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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 2

    Frage Medikinet retard Neurotoxisch?

    TL;DR: Habe bedenken das 6 jährige Medikinet retard einnahme mein Gehirn geschädigt hat.

    Hallo liebes ADHS-Forum,
    Ich habe mich hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.

    Ich durchlebe gerade eine ziehmlich schwere Phase in der ich einfach nicht weiß was mit mir los ist.
    Es könnte eine schwere Depression sein, aber um genaueres Abzuklären hat mich mein Arzt an einen Neurologen weitergegeben.

    Seit Anfang Dezember 2014 habe ich immer mehr das Gefühl jeden Tag dümmer zu werden.
    Ich habe große kognitive Probleme und mir fällt es sehr schwer zu glauben das diese ein Teil der Depression sind.

    Mitlerweile sind diese kognitiven Probleme, dieses Gefühl immer dümmer zu werden, so schlimm, das ich schon mit dem Gedanken spiele mich in eine Psychatrie einzuweisen denn sie fressen mich komplett auf. Ich habe seit einem Monat extreme Paranoia das alles, was irgendwie Chemisch ist (Mir ist klar, dass ALLES auf der Welt sich aus der chemie zusammensetzt, gemeint ist hier chemisch im Sinne von Unnatürlich, im Labor entstanden) mein Gehirn noch mehr kaputt macht.

    Das ist richtig schlimm geworden diese Paranoia, so schlimm sogar, das ich den Giftnotruf gerufen habe als ich ein ganz kleines bisschen Flüssigkleber mit der Nahrung aufgenommen hab (also wirklich nur ein ganz kleines Bisschen, habe was geklebt, mir danach die Hände nicht richtig gewaschen und danach Pommes mit den Fingern gegessen).

    Jetzt schiebe ich jedoch enorme Paranoia, das das Medikinet mein Gehirn föhrmlich zerstört hat.
    Wie es zu dieser Paranoia wegen dem Medikinet gekommen ist ist eine zu lange Geschichte um sie hier zu erklären.

    Im Grunde läuft es darauf hinaus das ich gelesen habe, das Medikinet neurotoxisch ist und das geht mir nicht mehr aus dem Kopf und macht mich wahnsinnig.

    Ich nehme schon seit 6 Jahren (also seit ich 12 bin) Medikinet ein in unterschiedlichen Dosen (natürlich vom Arzt verordnet)

    Angefangen hat meine Medikation mit 5 mg unretardiertem Medikinet nach der Diagnose durch eine Psychologin.
    Auf raten meines Kinderarztes wurde mit der Zeit auch die Dosis erhöht.
    Dies ging dann so lange, bis ich auf meiner "Höchstdosis" war welche sich zusammensetzte aus 40mg Medikinet retard Morgens + 20mg Medikinet retard Mittags.
    Das könnte vielleicht einigen ungewöhnlich erscheinen und dies tut es im nachhinein mir auch aber es war keine eigenmedikation sondern vom Arzt festgelegt. Diese Dosis nahm ich über 2 Jahre hinweg ein, jedoch wurde sie mir nach einiger Zeit zu viel weil ich viel Abgenommen hatte (von 110kg auf 80kg runter) weshalb mein Arzt mir 20mg Medikinet retard Morgens + 20mg Medikinet retard Mittags verordnet hat.

    Jedoch habe ich jetzt bedenken:
    Habe ich damit meinem Gehirn schaden zugefügt?

    Diese bedenken kommen daher, das mir im nachhinein 60mg als eine hohe Dosis erscheinen und dadurch, das ich 2 mal am Tag ein retardiertes Medikament zu mir genommen habe.
    Kann es sein, das wenn ich meine 2.Tablette wie gewohnt um 14 Uhr kurz vor der Mittagsschule nehme, ich am nächsten Tag noch einen signifikanten Rest vom vortag übrig habe und dann bei der einnahme der 1.Tablette um 6:30 Uhr Morgens dann anstelle 20mg z.B. 23mg im Blut habe?

    Ist Medikinet ansich Neurotoxisch? Macht es also Gehirnzellen kaputt?
    Habe ich mein Gehirn durch die einnahme von 2 Retardtabletten kaputt gemacht?

    Bitte liebes ADHS-Forum, helft mir weiter.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Koran

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Medikinet retard Neurotoxisch?

    Hallo Koran!

    koran schreibt:
    Ist Medikinet ansich Neurotoxisch? Macht es also Gehirnzellen kaputt?
    Habe ich mein Gehirn durch die einnahme von 2 Retardtabletten kaputt gemacht?
    Definitiv nicht. Methylphenidat schädigt den Körper überhaupt nicht. Es gibt zwar viele dumme Veröffentlichungen, die das behaupten, doch das sind Lügen. Methylphenidat wird seit Mitte der 40er Jahre verordnet. Somit ist Ritalin eines der ältesten Medikamente und verfügt über reichhaltige Infos aus Langzeitbehandlungen.

