Also, um eines gleich voraus zu schicken: Ich habe nix gegen die Einnahme von Medikamenten jeglicher Art, Form, Farbe und Größe. Na gut. Letzteres können wir streichen. Weil da sind ja quasi natürlichen Grenzen gesetzt.

Aber ich stelle jetzt trotzdem die Frage danach, wie das andere machen oder was andere ggf. dazu für eine Meinung haben.

Worum geht's? Eigentlich ist ja - wie immer bei mir - alles in Ordnung. Aber wenn ich mal einen Tag mein Medikinet nicht genommen habe (so wie heute), dann hat das Auswirkungen. Ich bummel rum, spiele mit dem Handy, suche Schraubenzieher, verquatsche mit redseligen Kollegen den Tag - der dann auch bald vorbei ist. Wenn nicht gerade irgendwas furchtbar interessantes dabei ist, dann wird's für mich schwierig.

Ich habe sehr lange kein Medikinet genommen und hatte auch keinen echten Vergleich. Und seit wenigen Jahren nehme ich es spontan. Ist nicht gut. Braucht mir keiner sagen. Weiß ich. Ich bin nicht blöd. Ich denke aber auch oft nicht dran. Und irgendwann am Nachmittag lautet die Losung ".... ja, jetzt ist es dann auch schon egal".

Eigentlich verleitet mich meine gegenwärtige Einstellung dazu, es künftig ganz weg zu lassen. Ich glaube nämlich, das mein Arbeitgeber und ich uns im Sommer eh trennen - einvernehmlich. Da braucht man dann jetzt auch nicht mehr einen auf "Mitarbeiter des Monats" machen.

Aber um mich nicht ganz ins Abseits zu stellen sei erwähnt: Trotz der Schluderei bekommen alle meine Kunden (Lieferant-Kunde-Prinzip kannst googlen) ihr Zeug pünktlich. Und wenn das mal nicht der Fall ist, dann ist das mal nicht der Fall. Schimpfen oder petzen tut da keiner.

Meine Frage wäre jetzt an die Medikamentenverweigerer, wie sie den Alltag so organisieren. Zu Hause ist es egal. Das geht keinen was an. Aber in der Firma schauts scheiße aus, wenn der ganze Tisch vollgepackt ist mit Zeugs.