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Diskutiere im Thema Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien

    Also ich möchte abnehmen, genauer mein Körperfettanteil jetzt vor dem Sommer reduzieren. In der Vergangenheit habe ich das erfolgreich mit einer kohlenhydratarmen Diät bei gleichzeitigem hohen Eiweisanteil in der Ernährung und Kraftsport geschafft.

    Das will ich jetzt wieder so machen. Es gibt da nur ein Problem: irgendwie scheinen Stimulanzien, wenn ich nur sehr wenig bis gar keine Kohlenhydrate mehr esse nur noch sehr schlecht bis gar nicht zu funktionieren. Dieses Problem hatte ich schon einmal. Damals hatte ich die Stimulanzien für die Diätphase einfach abgesetzt, da ich sie nicht weiter gebraucht habe.

    Jetzt muss ich aber täglich mehrere Stunden für Prüfungen lernen und da kann ich die Stimulanzien nicht so einfach weglasse.

    Wenn ich nicht genug Kohlenhydrate esse und Stimulanzien nehme, dann kriege ich entweder Kopfschmerzen, fühle ich mich müde oder mir ist ganz kalt und ich bin ein wenig unruhig oder fühle mich diffus unwohl, kann mich nicht konzentrieren, hab keine Motivation. Meistens ist es irgendein so ein Mischmasch aus all diesen Symptomen. So bald ich ein wenig was esse, sagen wir eine halbe Brezel, ist alles wieder okay. Ich spüre regelrecht wie die Energie in meinen Kopf geht.

    Ich hab die Hoffnung, dass sich nach einer Umstellungsphase von 2-3 Tagen das Problem vielleicht von selbst erledigt und ich trotz KH-armer Diät eine Stimulanzienwirkung habe aber die habe ich bisher nicht durchgehalten. Aktuell wache ich sogar in der Nacht auf und stopfe mir eine kleine Portion Flakes rein ...

    Die Stimulanzien ganz absetzen hatte ich auch schon als Plan aber da gibt es ein Problem: ich hab eine fürchterlich komplizierte und leider schwer ausgeprägte Neuroerkrankung. Durch die Stimulanzien haben sich die Symptome erheblich gebessert und eine geringe Dosis Amfetamin ermöglicht es erst, dass ich andere Medikamente, die ich zwingend zum Schlafen brauche vertrage. Also mal eben so absetzen ist nicht drin und wenn ich jetzt zu meinen Ärzten renne und nur wegen bisschen abnehmen ein Medikamentenplan umwerfen möchte, mit dem ich endlich leistungsfähig bin und es mir offensichtlich gut geht ... nein, die schmeißen mich gleich wieder, zusammen mit ein paar Rezepten wieder aus der Sprechstunde.

    So 3-4 Tage kacke fühlen könnte ich ja akzeptieren, wenn ich dann die Sicherheit hätte, dass Amfetamin doch zumindest so halbwegs wirkt.

    Der Blutzucker scheint wohl tatsächlich ein gewisser Faktor für die Qualität der Wirkung von Stimulanzien zu sein. Kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als Jugendlicher mit Süßigkeiten die Wirkung von Methylphenidat nochmal so um eine Stunde verlängern konnte. Gibt dazu ja auch einiges an Quellen im Internet, die über ähnliche Effekte schreiben.

    Mich wunder es nur ein wenig, dass auch bei Amfetamin dieser Effekt so deutlich ist.

    Ich denke mir das so zusammen: grundsätzlich muss man keine Kohlenhydrate essen. Der Körper kann aus Eiweiß über die Gluconeogenese selbst alle Kohlenhydrate herstellen, die für den Stoffwechsel notwendig sind. Die Zellen im Körper können auch ganz gut ohne Kohlenhydrate auskommen. Sie ziehen diese zwar den Fettsäuren vor aber nach einer Umstellungsphase von 1-3 Tagen geht es auch wunderbar ohne Kohlenhydrate. Jetzt ist aber besonders unser Gehirn, also die Nervenzellen, auf Kohlenhydrate angewiesen. Ohne geht es nicht. Und der Prozess aus Eiweiß Kohlenhydrate zu machen ist energieaufwändig. Der Körper macht das nur, wenn er das unbedingt machen muss. Als Resultat ist der Blutzuckerspiegel auch immer relativ niedrig und ein akuter höherer Bedarf an Kohlenhydraten kann nicht mal eben so befriedigt werden. Das dauert eben und die Rate in der KH hergestellt werden können ist limitiert. Die Einnahme von Amfetamin erzeugt dann wohl in den Nervenzellen einen gewissen Bedarf an Kohlenhydraten, der über die Gluconeogenese nicht befriedigt werden kann. Konsequenz: man fühlt sich kacke.

    Bevor ich mich da nun selber durchquäle: hat denn jemand schon mal eine Kohlenhydrat arme Diät durchgeführt und gleichzeitig Stimulanzien eingenommen?

