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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    like a Hobo...

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 639

    wieso MPH bei Normalos

    Ich hab da mal ne Frage.

    Wir haben ADHS, einen gestörten Stoffwechsel der Botenstoffe im Gehirn.
    Wir bekommen z.B. MPH als Ausgleich für dieses Ungleichgewicht.

    Richtig soweit?

    Also haben normale Menschen, ohne ADHS ja einen gesunden Stoffwechsel mit Dopamin und Noradrenalin.
    SIe brauchen das MPH gar nicht, denn im Gehirn läuft alles rund.

    Auch richtig?

    Wieso gibt es dann Studenten und so, die sich illegal MPH besorgen, um damit eine Leistungssteigerung im Studium zu erreichen?
    Wie kann MPH zu einer Leistungssteigerung führen, wenn es im Gehirn gar nicht benötigt wird?
    Führt es bei gesunden Menschen überhaupt zu einer Leistungssteigerung beim Lernen, oder ist es nur eine Placebo-Wirkung?

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 115

    AW: wieso MPH bei Normalos

    also nach dem was ich weiß hat MPH auch die Wirkung, dass man wacher und aufmerksamer wird und weniger schlafen muss -> mehr Zeit zum lernen und eventuell bessere Testergebnisse
    oh und auch wenn es nicht im Gehirn benötigt wird heißt das nicht, dass es keine Wirkung zeigt ( welches Gehirn bruacht zum beispiel von Natur aus Nikotin oder Alkohol?)

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 38

    AW: wieso MPH bei Normalos

    Hmm. Dann könnten die ja auch paar Koffein tabletten nehmen.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: wieso MPH bei Normalos

    Stimulanzien machen halt wacher und leistungsfähiger. Auch das Fokussieren ist bei Normalos unter MPH stärker ausgeprägt. MPH regt den Sympathikus an, der ist sozusagen für das Überleben da (gewesen)/ er steigert die nach aussen gerichtete Handlungsbereitschaft. Es steigt die Atmung, der Herzschlag steigt, es wird mehr Sauerstoff ins Hirn transportiert, etc.....

    Dopamin- und Noradrenalininhibition gibt es ja auch in einem Antidepressivum, damit erübrigt sich eigentlich die Frage ob es wirklich nur und ausschliesslich bei ADHS hilfreich ist. Um so grösser die Defizite in Wachheit, Konzentration, Antrieb etc. um so grösser der Effekt.

    Wer von uns einen irgendwie gearteten Stoffwechsel hat, in welchem Ausmaß und welche Neurotransmitter genau beteiligt sind, kann keiner sagen..... man probiert und nimmt halt das was subjektiv am besten hilft.

    Das mag ernüchternd sein, aber das einzige was uns verbindet sind ähnliche subjektiv empfundene Defizite. Nicht mal die objektive Einschätzung ist bei uns allen gleich. Mehr ist nach heutigem Wissensstand und vor allem Diagnosedurchführung und Behandlung nicht möglich.

  5. #5
    Una


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 278

    AW: wieso MPH bei Normalos

    Vor kurzem war in der ZEIT ein Artikel, in dem ein Student berichtete, wie er missbräuchlich Ritalin genommen hat, um besser für seine Prüfungen lernen zu können.

    Ich hatte den Eindruck, dass MPH bei Normalos einen permanenten Hyperfokus bewirkt - praktisch, wenn man in einem Bildungssystem bestehen will, dass auf Bulimie-Lernen ausgerichtet ist.

    Aber ansonsten ging es ihm wohl nicht sehr gut damit - und das dürfte der Unterschied zwischen sachgemäßem Gebrauch (bei ADHS) und Missbrauch (ohne ADHS) sein. Denn wenn man beim Kaffeeumrühren so sehr in den Hyperfokus gerät, dass man das Gespräch am Tisch nicht mehr mitbekommt, geschweige denn, sich daran beteiligen kann, dann ist man ja im ADHS-Zustand - also eine paradoxe Wirkung.

