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Diskutiere im Thema AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 999

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    @Habitbreaker:
    Also mit meinem diagnostizierenden Arzt habe ich eigentlich eher die gegenteilige Erfahrung. Der macht nämlich nebenbei auch MPUs.
    Und bei ihm hatte ich zu Beginn meiner ersten Medikation auch das erste Mal die Aussage gehört, daß das MPH eher meine verkehrstauglichkeit steigere, als sie denn zu beeinträchtigen.
    Schließlich erhöhte es ja meine Aufmerksamkeit und mein Konzentrationsvermögen.
    Auch hatte er mir extra für den Straßenverkehr ein Schriftstück mitgegeben, um mir die rechtliche Absicherung zu geben, falls die Polizei wegen des Medikaments Ärger machen sollte.
    Das hielt dann auch tatsächlich in der Praxis stand.

    Daher kann ich mich Deiner Aussage nicht anschließen, die Ärzte hätten von Strafgesetz und Betäubungsmitteln keine Ahnung.

  2. #12
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.532

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Sowohl bei Medikation mit Methylphenidat als auch bei Medikation mit Amphetamin darf man ein Kfz führen. Die jeweiligen Gesetze hast wurden im Eingangsposting bereits erwähnt. Im Paragraph 24a StVG steht eindeutig, dass keine Ordnungswidrigkeit vorliegt, wenn Methylphenidat oder Amphetamin als Medikament eingenommen wurde.

    In Paragraph 14 FeV steht, dass man zur MPU muss, wenn aufgrund einer Medikation Zweifel an der Fahrtauglichkeit bestehen.

    Daher ist es wichtig, stets beweisen zu können, dass man die genannten Betäubungsmittel als Medikament eingenommen hat. Eine Kopie des Rezepts oder ein BtM-Ausweis sollten da ausreichen. Einen BtM-Ausweis habe ich immer dabei. Natürlich liegt es im Ermessen des jeweiligen Polizisten, ob er den Ausweis oder das Rezept als Beweis akzeptiert. In der Regel dürfte es diesbezüglich keine Probleme geben.

    Und: weder Methylphenidat noch Amphetamin sind Drogen. Es sind Medikamente. Natürlich muss man zur MPU, wenn man under Drogeneinfluss Auto gefahren ist und dabei erwischt wurde. In unserem Fall liegt aber kein Drogeneinfluss vor.

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    Geändert von Steintor (28.02.2015 um 12:40 Uhr)

  3. #13
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.471

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    hm, habe halt die gegenteilige Erfahrung - und wie gesagt: zu meiner persönlichen Meinung und Erfahrung bez Verkehrstauglichkeit habe ich ja nichts gesagt!
    Vielleicht kann sich ja auch mal ein beruflich Rechtskundiger in diesen Fred einklinken und für Klarheit sorgen ;-)

  4. #14
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.532

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Der angefügte Text belegt meine Aussage. Allerdings wurde er vor Zulassung von Amphetamin als Medikament verfasst.

    http://blog.beck.de/2011/10/30/mit-r...s-darf-man-das

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  5. #15
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.532

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Martin Winkler rät lediglich das Autofahren während der Einstellungsphase und während des Rebounds ab.

    http://web4health.info/de/answers/adhd-ritalin-car.htm

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  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 24

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Vielen Dank Bummel und Steintor. Dann habe ich soweit die Gesetzeslage also richtig interpretiert.

    Werde trotzdem nochmal versuchen Rücksprache mit einem Anwalt zu halten. Bestätigt dieser mir das nochmal werde ich es mal mit Elvanse probieren.

    Finde MPH ist von der Wirkung so Stumpf. Fühle mich total unnatürlich damit, gar nicht mehr ich selbst. Für die Arbeit und co. eigentlich gut, aber im zwischenmenschlichen Bereich irgendwie nicht so optimal.

  7. #17
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.471

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Steintor schreibt:
    Im Paragraph 24a StVG steht eindeutig, dass keine Ordnungswidrigkeit vorliegt, wenn Methylphenidat oder Amphetamin als Medikament eingenommen wurde.
    Nein, das steht da nicht - da steht:
    (2) Ordnungswidrig handelt, wer unter der Wirkung eines in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten berauschenden Mittels im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt. Eine solche Wirkung liegt vor, wenn eine in dieser Anlage genannte Substanz im Blut nachgewiesen wird. Satz 1 gilt nicht, wenn die Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt.
    In der Anlage geht es um BERAUSCHENDE MITTEL UND SUBSTANZEN
    Berauschende Mittel Substanzen
    Cannabis Tetrahydrocannabinol (THC)
    Heroin Morphin
    Morphin Morphin
    Cocain Cocain
    Cocain Benzoylecgonin
    Amfetamin Amfetamin
    Designer-Amfetamin Methylendioxyamfetamin (MDA)
    Designer-Amfetamin Methylendioxyethylamfetamin (MDE)
    Designer-Amfetamin Methylendioxymetamfetamin (MDMA)
    Metamfetamin Metamfetamin
    Methylphenidat ist KEIN BERAUSCHENDES MITTEL, sondern ein WIRKSTOFF IN MEDIKAMENTEN, welche unter das BETÄUBUNGSMITTELGESETZ FALLEN!

