber bzw ihr Handeln betrifft.

    Mein Doc hat jedenfalls klar gesagt, dass er mir nicht sagen kann, ob ich damit Auto fahren darf - er würde mir aber jederzeit eine positive schriftliche Stellungnahme bez seiner individuellen, mich betreffenden Einschätzung geben. Aber inwiefern das dann helfen würde, kann er nicht gesichert sagen ...


    P.S. Meine persönliche Bitte: lass die leidige Diskussion bez Cannabis hier raus - das ist zweckfrei, wird erfahrungsgemäß ein Selbstläufer und früher oder später ist auch dieser Thread hier dicht ... *seufz

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