  3. #3
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Medikinet retard Neurotoxisch?

    Hallo Koran,

    du sprichst in deinem Text gleichzeitig eine ganze Reihe von Problemen und Ängsten an. Dazu wirkst du noch emotional aufgeladen und ängstlich. Ich will versuchen das etwas zu entwirren.

    Ich durchlebe gerade eine ziehmlich schwere Phase in der ich einfach nicht weiß was mit mir los ist.
    Es könnte eine schwere Depression sein, aber um genaueres Abzuklären hat mich mein Arzt an einen Neurologen weitergegeben.

    Seit Anfang Dezember 2014 habe ich immer mehr das Gefühl jeden Tag dümmer zu werden.
    Ich habe große kognitive Probleme und mir fällt es sehr schwer zu glauben das diese ein Teil der Depression sind.
    Kognitive Probleme in einer Depression, auch sehr schwere sind in einer Depression normal. Nicht jeder hat solche Probleme in einer Depression aber doch so viele Patienten haben dann solche Probleme, dass man sagen sie sind ein mögliches klassisches Symptom einer Depression.

    Ich finde aber du brauchst nicht einen Neurologen sondern einen Facharzt für Psychiatrie. Wer hat dir denn bisher das Methylphenidat verschrieben? Ein Allgemeinmediziner?

    Mitlerweile sind diese kognitiven Probleme, dieses Gefühl immer dümmer zu werden, so schlimm, das ich schon mit dem Gedanken spiele mich in eine Psychatrie einzuweisen denn sie fressen mich komplett auf. Ich habe seit einem Monat extreme Paranoia das alles, was irgendwie Chemisch ist (Mir ist klar, dass ALLES auf der Welt sich aus der chemie zusammensetzt, gemeint ist hier chemisch im Sinne von Unnatürlich, im Labor entstanden) mein Gehirn noch mehr kaputt macht.
    Was du hier beschreibst ist bedenklich. Du erzählst von einem erheblichen Leidensdruck, Gedanken, die dich auffressen. Mein Eindruck ist, dass du zeitnah professionelle Hilfe benötigen wirst. Es scheint so, als schlidderst du in einen Zustand hinein, den du als befremdlich empfindest, der dir Angst macht, den du bisher noch nicht kanntest und mit Gefühlen verbunden ist, die dich zutiefst verunsichern. Vor diesem Hintergrund scheint mir dein Gedanke, dich selbst in die Psychiatrie einzuweisen ein ganz vernünftiger zu sein bevor sich die Situation noch weiter zu spitzt.

    Du hast auch noch folgende Option: du kannst einfach ohne Termin zu einem Facharzt für Psychiatrie gehen und sagen, dass es sich um einen akuten Notfall handelt und diesem deine Paranoia und Ängste schildern.

    Leider haben ADHS-Patienten häufig noch zusätzliche andere psychische Erkrankungen, die sich dann im jungen Erwachsenenalter das erste mal so richtig zeigen. Das sind vor allem Depressionen, bipolare Störungen, Psychosen und Erkrankungen aus dem Schizophrenen Formenkreis sowie Angststörungen.

    Ich finde deine Paranoia hat erhebliche irrationale Züge. In dem Ausmaß wie du sie beschreibst ist das nicht mehr "normal". Allein schon deswegen würde ich zeitnah einen Psychiater aufsuchen und ihm diese Paranoia schildern. Er kann dir dann besser helfen als wir das hier über das Internet tun können. Wir können dir nicht in die Augen schauen, dich nicht körperlich untersuchen, beobachten wie du affektiv reagierst usw.

    Wie geht es dir denn sonst? Kannst du schlafen oder bist du chronisch angespannt und findest keine Ruhe? Hast du Menschen in deinem Umfeld (Familie, Freunde, ...) die über deine Ängste und Paranoia informiert sind und dich ggf. unterstützen können?

    Das Methylphenidat dein Gehirn geschädigt hat ist extrem unwahrscheinlich. Die Wirkungsweise dieses Medikaments ist sehr gut untersucht. Würde es da einen ernst zu nehmenden Verdacht geben, so wäre es sicher nicht erlaubt das Medikament bereits an Kinder ab 6 Jahren zu verordnen.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Medikinet retard Neurotoxisch?

    Du sprichst mir aus dem Herzen Nyx.

    Ich habe meine Ängste und Probleme meinen Eltern anvertraut, die nehmen die jedoch nicht ernst.