    Ich blick die Regeln nicht ganz: Darf ich den Artikel hier verlinken oder nicht?
    Geändert von Una (13.01.2015 um 12:23 Uhr)

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 279

    AW: wieso MPH bei Normalos

    Ich weiß es nicht, wie MPH oder Ritalin bei "Normalos" wirkt, bin keine Medizinerin.

    Verwundert war ich nur, weil mir vor 2 Jahren mein Arzt vorschlug, einen Ritalin-Test zu machen. Dafür sollte ich Medikenet (nicht retardiert) in Schritten zu mir nehmen. 10 mg, eine Stunde warten, wieder 10 mg, eine Stunde warten und wenn ich dann noch keine Wirkung verspürt hätte, dann hätte ich nochmals 10 mg nehmen sollen.

    Er sagte mir, dass, wenn ich kein ADHS hätte, sich bei mir gar keine Wirkung bemerkbar machen würde,. Nur wenn ich wirklich ADHS hätte, dann würde ich eine Wirkung spüren.

    So gesehen kann ich mir bei wirklichen "Normalos" nicht vorstellen, dass MPH oder Ritalin was bringt. Aber wer weiß, es gibt ja eine große Dunkelziffer, was ADHS betrifft. Vielleicht sind diese Studenten betroffen und wissen es gar nicht?

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    wieso MPH bei Normalos

    Ooooh mein Gott! Ich hoffe du bist nicht mehr bei diesem Arzt.
    Innerhalb von 3h eine Einstiegsdosis von 30 mg unretardiert ist...... Ich weiss gar nicht was ich sagen soll......
    Dieser Arzt hat also DIE Methode gefunden wie man ADHS sicher diagnostiziert? Wahnsinn..... Geht das auch mit Antidepressiva? Schizophrenie? Psychosen? Sind ja immerhin auch alles Stoffwechselstörungen im Hirn.....


    Fast alle Drogen haben eine Wirkung auf dem Stoffwechsel,,vor allem auf das dopaminerge System, was soll das dann über deren Wirkung und die Konsumenten aussagen?
    Geändert von creatrice (13.01.2015 um 13:08 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 279

    AW: wieso MPH bei Normalos

    Das habe ich im Netz gefunden:

    Wie wirkt nun Ritalin bei Menschen ohne AD/HS?

    Menschen ohne ADHS können auch eine unspezifische Konzentrations- oder Leistungssteigerung mit Psychostimulanzien erzielen, was ja zum missbräuchlichen Einsatz dieser Substanzgruppe u.a. bei Studenten zur Leistungssteigerung oder Wachheit vor Prüfungen geführt hatte. Zudem wurde die appetithemmende Wirkung als vermeindliche "Appetitzügler" missbraucht. Im wesentlichen herrschen aber für Menschen ohne ADHS eher Effekte auf das sympathische Nervensystem vor. Durch die Aktivierung des Sympathikus wird ein leichtes Unruhegefühl, vielleicht auch Herzrasen oder leichter Blutdruckanstieg ausgelöst. Dies erleben die meisten bereits als unangenehm (vergleichbar starker Nervosität oder einem zu starkem Kaffeekonsum).
    Im Gegensatz zu dem deutlich spürbaren "an-aus"-Effekt bei Patienten mit ADHS erleben Menschen ohne ADHS eher eine kontinuierliche und deutlich dosisabhängige Wirkung. Je höher die eingenommene Dosis desto stärker werden auch die empfundenen Missempfindungen sein.
    Ein euphorisiernder Effekt tritt bei therapeutischen Dosierungen von Methylphenidat nicht ein. Weder bei "ADHSlern" noch bei anderen Menschen. Entgegen immer wieder vorgebrachten Behauptungen "eignen" sich als therapeutisch eingesetzte Stimulanzien wie Ritalin nicht als Suchtstoffe und haben auch dementsprechend als alleinige Suchtmittel keine klinische Bedeutung.