    Abgesehen davon regelt der Paragraf "§ 24 Verkehrsordnungswidrigkeit" und nicht die Frage a priori, ob jemand überhaupt eine Zulassung zum Straßenverkehr erhält, wie die Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr .

    So, und so verdreht, wie die Sache für unseren gesunden Menschenverstand ausschauen mag: in der Tat ist Cannabis die einzige Substanz, für die es im Rahmen der Wirkstoffe, die unter das BTM fallen, eine ausdrücklich Ausnahmeregelung gib ... zu finden unter
    Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (Fahrerlaubnis-Verordnung - FeV)
    § 14 Klärung von Eignungszweifeln im Hinblick auf Betäubungsmittel und Arzneimittel

    Die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens kann angeordnet werden, wenn gelegentliche Einnahme von Cannabis vorliegt und weitere Tatsachen Zweifel an der Eignung begründen.
    In der Folge heißt das:
    Weil Methylphenidathydrochlorid KEIN Rauschmittel ist und weil es stumpf als Medikament über das BTM geregelt wird ... usw usw usw

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 24

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Sorry Habitbreaker. Aber du kannst hier raussuchen was du willst!


    Ist nicht bös gemeint, aber ich interpretiere das anders, und wenn der Arzt von Bummel MPU Gutachten erstellt, sollte der es doch wohl besser wissen oder?

    Der immer wieder von dir angegebene Teil der Anlage 4 bezieht sich IMMER NOCH auf illegalen Drogenkonsum! Dieser schließt die Eignung am Straßenverkehr teilzunehmen nämlich grundsätzlich aus.

    Das habe ich auch weiter oben schon erläutert. Ich habe mich vor vielen Jahren mit dem Mist schonmal intensiv auseinandergesetzt, eben weil ich damals Schiss hatte wegen Cannabis meinen Führerschein zu verlieren.

  9. #19
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.532

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Ich habe mich falsch ausgedrückt. Meine Aussage bezüglich Paragraph 24a StVG bezog sich auf Amphetamin. Methylphenidat wird in diesem Gesetz gar nicht genannt. Also liegt keine Ordnungswidrigkeit bei Einnahme von Methylphenidat vor.

    Bei Einnahme von Methylphenidat-Präparaten muss man sich also nicht sorgen, den Führerschein zu verlieren. Das Problem ist hier der Schmiertest, der positiv ausfallen würde.

    Dass Methylphenidat ein Medikament ist, ist klar. Bei der Eingangs gestellten Frage geht es darum, wie es der Gesetzesgeber sieht. Im StVG gibt es die Anlage mit den Substanzen, die nicht im Körper nachgewiesen werden dürfen, ohne Konsequenzen hinsichtlich der Fahrerlaubnis zu erfahren. Dummerweise wird von berauschenden Mitteln gesprochen. Ich nehme an, dass dieser Text schon sehr alt ist. Es besteht auch kein Querverweis zum BtMG. Daher gilt die Anlage des StVGs.

    Nun die Frage, ob man überhaupt den Führerschein machen darf. Bei Methylphenidat-Medikation sehe ich da kein Problem, weil dieser Wirkstoff nicht im Gesetz erwähnt wird. Ich denke bei Amphetamin müsste man einen Eignungstest machen, den übrigens jeder Brillenträger machen muss. Ich recherchiere mal (mit dem Handy geht das so blöd).

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    Geändert von Steintor (28.02.2015 um 13:42 Uhr)

  10. #20
    Muh!

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    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.532

    AW: AD(H)S, Stimulantien und der Führerschein

    Auch bei Amphetamin-Medikation sehe ich kein Problem. Im Paragraph 14 FeV steht:

    Einnahme von Betäubungsmitteln im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes oder .
    [...] missbräuchliche Einnahme von psychoaktiv wirkenden Arzneimitteln oder anderen psychoaktiv wirkenden Stoffen
    Das heißt, dass man nach Konsum der in BtMG, Anlagen I und II, genannten Substanzen die Fahrerlaubnis nicht erhält (in diesem steht, Methylphenidat und Amphetamin sind verschreibungsfähig). Der zweite Teilsatz hebt die Medikamente hervor und verbietet einen Medikament-Missbrauch. Im dritten Teilsatz werden sogar Substanzen verboten, die nicht im BtMG stehen. Das können Kaffee oder Nikotin sein (in Norwegen ist sogar Nikotin am Steuer verboten).

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    Geändert von Steintor (28.02.2015 um 17:47 Uhr)

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