    Früher hatte ich in solchen Phasen maximal 30 g KH pro Tag konsumiert. Das würde ich gerne wieder erreichen aber vielleicht ist das bei gleichzeitiger Einnahme von Stimulanzien auch utopisch. Dann würde ich eine andere Diät versuchen. Es war halt nur immer so: mit wenig KH habe ich mich in einer Diät ganz gut gefühlt, ich fühlte mich klar im Kopf und durch den stabilen Blutzucker und den hohen Eiweißanteil in der Ernährung hatte ich auch nie Hunger.

    In den letzten Wochen habe ich es mit allgemeiner Kalorienrestriktion versucht und das klappt bei mir nicht gut, so lange ich so viele KH in der Ernährung habe.

    Würde mich über jeden Erfahrungswert freuen.

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien

    Hallo nyx,mir wuerde es sehr schlecht gehen mit 30g khd! Egal was mit dem koerperfettanteil ist! Ich bewege mich allerdings auch viel.meine Erfahrung:gleich viel Eiweiß,komplexe khd.u.fett zu jeder Mahlzeit,so habe ich keine Beschwerden,Medikament wirkt u.koerperfettanteil bleibt niedrig. Ich halte gar nichts von irgendwelchen quaelereien und verzicht.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien

    Ich glaube nicht, dass das funktioniert. Ich habe schon öfters gelesen, dass die Medikamentenwirkung auch davon abhängen soll, ob man ausreichend Energie bereitstellt.
    Da würde ich lieber versuchen gegen abend keine KHs mehr zu essen, dafür aber morgens komplexe KHs.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien

    also habe grad meinen Hersteller von Medikinet (MEDICE) angerufen und der (Arzt) meinte es wäre gar kein Problem KH reduziert oder/und ketogen zu machen!
    Man sollte nur "feste" Nahrung zu sich nehmen, also zb nicht nur einen Joghurt oder ähnliches. aber einen Zusammenhang zu KH gibt es nicht.

    habe nämlich dasselbe Problem körperlicher Art^^

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien

    Ich habe für dein Problem keine Lösung, frage mich aber ob eine kohlenhydratarme Diät langfristig überhaupt etwas bringt. Wenn du schreibst, in der Vergangenheit habest du schon Erfahrungen damit gemacht, weist das ja darauf hin dass die Gewichtsabnahme nicht von Dauer war. Was hast du dann davon?

    Guck doch lieber, dein Gewicht langfristig zu reduzieren bzw. erst mal zu halten und zwar mit möglichst wertvollen Kohlehydraten, also Vollkorngetreide, Gemüse und Hülsenfrüchten. Kohlenhydrate reduzieren macht ja auch unzufrieden.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 136

    AW: Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien

    Ich mache seit Dezember eine Ernährungsumstellung alla "Ducan". Keine Kohlenhydrate und Fett. Ich bin gut drauf und Attentin wirkt genauso. Hab jetzt 9kg abgenommen.
    Gehe 2 Stunden mit den Hunden spazieren, Kraftsport würde ich wohl nicht schaffen... :-)

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien

    Der Körper stellt bei einem Mangel an KH Ketonkörper her, die deren Aufgaben übernehmen. D.h. sobald du in der Ketose bist, hat sich dein Körper daran gewöhnt seine Energie aus den Ketonkörpern zu holen und du lebst genauso weiter wie mit einer KH-belasteten Ernährungsweise (das war jetzt mal alles ziemlich vereinfacht).
    Die Annahme keine KH zu essen, hieße gleichzeitig keine Energie zu haben, ist grundlegend falsch, da KH zwar die ''einfachsten'' bzw. schnelleren Energielieferanten sind, der menschliche Körper jedoch genauso gut selbst durch Umwandlung dies ersetzen kann.
    Eine extreme Schwäche, Müdigkeit etc. bei KH-armer Ernährung würde ich eher als ''Entzugserscheinungen'' sehen, die mit der Zeit verfliegen sollten.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien

    Hallo

    eine kohlenhydratarme Diät bringt sehr viel und ist auch nicht so ungesund wie viele behaupten.
    30g finde ich sehr wenig.
    Als ich von einiger Zeit 10 kg abnehmen wollte habe ich 45 g je Tag gegessen. Ich habe für die 10 kg gute 6 Wochen gebraucht und dann langsam den Kohlehydratanteil auf ca. 12o g je Tag erhöht.

    Mit 45 g hatte ich keine Probleme mit dem MPH

    bis dann Elwirrwarr

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien

    um nochmal drauf zurück zu kommen:

    ich bin sehr schwer Diät/Ernährungsumstellung/whatever geschädigt (habe ALLES ausprobiert ... glaubt mir) und kann nur sagen ketogene Diät ist das BESTE was mir je passiert ist bzw ich ausprobiert habe.

    Perfekte Blutwerte, 35kg abgenommen, und viele KCAL

    nie mehr Hungerkuren.. bye bye low fat



    zu KH: es gibt keine Wertvollen !

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Kohlenhydratarme Diät und Stimulanzien

    Verstehe das nicht so ganz,das es so unterschiedlich von Mensch zu Mensch ist,mein koerper braucht khd.in ziemlichen mengen .und ich bin trotzdem in der nähe zum untergewicht.liegt wahrscheinlich echt an unseren unterschiedlichen stoffwechsel.

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