    Es ist eine schlicht unzutreffende Behauptung, dass Eltern Stimulantien an Kinder ohne ADHS abgeben würden, um "Ruhe zu haben". Dafür eignen sich Psychostimulanzien nun sicher nicht. Vielmehr würde ein Kind ohne ADHS bei der Einnahme von Methylphenidat oder Amphetaminen eher kribbelig und unruhig werden.
    aus: Ritalin Wirkung von Methylphenidat bei ADHS und bei Gesunden

  9. #9
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: wieso MPH bei Normalos

    KlaraUnsinn schreibt:
    Er sagte mir, dass, wenn ich kein ADHS hätte, sich bei mir gar keine Wirkung bemerkbar machen würde,. Nur wenn ich wirklich ADHS hätte, dann würde ich eine Wirkung spüren.
    So ein gequierlter Blödsinn - creatricens Post ergänze ich noch um den Hinweis auf die non-responder, Menschen, bei denen die Diagnose passt und die aus irgendeinem Grund trotzdem nicht auf das Medikament ansprechen.

    Puhhhh ... und überhaupt .... mahhhhhhnoo

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 279

    AW: wieso MPH bei Normalos

    Wenn man sich das ansieht, was ich im Netz gefunden habe, dann war die Aussage des Mediziners nicht ganz falsch.

    (...) Im wesentlichen herrschen aber für Menschen ohne ADHS eher Effekte auf das sympathische Nervensystem vor. Durch die Aktivierung des Sympathikus wird ein leichtes Unruhegefühl, vielleicht auch Herzrasen oder leichter Blutdruckanstieg ausgelöst. Dies erleben die meisten bereits als unangenehm (vergleichbar starker Nervosität oder einem zu starkem Kaffeekonsum).

    Im Gegensatz zu dem deutlich spürbaren "an-aus"-Effekt bei Patienten mit ADHS erleben Menschen ohne ADHS eher eine kontinuierliche und deutlich dosisabhängige Wirkung. Je höher die eingenommene Dosis desto stärker werden auch die empfundenen Missempfindungen sein. (...) Es ist eine schlicht unzutreffende Behauptung, dass Eltern Stimulantien an Kinder ohne ADHS abgeben würden, um "Ruhe zu haben". Dafür eignen sich Psychostimulanzien nun sicher nicht. Vielmehr würde ein Kind ohne ADHS bei der Einnahme von Methylphenidat oder Amphetaminen eher kribbelig und unruhig werden.
    Damit ist gemeint, dass die Wirkung von MPH eine ganz andere bei Menschen mit ADHS als bei "Normalos" ist. Anhand der Wirkung kann man schon auch erkennen, ob man ADHS hat (s.o.), aber als Testmittel ist das nicht geeignet, schon klar.

    Ich muss meinen Arzt da mal in Schutz nehmen, denn er hat verantwortlich gehandelt. Vor 13 Jahren war ich bei ihm in Behandlung. Damals war ADHS bei Erwachsenen ja noch eine Grauzone. In der Zwischenzeit machte mein Arzt eine fachärztliche Weiterbildung in Bochum an der Unikklinik. Dort war ja auch lange Dr. Edel und eben die Institutsambulanz für ADHS. Als ich dann vor 2 Jahren wieder zu meinem Arzt ging und ihm sagte, dass es mir nicht besser ginge, fragte er mich einiges und ließ mich natürlich auch Fragebögen ausfüllen. Er entschuldigte sich bei mir, dass er mich damals falsch behandelt hätte, denn ich hätte mit ziemlicher Sicherheit ADHS. Daraufhin schlug er mir MPH vor und wollte testen, ob ich eine Wirkung mit dem Medikament verspüre.

    Meine verspürte Wirkung war die, wie sie auch im zitierten Text beschrieben ist (als ADHS'ler).

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