    Momentan verschreibt mir ein neuer Arzt, ein Allgemeinmediziner, das Medikinet, dies jedoch erst seit 2 Monaten da ich meinen Arzt wechseln musste.
    Vorher hat mein Kinderarzt, welcher sehr kompetent ist und dem ich sehr vertraue das Medikament verschrieben.

    Als ich noch bei meinem Kinderarzt war war ich ebenfalls auf sein raten hin bei einer Kinderpsychologin in behandlung, jedoch hat das aufgrund der langen Wartezeiten für Termine und ihrem Desinteresse nicht viel gebracht.

    Ich habe meine Probleme meinem neuen Arzt geschildert doch der meinte, er hätte davon nicht viel ahnung und sagte einfach das könnte eine Nebenwirkung des Medikinets sein. Ihm vertraue ich nicht wirklich da er mir zu kalt und nachlässig, wenn nicht gar fahrlässig ist. Es gab da mal einen Vorfall bei welchem er mir Medikinet ohne retard 20mg verschrieben hat statt Medikinet retard 20mg, was so nicht abgesprochen und ein fehler war, welcher in einem enormen Tohu wabohu wegen der Rückgabe und des Umtausches des Medikaments geendet ist. Letzenendes hat er mich sogar noch deswegen angeschnautzt, weil ich die Anweisungen der Apothekerin, welche sagte, ich sollte das Medikament ihm zurück bringen, befolgt hatte.

    Bei dem Verunsichert sein und dem Angst haben hast du voll ins schwarze getroffen.

    Bevor das ganze anfing sprach ich 3 Sprachen fließend (Bilingual aufgewachsen), war der Kursbeste in Mathe, war ein allgemein sehr lebensfroher und glücklicher Mensch, jetzt habe ich sogar Probleme 1 Sprache fließend zu sprechen, Mathe kann ich momentan komplett vergessen, ich habe selbst probleme einfache logische Beziehungen zu verstehen und Lebensfreude ist ein ferner Begriff momentan.

    Dein Post hat mich jedoch etwas aufgeheitert und mir hoffnung gegeben, das doch noch alles gut wird.
    Vielen Dank

  5. #5
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Medikinet retard Neurotoxisch?

    Ich hab hier diesen Test für dich gefunden:

    Checkliste: ZI Mannheim

    Es ist ein Screening-Test, eine Diagnose resultiert daraus nicht.

    Die Verunsicherung die du erlebst ist das Resultat einer sich veränderten Wahrnehmung. Was du beschreibst sind formale Denkstörungen: http://flexikon.doccheck.com/de/Form...nkst%C3%B6rung

    Dir wird es wieder besser gehen, wenn die zugrunde liegende psychiatrische Problematik adäquat behandelt wird.

    Ich kann dir nur nochmal empfehlen dich zeitnah an einen Facharzt für Psychiatrie zu wenden.

    Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen befürchte ich, dass du dich aktuell in der Prodromalphase einer Psychose findest. D.h. nicht, dass du definitiv psychotisch werden wirst und die Symptome nicht auch noch anders erklärt werden können aber es gibt da doch ein ganz charakteristisches Muster.

    Vielleicht hilft dir auch das weiter:

    Beginn und Frühverlauf der Schizophrenie - Wikipedia

    (Es gibt zahlreiche Erkrankungen, bei der es zu einer Psychose kommen kann, bei der Schizophrenie ist diese Prodromalphase aber am besten untersucht. Ich führe diesen Link exemplarisch zum Verständnis an und weil ich hoffe, dass du dadurch besser deinen Zustand einschätzen kannst.)

  6. #6
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Medikinet retard Neurotoxisch?

    Hallo koran,

    je nach Schweregrad kann eine Depression dich so lahm legen, dass du, etwas überzeichnet, noch nicht mal deinen Namen sagen kannst.
    Das Hirn sagt:"Nö, ich will nicht mehr - Motorrrr stop, wir gehen jetzt direkt auf Start, wir begeben uns direkt dorthin und wir ziehen keine 4000 Mark".

    Dazu, dass es dir eh schon schlecht geht, wirst du derzeit völlig falsch medizinisch ... hm, betreut kann man da ja gar nicht sagen ... und sogar stellen sich für dich haltlos dar!

    Eine Depression und null und nada und niemanden um sich haben, dem man sich anvertrauen kann, das wirkt sich natürlich zusätzlich negativ auf die Depression aus!!!

    m.E. gibt es nur einen Weg: so schnell es geht eine kompetente medizinische und therapeutische Betreuung aufbauen!!

    Ich drücke dir feste die Daumen, dass du sobald es geht ins Dickicht etwas Licht bekommst!

    Liebe Grüße,
    habit

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